Der niederländische Rhein

Der schweizerische Rhein spaltet wie ein Blitz das Felsgebirge. Der deutsche Rhein durchfährt den Leib des Landes magnetisch wie ein sammelndes Gefühl. Dem niederländischen Rhein gaben schon die Alten den Namen Rhenus bicornis, des Zweihörnigen. Denn ihn teilt sogleich die größte seiner Inseln, die fast ein Land für sich ist. Auf einem jener Weltbilder, mit denen Beatus, ein Mönchsgeograph des siebten Jahrhunderts, die Erde in der Form eines Eies darstellte, von der Schale des Meeres umgeben, in der die Fische und die Inseln in der gleichen körnigen Weise eingezeichnet sind, empfing der nördliche Rhein einen anderen Strom von jeder Seite, ehe er als ein doppelter Fluß durch das Land der Friesen in das Meer sank. Man kann an Maas und Lippe denken. In der Tat, die heutige Forschung liest in den Schichten von Ton und Schlammsand, die unter der Sichtbarkeit der jetzigen Rheinteilung liegen, eine verwischte ältere Schrift der Erde, deren Deutung das Bild des römischen Geographen bestätigt. Der Strom in Holland ist nun der klargeschnittene Rhein nicht mehr. Er trifft, schon ehe er das Meer berührt, die Nullhöhe; seine Auflösung, die beginnen muß, wird zu Teilen und Strecken des Wasserstaates, er durchfließt ein verwirrendes Netz von Gewässern. Von äußeren Linien her ist das amphibische Land von Wasserbändern durchflochten, zwischen den grünen und den blauen Flächen liegen die weithin gedehnten Kurven der Deiche. Kanäle, von der Seite einfallend wie der schmale Arm der Maas, der nicht tief genug ist, um auch nur den normalen Kähnen der Rheinschiffahrt einen Zutritt ins flandrische und französische Flußnetz zu geben, vergrößern den Strom, andere entziehen ihm das Wasser. Meeresarme, in das Land ausgestreckt, fügen ihn unversehens in das kosmische Gesetz der Flut und der Ebbe, die eigenkräftige Nähe des Meeres entführt ihn seitwärts in verwirrende Inselwelten. Wie durch ein Uhrwerk die Zeit rinnt, so rinnt der wasserreiche Strom durch das gewaltige und sorgsam angepaßte Uhrwerk, das geschaffen ist, das Nasse vom Trocknen auszuschließen. Ihn beherrschen die doppelten und dreifachen Deiche, die Pumpen und die Schleusen. Ein unablässiges Eintauchen der Meßinstrumente, ein ewiges und überlistendes Studium der Bewegungen von Wasser und Schlammerde, ein hartnäckiges Werk des Pfahlbaues und des Deichgrabens vollzieht sich und setzt das Arbeitserbe der Jahrhunderte ständig fort. Am oberen Rhein beschränkt sich der Strombau darauf, die Serpentinen wegzuschneiden, das Krumme zu strecken und zu kürzen; fast zu sehr beeilten sich dort die Ingenieure, den Abfluß des Wassers zu erleichtern. In den Niederlanden schufen die Baumeister seit Jahrhunderten die Molen und die langgezogenen Dämme, die den Hauptstrom erst nach Osten, dann westwärts richteten und ihn aufhalten. Mit der Waffe des Flusses führten die Holländer in der Vergangenheit gegen Römer und spanische Eroberer ihren Kampf. Kanäle wurden gegraben, um den Kriegsflotten bis ins Herz des Landes Zutritt zu geben, die Handelsflotten folgten nach. Ueberschwemmungen glänzten auf wie große Seen, Dörfer und Städte ertranken, aus einer Lache wurde der Lekstrom, dessen Breite ohne Tiefgang vor Rotterdam in den Rhein zurückfließt, und aus dem großen Bett des Stromes, der einmal zur Zuidersee hinfloß, tauchten Grasländer. Von dem Wasser, das durch den Kanal von Pannerden beiseite fließt, um sich in gekrümmten, kleinen und versickernden Rheinen bis an die See zu verlieren, bleibt der Waalstrom übrig. Zwischen flachen Ufern schaukeln gemächlich die rundlich gebauten Boote auf der milchkaffeefarbenen Flut. Die Schleppzüge, deren Kähne groß und aufgetaucht mit asphaltglänzenden, aus Eimern begossenen und mit Schrubbern bearbeiteten Rücken vorübergleiten, begegnen dem grün, weiß und rosa bemalten Raddampfer der Niederländischen Dampfschiffahrt. Durch Wolken schwarzen Rauches flattern Möwenscharen im salzigfeuchten Nordwestwind. Eine blanke Wasserfläche, von rauhen Schäumen überzogen, umgibt dann das von Kanälen und Brücken durchflochtene, von braunen Segeln besuchte Dordrecht. Vor dem breiten und dunklen Kirchturm ragt das Gehölz der Masten; bei den Seedampfern liegen die Flöße des Schwarzwaldes, die auseinandergenommen und auf die Werften, die Bauplätze und Sägemühlen des Landes verteilt werden. Eine Bucht, ein Wasserdurchbruch glänzt zur Schelde hin; die Schiffer auf der Fahrt nach Antwerpen reisen an den Inseln von Seeland vorüber, die Ebbe entblößt die ungeheueren, mit Muschelkolonien bedeckten Schlamm- und Tonbänke der Scheldemündungen, die braunsilbernen Schilfwiesen, die mit Algen bewachsenen Deiche des Archipels. Die steigende Flut hebt das Fahrzeug hoch und zeigt dem Schiffer über die Deiche hinweg die roten Dächer der Inseln, die grünen Weiden, das bunte Vieh, die bis zum Rand gefüllten Kanäle. Vor Dordrecht stellen die englischen Matrosen ihre dunkeln Segel, um über das Aermelmeer zu kreuzen. Regelmäßig nehmen die alten wohlbekannten Lastboote, die ihre Seile vom Ufer in Remagen lösten, die “Maggie” und die “Consul” mit einigen hunderttausend Apollinarisflaschen im plombierten Laderaum diesen Kurs. Die Ingenieure wollen dem alten Dordrecht eine neue kurze und offene Verbindung mit dem Meere geben. Draußen am Rand der Inseln richtet das altberühmte Vlissingen seinen Außenhafen zum Treffpunkt des großen Ozeanverkehrs mit den Schnellzügen des Festlandes, und es bietet dem atlantischen Luftweg nach den Alpen seine Ebene mit dem Flugzeugschuppen zur Landung.

(aus Alfons Paquet: Der Rhein, eine Reise, Frankfurt/Main 1923)

Oosterscheldekering

oosterscheldekeringAuch durch das Oosterscheldekering (Oosterschelde-Sturmflutwehr), einen Teilabschnitt der Deltawerke, dürfte – wenngleich stark verdünntes – Rheinwasser fließen. Das neun Kilometer lange Bauwerk ist halb Deich, halb Flutwehr – und Autostraße über die Oosterschelde an ihrer Schnittstelle mit der Nordsee. Bei der Passage ereilte uns das Gefühl, mit dem Auto “durch das Meer zu fahren”.
Zur Bauweise und technischen Daten gibt Wikipedia Auskunft: “Insgesamt gibt es 65 Pfeiler, die bis 18.000 Tonnen schwer und bis zu 65 Meter hoch sind. Zwischen ihnen wurden 62 bewegliche Tafelschütze aufgehängt, die 42 Meter breit sind. Die Höhe der Tafelschütze beträgt zwischen 5,9 und 11,9 Metern, die schwersten wiegen bis zu 500 Tonnen. Die Tafelschütze können innerhalb einer Stunde geschlossen werden. (…) Die Pfeiler wurden in einem Trockendock als Hohlkörper gebaut und dann schwimmend an ihre Position gebracht. Um ein stabiles Fundament zu gewährleisten, wurden spezielle Kunststoffmatten entwickelt, die mit Steinen gefüllt auf dem Meeresboden ausgebracht wurden. Auf diese wurden dann die Türme abgesenkt, anschließend mit Sand aufgefüllt und von außen mit Steinen beschwert.”

Rijngedichten

reno di lei

kostbare druppel
italiaans water
hield zich sterk

overleefde de val
liet zich niet drinken
droeg naar vermogen

passeerde
passeerde
passeerde

ronde
de drachenfels
liet zich wijden
ging weer te water

druppel
danste de rijn af

bereikte de hoek
dreef af

meed de zeeschoot
rolde het duin in

minde

***

vergeten de alp
vergeten de rotswei
valt
valt

loonwater ploetert plichtmatig
schopt schepen voort

loreleyt niet
nibelingt niet
stookoliet
het rheingold

halverwege
is het alleen met de nacht
voedt zich met angsten

wat bevatten die vrachten
drenk ik al die steden
verdrink ik al dat vuil
vul ik al die havens en monden

welke stroom nog te kiezen
welke takken te mijden

ik hunker zo diep naar een schoot
wacht die zee wel op mij?

verward stormt het water
naar voren
dolt zich vast
in tolkamers
wijkt furieus terug

kalmeert
gaat te rade in bingen
biecht op te xanten
ontvangt teerkost
ten eeuwigen reize

achter hem
hurkt het rijndal
verheffen zich münsters en torens

voor hem
ligt open de delta

weidelijk
herstelt zich het water
verneemt al een zweem
van de zee

vloeit over
ooij

berent
belvédère
noviomagus

passeert
bommel en
waarden

passeert
grotius
slot

daar wenkt
een nauw voelbare
vloed

stroomt onder
desiderius
brug

daar trekt
een gebiedende
eb

nadert
botlek licht op

scheur en maas
vatten het water

de zee zwemt genadiglijk op
biedt haar schoot

verkwikt zoet haar het water

***

zéér oude rijn
verliet zich ten einde
op theems
ijzer maas schelde
bereikte calais

stuitte op ijswal graniet
keerde ten oosten

onvermoeibaar opnieuw
rijn zingt een wolgalied

***

het veer is verlaten
zwerfkeien troffen de veerlui

de stuurstand is foetsie
overvaarten verzonken

zee zuigt aan de monden
water glijdt over leegte

(Ein Gastbeitrag von B. Zwaal. rheinsein dankt!)

La cathédrale de Cologne (4)

IV

Montagne de granit, cathédrale pensée,
Où se meut tout un monde ainsi qu’une odyssée
De la terre et du ciel!
Pyramide chrétienne, entassement immense,
Où l’éternel présent sans cesse recommence
L’avenir éternel!

Dôme, palais de Dieu, comme, en ses nuits de flamme,
Le poëte parfois le bâtit dans son âme,
Architecte jaloux du monument vermeil
Qui jaillit maçonné de grands blocs de pensée,
Et dont la tête, au fond de l’infini dressée,
Assiste, avant l’aurore, au lever du soleil!

Six siècle tour à tour, de leurs mains acharnées,
Ont sur ton dos de pierre entassés leurs années,
O vieux temple germain!
Sans que leur fardeau pèse à ta voûte béante.
Atlas aurait ployé son épaule géante
Sous leur poids surhumain.

Rien n’a pu t’ébranler, ô formidable ouvrage!
Ni le souffle des vents, ni l’aile de l’orage.
On dirait qu’à tes pieds le temps s’est arrêté;
Il ébrèche sa faux sur tes angles de pierre,
Et les vagues des ans s’y brisent en poussière
Comme le flot humain contre l’éternité.
Vingt générations ont passé sur tes dalles,
Evêques, empereurs, rois, qui sous leurs sandales
Courbaient l’humanité.
Tu les a vus briller tous ces astres du monde,
Si vains de leur néant, sous ton arche profonde,
Où Dieu seul est resté.

Ta fore gigantesque, ainsi qu’un mont sublîme,
Touche des deux côtés le fond du double abîme ;
Et sur tes noirs pignons, de brumes pavoisés,
Le vautour, en passant, craint d’abattre ses ailes,
Quand le soleil au soir allume tes prunelles
Et change en astres d’or tes vitraux embrasés.

Monuments merveilleux, vaste ruche de pierre,
Où bourdonne toujours le bruit de la prière
Et que rien n’égala,
On t’admire au couchant, on t’admire à l’aurore ;
Et tu n’es cependant rien qu’une ébauche encore! –
Mais, quand tu seras là

Avec tes séraphins aux têtes étoilées,
Et tes anges rêveurs, et tes vierges voilées,
Et tes martyrs, le front cerclé d’un nimbe ardent,
Les uns graves, le cour plein de hautes pensées
Dont ils suivent au ciel les ailes élancées,
Et les autres muets et parlant cependant ;

Quand la foi sainte aura, montant de cime en cime,
Mis, comme un diadème, à ton faîte sublîme
L’image de la croix,
Et qu’enfin achevée, immense et magnifique,
Tu porteras au front ce signe pacifique
Des peuples et des rois ;

Quand tu t’élanceras rayonnante, inouïe,
Comme une fleur superbe et tout épanouie ;
Quand tes clochers, dressant leurs aiguilles dans l’air
Et déchirant les plis du manteau des nuages,
Vaincront avec leur voix le bruit des grands orages,
Et croiseront au ciel leur flèche avec l’éclair ;

Quand tu seras debout, reine du vaste espace,
Regardant à tes pieds, où toute chose passe,
Le monde inférieur,
Dominant de tes tours, dans la nue abritées,
Les montagnes du Rhin par la foudre sculptées,
Ce burin du Seigneur, –

Strasbourg sera jaloux ; de Cordoue à Séville
Un sourd gémissemet ira de ville en ville :
“Le savez-vous, ma sœur? notre règne finit.”
Triste et penchée au bord de l’Escaut, son grand fleuve,
Anvers regardera pleurer, comme une veuve,
Sa cathédrale en deuil dans ses murs de granit

On n’aura jamais vu rien de pareil au monde,
L’œil aura peine à suivre en sa hauteur profonde
Ton fût aérien.
Grenade gémira dans ses palais mauresques,
Et se dira, croisant ses bras chevaleresques :
“Mon Alhambra n’est rien!”

Montagnes du désert, aiguilles, pyramides,
Qu’assiège le simoun avec les vents numides,
Piliers d’Eléphantine aujourd’hui renversés,
Obélisques géans où le vautour qui passe
Descend et vient tenir ses haltes dans l’espace,
Te criront d’une voix : “Tu nous as surpassés!”

Athènes brisera ses mornes Prophylées,
Pæstum ira pleurant ses voûtes écroulées
Dont rien n’a survécu ;
Michel-Ange jaloux, de sa base de pierre
Voudra faire tomber le dôme de Saint-Pierre ;
Car tu l’auras vaincu!

(André van Hasselt)

Voltaire über Flüsse

Fleuves

Ils ne vont pas à la mer avec autant de rapidité que les hommes vont à l’erreur.
[...]
Quand Maillet imagina que la mer avait formé les montagnes, il devait dédier son livre à Cyrano de Bergerac. Quand on a dit que les grandes chaînes de ces montagnes s’étendent d’orient en occident, et que la plus grande partie des fleuves court toujours aussi à l’occident, on a plus considéré l’esprit systématique que la nature.
[...]
Le Guadalquivir va droit au sud depuis Villanueva jusqu’à San-Lucar ; la Guadina de même depuis Badajoz. C’est la direction du Rhône, de Lyon à son embouchure. Celle de la Seine est au nord-nord-ouest. Le Rhin depuis Bâle court droit au septentrion ; la Meuse de même depuis sa source jusqu’aux terres innondées ; l’Escaut de même.
Pourquoi donc chercher à se tromper, pour avoir le plaisir de faire des systèmes, et de tromper quelques ignorants? [...] Faut-il traiter aujourd’hui la physique comme les anciens traitaient l’histoire?

(Voltaire, Dictionnaire philosophique)

Nicolas Boileau: Le passage du Rhin

En vain, pour te louer, ma muse toujours prête,
Vingt fois de la Hollande a tenté la conquête:
Ce pays, où cent murs n’ont pu te résister,
Grand roi, n’est pas en vers si facile à dompter.
Des villes que tu prends les noms durs et barbares
N’offrent de toutes parts que syllabes bizarres;
Et, l’oreille effrayée, il faut depuis l’Issel,
Pour trouver un beau mot courir jusqu’au Tessel.
Oui, partout de son nom chaque place munie
Tient bon contre le vers, en détruit l’harmonie.
Et qui peut sans frémir aborder Voèrden?
Quel vers ne tomberait au seul nom de Heusden?
Quelle muse à rimer en tous lieux disposée
Oserait approcher des bords du Zuiderzée?
Comment en vers heureux assiéger Doèsbourg,
Zutphen, Wageninghen, Harderwic, Knotzembourg?
Il n’est fort, entre ceux que tu prends par centaines,
Qui ne puisse arrêter un rimeur six semaines:
Et partout sur le Whal, ainsi que sur le Leck,
Le vers est en déroute, et le poète à sec.

Encor si tes exploits, moins grands et moins rapides,
Laissaient prendre courage à nos muses timides,
Peut-être avec le temps, à force d’y rêver,
Par quelque coup de l’art nous pourrions nous sauver.
Mais, dès qu’on veut tenter cette vaste carrière,
Pégase s’effarouche et recule en arrière;
Mon Apollon s’étonne; et Nimégue est à toi,
Que ma muse est encore au camp devant Orsoi.
Aujourd’hui toutefois mon zèle m’encourage:
Il faut au moins du Rhin tenter l’heureux passage.
Un trop juste devoir veut que nous l’essayons.
Muses, pour le tracer, cherchez tous vos crayons:
Car, puisqu’en cet exploit tout paraît incroyable,
Que la vérité pure y ressemble à la fable,
De tous vos ornements vous pouvez l’égayer.
Venez donc, et sur-tout gardez bien d’ennuyer:
Vous savez des grands vers les disgrâces tragiques;
Et souvent on ennuie en termes magnifiques.

Au pied du mont Adule, entre mille roseaux,
Le Rhin tranquille, et fier du progrès de ses eaux,
Appuyé d’une main sur son urne penchante,
Dormait au bruit flatteur de son onde naissante:
Lorsqu’un cri tout-à-coup suivi de mille cris.
Vient d’un calme si doux retirer ses esprits.
Il se trouble, il regarde, et par-tout sur ses rives
Il voit fuir à grands pas ses naïades craintives,
Qui toutes accourant vers leur humide roi,
Par un récit affreux redoublent son effroi.
Il apprend qu’un héros, conduit par la victoire,
A de ses bords fameux flétri l’antique gloire;
Que Rhinberg et Wesel, terrassés en deux jours,
D’un joug déjà prochain menacent tout son cours.
Nous l’avons vu, dit l’une, affronter la tempête
De cent foudres d’airain tournés contre sa tête.
Il marche vers Tholus, et tes flots en courroux
Au prix de sa fureur sont tranquilles et doux.
Il a de Jupiter la taille et le visage;
Et, depuis ce Romain, dont l’insolent passage
Sur un pont en deux jours trompa tous tes efforts,
Jamais rien de si grand n’a paru sur tes bords.

Le Rhin tremble et frémit à ces tristes nouvelles;
Le feu sort à travers ses humides prunelles.
C’est donc trop peu, dit-il, que l’Escaut en deux mois
Ait appris à couler sous de nouvelles lois;
Et de mille remparts mon onde environnée
De ces fleuves sans nom suivra la destinée!
Ah! périssent mes eaux! ou par d’illustres coups
Montrons qui doit céder des mortels ou de nous.

A ces mots, essuyant sa barbe limoneuse,
Il prend d’un vieux guerrier la figure poudreuse.
Son front cicatrisé rend son air furieux;
Et l’ardeur du combat étincelle en ses yeux.
En ce moment il part; et, couvert d’une nue,
Du fameux fort de Skink prend la route connue.
Là, contemplant son cours, il voit de toutes parts
Ses pâles défenseurs par la frayeur épars:
Il voit cent bataillons qui, loin de se défendre,
Attendent sur des murs l’ennemi pour se rendre.
Confus, il les aborde; et renforçant sa voix:
Grands arbitres, dit-il, des querelles des rois,
Est-ce ainsi que votre âme, aux périls aguerrie,
Soutient sur ces remparts l’honneur et la patrie?
Votre ennemi superbe, en cet instant fameux,
Du Rhin, près de Tholus, fend les flots écumeux:
Du moins en vous montrant sur la rive opposée,
N’oseriez-vous saisir une victoire aisée?
Allez, vils combattants, inutiles soldats;
Laissez là ces mousquets trop pesants pour vos bras:
Et, la faux à la main, parmi vos marécages,
Allez couper vos joncs et presser vos laitages;
Ou, gardant les seuls bords qui vous peuvent couvrir,
Avec moi, de ce pas, venez vaincre ou mourir.

Nicolas Boileau (1636-1711)
Le passage du Rhin, Teil 1, Fortsetzung folgt