Ein gewaltiges, geschlossenes Siedlungsgebiet vom Rhein bis zum Kongo

“Rein territorial angesehen, verschwindet der Flächeninhalt des Deutschen Reiches vollständig gegenüber dem der sogenannten Weltmächte. Man führe ja nicht England als Gegenbeweis an, denn das englische Mutterland ist wirklich nur die große Hauptstadt des britischen Weltreiches, das fast ein Viertel der ganzen Erdoberfläche sein eigen nennt. Weiter müssen wir als Riesenstaaten in erster Linie die amerikanische Union, sodann Rußland und China ansehen. Lauter Raumgebilde von zum Teil mehr als zehnfach größerer Fläche als das derzeitige Deutsche Reich. Und selbst Frankreich muß unter diese Staaten gerechnet werden. Nicht nur, daß es in immer größerem Umfang aus den farbigen Menschenbeständen seines Riesenreiches das Heer ergänzt, macht es auch rassisch in seiner Vernegerung so rapide Fortschritte, daß man tatsächlich von einer Entstehung eines afrikanischen Staates auf europäischem Boden reden kann. Die Kolonialpolitik des heutigen Frankreichs ist nicht zu vergleichen mit der des vergangenen Deutschlands. Würde sich die Entwicklung Frankreichs im heutigen Stile noch dreihundert Jahre fortsetzen, so wären die letzten fränkischen Blutsreste in dem sich bildenden europa-afrikanischen Mulattenstaat untergegangen. Ein gewaltiges, geschlossenes Siedlungsgebiet vom Rhein bis zum Kongo, erfüllt von einer aus dauernder Bastardisierung langsam sich bildenden niederen Rasse.”

(aus Adolf Hitler: Mein Kampf, 855. Auflage 1943)

Warum ein Basler “Basiliskenbrünnli” nach Neuenburg am Rhein kam

Vorweg: Basler und Neuenburger Bürger sind stolz auf ihr hervorragendes Trinkwasser, was sie auch mit ihren vielen Brunnen in den jeweiligen Stadtgebieten zum Ausdruck bringen.

basiliskenbrunnenSeit dem Jahr 1993 gibt es in Neuenburg am Rhein einen “Basler Platz”. Dieser befindet sich vor dem Eingang des früher so genannten Doktorhauses an der Basler Straße 3. Die offizielle Einweihung vollzogen Bürgermeister Joachim Schuster und der damalige Basler Regierungsrat Dr. Christof Stutz, der von der “Basler Zeitung”, zu einem der zehn einflussreichsten Basler der Gegenwart gewählt wurde. Als Gastgeschenk hatte der Eidgenosse ein Basler Original im Voraus-Gepäck, ein “Basiliskenbrünnli”. Seit 120 Jahren findet man diese etwa sechs Zentner schweren Fantasiebrunnen in der Schweizer Stadt am Rheinknie. Mit Hilfe der originalen Holzmodelle, diese lagern unter Verschluss bei den “Industriellen Werken Basel” (IWB), werden von Zeit zu Zeit streng limitierte Nachgüsse hergestellt. Für die urnenförmige Säule und das reich verzierte Becken wird Grauguss verwendet. Der pro Tag ca. 2,5 Kubikmeter wasserspeiende Basilisk, ein im Mittelalter gefürchtetes Mischwesen aus Hahn und Schlange, ist aus Bronze gefertigt. Am Brunnenfuß ist ein zierliches Trinkschälchen angebracht, welches stets frisches Wasser für Vierbeiner bereithält. Interessant ist die Positionierung der Brunnen: bis auf eine Ausnahme am Basler Münster blicken alle Untiere in Richtung Rhein. Unter der Leitung des Basler Brunnenmeisters Rudolf Kämpf, werden die aktuell 28 “Basiliskenbrünnli” mit großer Liebe und Sorgfalt gewartet. Um Funktionalität und Aussehen zu erhalten, werden jährlich zwei der Brunnen komplett ausgetauscht und aufwändig restauriert. Es stehen immer mindestens fünf Ersatzbrunnen im Depot des Brunnenmeisters, werden es weniger erfolgt ein baldiger Nachguss. Nicht so komfortabel hat es sein Kollege in Neuenburg am Rhein, Wassermeister Wilhelm Kößler, der mit seinen Mitarbeitern das fast 20 Jahre alte “Basiliskenbrünnli” gut in Schuss hält, obwohl auch er schon mit Vandalismus-Schäden konfrontiert wurde. In aller Regel wird der vor zwei Jahren neu lackierte Brunnen einmal pro Woche gereinigt. Der Grund zur damaligen Schenkung war eben die passende Ausgestaltung des neu angelegten Basler Platzes, aber auch um der einstmals engen Beziehungen beider Städte zu gedenken. Beispielsweise daran, dass sich 1272 die Neuenburger Bürger in den Schutz des Basler Bischofs begaben, weil sie die Grafen von Freiburg nicht als ihren Stadtherren akzeptieren wollten. Höhepunkt der Auseinandersetzung war die Belagerung Basels. Etwa 20 Jahre später wurde Mathias von Neuenburg geboren, ein bedeutender Chronist des Mittelalters, der später auch als Rechtsberater in Basel wirkte. Erwähnt wurde auch das Jahr 1527, als der Basler Ratsherr und Jurist Bonifacius Amerbach, Martha Fuchs, die Tochter eines Neuenburger Bürgermeisters heiratete. Als Gäste dabei waren der berühmte Basler Stadtarzt Paracelsus, sowie der Universalgelehrte Erasmus von Rotterdam. Es war in der Zeit, als die Neuenburger ihr prächtiges Münster in den Rheinfluten versinken sahen, um trotz allem, wenige Jahre später, dem Basler Domkapitel als Tagungsort zu dienen. Fast wehmütig wurde daran erinnert, dass bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, eine wöchentliche Schiffsverbindung zwischen Neuenburg und Basel existierte. Die Hauptinitiative, sowie die mehrjährige Vorarbeit zur Realisierung der Platzeinweihung, gingen vom Neuenburger Stadtchronisten Winfried Studer aus, der bis heute die Kontakte nach Basel pflegt. In Deutschland besitzen nur die Gemeinde Hausen im Wiesental, als Geschenk der Basler Hebelstiftung, und eben Neuenburg am Rhein einen dieser exklusiven Brunnen. Die baseltypischen Wasserspender wurden in der Vergangenheit aus historischen Gründen und darum mehrheitlich im lokalen Umfeld vergeben. Eine weltweite Verbreitung erfahren sie erst, seit dem die Kantonsverantwortlichen erkannten, dass die Brunnen perfekt in die Philosophie der “Basel. City of Vision” passen. So findet man heute die “Basiliskenbrünnli” sogar in China und aktuell auch in Russland.

(Ein Gastbeitrag von Bruno Haase. rheinsein dankt!)

Rheinzitat (21)

Freitag, 25. Mai [1883] — Ein polnischer Arzt sagte, sei der Rhein überschritten, gebe es keinen einzigen geformten Kothaufen mehr, sei der Rhein überschritten, beginne das Land des Dünnschisses, Deutschland, Rußland etc.
(Aus den Tagebüchern von Edmond & Jules de Goncourt)

Saint Goar le batelier (2)

Effectivement, quelques semaines après le passage de l’empereur, saint Goar reçut les deux objets promis. Tous deux étaient l’ouvrage de l’enchanteur Merlin, et avaient chacun une propriété particulière. Le tonneau, tout au contraire de celui des Danaïdes, était toujours plein, pourvu qu’on n’en tirât le vin que par le robinet ; quant au collier c’était bien autre chose.
Dans l’épanchement du tête-à-tête, saint Goar s’était plaint à Charlemagne de la mauvaise foi des infidèles, qui maintenant qu’ils savaient les habitudes de saint Goar, au lieu d’avouer leur hérésie, répondaient tout bonnement qu’ils étaient chrétiens, traversaient le fleuve, protégés par ce titre, et, quand ils étaient sur l’autre rive, buvaient son vin et s’en allaient en lui faisant des cornes. Il n’y avait pas de remède à cela, rien ne ressemblant à un chrétien comme un infidèle qui fait le signe de la croix.
C’était à cet inconvénient que l’empereur Charles avait promis d’obvier, et c’était pour tenir sa promesse qu’il envoyait le collier préparé par Merlin.
En effet, le collier avait une vertu particulière. À peine avait-il touché la peau qu’il sentait à qui il avait affaire : si c’était à un chrétien, il restait dans son statu quo, et laissait tranquillement passer le vin de la bouche à l’estomac ; si c’était à un infidèle, il se resserrait immédiatement de moitié, de sorte que le buveur lâchait le verre, tirait la langue et tournait de l’oeil. Alors, saint Goar, qui se tenait près de lui avec une tasse pleine d’eau, le baptisait lestement, et la chose revenait au même. C’étaient donc deux cadeaux inappréciables et bien faits pour aller ensemble que celui du tonneau et du collier.
Saint Goar sentit la valeur de ce don ; aussi, non seulement pendant toute sa vie en fit-il usage, mais encore ordonna-t-il aux moines, qui s’étaient réunis à l’entour de lui, et qui de son vivant avaient fondé une abbaye dont il était le supérieur, d’en faire usage après sa mort. Les moines n’y manquèrent pas, et le collier et le tonneau miraculeux traversèrent les siècles en conservant leur puissance.
Malheureusement, en 1794, les Français s’emparèrent de Saint-Goar tellement à l’improviste que les moines n’eurent point le temps de sauver leur tonneau. En entrant au couvent, le premier soin des vainqueurs fut de descendre à la cave, et comme par un seul robinet le vin ne coulait pas à leur soif, ils employèrent l’expédient en usage en pareil cas, et lâchèrent trois ou quatre coups de pistolet dans la bienheureuse futaille, sans se donner la peine de boucher le trou des balles. Le soir, le régiment était ivre, mais la tonne, dont le charme se trouvait rompu, était à tout jamais vide.
Quant au carcan, le tambour-maître l’avait pris pour en faire un collier à son caniche, et les amateurs d’archéologie peuvent le voir tel qu’il était encore en 1809, dans le joli tableau d’Horace Vernet, intitulé le Chien du régiment.
Mais depuis 1812 on ne sait pas ce qu’il est devenu, le pauvre caniche ayant été gelé avec son maître dans la retraite de Russie.

(Alexandre Dumas: Divers contes. Lohnenswerte Quelle: Ebooks libres et gratuits)

Spin am Rhein (2)

Peeter Müürsepp beschreibt in seiner Schrift „Über die Bildung der Flußbetten. Das Baer-Babinetsche Gesetz“ die Beziehung zwischen Erdrotation, Flußverläufen und Uferbildung. Sowohl Baer, der „Humboldt des Nordens“, als auch Babinet, Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften, vertieften die Beobachtungen von Gaspard Gustave de Coriolis, der 1835 erstmals die Schein- bzw Trägheitskräfte, die auf jeden Körper wirken, der sich in einem rotierenden Bezugssystem bewegt (so z.B. auf Flüße wie den Rhein), mathematisch herleitete. In den Astrachaner Gouvernements–Nachrichten vom Oktober 1856 verkündete Baer: „Die Erde dreht sich bekanntlich um ihre eigene Achse von West nach Ost. Also muß sich jeder Ort der Erdoberfläche um so schneller drehen, je näher er am Äquator liegt. Jeder Ort am Äquator hat täglich einen Weg von 5400 Meilen zurückzulegen. Ein Ort auf dem 60. Breitengrad dreht sich halb so schnell, und ein Ort in der Nähe des Pols bewegt sich fast gar nicht. Demnach hat jeder Körper auf der Erde dieselbe Geschwindigkeit wie der Ort, an dem er sich befindet. Dies ist eine in der Physik seit langem bekannte Tatsache, die also nicht weiter bewiesen zu werden braucht. Ich weise lediglich darauf hin, daß wir alle an die nächste westliche Wand gedrückt werden müßten wenn wir uns nicht mit der Erde mitdrehten und sie sich allein nach Osten bewegte. (…) Auf unserer nördlichen Hemisphäre (…) muß also (das Wasser) bei allen Flüßen, die nicht parallel zur Erdumdrehung fließen, nach dem rechten Ufer drängen. (…) Es kann kein Zufall sein, daß alle großen Flüße Rußlands, die nach Süden fließen, ein steiles Westufer, und alle, die nach Norden fließen, ein steiles Ostufer haben. (…)“ Vor Baer präzisierte Babinet (in: „Influence du mouvement de rotation de la terre sur le cours des riviéres“), nach Baer präzisierte Einstein (in: „Die Ursache der Mäanderbildung der Flußläufe und des sogenannten Baerschen Gesetzes“) diese Umstände, Müürsepp faßt dankenswerterweise zusammen. Wer nun fleißig den Rhein auf und ab läuft, um obgenannte Thesen zu prüfen, wird, weil der Strom derzeit zu weiten Abschnitten gebändigt und befestigt ist, nur gelegentlich Beweise antreffen – und im Internet, der großen Simulation, die sich letztlich, wie eigentlich alles Bekannte, auch in einem rotierenden Bezugssystem bewegt, wird unterdessen fleißig darüber diskutiert, ob die Corioliskraft nun als reale Scheinkraft oder vielmehr als Ammenmärchen zu verstehen sei.