Céline am Rhein

Der spätere (und dann heftig umstrittene) Weltliterat Louis-Ferdinand Céline besucht als Vierzehnjähriger meine Heimatstadt Karlsruhe. Dies im Jahr 1908, als sich Phönix Karlsruhe anschickt, zum ersten Mal die deutsche Fußballmeisterschaft (auf die Fußballgeschichte am Rhein, insbesondere die Frühgeschichte, wird noch zu kommen sein) nach Baden zu holen. Und mit ein paar Briefzeilen (noch nicht ganz, aber doch schon fast weltliterarischen Ranges) reiht Céline sich ein in die Reihe berühmter Karlsruhe-Beschreiber: „Aussi [pour : ici] en revanche nous avons un brouillard épouvantable. Ce matin en allant à l’école j’étais obligé d’aller tout doucement car on ne pouvait pas voir les gens à 100 pas. Cela vient du Rhin.“ Die fürchterlichen Rheinnebel Karlsruhes müssen damals mit den Londoner Themsenebeln konkurrenzfähig gewesen sein! (Mit Dank für das Zitat an Roland Bergère.)