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	<title>rheinsein &#187; Österreich</title>
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		<title>rheinsein im Grünen Salon</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 16:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am gestrigen Abend gabs zur Walpurgisnacht mal wieder den Grünen Salon in einem heimeligen Kölner Eigelstein-Hinterhof. rheinseins Mitwirken dabei ist zu einer kleinen Tradition herangewachsen, der ein oder andere Künstler reist zu den gelegentlichen Salons nicht nur aus entlegenen Kölner Veedeln, sondern sogar aus dem Ausland an, um gestärkt mit Grillwürstchen und  badischem Bier (wahlweise: Rohkost und Schaumweinen) selten zu Sehendes auf die Bühne zu bringen bzw als Publikum zu bestaunen. Diesmal  sang ein Klavierstimmer, dessen Namen wir nicht mitbekamen, unter stichwortartigen Erläuterungen zum Akkordeon ein vorgebliches österreichisches Sprichwort, das in etwa lautete, daß wer dem Hund etwas Gutes tun will, ihn zu schlagen aufhört. Zur Unterstützung dieser These verfiel der Sänger in original-austriakisches Jodeln, eine rechte Seltenheit am Eigelstein. Zuvor sahen wir den litblogs-Kollegen Hartmut Abendschein, von einem Haufen modernster Technik umgeben, das pappmaché- und systemtheoretisch unterfütterte Theaterstück <em>Die Verfolgung und Ermordung Julian Paul Assanges, dargestellt durch die Puppentruppe des Hospizes zu Gutenberg </em> aufführen, während draußen vor der Tür seine oulipotischen Kameraaufnahmen diverser Straßenpflaster das Hofpflaster anflirteten. In diesem Kontext paßten unsere Liechtenstein-Gedichte wie die Faust aufs Auge. Das Publikum wußte wenig (&#8221;liegt das zwischen Österreich und der Schweiz?&#8221;, &#8220;da gibt es ein Schloß&#8221;) bis garnichts von Liechtenstein, ein läßliches Manko, das mit unserem Vortrag aus <em>Das Lachen der Hühner</em> womöglich dennoch ein wenig abgelindert werden konnte. Den Abschluß lieferte, es ging bald gegen Mitternacht, ein musikalischer Beitrag von Gastgeberin Christina Messner, den wir, wegen Überfüllung der Ränge vor der Tür verblieben, nur in auslaufenden Schallwellen mitbekamen.<br />
Festzustellen bleibt, daß das Thema Liechtenstein in Köln (zumindest außerhalb der Kreise von Schwarzgeld-Multimillionären) noch klaffende, poetisch-aufklärerisch zu füllende Lücken bietet, die wir bei unseren unmittelbar nächsten Auftritten in weiteren Kölner Veedeln tatkräftig angehen werden.</p>
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		<title>Bregenz (2)</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 08:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem ÖBB-Wiesel von Feldkirch an den keltisch-römischen Bodensee. So ganz flink bewegt sich das Wiesel nicht, eher schleicht es ruckhaft durch die Vorarlberger Dörfer, Gleisparks und Städtchen entlang des Österrheins: Anfahren und Bremsen. Die Ortschaften tragen Namen wie Haselstauden oder Klaus in Vorarlberg (aus dem das verbleicht-zerfressene Stationsschild K in Voranberg macht). Immerhin nur läppische 9,10 Euro kostet eine Tageskarte. Dem Bregenzer Bahnhof direkt gegenüber liegt die imposante Seebühne, welche gerade für eine Oper über den während der Revolutionswirren guillotinierten französischen Lyriker André Chénier umgebaut wird. Promenade und Innenstadt geben sich typisch bodensee-touristisch, nur daß an Märzwerktagen vielleicht grad  anderthalb handvoll Touristen durch die Straßen schleichen. Ein hübsches Fleckchen stellt die Oberstadt vor, mit dem Stadttor mit seinen eingeritzten Sprüchen („Nutz Diene Zit / Mahn fule Lüt / Meid Bösen Strit / Duld Truglug it“), von dem ein mumifizierter Hai herabbaumelt, als Kuriositätenzentrale. Rekorde: der Martinsturm gilt als größter Zwiebelturm Mitteleuropas &#8211; in der Tat: ein Brett! Die Hausfassade Kirchstraße 29 gilt als schmalste Ganzeuropas: mit 57 Zentimetern Breite &#8211; um den Rekord abzurunden imaginieren wir  eine Flucht von 500 Metern Länge hinter der unscheinbaren Holztür. Die zum Kapuzinerkloster gehörige Lourdesgrotte mit der Statue Unserer Lieben Frau, die nach Angaben der Müllerstochter Bernadette verfertigt und einst als erste Statue in der Erscheinungsgrotte zu Massabielle aufgestellt wurde, gilt als das ehrwürdigste Lourdes-Heiligtum Österreichs. Ansonsten begegnet uns Bregenz als Stadt der Fahrradschieber, schon die Kleinsten üben sich auf den gepflasterten Anstiegen Richtung Bergwelt. Über/regionale Berühmtheit erlangt hat das „Running Sushi &amp; Buffet Tokyo“, ein All you can eat-Fließband-Sushirant, das eine dem asiatischsten Metropolenverkehr nachempfundene, übereinander verlaufende Warm- und  Kaltspeisendoppeltrasse anbietet, die sich durch weite Teile des in einer Shopping Mall situierten Ladens schlängelt und dem günstigen Preis entsprechend überraschend vielfältige (mit brauner Süßpaste gefüllter Olm?!) zwar, aber fade Ware anbietet. Ein letzter Blick auf den Dunst überm See und zurück geht’s durch österrheinische Feld-, Wald- und Wiesengebiete, über denen majestätisch Arl und, immer einen Flügelschlag voraus, Vorarl kreisen.</p>
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		<title>Rheinsein an der Donau (3)</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 19:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fußweg zum Donaukanal führt durch die Hofburg, auf deren Areal zum einen die bowlerbewehrten Fiaker neben ihren scheubeklappten eingewindelten Kutschpferden gegen die Kälte anwienern, zum andern graubefrackte Krähen anstandslos in gefrorener Hundekacke picken, und in deren Flügeln einem der Dichter Alexander Lernet-Holenia gedenktafelausweislich tätig war. Auf der Promenade des weitgehend brüstungsfreien Kanals geraten wir unversehens in eine Fairness Zone, von der wir aufgrund allgemeiner Menschenleere nicht erfahren, ob es geratener scheint, sie zu betreten oder zu meiden. Die Promenade selbst gibt sich schwerstgraffitiert und -betagged, Autorennamen lauten hier Vienna Hartwurst, Fleischvariationen II oder Falsch Richtig und erweitern auf erfrischende Weise/unter aufgespannten Hirnsegeln die zahlreichen städtischen Gedenktafeln für lang verstorbene Lokal- bis Weltberühmtheiten. Auf dem rottenden Donaudampfschifffahrtsgesellschaftsveteran „Johann Strauss“ plakatiert: „Österreichs extremstes und blut:rotes Fest“, Veranstalter: from666hell.com, mit einer draculisch geschminkten Emo- oder Waverfronttusse* lockend: zeigen Dampfkahn und Plakat sehr schön den Kontrast musikalischer Moden bei den alle Zeiten durchlaufenden Saturnalien. Nahe Radetzky-Brücke, was doch sehr wienerisch klingt, unter der angeeistes Kanalwasser sich staut wie über Jahrhunderte stockendes Blut, stampedet eine Herde langschwänziger Büffel oder felliger Krumpfl, von Arthur Summereder hingepinselt, den aufgeschütteten Strand entlang. Wir wollen einen oder zwei davon im Bild einfangen, doch versagt die Kamera, vor Kälte schlotternd, den Dienst, indem sie kurz das Objektiv ausfährt, um sich im gleichen Zug mit einer Entschlossenheit in sich selbst zu verschalen, die uns bange macht. Denn verschalen dürfen wir uns nicht, sondern müssen bei straßenfegenden Außentemperaturen weiter, Schritt um Schritt. „Der Staat ist die einzige kriminelle Organisation“ begleitet uns an die Wand schabloniert und schon verlassen wir das Wasser, das so manch Unvorsichtige/n verschluckt haben mag, schlurfen vorüber an einer Metzgerei mit günstigem Mittagstisch, an deren Glastür touristische Verhaltensweisen in chinesischen und japanischen Schriftzeichen abgemahnt werden: keine Blitzlichtbilder (das Fleisch verdirbt sonst) / nicht auf den Boden rotzen. Um St. Stephan herum gruppieren sich Touristenkulissen, ist das älteste Portrait des Abendlandes zu besichtigen, sowie das größte Schnitzel der Welt. Was aber vermag das größte Schnitzel der Welt gegen ein echtes Winner Shnitsel auszurichten, wie wir es einst auf Koh Tao verkosteten? Ganz gleich. Wir benötigen eine Auftauzone, bevor wir Wiens 1. Bezirk gegen den 7. zu vertauschen gedenken.</p>
<p>* Emos ficken, weiterschicken: lautet ein unweit angebrachter Mauerslogan. </p>
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		<title>Illspitz</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 12:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nördlich Ruggells wird der kanalisierte Rhein unversehens von Wiesenstreifen flankiert, weitet sich das Tal in erfrischender Manier, steht die Sonne auf einmal mitten am Himmel, klebt nicht mehr wie ein modisches Zusatztool am ewig tagezerdreschenden Fels. Von Nord durchpustet schwallweise Frischluft den bergverengten Schädel. In den Boden gelassene Weideroste verklanglichen beim Überfahren die landschaftlichen Veränderungen, ein verloren wirkender Grenzpoller markiert den Übertritt vom Fürstentum Liechtenstein in die Republik Österreich. Kaum ist diese Linie überschritten, begegnet uns unter Gottes nun so freier Sonne auf Matschelser Gebiet ein wackerer Trupp fröhlich singender kompakter Österreicher, auch wird wieder vernünftig starckdeutsch gegrüßt („hallo“, „grüßgott“, „servus“). Damit nicht genug. Aus dem Unterholz skwrrts und skwrrts, immer schön doppelt, dh zwiefach aus klandestiner Kehle, ein erstes vorarlbergisches Tier, zwar passen weder Uhr- noch Jahreszeit, doch besteht kaum Zweifel, daß sich solcherart der Wiesenknarrer meldet, ein seltener schräger Vogel, auch Wachtelkönig genannt. Auf den Rheinwiesen tummeln sich Hunde mit ihren Besitzern, bald mündet der Spiersbach naturativiert in den Rhein. Unmittelbar hinter diesem Spektakel donnern, gleich dem Rhein eingedeicht, die algenführenden Wasser der Ill. Kurz vor der Einmündung wird die reißende Ill über zwei Sohlrampen geleitet, was ein attraktives Geschäume und Getöse gibt, das, anders als manch durchaus noch attraktivere Site des Alpenrheins, erkleckliche Mengen Ausflügler lockt &#8211; in diesem Fall kleinere Horden pummeliger Österreicher, die angesichts des rasenden Wassers hochtönende Schreie von sich geben. Ab dem Spätmittelalter wurde die Illmündung nach und nach auf ein Zehntel ihrer Breite von einst rund 300 Metern reduziert. Bei dieser alpinen Schußfahrt springen die Illkiesel auf bezeichneten Spitz, ein trianguläres Gebiet. Was dort mit schwimmschwachen Fischen geschehen mag: nicht auszudenken! Die Steine selbst sind mit allerlei Kritzelbotschaften versehen, ihre Sprache noch  wenig entschlüsselt. Insgesamt scheint der Illspitz aus einem überbordenden Roman zu bestehen. Wo der Bewuchs solch literarischer Halde beginnt, reckt früher Flattich seine dottergelben Köpflein lyrisch aus letztjährigem Fahlgras. Ein angeschwemmtes Wegkreuz gemahnt zur inneren Einkehr, bevor es zurück geht, in die bergverengten Gefilde des Fürstentums.</p>
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		<title>Rheinische Tierwelt (9)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:28:49 +0000</pubDate>
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Der erste Waschbär, der jemals in Liechtenstein gesichtet wurde, überlebte das Betreten des fremden Staatsterritoriums nur um wenige Minuten. Berichtet ein Schild zu einer Schautafel im liechtensteinischen Nationalmuseum zu Vaduz. Wo auch der ausgestopfte Corpus des betreffenden Tiers hinter Vitrinenglas zu besichtigen steht, gleichsam als subtile Warnung an unerwünschte Eindringlinge. Wie der Waschbär über den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rheinsein.de/wp-content/uploads/2010/09/fls-first-raccoon.jpg" alt="fls first raccoon" title="fls first raccoon" width="510" height="726" class="aligncenter size-full wp-image-2627" /></p>
<p>Der erste Waschbär, der jemals in Liechtenstein gesichtet wurde, überlebte das Betreten des fremden Staatsterritoriums nur um wenige Minuten. Berichtet ein Schild zu einer Schautafel im liechtensteinischen Nationalmuseum zu Vaduz. Wo auch der ausgestopfte Corpus des betreffenden Tiers hinter Vitrinenglas zu besichtigen steht, gleichsam als subtile Warnung an unerwünschte Eindringlinge. Wie der Waschbär über den Rhein gelangte, oder ob er über österreichische Berggrate kam &#8211; wir werden es nicht mehr erfahren. Heidi Starck schnitt die letzten Sekunden des Tiers zu Schaan in Pappe: gut erkennbar der Kirchturm von St. Laurentius und die berühmten Schaaner Quitten.  </p>
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		<title>Wie die Römer vor zeiten so hart vnd lang wider das Teütsch land gestritten haben. (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 07:45:05 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ander oder vnder Germania / ist gewesen von Cöln abhin biß an das möre / vnd hat sich gegen vndergang gestreckt biß zu der Mas / vnd waren jre fürnempste stett / Agrippina Vbiorum / das ist Cöln / vn Tungri / do nachmals ein bisthum auffgericht ward / aber jetzunt zu Lüttich ist. Des gleichen hetten die Römer auff der Tonaw auch jre prouintzen / nemlich Rhetia / Norico vnd Pannonia. Sie vnderschieden Rhetiam in zwo prouintzen / die erst Rhetia begreifft in jr den Bodensee / vnd waren diß die fürnempsten stett darin / Bregentz / Arben / vnd was den Rhein hinauff biß ghen Chur zu gelegen ist / vnd item das Lintzgöw vn Allgöw biß an den Lech. Das ander Rhetia ist gangen von dem Lech biß an den Yn / vnd hat in jm begriffen Augustam Vindelicam / das ist Augspurg / do sich gehalten hat der schatzbehalter der selbige prouintz. Darnach seind zwo andern prouintzen komen / die haben geheissen prouintie Noricorii / die haben sich gestreckt über Oestereich biß in Ungerland / das laß ich hie anston / vnd kom widerumb auff vnsern Rheinstrom. Do Julius der erst keyser lag in Sequania bey Bisantz / kam gegen jm gezogen Ariouistus der hohen Teütschen künig / mit eine grossen hore das er über Rhein gefürt hat / aber er ward von dem keyser in die flucht geschlagen / vnd kamen wenig mit jrem leben daruon / die über den Rhein schwumen / oder sunst mit kleinen schifflin daruber kamen / vnd dem fyend entrunen. Dise schlacht sol geschehen sein ein meil wegs fern von Basel an dem ort das jetz heißt Apollinaris. Darnach legt sich diser Julius mit seine kriegßuolck auff de Rhein vnd schwam offt mit jnen darüber / vnd strit wider die Teütschen. Jm Niderland bey den Vbijs vnd Menapijs / das ist bey Cöln / vnd im Gellerlad / macht er zwo brucken von holtz über den Rhein / domit er mit gewalt möcht an die Schwaben setzen / die dozumal herschere biß an die Elb / vnd den überrheinische vil trangs anthete. Aber wan er sie ergriff / ertrunen sie jm vnd verlieffen sich vnd verborge sich in dem Hartzwald oder in den lachen / vnnd hülen / das er jnen nichts oder gar wenig mocht abgewinnen. Aber was über dem Rhein gegen Franckreich / vnd über der Tonaw gegen dem Alpgebirg ligt / bracht er vnd sein nachkommen Augustus alles vnder der Römer gewalt. Zum aller ersten überkamen sie das ober theil an dem Bodensee / darnach das Sunggöw vmb Bisantz / darnach den Straßburger strich vnnd das ober Germaniam / mit der reuier vmb Metz vnd Trier / darnach das ander Germania / vnd dar zwischen brachten sie auch vnder jren gewalt beide Rhetiam vnd Noricum vn Pannoniam / das ist das Allgöw / Lechgöw / Baierland / Oestereich / Steiermarck biß in Ungern / aber von dem rechten Teütschen land / zwischen dem Rhein vnd der Tonaw begriffen / hetten sie nichts. Sie strebte  aber lange zeit mit allem vermögen darnach / vnd hetten es gerings vmb an disen wässern vmblägert mit kriegern vnd hauptleüten / vnder wölche der keyser Julius der erst was der sie anfieng zu kriegen. (Aus Sebastian Münsters Cosmographia)</p>
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		<title>Rheinspitz</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 09:58:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Alte Rhein bei Gaißau stellt sowohl den Grenzübertritt zwischen der Schweiz und Österreich als auch den westlichen Arm des rein österrheinischen (vorarlbergischen) Mündungsdeltas in den Bodensee vor. An seinem Westufer streckt sich, hinter Baum- und Buschwerk versteckt, ebendies Gaißau mit Kläranlage, Häusergruppen, Häfen und an der Mündung: Campingplatz und Gastronomie (hier schön von oben). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alte Rhein bei Gaißau stellt sowohl den Grenzübertritt zwischen der Schweiz und Österreich als auch den westlichen Arm des rein österrheinischen (vorarlbergischen) Mündungsdeltas in den Bodensee vor. An seinem Westufer streckt sich, hinter Baum- und Buschwerk versteckt, ebendies Gaißau mit Kläranlage, Häusergruppen, Häfen und an der Mündung: Campingplatz und Gastronomie (<a href="http://www.vorarlbergvonoben.at/video/DE/254/Rheinspitz">hier schön von oben</a>). Direkt hinter der Grenze ankert das imposante Restaurantschiff Hu Bin (ehemalige MS Höri) der chinesischen Familie Hu und beweist einmal mehr Diversität/Internationalität des Stroms selbst an entlegeneren Stellen. Das Ostufer flankiert lieblicher, abseits der Wege auch auf Trampelpfaden begehbarer Auwald, im Unterholz ringelt sich die Natter, Amseln geraten in Dialog mit Meisen, es schniept und schmätzt und kuckuckt, Krähen jagen Greife durchs Blattwerk zum puren Zeitvertreib, hinterm Waldrand schmarotzt blattgrünfrei der Rötliche Schuppenwurz, schmaucht das Pfeifengras den Torf ausm Boden, solls angeblich auch zwergdommeln. Kurz vor Seeeintritt versickert (anders als auf dem Video) der Alte Rhein, das Mündungsufer begrast von schottischen Hochlandrindern, Aromen von Brackwasser. Dem unbekannten Deicharbeiter (Torfstecher? Sumpfkumpel?) gewidmet ragt eine spatenschwingende Metallskulptur meterhoch in den bodenseefarbenen Himmel. Kiesstrand mit Muschelschalen. Die letzten Alpenkiesel mit ihren wilden Zeichnungen und Farben, bewohnt von unsichtbaren Insekten, die winzige Löcher sowohl in die Steine als auch die gesamte Gegend fressen, luftdurchzogene Löcher im ununterscheidbaren Gespiegel zwischen Seeoberfläche und Himmeln, darin Sämtliches, das in die Lüfte sich zu erheben vermag, sich hoffnungslos zwischen den Räumen und ihren täuschenden Grenzen verliert. Auf dem See selbst: Taucher, Säger, Kricker, Kräcker, Kreischer, Knatter und Gurren: ufernahe Wasservögel im Bann binnenozeanischer Weite. Von Osten her scheint in gemessener Entfernung ein weißer Rhein weit in den See hineinzutreiben, das Ufer vertorft und verzuzzelt als Wiese, zurück geht’s in den Auwald und dem vermuteten weißen Rhein des östlichen Mündungsarms entgegen.</p>
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		<title>Hohenems</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 13:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wege zur Weisheit: „Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn“ steht eins der Hohenemser Volksschulgebäude sicherlich ganz volksschulgerecht überschrieben &#8211; die Furcht des Herrn (vor wem oder was?) oder doch die Furcht vor dem Herrn? Mehrdeutige Sprüchlein besitzen in der Region scheinbar Öffentlichkeitsrecht. Der gesamte Österrhein ist wahlkampfplakatiert: „Unser Handeln braucht Werte“, „Ohne Mut keine Werte“, „Zeit für klare Worte“: beispielhafte bis -lose Dreierfolge (created by FPÖ?). Auf den Plakaten das verdruckste Foto einer bieder bis latent bösartig anmutenden Frau Jedermann im grafisch leeren Raum. Über der Stadt die Burgruine Alt-Ems (wie immer Anlaß zu Gedanken, welche Schicksale solche Mengen Steine solcherart steile Anhöhen emporschleppten), in Serpentinen zu Fuß erklimmbar. Der zu durchklimmende Hang beherbergt Österreichs größtes Bärlauchreservoir (der Bärlauch wird unten im Schloß in verschiedensten Darreichungen verkloppt, dennoch bleibt genug der Pflanze am Hang stehen, um ganze Dynastien von Bärlauchmillionären hervorzubringen). Von oben, im Bärlauchdunst, Blick aufs Tal mit Altem und Neuem Rhein, die Schlaufe des ersteren und das über letzteren sich ins Österreich wölbende schweizerische Diepoldsau. Ein nicht näher bezeichnetes Stadtbächlein (darin ein schneller heller Fisch, auf- und abschießend: Höllenfisch?) plätschert unterdessen kanalisiert dem Rhein entgegen. Spiegelt sich in einem Schaufenster, das die üppige Pokalsammlung der F.C Hohenems Türkgücü Sportvereine präsentiert. Davor parkt ein aus diversen TV-Krimiserien bekannter „verdächtiger Wagen“ mit plattem Vorderreifen. Die Handschriften A und C des Nibelungenlieds tauchten im 18. Jahrhundert in der Schloßbibliothek auf (tauchten auf? wurden zuvor übersehen und plötzlich gefunden?) und wanderten bald nach Deutschland. Die beachtliche jüdische Gemeinde verschwand im Dritten Reich, heut gibt’s ein Museum und eine Schautafel, die das einstige Judenviertel rekonstruiert. Die Straßen entlang des Österrheins sind überschildert, massig Hinweise auf Firmen, Fabriken, Einzelpersonen &#8211; ließen sich (von Irrenden) ebenfalls als Wege zur Weisheit betrachten, als Weisheitslabyrinth.</p>
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		<title>Sieben Jahre Bau am Gotthard</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 10:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sechshundert Mann und ein gescheitertes Bordell: der Sedruner Filmemacher Gieri Venzin findet seine Themen direkt vor und hinter den Pforten seines kleinen vorderrheinischen Dorfes, einem an manchen Stellen bereits geschliffenen, im Grunde aber immer noch als weitgehend roh auffaßbaren Diamanten der Surselva. Als ich vergangenen November dort herumstapfte, um erstmals den Rhein zu überspringen, fand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sechshundert Mann und ein gescheitertes Bordell: der Sedruner Filmemacher Gieri Venzin findet seine Themen direkt vor und hinter den Pforten seines kleinen vorderrheinischen Dorfes, einem an manchen Stellen bereits geschliffenen, im Grunde aber immer noch als weitgehend roh auffaßbaren Diamanten der Surselva. Als ich vergangenen November dort herumstapfte, um erstmals den Rhein zu überspringen, fand ich wiederum, auf dem Weg zum alpin dahinplitscherplätschernden Fluß, der vom Hauptdorf einen für Flachländer schon ganz ordentlichen, zudem vereisten Hang hinabführte, ein vermeintliches Industriegebiet, das in Wirklichkeit den Ein- und/oder Ausgang der „Neuen Eisenbahn-Alpentransversale“ (NEAT) vorstellte, mit 57 Kilometern durch den Gotthard aktuell der längste Tunnel der Welt. La ruosna, das Loch, wird dieser Ort von den Einheimischen genannt, was sofort an das Kölner Loch erinnert, in dem vor fast genau einem Jahr das hiesige Stadtarchiv und zwei junge Männer verschwanden. Was das sursilvanische Loch angeht, habe man, was bei dergleichen Vorhaben selten sei, noch niemanden verloren und habe ich seine Bedeutung erst durch Venzins Langzeitdoku „Sieben Jahre Bau am Gotthard“ begriffen, obschon im Hauptdorf der Bau unübersehbar ausgeschildert und erklärt steht: mir war das gigantische Projekt in diesem zaubrischen Tal einfach unvorstellbar &#8211; die Wohncontainer für die Arbeiter z.B. hielt ich für abgefeimte Skitouristenunterkünfte und ähnliche Fehleinschätzungen mehr. Wahnsinn, dachte ich immer noch, als der Film mir längst erklärte, für Sedrun sei mit der „Porta Alpina“ ein unterirdischer Bahnhof geplant, dessen Ausmaße, zumindest in den im Film gezeigten Modellen, an Berliner Hauptstadtumbauten erinnerten, für ein 1500-Einwohner-Dorf, wohlgemerkt. Das aber mit 600 Tunnelarbeitern aus Italien, Österreich, Deutschland und der restlichen Schweiz natürlich erheblich aufgestockt und durcheinandergerüttelt wurde, „frisches Blut, das dem Tal ganz gut bekommen sei“ wie ein lokaler Politiker sinngemäß zum Ende des Films konstatiert. Welcher einerseits vom Vortrieb (mit riesigen Rollmeißelbohrern: 62zähnige Antisteinmonster) im Berginneren, andererseits von den Hoffnungen und Befürchtungen der Dorfbevölkerung samt mehr oder minder auf Zeit zugezogener Mineure handelt. Besonders eindrücklich die Geschichte eines Sedruners, der die Bauarbeiten als Chance für sein Geschäftsmodell „Bordell, Restaurant, Tanz- und Nachtbar, das/die einzige seines/ihresgleichen weit und breit“ betrachtet, jedoch über mangelnden Zulauf und Behördenrestriktionen zum Alkoholiker und zwei Jahre später wieder trocken wird, um seinen mittlerweile abgewrackten Schuppen erneut, diesmal rein gastronomisch und colatrinkend, zu betreiben. Ein toller Film, für dessen Ausstrahlung man unseren Kultursendern (in diesem Fall 3SAT) ernsthaft dankbar sein darf.</p>
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		<title>Dielhelms Hinterrhein (2)</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 09:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Hinter dem Flecken Tusis fließt ein kleines Wasser, die Noll genant, hervor in den Rhein. Es entspringt solches drey Stunden hinter Tusis in Cepina / an einem wilden, doch bewohnten Orte an dem Fusse des hohen Spitzbeuerinbergs. Es führet einen luckern schwarzen Modderschleim bey sich, welcher von allerhand Wassern, insonderheit auch von dem Schneewasser aufgelöst, je mehr und mehr weggefressen und fortgeschleppet wird. Sonderlich läuft es vom starken Regen öfters dermassen an, daß es großen Schaden verursachet, und den Einwohnern in Tusis ganze Häuser und Ställe mit vieler Erde wegfrißt, anbey wegen seiner dickschwarzen Farbe, die ziemlich lang dauret, und den ganzen Rhein schwärzet, abscheulich anzusehen ist. Im übrigen scheidet es das Schamser Thal und das Domlesch von einander. Diesem Tusis gegen über, zur rechten Seite an dem Hinterrhein, liegt ein hoher Felsen, der Sanct Johannesberg von einem diesem Heiligen zu Ehren vor Alters allda erbauten Kirchlein genant. Es hat derselbe Felsen eine gerad aufsteigende Höhe, worauf das alte Schloß Hohen Realt, oder Rhätia, lat. Rhaetia alta, zu sehen ist, und soll von dem Fürsten Rheto, der Räthier uralten Stamm= und Namensvater erbauet, oder doch nach ihm seyn genennt worden. Nunmehro liegt es öde und ist Alterthums wegen verfallen, doch sind noch vier aufrecht stehende feste Thürne und sonst andere alte Mauren, als namhafte Ueberbleibsel, davon zu sehen. Von diesen Orten richtet der hintere Rhein seinen Lauf gegen Norden, und verschluckt unterhalb Sils den Albelfluß, fliesset sodann unter der Zollbrücke durch, auf das Bischöflich Churische Schloß und Flecken Fürstenau und das Frauenkloster Ratz oder Razes. Dieses Ratz oder Razis, lateinisch Chacias, war ehemals ein vornehmes adeliches Benedictiner Nonnenkloster im Domletzger Thal am hintern Rhein, anderthalbe Stunden von Chur. Im Jahr 758. hat solches Paschalis, ein Graf in Rhäthien und Bregenz und der vierzehende Bischof zu Chur nebst seiner andächtigen Gemahlin Aesopeia, die aber Münster und andere Schriftsteller jedoch unrecht Episcopia nennen, eine geborne Gräfin von Hohen Realt, samt ihrem Sohn Victor dem Ersten, so nach seinem Vater Bischof zu Chur worden, gestiftet. Zur ersten Abtißin haben sie ihre älteste Tochter Vespula, und zur Stiftsfrau ihre jüngste Tochter Ursina verordnet. Im Jahr 1537. hat die letzte Abtißin gelebet, nach deren Absterben der Obergrauenbund das Kloster secularisirt und reformirt, und dessen Einkünfte unter seine Gemeinde zur Erhaltung ihrer Kirchen und Schulen ausgetheilet. Seit dem Jahr 1666. ist dieses Kloster wieder hergestellet worden, und hat nun eine Priorin zur Vorsteherin. Von diesem Kloster richtet der hintere Rhein seinen Lauf nach dem Dorf Rotels / nach den beyden zerstörten Schlössern Ortenstein und Juvalt / wie auch auf Rothenbrunn / wo ein Bad ist, ferner auf Dumilz und Räzuns, oder Rezins / lat. Rezona, Raethia Ima, oder Raethium Castrum, wendet. Es ist dieses ein Schloß, so auch noch seinen Namen von obgedachtem Rheto führet, und den Titul einer Herrschaft hat, so dem Erzhause Oesterreich zustehet, welches daselbst einen Verwalter, oder Voigt hält. Es ist dieser Ort eine Feste, so das sogenante Dumlesch bedeckt. Die Freyherrn dieses Namens sind schon im Jahr 1459. abgestorben.&#8221;</p>
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