Presserückschau (März 2018)

1
Rheinöl
“Die Firma Rhein Petroleum will (…) im Herbst im Oberrheingraben an neuer Stelle nach Öl suchen. Wie ein Unternehmenssprecher (…) sagte, soll im nordbadischen Weingarten (Kreis Karlsruhe) 750 Meter tief gebohrt werden. Mit der Genehmigung von den Bergbehörden werde in diesen Tagen gerechnet. Bei Riedstadt in Südhessen fördert Rhein Petroleum seit Januar pro Woche etwa 66 000 Liter Öl. Die zwei Tank-Lkw fassende Menge werde in der Karlsruher Raffinerie verarbeitet. (…) 2016 hatte Rhein Petroleum nördlich von Karlsruhe bei Graben-Neudorf zur Probe gebohrt. Dort wurde allerdings nicht ausreichend Öl gefunden.” (Welt)

2
China am Rhein
“Der Einstieg des chinesischen Autobauers Geely als größter Aktionär bei Daimler sorgte für Aufruhr in der ersten Hälfte der Woche. Am Rhein dagegen ist China schon viel länger angekommen – und wächst weiter rasant. Düsseldorf ist der dynamischste Chinastandort in Deutschland. 520 chinesische Firmen, Global Player genauso wie innovative mittelständische Unternehmen, haben sich mittlerweile für die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt entschieden.” (Rheinische Post)

3
Schiersteiner Brücke
“Der Abriss der alten Schiersteiner Brücke ist in vollem Gange. (…) Ein 120 langes und 1100 Tonnen schweres Teilstück des alten Bauwerks wird derzeit regelrecht herausgesägt und die Fahrbahn durchtrennt. Von unten wird das Teilstück von vier Säulen auf einem Ponton getragen und später ans Ufer gebracht – „Ausschwimmen“ lautet der Fachausdruck dafür. (…) Bei 1,3 Kilometern Gesamtlänge der Brücke wird damit fast ein Zehntel des gesamten Bauwerks auf einmal demontiert. Eine ähnliche Aktion soll es später auch noch für den Mombacher Teil der Brücke geben. Im November war mit dem Abriss begonnen worden. Bis zum Herbst (…) soll die Demontage abgeschlossen sein und mit dem Neubau begonnen werden. Derzeit fließt der Verkehr über die bereits fertige südliche Brückenhälfte.” (Allgemeine Zeitung)

4
Festgefrorener Hund
“Ein Zeuge hat am (…) die Polizei alarmiert, weil auf einem im Rheinhafen Niehl liegendem Schiff (…) ein verwahrloster Golden Retriever bei Minusgraden in seiner Hundehütte lag. Die eingesetzten Wasserschutzpolizisten konnten an Bord niemanden außer dem Vierbeiner antreffen. Der Hund war mit seinem Fell am Deck angefroren und konnte sich nicht mehr bewegen. Zur Rettung des Vierbeiners rückte die Feuerwehr an. Sie befreiten ihn aus seiner Hütte, legten ihn mit einer Decke in eine Transportbox und zogen ihn mit einem Kran hoch an Land. Jetzt hat der Golden Retriever eine warme Unterkunft im Tierheim bezogen.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

5
Rhein-Reisespiel
“Die Vorstellung, die Rheinspiele hätten ihren Ursprung in Deutschland, hat etwas für sich. Zumal es in Mainz mit der Firma Jos. Scholz schon Mitte des 19. Jahrhunderts einen qualitätsvollen Spieleverlag gab. Doch weit gefehlt: Die Anfänge der Rhein-Reisespiele liegen auf der britischen Insel. In London nämlich erschien bereits im Jahre 1815 „Wallis’s Game of the Panorama of Europe“. Dieses frühe Reise-Brettspiel zeichnet die klassische Bildungsreise des Adels und des Bürgertums nach, die die Touristen im 18. und 19. Jahrhundert fast immer entlang des Rheins zumeist in die Schweiz oder nach Italien führte. In dem Spiel verläuft die Route quer durch Europa in 36 Städte von Oporto (Porto) über Amsterdam, Wien, Konstantinopel, St. Petersburg und Stockholm bis nach London, wobei die Einzelfelder mit kleinen Veduten der Reisestationen und Sehenswürdigkeiten ausgefüllt sind. Unter den Städten des Deutschen Bundes, in denen laut Spielplan Halt gemacht werden kann, findet tatsächlich auch immerhin ein rheinischer Ort Berücksichtigung: Die Stadt Bonn („… a beautiful town, the streets are wide…“) wurde – platziert zwischen Osnabrück und Leipzig – damit zum ersten Repräsentanten des Rheinlands in der europäischen Kulturgeschichte des Spiels.” (Allgemeine Zeitung)

6
Punk-Rock
“Auf dem Rhein wird es (…) laut und rockig. Das Sojus 7 veranstaltet erstmalig eine Punk-Rock-Bootstour mit der MS Beethoven vom Monheimer Schiffsanleger den Rhein hinauf bis Bonn und zurück. (…) Während der etwa sechsstündigen Fahrt sorgen insgesamt acht Punk-Rock Bands für eine ausgelassene Festival-Stimmung. Mit an Bord sind Singer-Songwriter TV Smith, die Band Diva Kollektiv aus Berlin, die Johnny Reggae Rub Foundation, die Düsseldorfer Joseph Boys, die Band Kwirl, die Monheimer Punkrocker von Johnny Eklat & das Rebell Kartell und die Monheimer Liedermacher Flaschenkindær.” (Lokalkompass)

7
Wolf
“In Duisburg ist ein Wolf gesichtet worden. Eine Wildkamera hat das Tier (…) in der Rheinaue in Walsum gefilmt. “Mit hoher Wahrscheinlichkeit”, so das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), handelt es sich um dasselbe Tier, das am 24. Februar in Hünxe und zuvor in Rees gesichtet worden war. Damit gibt es in Nordrhein-Westfalen seit Jahresbeginn vier amtlich bestätigte Wolfssichtungen.” (WAZ)

8
Trinkwasser-Düker
“Die Rhein-Energie verlegt (…) voraussichtlich bis zum Oktober 2019 eine neue Trinkwasser-Transportleitung in Poll und Westhoven. Die Arbeiten sind Teil des Vorhabens, das links- und rechtsrheinische Trinkwassernetz miteinander zu verbinden. Geografisch und historisch bedingt sind beide Versorgungsgebiete bislang voneinander getrennt. Nun baut die Rhein-Energie einen Leitungstunnel unter dem Rhein zwischen Marienburg und Poll. Das Unternehmen teilt mit, die Investition diene einer qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte. Die Verbindung der beiden Wassernetze ermögliche in Zukunft eine gleichmäßige Auslastung des gesamten Versorgungssystems. Dies werde sich für die Kunden vor allem im Linksrheinischen besonders an heißen Tagen mit hohem Wasserbedarf auszahlen.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

9
Minerva am Rhein und Main
“Das Interesse an den Idealen und Ritualen der Freimaurer scheint in Alzey und Umgebung recht groß zu sein. Zu den Gästeabenden der Loge „Minerva am Rhein und Main“ kommen jedenfalls immer so viele Besucher, dass der Saal im Schafhäuser Gemeindehaus (…) gut gefüllt ist. (…) „Minerva am Rhein und Main“ (…) gehört der Großloge „Humanitas“ an, die seit 1959 Männern und Frauen gleichermaßen ein Zuhause bietet. Die erste Vereinigung mit dem Namen „Minerva“ wurde 1967 gegründet und 1990 aus personellen Gründen „schlafen gelegt“. (…) 2013 fanden sich die notwendigen sieben Meister zusammen, um die Loge wiederzubeleben. Ihr gehören jetzt 13 „Meister“, zwei „Gesellen“ und zwei „Lehrlinge“ an, die sich monatlich einmal in Schafhausen zur Tempelarbeit treffen. Die Bezeichnungen aus dem Berufsfeld der Handwerker erinnern an die Geschichte der Freimaurer, die ihren Ursprung in den sogenannten Bauhütten der Steinmetze und Dombauer des Mittelalters haben. Aus diesen Anfängen stammen auch die Symbole und Werkzeuge, die bei den Ritualen eine Rolle spielen. (…) So symbolisiere der 24-zöllige Maßstab die Stunden eines Tages; der Proband könne mit diesem Werkzeug lernen, seine Zeit mit Weisheit einzuteilen. Wie er das tue, sei ihm selbst überlassen, oder um es mit einem Ausdruck aus dem Vokabular der Freimaurer zu beschreiben: „Jeder bearbeitet seinen eigenen Stein“.” (Allgemeine Zeitung)

10
Lorely
“Das Versteigerungsunternehmen Veiling Rhein-Maas in Herongen hat seine erste Tulpentaufe begangen. Der Anlieferer Litjens Tulpen hat gemeinsam mit seinem Kunden Mat Dings und Lisa Smit, dem niederländischen Tulpenmädchen des Jahres, sowie Veiling Rhein-Maas die neue Tulpensorte “Lorely” im Foyer der Versteigerung offiziell getauft. Auch für Lisa Smit war es die erste offizielle Tulpentaufe. “Die insbesondere für den deutschen Markt produzierte Tulpe ,Lorely’ begeistert mit großen und eindrucksvollen Blüten mit einer auffälligen Färbung Rosa-Weiß und einer langen Haltbarkeit”.” (Rheinische Post)

11
Rhein als Delaware
“Felicitas Hoppe weiß einfach ziemlich viel. Mit Blick auf den Rhein fragt sie ihr Publikum, ob es ihm bekannt sei, wo das (zumindest in den USA) berühmte Gemälde „Washington überquert den Delaware“ entstanden sei? Kunstpause. Dann das: Hier am Rhein – gut, nicht in Köln, aber immerhin nah dran. Emanuel Leutze habe diese Szene aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg im Düsseldorfer Atelier gemalt. „Wenn man sich diese rheinischen Jungs vorstellt, die ihm da Modell gesessen haben“, sagt Hoppe und lässt den Satz verklingen. Und dann ist der Delaware in Wahrheit der Rhein. Muss man nicht wissen. Aber schön ist, das zu wissen.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

12
Rheintote
“Ein 17-jähriger Radfahrer ist in der Mannheimer Innenstadt in den Rhein gestürzt und gestorben. Nach ersten Ermittlungen soll der junge Matrose aus Holland mit seinem Fahrrad (…) im Handelshafen auf dem Weg zum Einkaufen gewesen sein (…). Dabei streifte er vermutlich das Gleis eines Hafenkrans, verlor die Kontrolle über sein Rad und stürzte über die etwa fünf Meter hohe Kaimauer in den Rhein. Möglicherweise prallte er gegen die Mauer oder ein dort befestigtes Boot, hieß es. Eine Schiffsbesatzung entdeckte den leblosen Körper und alarmierte die Rettungskräfte. Die Feuerwehr konnte den 17-Jährigen nur noch tot bergen.” (Rhein-Neckar-Zeitung)

“Rettungskräfte haben im Süden von Düsseldorf eine weibliche Leiche aus dem Rhein gezogen. (…) Die Frau ist noch nicht zweifelsfrei identifiziert.” (Rheinische Post)

“Eine Wasserleiche ist (…) von der Feuerwehr aus einem Rhein-Seitenarm bei Ottenheim, südlich der dortigen Kiesgrube, geborgen worden. Ein Kanufahrer war auf den Fund aufmerksam geworden und hatte (…) die Polizei verständigt (…). Die Bergungsaktion mit einem Schlauchboot, an der 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwanau beteiligt waren, dauerte etwa eine Stunde. Im Anschluss nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Die Polizei bestätigt, dass es sich um eine männliche Leiche handelt.” (Lahrer Zeitung)

Dreisamkeit

fr_dreisamkeit_2Innerstädtische Romantikknautschzone: Blick entlang der rektifizierten Dreisam am Rande Freiburg-Weingartens, einem Hochhausviertel und “sozialen Brennpunkt”, gegen ihre Quellregion im Schwarzwald. Bevor sie Weingarten erreicht, speist die Dreisam die berühmten Freiburger Bächle.

Unter der Güterbahntrasse. Gelegentlich schaut eine Ente vorbei, eine Schmetterlingslibelle (bzw ein Libellenschmetterling), jede Menge Spinnen und ein Graureiher. Jagt ein Zug mit vernichtendem Geschmetter über die Brücke, wird die friedlich-lichtbespielte Wasserfläche kurzfristig aufgewühlt und sterben einige Tiere an Herzversagen.

fr_dreisamkeitViersamkeit inmitten der Dreisam. Im Nordwesten verläßt der Fluß Freiburg und geht auf die Elz zu, die schließlich in den Rhein mündet.

Sonnenfinsternisse

Zur partiellen Sonnenfinsternis über Köln am Vormittag des 20. März begaben wir uns in Ermangelung einer Schutzbrille ans Niehler Ufer, um das Naturschauspiel auf der Rheinoberfläche gespiegelt zu betrachten – ein alter, augenschonender und vor allem wenig bekannter Observationstrick: das ausgedehnte und normalerweise gut frequentierte Ufer gehörte uns an diesem Tag beinahe alleine. Im Vorfeld des Ereignisses hatte es verzweifelte Jagden nach den viel zu wenigen im Handel vorrätigen Schutzbrillen gegeben. Dieses Auftaktszenario war uns aus dem Jahr 1999 (als eine totale Sonnenfinsternis stattfand) im Gedächtnis geblieben. Angebot und Nachfrage hatten damals wie heute dafür gesorgt, daß die Preise für einen Fetzen zertifizierter Folie in die Höhe schossen. Allerdings war Köln zum Auftakt der Finsternis von diesigen Himmeln überzogen, einer reichlich bekannten, mißmutig-weißgrauen Suppe, die genau zwischen Stadt und Weltall vor sich hindampfte. Würde der Dunst sich rechtzeitig vor dem Schauspiel verziehen?

1999 hatten wir das von den Zeitungen Sofi getaufte Fänomen auf einem pfirsichbestandenen Hügel im badischen Weingarten mit gutem Blick über das Oberrheintal beobachtet. Auch seinerzeit war der Himmel bewölkt, die Wolkendecke jedoch zerrissen. Abertausende, wenn nicht Millionen legten in Deutschlands Südkorridor zwischen Saar und Isar erwartungsvoll in tai chi-artiger Kongruenz ihre Häupter in den Nacken. Wir hatten Glück: erst flippten die Vögel aus, dann fegte mit sensationeller Geschwindigkeit und bedrohlich wie eine massenauslöschende Wunderwaffe der Mondschatten über das Rheintal hinweg, die Temperaturen fielen rapide ab und wir vor Staunen rückwärts in ein Feuerameisennest. Im Nachhinein faßten die Boulevardblätter das kuriose Verhalten einiger Menschen und Tiere während der Finsternis zusammen, die somit in ein kollektives Erlebnis mündete, das für die meisten wegen schlechter Sichtverhältnisse enttäuschend verlaufen war.

Unser Foto dokumentiert den Höhepunkt der Sonnenfinsternis vom 20. März 2015 um 10.38 Uhr am Niehler Ufer in Köln

Diesmal verzog sich der Dunst nicht, zumindest nicht in Köln. Einige Minuten vor dem errechneten Höhepunkt, der maximalen, ungefähr 80-prozentigen Abdeckung der unsichtbaren Sonne durch den unsichtbaren Mond, wirkte – immerhin! – der Bodendunst am Niehler Ufer eine fast schon merkliche Nuance dunkler, in etwa so als wäre es gerade mitten im März noch einmal kurz Februar geworden. Die Vögel verhielten sich in der herrschenden Suppe ganz unauffällig. Ein nennenswertes Ereignis fand statt, als überraschend ein losgeleinter Hund in unserem Rücken vorüberpreschte, um unter Gebelle ein ufernah dahindümpelndes Entenpaar (siehe Foto) zu scheuchen. Aufregenderes hatte nicht einmal der Liveticker des Kölner Stadt-Anzeigers zu bieten, obgleich dort stundenlang die fehlende Sicht kommentiert und mit allerlei Gedankenspielen aufgewogen worden war.

Sonnenfinsternis

Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 ließen wir in einem privaten Pfirsichhain mit grandiosem Rheintalblick bei Weingarten in der Nähe von Karlsruhe an uns vorrüberrauschen. Im ausgehenden Sommerloch war die Medienberichterstattung bereits im Vorfeld immens, der Boulevard überschlug sich um das Ereignis herum in immer gewagteren Kapriolen, und natürlich rechneten nicht wenige Menschen mit Weltuntergang. Damals sammelten sich im gesamten Ereigniskorridor größere Gruppen, um auf ihre jeweils bevorzugte Art (Party, Einkehr, etc) der ungewöhnlichen Tagesverdunkelung zu harren. Hätte uns das Naturereignis ohne Vorwarnung überrascht: ein gewisser Endzeitsog ging schon davon aus, als der Mond-Kernschatten mit spürbarem Temperaturabfall und apokalyptischer Geschwindigkeit über die hochsommerliche Talmulde jagte…
Andertags improvisierten wir, auf Basis der eigenen Erlebnisse sowie der Boulevard-Berichterstattung, gemeinsam mit Till Geiger, der dafür einige seltsame Instrumente spielte und Vinylplatten scratchte, eine Sofisinfonie als experimentelles Hörstück für den Karlsruher Lokalfunk.
Nun schickt Dominik Dombrowski einen ebenfalls vom Boulevard inspirierten Text zum selben Ereignis, der in leicht nördlicheren Rheinbreiten siedelt und für den wir uns herzlich bedanken:

emmi b.

wie mysteriös / sonnenfinsternisse sein können / vermerkt der kölner
express / ein paar minuten / bevor sich der mond / vor die sonne schob
hatte emmi b. (zweiundachtzig) aus simmern / bei koblenz unterwegs /
zu einer geburtstagsfeier / nach dem weg / zum café rheinterrassen gefragt
doch / als sie wieder anfuhr / spielte ihr mercedes verrückt

als ob eine unsichtbare macht / den wagen steuerte / schoß er
mit vollgas über einen radweg / dabei zertrümmerte / das entfesselte
gefährt / eine kleine mauer und überrollte / ein verkehrsschild / gebannt verfolgten an die zweihundert gäste / die eigentlich die sonnenfinsternis
hatten beobachten wollen / im biergarten des cafés / geschützt

hinter ihren brillen / dies rätselhafte todesdrama / wie emmi b.
an ihnen vorbeiraste / mit höchstgeschwindigkeit / in den rhein stach
und ertrinkend im blech des untertürckheimer mobils / dem festland
auf immer entsagte / vom kölner blatt befragt / äußerte der polizeisprecher christoph r. geborgen im wiederkehrenden licht:

dies war kein selbstmord / sie fuhr den mercedes schon lange