ritualpaddel. circa papua. für thomas kling

ehestens mönchisch. aber immer so klein / klein
hinschwittern “daß”: von eulen geweckt / bißchen
erschreckt man nächtelang die schnüren füchse spür-
te. tags lagen häher in der luft (ausgezeichnete sup-

penvögel) und harter rock hing übers knie. revolte
war dergestalt thema wie jederzeit drin. äußerstes neuß.
lyrisches gegengesäus. wegtritt. chemischer ausritt. von
xanten über kleve nach goch. hoch ragte der erftmais.

anheisch bis abspeis. urkreisch: eher verläßt du die welt
als den langvers / den silber. lyrikfreunde aufgepaßt:
echter textmolch (auch antebikini benannt). das lastet.
lies also quer. herrschaft der khmer. schleppende loops

wie “erklecklicher blinky im umkreis”. kanuten stand
stark zu vermuten. hochmögende männer im rinden-
gespinst. flasche absinth. gepreßt in der sache / ungut
im ton. so findet man sein idiom. bezichtigt sich selbst

eines minderen dichtens. etwa: über jahre weitgehend
verweisfrei geschrieben. ganze auflagen liegengeblie-
ben. untergepflügt. da wachsen heute rüben. brüten
wachteln. einfach locker drüberspachteln. klittern und

zwittern. den leser syntaktisch erschüttern. dieser rat-
schlag wäre erteilt. daraufhin satzbau. strophischer
anhau. oder final: krummklapp ahoi! es braucht im-
mer drei: stummelchen pummelchen trutz-nachtigall.

(Das Gedicht schrieb vor ein paar Jährchen Ulf Stolterfoht, es stammt aus seinem bei Urs Engeler erschienenen Band fachsprachen XX. rheinsein dankt dem Autor fürs Überlassen und (somit) Einweb des Textes in gesamtrheinische Kontextualitäten!)