Türkischer Rhein: Dönerschiff Düsstanbul

“Hüseyin Soylu kann es kaum noch erwarten. Denn wenn nichts mehr dazwischen kommt, wird Ende September mit der Düsstanbul das erste Dönerschiff seinen Betrieb aufnehmen und die Kunden mit traditionellem Döner und Bratfisch nach Istanbuler Art versorgen. In der türkischen Metropole am Bosporus wird der Fisch frisch aus dem Wasser geangelt und an die umliegenden Händler verkauft. Im Golzheimer Hafen kommt der Fisch frisch vom Duisburger Großmarkt auf den Teller. Seinen Hafen wird das Schiff nicht verlassen, es bleibt fest im Yachthafen liegen”, schreibt die WZ und täuscht sich in einem Punkt: die Makrelen für die Fischbrötchen (balık ekmek), wie sie etwa in Eminönü am Goldenen Horn unter osmanischen Clownereien auf heftig schaukelnden Booten gebraten und in unüberschaubaren Mengen, begleitet von Steckrübensaft (şalgam suyu) unters Volk gebracht werden, stammen heuer großteils aus Norwegen. Der Bosporus gilt als überfischt und aus dem Rhein ziehen Angler seit ein zwei Jahren vornehmlich Grundeln, ohne daß die Grundel bisher die heimische Kultur des belegten Brötchens maßgeblich bereichert hätte.