A Jewish Family In A Small Valley Opposite St. Goar, Upon The Rhine

Genius of Raphael! if thy wings
Might bear thee to this glen,
With faithful memory left of things
To pencil dear and pen,
Thou would`st forego the neighbouring Rhine,
And all his majesty -
A studious forehead to incline
O`er this poor family.

The mother – her thou must have seen,
In spirit, ere she came
To dwell these rifted rocks between,
Or found on earth a name;
An image, too, of that sweet boy,
Thy inspirations give -
Of playfulness, and love, and joy,
Predestined here to live.

Downcast, or shooting glances far,
How beautiful his eyes,
That blend the nature of the star
With that of summer skies!
I speak as if of sense beguiled;
Uncounted months are gone,
Yet am I with the Jewish child,
That exquisite Saint John.

I see the dark-brown curls, the brow,
The smooth transparent skin,
Refined, as with intent to show
The holiness within;
The grace of parting infancy
By blushes yet untamed;
Age faithful to the mother`s knee,
Nor of her arms ashamed.

Two lovely sisters, still and sweet
As flowers, stand side by side;
Their soul-subduing looks might cheat
The Christian of his pride:
Such beauty hath the eternal poured
Upon them not forlorn,
Though of a lineage once abhorred,
Nor yet redeemed from scorn.

Mysterious safeguard, that, in spite
Of poverty and wrong,
Doth here preserve a living light,
From Hebrew fountains sprung;
That gives this ragged group to cast
Around the dell a gleam
Of Palestine, of glory past,
And proud Jerusalem!

(William Wordsworth)

Der Führer am Rhein

Von einem fleißigen Leser auf die Existenz eines Fotos von Adolf Hitler mit Rhein aufmerksam gemacht worden. Im Internet war es denn auch vorhanden und bald aufgetrieben, ein fantastisches Bild, nebenbei. Zunächst jedoch spuckte Google einen verheißungsvollen Buchtitel aus – Adolph (sic!) Waldeck: Der Führer am Rhein von seiner Quelle bis zur Mündung. Ein Handbuch für die Freunde der schönen Natur, der Kunst und des Alterthums, mit ausgewählten Balladen und Liedern, Bonn 1844. Eine kleine Mogelpackung. Die ersten, dem Autor wenig bedeutenden Rheinkilometer bis Mainz, werden in gefühlten siebeneinhalb Sätzen abgehandelt, die ebenfalls unbedeutenden Kilometer ab Düsseldorf in ähnlicher Manier. Zuhauf jedoch finden sich die versprochenen Balladen und Lieder, speziell mit historischen Bezügen auf den fokussierten Flußabschnitt, nicht selten schwerfällig anmutende Dichtung zur Hochzeit der Rheinromantik, welche meist Sagenstoffe bündelt. Levin Schückings bildungsbürgerliches Rheinlied macht den Auftakt und enthält ein paar Gran ebenjenes wuchtigen deutschen Ernsts, der Heine mit dazu veranlaßte, dem Volk sein Drittes Reich samt Desaster weiszusagen. Uhlands Straßburger Münstersage wirkt dagegen leichter, mit ihren verwunderten wechselgereimten Vierzeilern. Wolfgang Müllers trutzig-düstere Ballade von „der nächtlichen Erscheinung zu Speier“, gemeint ist die Wiederkehr der alten Kaiser: heute verfaßt, würden solche Zeilen als jene krude Mischung aus Esoterik und Nationalbewußtsein abgetan, die vor rund 80 Jahren in höchster Blüte standen. Fortan fällt in jedem zweiten Lied/Gedicht das Reimpaar Rhein/Wein. Rückert bereimt sauber „Die goldene Luft“, ein einst pestfrei gebliebenes Mainzer Sträßchen, flott sogar sind Kopischs (des Heinzelmännchendichters) Verse über den angeblich wegen niederer Standesherkunft angefeindeten, klugen Bischof Willegis. Adelheid von Stolterfoth äußert sich launisch zu Frauenlobs Tod. Simrock vervierzeilert die Sage von der schönen Gisela und Hans von Brömser, ihrem Vater, „dem Erbauer des Klosters Nothgottes, der auf dem Kreuzzug unter Conrad III. in Palästina nach glänzenden Waffenthaten in Gefangenschaft gerieth“, die Nebenflüße kommen zu Ehren und immer wieder erinnern die Strofen an mehr oder minder solide gemachte Promotion für eine Gegend, in der betuchtere Ausländer seit Mitte des 19. Jahrhunderts darob das deutsche Wesen zu finden hofften, mit Ausläufern bis in die Gegenwart.