Schwebende Berge

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An manchen Tagen, zwischen den Jahreszeiten, lassen sich, in wenig bekannten, allzeit dunstverhangenen Gebieten, die der Rhein nur mit großer Disziplin in strikt vorgezeichneten Linien zu queren vermag, in den Himmeln schwebende Berge erblicken, deren Steinwildpopulationen noch flügelbehaftet sein sollen. Solche Informationen übersteigen jedoch kaum den Wert eines Gerüchts, denn die Berge sind nur aus der Ferne sichtbar und wer immer derlei Sachverhalte präziser zu erforschen sich anschickte, verlor sich fatal im Waber der Tiefdünste. (Die regionalen Psychiatrien besitzen eigene Abteilungen für aus dem Waber zurückgekehrte Personen.) Versuche, die schwebenden Berge von Satelliten aus zu lokalisieren, schlugen bislang auf voller Linie fehl. Im Internet finden sich darüberhinaus  irritierende (noch zu verifizierende) Meldungen, die schwebenden Berge seien auch am Sambesi gesichtet worden, dort allerdings nicht zwischen den Jahreszeiten, sondern zwischen vollendeten Jahren.