Moderne trifft Moderne
Und zwar am Sonntag, den 28. November um 11 Uhr im Düsseldorfer Schauspielhaus im Rahmen eines Festakts. Gefeiert werden 20 Jahre Arbeitskreis zur Erforschung der Moderne im Rheinland e.V. und 10 Jahre An-Institut “Moderne im Rheinland” an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dafür wird, leider wohl nur für dieses eine Mal, die Idee der legendären Morgenfeiern des führenden Dichters der rheinischen Moderne Herbert Eulenberg wiederbelebt: Arbeitskreis und Institut zur Erforschung der ehemaligen Moderne präsentieren bei der Jubiläumsmatinée auch künstlerische Kostproben der aktuellen Moderne vom Rhein, das Programm beinhaltet: Gedichte von Else Lasker-Schüler, für den Festakt neu komponiert von Manfred Trojahn, vorgetragen von Julie Kaufmann, ein Papiertheater von Barbara Räderscheidt, eine Lesung von Rheinsein-Gastautor Enno Stahl, Filmszenen von Pina Bausch, Rhein-Fotografien von Schiko (die teils bereits auf Rheinsein zu finden sind), Texte von Gustav Landauer, vorgetragen vom Ensemble des Schauspielhauses, die Kunsthochschule für Medien Köln wird etwas noch nicht näher benanntes beitragen, von dem anzunehmen ist, daß bis in die letzte Sekunde an der Technik gebastelt werden muß und schließlich werden wir Rheinsein dort vorstellen. Abgerundet wird die Veranstaltung von der “Regionalia”, einer Instant-Messe zur Kultur der Region.
Für die Matinée sind keine Karten mehr erhältlich.

Die Kuppen des Siebengebirges im mystischen Dunst, dahinter liegen Fantasiereiche bzw nicht näher bekannte vorpolnische Gebiete. In deren tieferen Tiefen der Fotograf wiederum seine Ahnen vermuten darf. Danke, Schiko!
Zu Bacharach am Rheine wohnt eine Zauberin. Sie hat die gesamte Umgebung ihres Heimatstädtchens postkartentauglich gezaubert. Und Schiko hat diese so und so und nochmal so oft besungene, (vorerst) ein für alle mal verzauberte, Umgebung fotografiert. Schwarzweiß. Und ich bin gestern zum hundertixtenmal durch exakt diese Umgebung hindurch mit dem Schnellzug. Und hab ausm Fenster geschaut: da war es aber sehr grün – doch ähnlich bewölkt. Und der Rhein stand ca 50 cm höher als auf diesem Bild. Genau wie der Ausfluß meines Herzens, der an die Waden der Mitreisenden griff.
Die Rheinfälle zu Schaffhausen, mannigfach bedichtet und hier, an einem jener kolossal-kulissösen Festtage, an denen der Schweizer zum Zeichen seines Wohlstands hektoliterweise Alpenrahm in den Fluß schüttet, von 1a-Dienstleisterwolken beschirmt.
Noch ein schluchtiger Hinterrhein: bekannt wurde die Via Mala meiner Generation hauptsächlich über den im deutschen Fernsehen ausgestrahlten gleichnamigen, eindrucksvollen Dreiteiler von 1985 mit Mario Adorf und Maruschka Detmers nach dem Roman von John Knittel. Aus einer älteren Verfilmung (von 1961, mit Gert Fröbe und Christine Kaufmann) sind
Der berühmte Roflawicht: an gegebener Stelle bereits erwähnt, hier von Schiko in Schwarzweiß gebannt wie er felsnasig-sinnend überm Wildsal des Kleinrheins wacht. Die durch ein Restaurant zugängliche Roflaschlucht zählt sicher zu den kuriosesten Rheineinheiten.
Der Düsseldorfer Fotograf