Rijnkade

Der Rhein gesehen parallel zum Rhein: Die Straße beginnt am Neuen Kai und am besten, Sie gehen rückwärts zur Nelson Mandela-Brücke, die vor hundert Jahren geschichtlich gesehen noch nicht existierte. Sie können die Daten überspringen. Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Zugverbindungen besser wurden. Denn die Stadt Arnhem liegt nicht an den Ufern des Rheins, hat sich aber seitdem dort niedergelassen. Erst als der Kurs des Rheins sich verschob, kam der parallele Rhein an die Ufer und war links und rechts zu sehen, sodaß der Fluß an Arnhems Stadtmauern von beiden Seiten die richtige auserwählt hat, um sie in Spiegelschrift zu befließen. Der Kurs wurde von Arnhem verschoben, der Rhein kam am Fluß zu liegen, genau an der Stelle, an der er sich aufteilt und weiterfließt. Seit Jahren schuftet dort eine Gruppe von Arbeitnehmern mit Schaufeln und Schubkarren. Der Fluß aber, anders als zum Beispiel in Nijmegen und Zutphen, spielt nur eine begrenzte Rolle bei der Entwicklung der Stadt. Sie ist vektoriell unentschlossen. Er ist häßlich. Ältere Bilder von Arnhem zeigen, daß der Kai und die angrenzenden Gebäude, im Vergleich mit den genannten Städten, wenig beeindrucken. Sie werden nun auf modern getrimmt. Der Mensch nimmt diese Vorgänge anders wahr. Ein großer Teil der Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erstellt. Dazwischen ein fahrender Imbiß mit Streifenjalousie und Kibbeling. Diese Architektur strahlt Trauer und wenig ursprünglichen Anreiz aus. Sie können in den zahlreichen Straßencafés sitzen und Blicke riskieren. Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts bietet der Rhein, parallel zum Rhein gesehen, gewöhnungsbedürftige Erscheinungsbilder. Die Tätigkeit der Vergangenheit ist vorbei. Sie erhält sich in kreisenden Erinnerungen an den Museumswänden mit elektronischer Vollautomatik. Heute ist Arnhem wichtiger Ausgangspunkt für eine Reise entlang des Rheins: tausende von Touristen werden in den modernen Hotelbooten versandfertig gemacht. Sie alle sehen sich ähnlich. Darüber hinaus die Partygänger und Tagestouristen. Es bleibt nicht viel zu sagen. Der Fluß ist nach wie vor. So sind die Menschen.