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	<title>rheinsein &#187; Publius Cornelius Tacitus</title>
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	<description>stan lafleur schlafwandelt durch die rheinische sferiferie</description>
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		<title>Mme de Staël über den Rhein</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 09:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Louise Germaine de Staël-Holstein]]></category>
		<category><![CDATA[Arminius]]></category>
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		<category><![CDATA[Publius Cornelius Tacitus]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem deutschen Wald greift Gorrh ein deutsches Urthema auf, das von Tacitus an zu den Beschreibungsriten unserer heimatlichen Landstriche gehört. Zu Zeiten Mme de Staëls waren die deutschen Urwälder bereits beträchtlich dezimiert, weshalb sie in ihren Ausführungen &#8220;De l`Allemagne&#8221; auch schnell zu den Flüssen übergeht:
&#8220;(&#8230;) L`Allemagne offre encore quelques traces d`une nature non habitée. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem deutschen Wald greift Gorrh ein deutsches Urthema auf, das von Tacitus an zu den Beschreibungsriten unserer heimatlichen Landstriche gehört. Zu Zeiten Mme de Staëls waren die deutschen Urwälder bereits beträchtlich dezimiert, weshalb sie in ihren Ausführungen &#8220;De l`Allemagne&#8221; auch schnell zu den Flüssen übergeht:</p>
<p><span>&#8220;(&#8230;) L`Allemagne offre encore quelques <span>traces </span>d`une nature non habitée. Depuis les Alpes jusqu`à  la mer, entre le Rhin et le Danube, vous voyez un pays couvert de chênes et de  sapins, traversé par des fleuves d`une imposante beauté, et coupé par des  montagnes dont <span>l`aspect </span>est très pittoresque; mais  de vastes bruyères, des sables, des routes souvent négligées, un climat sévère,  remplissent d`abord <span>l`âme </span>de tristesse; et ce n`est  qu`à la longue qu`on découvre ce qui peut attacher à ce séjour. (&#8230;)<br />
</span>Néanmoins, quand on a surmonté ces sensations irréfléchies,  le pays et les habitants offrent à <span>l`observation quelque </span>chose d`intéressant et de poétique: vous sentez que des âmes et des  imaginations douces ont embelli ces campagnes. Les grands chemins sont plantés  d`arbres fruitiers, placés là pour rafraîchir le voyageur. Les paysages dont le  Rhin est entouré sont superbes presque partout; on dirait que ce fleuve est le  génie tutélaire de <span>l`Allemagne</span>; ses flots sont  purs, rapides, et majestueux comme la vie d`un ancien héros: le Danube se divise  en plusieurs branches; les ondes de <span>l`Elbe </span>et de la  Sprée se troublent facilement par <span>l`orage</span>; le Rhin  seul est presque inaltérable. Les contrées qu`il traverse paraissent tout à la  fois si sérieuses et si variées, si fertiles et si solitaires, qu`on serait tenté de croire que c`est lui-même qui les a cultivées, et que les hommes d`à présent  n`y sont pour rien. Ce fleuve raconte, en passant, les hauts faits des temps  jadis, et <span>l`om</span>bre d`Arminius semble errer <span>encore </span>sur ces rivages escarpés. (&#8230;)&#8221;</p>
<p>(aus: Oeuvres complètes de Mme de  Staël: De <span>l`Allemagne. </span>Première partie. De <span>l`Allemagne</span> et des moeurs des Allemands. Chapitre premier. De <span>l`aspect </span>de <span>l`Allemagne.)</span><span><em> </em></span></p>
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		<title>Ernst Jüngers Rheinvergleich</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 08:47:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Jünger]]></category>
		<category><![CDATA[Moulouya]]></category>
		<category><![CDATA[Publius Cornelius Tacitus]]></category>
		<category><![CDATA[Teutoburger Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Im wundersamsten Buch der Welt, in der »Tausendundeinen Nacht«, finden wir eine Reihe von Geschichten, die nach dem Muster der Erzählung von den zehn Einäugigen angelegt sind und in denen sich eine Figur ersten Ranges verbirgt. Es handelt sich darum, daß man den Schlüssel zu einem bestimmten Raum erhält, den man jedoch nicht betreten darf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Im wundersamsten Buch der Welt, in der »Tausendundeinen Nacht«, finden wir eine Reihe von Geschichten, die nach dem Muster der Erzählung von den zehn Einäugigen angelegt sind und in denen sich eine Figur ersten Ranges verbirgt. Es handelt sich darum, daß man den Schlüssel zu einem bestimmten Raum erhält, den man jedoch nicht betreten darf, wenn man nicht in ein Abenteuer verwickelt werden will, bei dem man das Licht eines Auges verliert. Zwar ist jedes dieser Abenteuer in sich von unendlicher Mannigfaltigkeit und durchaus von den anderen verschieden, doch allen gemeinsam ist der Punkt des Unheils, auf den sie unfehlbar zustreben und der sich eben durch den Verlust des Auges kennzeichnet.<br />
Ganz ähnlich war es hier: ein jeder, der sich eines Abends heimlich durch das Tor der Kaserne davongemacht hatte, konnte nicht verhehlen, daß er nach einigen Tagen, von zwei Feldjägern wohl behütet, vor eben demselben Tore wiedererschienen war. Ich hatte diese Aufzüge, die in der Arrestzelle endigten, wohl gesehen; man veranstaltete sie gern recht öffentlich, und es gab dabei jedesmal ein großes und schadenfrohes Hallo. Und jeder, der auf diese Weise wiedererschienen war, wußte zu berichten, wie fein er alles eingefädelt hatte, bis auf den kleinen, unscheinbaren Punkt, an dem er unvorsichtig gewesen war. Der eine hatte von einem überwachten Brunnen Wasser geholt, der andere war in ein Dorf geschlichen, um Brot zu kaufen, der dritte hatte schon im Angesicht der Grenze nicht mehr die Nacht erwarten können und war auf eine berittene Streife gestoßen, und jeder beklagte sein ganz einzigartiges Mißgeschick.<br />
Mir nun erging es wie dem Neuling, der in den betrübten Kreis der Einäugigen gerät: ich hielt sie alle für ausgemachte Dummköpfe. Es schien mir, daß der Einzelne in einer so unermeßlichen und fast unbewohnten Landschaft sicherer als die bekannte Stecknadel auf dem Heuboden verborgen sei; und ich bildete mir ein, daß ich nur hierher gekommen wäre, um den anderen einmal zu zeigen, wie ein solches Unternehmen durchzuführen sei.<br />
Damit befand ich mich in einem jener Irrtümer, die keine Belehrung je beseitigen wird. Immerhin läßt sich sagen, daß man auf diese Weise das, was man an Aussichten verliert, an Einsichten gewinnt; und auf die Schilderung dieses Vorganges zielt unsere Erzählung ab. So begriff ich seitdem, wie unsere Vorväter nach der Schlacht im Teutoburger Walde römische Senatorensöhnchen an die vierzig Jahre lang als Kuhjungen beschäftigen konnten, ohne daß einem von ihnen die Rückkehr zum linken Rheinufer gelang, wie man das bei Tacitus nachlesen kann. In diesem Falle nannte sich der Fluß, der zu erreichen war, zwar nicht der Rhein, sondern die Muluya; aber es ist zu bedenken, daß solche Unterschiede wohl in der historischen, nicht aber in der magischen Geographie von Bedeutung sind, in welcher die Geschichte von den Einäugigen spielt.&#8221;<br />
(aus: Ernst Jünger: Sämt. Werke, 3. Abteilung &#8211; Erzählende Schriften I, Band 15 &#8211; Erzählungen: Afrikanische Spiele. Mit Dank an Roland Bergère für die Quelle.)</p>
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