Strukturwandel

Wappen_Eggenstein-Leopoldshafen

Der am Rhein gelegene Karlsruher Stadtteil Leopoldshafen (bis 1833: Schröck) trug ab 1895 ein mit einem Ruderer besetztes Segelboot im Wappen. 1956 kam die Reaktorstation (auch Kernforschungszentrum, später Forschungszentrum, heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT)) in die Gemeinde. Zur Fusion mit Eggenstein im Zuge der Gemeindereform im Jahr 1974 wurde ein neues Wappen präsentiert. Für Leopoldshafen steht seither, anstelle des Bootes auf dem Rhein, das Bohr’sche Atommodell, ein Symbol, mit dem sich viele Bürger nicht identifizieren mögen. Gelegentlichen Protesten und Eingaben zur Rückgestaltung des Wappens wurde bisher nicht stattgegeben. Die Forschungsschwerpunkte der Reaktorstation haben sich indessen erweitert, neben Kernenergie wird u.a. zu deren Entsorgung, zu alternativen Energiemodellen, zum Klima und zur Nanotechnologie geforscht.

Ermittlung der Rheinlänge durch Ockhart (2)

Nähere Bestimmung der verschiedenen Distanzen, welche der Rhein von seinem Ursprunge, bis zu seiner Theilung in Holland, und von da bis zu dem Ausflusse seiner verschiedenen Arme in das Meer durchläuft.

A) Allgemeine Distanzen nach dem Laufe des Flusses

1. Von den Quellen bis nach Chur ohngefähr 20 Stunden
2. Von da bis zu dem Eintritt in den Bodensee 24
3. Lauf durch den Bodensee bis Constanz 9
4. Von Constanz bis Schaffhausen 9
5. Von da bis Basel 33
6. Von da bis Strasburg 32
7. Von da bis Neuburg 15
8. Von da bis Schröck 6
9. Von da bis Mannheim 18 1/2
10. Von da bis Mainz 15 1/2
11. Von da bis Caub 9 1/2
12. Von da bis Coblenz 10 1/4
13. Von da bis Andernach 5 1/4
14. Von da bis Linz 4 1/2
15. Von da bis Cöln 12 1/4
16. Von da bis Düsseldorf 10 1/2
17. Von da bis Homberg 7 1/2
18. Von da bis Wesel 7
19. Von da bis Emmerich 9 3/4
20. Von da bis Lobith 3
21. Von da bis Nimwegen 4
22. Von da bis Rossum 9 1/2
23. Von da bis Gorcum 9
24. Von da bis Dortrecht 5 1/2
25. bis zum Meer 14

303 1/2

Nach dieser möglichst genauen Bestimmung der Distanzen, die der Rhein in seinem Laufe zurücklegt, sieht man, mit wie wenig Grund Norrmann in der 6ten Auflage der Büschingischen Vorbereitung zur Europäischen Länder- und Staatenkunde Seite 103, die Länge des Laufs dieses Flusses, wie wir oben schon gesagt haben, auf 350 Meilen hat angeben wollen, und dass Fabri eben so Unrecht hat, wenn derselbe in seinem Abriss der natürlichen Erdkunde Seite 450 behauptet, dass der Rhein in seinen Laufe einen Weg von 360 Meilen zurücklege.

(aus: Josef Franz Ockhart – Der Rhein, nach der Länge seines Laufs und der Beschaffenheit seines Strombettes, mit Beziehung auf dessen Schifffahrtsverhältnisse betrachtet: Ein Beitrag zur nähern Kunde der deutschen Flußschifffahrt, 1816)