Presserückschau (August 2017)

1
Grusel-Schleim
“Ein gelber Schleim löste (…) einen Großeinsatz am Düsseldorfer Rhein aus. Die Feuerwehr rätselte, um was es sich bei der Substanz handeln könne, die kilometerweit am Ufer klebte. Das Landesumweltamt entnahm Proben (…). Jedoch berichtet die „Bild“, dass es sich bei dem Schlamm wahrscheinlich um Motoren-Fett handele. Die bestätigte ein Sprecher des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (…).” (Der Westen)
“Tagelang sorgte eine widerliche Schleim-Brühe am Rheinufer für Aufsehen (…). Lange war unklar, um was es sich bei der klebrigen Masse handelte. Besonders bei Düsseldorf, Dormagen, Monheim und Leverkusen wurde die Substanz angespült. (…) Eine Untersuchung von Proben durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat ergeben: Es ist ein Gemisch verschiedener Fette. Allerdings handelt es sich offenbar nicht um Betriebsfette von Schiffen, sondern um eine Zusammensetzung, die in ganz alltäglichen Produkten vorkommen wie etwa Butter, Olivenöl, Sonnenblumenöl und ähnlichem. Wie die Fettspur ins Wasser gelangen konnte, ist unterdessen noch unbekannt.” (Express)

2
Rhi-Schwumm
“Unter dunklen Gewitterwolken und bei schwüler Hitze haben sich in Basel 4500 Schwimmer in den Rhein gestürzt. Beim 37. Rheinschwimmen ließen sie sich (…) im 21 Grad warmen Wasser knapp zwei Kilometer flussabwärts zur Johanniterbrücke treiben. Blitze und Regen blieben aus und alle Teilnehmer sind unversehrt wieder an Land gekommen, wie die Organisatoren mitteilten.
Das Rheinschwimmen veranstaltet die Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG). Sie will damit für das Schwimmen in natürlichen Gewässern werben, aber auch auf damit verbundene Gefahren hinweisen.” (Südkurier)

3
Sprung
“Weil sich ein Tankschiff seinem Sportboot bedrohlich näherte, ist ein Angler in den Rhein gesprungen. Der Motor seines Bootes sei (…) in der Nähe von Bingen ausgefallen – ausgerechnet auf Höhe des Tankers, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Versuche, den Motor zu starten, scheiterten. Als das Schiff noch rund 20 Meter von ihm entfernt war, ging der Angler von Bord. Ein Tourist am Ufer des Flusses sprang daraufhin mit einem Treibholz in den Rhein. Er habe den total erschöpften Mann gerettet, so die Polizei. Das Boot des Anglers wurde wenig später in einen Hafen gebracht.” (Welt)

4
Canyoning
“Viamala heißt „schlechter Weg“. Für die römischen Legionäre war der „schlechte Weg“ die Alternative zur Brennerroute, um an die nordischen Grenzen ihres Weltreiches zu gelangen. Später versuchten mittelalterliche Kaufleute, ihre Ochsenkarren entlang der steil aufragenden Felsen durch die Schlucht zu bugsieren. Manche stürzten in die Schlucht hinab. Heute nehmen die Reisenden nicht mehr den „schlechten Weg“ durch die Schlucht, sondern die schweizerische Autobahn A13. Manche fahren in Thusis-Süd ab und machen einen Zwischenstopp an der Aussichtsplattform, die an einer der spektakulärsten Stellen der Viamala hoch über dem Hinterrhein liegt. Wer an diesem sonnigen Sommermorgen hinabblickt in die Schlucht, sieht sechs Gestalten in Neoprenanzügen, die auf steilen Treppenstufen zum Fluss hinabsteigen. Von oben ist kaum vorstellbar, dass sich Sportler tatsächlich gefahrlos in das sprudelnde Wasser begeben können. Tatsächlich gehört die Viamala-Schlucht zu jenen Stellen in den Alpen, an denen Outdoor-Anbieter Canyoning-Touren veranstalten.” (Schwäbische)

5
Jahrmillionen
“Bis der Rhein seine heutige Fließrichtung gefunden hat, vergehen Millionen von Jahren. (…) Gemessen am Alter der Erde formt die geologische Erdneuzeit nur eine bescheidene Zeitspanne von rund 60 Millionen Jahren. Doch gerade in der jüngsten Tertiärstufe, vor etwa zehn Millionen Jahren, nahmen unsere umgebenden Gebirge, die Alpen, der Tafeljura, Kaiserstuhl und Hegauvulkane Gestalt an. Zwischen den ursprünglich zusammenhängenden Vogesen und dem Schwarzwald brach der Oberrheingraben ein. Erst danach veränderten sich die alten Flusssysteme mehrmals. Es bildeten sich unsere Flüsse in der heutigen Fließrichtung (…). Im Quartär überzogen vier Kaltzeiten weite Teile Europas. Sie modellierten durch Gewicht und Druck die unter dem Eis liegenden Landschaften. Die eisfreien Zonen wurden durch Regen und Schmelzwässer gestaltet und Stürme formten die heutigen Lössgebiete. Die Maximalvereisung der Risskaltzeit (etwa 340 000 bis 130 000 Jahre vor heute) brachte den riesigen Rhein-Aare-Gletscher von den Alpen bis in die Gegend von Möhlin, zwölf Kilometer unterhalb Bad Säckingen, wo die äußersten Moränen nachgewiesen wurden. (…) Der aus dem abtauenden Gletscher abströmende Fluss (Rhein) querte das Stadenhauser Feld nach Westen und floss durch das heutige Laufenburg/AG südlich der heutigen SBB-Linie ab.”
(Südkurier)

6
Fiktive Stadt
“Oberucken, ein idyllisches Städtchen, liegt im Herzen des Rhein-Sieg-Kreises zwischen Niederkassel und Sankt Augustin.
(…) Doch wer Oberucken sucht, wird es nicht finden: Die fiktive Stadt am Rhein steht lediglich im Zentrum einer gleichnamigen Comedy-Serie. Die handelt von der fettleibigen Witwe Adelheid und ihrem Lebensgefährten Bernd, der seit einem „Arbeitsunfall“ außerhalb der Arbeit frühverrentet ist. Die beiden werden auf eine harte Probe gestellt, nachdem Adelheids Schwester und Schwager bei einem Hausbrand versterben und ihr Neffe Niklas bei ihnen einzieht. Die Serie ist eine sogenannte Mockumentary, also eine offensive Karikatur der klassischen Dokumentation.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

7
Tinker Belles
“Rund 500 Tinker aus Irland sind aktuell in NRW unterwegs. Erst waren sie in Kevelaer, dann in Neuss. (…) Die irischen Landarbeiter aus Irland campen ohne Genehmigung mit ihren Caravans nahe der Rheinkniebrücke. Knapp bekleidete junge Mädchen und ihre Luxuskarossen sorgen für Aufsehen. Erlaubt ist das nicht.” (Der Westen)

8
Kindertheater
“Am (…) 1. Oktober 2017 (…) bringt das pappmobil Kindertheater das Theaterstück “Bin im Bett! Vater Rhein” auf die Bühne des Kindertheaters in Wanne Eickel (…). Vater Rhein selber beauftragt den Theaterdiener, die herrlichen Geschichten von den Ufern des größten deutschen Flusses zu erzählen.” (halloherne)

9
Rheintote
“Ein neun Jahre altes Mädchen ist (…) bei Duisburg in den Rhein gerutscht und untergegangen. Es sei wenig später in einem Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit. Das Mädchen war mit seiner 35-jährigen Mutter und seinem sechs Jahre alten Bruder am Rheinufer unterwegs. Die Neunjährige saß den Angaben nach bei Friemersheim auf einem Stein und rutschte plötzlich ins Wasser.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

“Beim Baggern im Rhein machten Arbeiter in Rees (…) einen gruseligen Fund. Sie zogen einen menschlichen Oberkörper aus dem Wasser! Die Arbeiten fanden in einem mit dem Rhein verbundenen Baggerloch statt, als plötzlich der stark verweste Oberkörper auftauchte. Wohl weil die Leiche wohl schon länger im Rhein trieb, waren Unterkörper und Arme abgefallen, nur Torso und Kopf sind übrig. Die Identität der Leiche ist noch ungeklärt, genauso das Geschlecht. Die Kriminalpolizei Kleve hat Ermittlungen eingeleitet, die menschlichen Überreste werden zeitnah obduziert.” (Der Westen)

Presserückschau (Juni 2017)

1
Handballmeister
“Die Rhein-Neckar Löwen sind erneut deutscher Handball-Meister. Der Bundesligist aus Mannheim (…) ist zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die Löwen profitierten davon, dass Verfolger SG Flensburg-Handewitt kurz zuvor überraschend (…) bei Frisch Auf Göppingen verloren hatte. Die nun fünf Punkte Rückstand auf die Nordbadener kann die SG nicht mehr einholen. Für die Löwen von Trainer Nikolaj Jacobsen ist es nach dem Erfolg im Vorjahr der insgesamt zweite Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Meisterschale bekamen die Löwen (…) aber noch nicht überreicht. Das soll nach dem letzten Saisonspiel am 10. Juni gegen die MT Melsungen nachgeholt werden.” (Süddeutsche Zeitung)

2
Grünes Wasser
“Bei der BASF-Kläranlage in Ludwigshafen ist seit mindestens Pfingstsonntag (…) grün gefärbtes Wasser in den Rhein gelaufen. Verantwortlich dafür sei der Farbstoff Tinolux BBS aus einem Betrieb im Werksteil Süd. Die Produktion dort sei gestoppt worden. (…) Die zuständigen Behörden seien informiert. Die Wasserschutzpolizei hatte die Grünfärbung bemerkt und die BASF informiert. Die in Waschmitteln eingesetzte Chemikalie Tinolux BBS gilt als schwach wassergefährdend. Eigene Messungen der BASF und der Rheingütestation in Worms hätten keine toxikologischen Auffälligkeiten ergeben.” (Rheinpfalz)

3
Plastic Soup Surfer
“Gewissenhaft verschnürt Merijn Tinga seine Taschen und Beutel auf dem Surfboard. Besonders tief verstaut wird der wasserdichte Beutel mit Smartphone und anderen Elektrogeräten. Viel hat der Plastic-Soup-Surfer gar nicht dabei. Tinga paddelt auf dem Surfboard den Rhein von Konstanz bis zur Nordsee hinab. Insgesamt 1035 Kilometer Strecke will er in 28 Tagen zurücklegen und damit auf die Verschmutzung der Meere und Flüsse mit Plastikmüll aufmerksam machen. Plastic Soup ist der englische Begriff für die großen Plastikmüllansammlungen in den Ozeanen.” (Badische Zeitung)

4
Schwimmender Luchs
“Der erst vor einigen Wochen im Pfälzerwald freigelassene Luchs „Cyril“ hat seine neue Heimat schon wieder verlassen. Tierschützer vermuten, dass er durch den Rhein geschwommen ist und sich nun auf rechtsrheinischem Gebiet irgendwo nördlich von Speyer aufhält. (…) „Die Luchse haben ein GPS-Halsband um, das Signale von beiden Seiten des Rheins senden kann“, sagte Jochen Krebühl, Geschäftsführer der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Da es an der Stelle, an der Cyril den Rhein überquert hat, keine Brücke gibt, vermuten die Tierschützer, dass er auf die andere Seite geschwommen ist.” (Südwest Presse)

5
Jobmaschine
“Nordrhein-Westfalen, Rheinbahn, Rheinknie, Rheinmetall – kein Wort prägt Düsseldorfer Institutionen so sehr, wie der Name des Stroms, an dem die Landeshauptstadt liegt. Für das Heimatgefühl der Düsseldorfer ist der Rhein, der einem Karnevalsschlager zu Folge der Stadt 20 Kilometer seines Stromverlaufs ganz allein schenkt, wichtiger als jedes andere geografische Element. Das wurde schon früh deutlich, als das nahe Ruhrgebiet sich industrialisierte und Düsseldorfs Lage am Rhein eine andere Rolle bekam. Denn Düsseldorfs vielleicht bekanntester Arbeitgeber Henkel stammt eigentlich von ganz woanders. Als Waschmittelfabrik Henkel & Cie wurde sie 1876 in Aachen gegründet. “Wegen besserer Verkehrsanbindungen und höherer Absatzchancen verlegte Henkel seine Firma 1878 nach Düsseldorf”, so steht es in der Firmenchronik. Und mit besserer Verkehrsanbindung ist einzig und allein der Rhein gemeint. Denn Wurm, Kupfer- oder Goldbach, die größten Gewässer Aachens, können es nicht mal mit der Düssel aufnehmen.” (Rheinische Post)

6
Verbrechen
“In Bonn soll ein Mann (27) versucht haben, eine 25-Jährige zu vergewaltigen. (…) Die Frau schrie laut um Hilfe. Eine Zeugin rief die Polizei. Als der mutmaßliche Vergewaltiger den Streifenwagen bemerkte, ließ er sein Opfer los und rannte zum Rhein. Schließlich sprang er in den Fluss und versuchte, schwimmend zu entkommen. Die Polizei fuhr neben ihm den Rhein entlang, irgendwann konnte sie den Mann mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Wasser fischen.” (Der Westen)

7
Ingo
“Eine im Rhein treibende Gummipuppe hat in Mainz einen Großeinsatz ausgelöst. Mehrere Bürger hätten einen leblosen Menschen im Wasser gemeldet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Daraufhin seien die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot angerückt. Es habe sich dann schnell herausgestellt, dass es sich nur um eine Gummipuppe handle. Für den vermeintlichen Rettungseinsatz war auch ein Hubschrauber alarmiert worden. Allein die Feuerwehr schickte 40 Einsatzkräfte zum Rhein. Die Herkunft der Gummipuppe blieb unklar.” (Stern)
“Der vermeintliche Mensch war bei genauerem Hinsehen eine aufblasbare Puppe. Sie sei männlich, etwa ein Meter 50 groß und mit Pflastern beklebt, so ein Sprecher der Mainzer Feuerwehr. Auf ihrer Schulter stehe der Name “Ingo”.” (SWR)

8
Schwimmnudeln
“Die Polizei will mit einer neuen Kampagne Unfälle auf dem Rhein verhindern. Mit orangen Schwimm­nudeln sollen Schwimmer besser sichtbar werden. (…) Im Rahmen der Kampagne wurden allen Badis am Rhein, ab Eschenz rheinabwärts, orange Schwimmnudeln verteilt. Insgesamt stehen 2000 Stück zur Verfügung. Diese können von den Badegästen gratis mitgenommen werden. Dank diesen Nudeln sollen Schwimmer von Bootsführern besser gesehen werden. Ein Ersatz für Schwimmwesten seien sie aber nicht, betont die Polizei. Die Kosten für die Kampagne belaufen sich auf rund 10 000 Franken. Diese werden von den Kantonspolizeien Thurgau und Schaffhausen getragen.” (Schaffhauser Nachrichten)

9
Biber-Alarm
“Beim Baden im Rhein bei Schaffhausen (Schweiz) sind zwei Schwimmer gebissen worden. Vermutlich war es ein Biber. Ein achtjähriger Junge sei mit dem Schreck und oberflächlichen Wunden davongekommen, doch bei einer Frau habe die Wunde genäht werden müssen (…). Die Schaffhauser Jagdverwaltung wollte deshalb diese Woche südöstlich von Schaffhausen am Rhein Richtung deutsche Grenze Warnschilder noch aufstellen. „Vorsicht Biber, vom Baden wird abgeraten“ soll darauf stehen (…).” (Südkurier)

10
König am Rhein
“Der Wachtelkönig ist kaum zu entdecken, aber dafür um so besser zu hören. In der Emmericher Ward gibt diesen Vogel.
Eine der wohl bemerkenswertesten Arten der Emmericher Ward ist der Wachtelkönig. Auch wir Biologen der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein, die das Gebiet naturschutzfachlich betreuen, bekommen ihn nur selten zu sehen. Wenn, dann hört man ihn eher. Er hat ein bräunliches Gefieder und ist etwa so groß wie eine Wachtel. Zudem lebt er versteckt dort, wo die Vegetation sehr dicht und hoch ist. Darin ist er kaum zu entdecken, selbst wenn man genau neben einem Wachtelkönig steht. Darum achten wir auf seine Balz- und Paarungsrufe. Der Wachtelkönig ruft in der Nacht – und ist dann nicht zu überhören. Seine Rufe – ein rhythmisches, schnarrendes Knarren – sind unverwechselbar und auch von weitem zu hören. Bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts konnten noch bis zu vier Brutpaare des Wachtelkönigs in unserem Betreuungsgebiet in Fachsprache „verhört“ werden. Auch wenn die Rheinaue Emmericher Ward mit ihren großflächig extensiven Überflutungswiesen und -weiden bis heute ein Rückzugsgebiet für den gefährdeten Vogel bietet, ist es heute selten mehr als ein Paar.” (NRZ)

11
Rheintote
“Leichenfund am Rhein in Leverkusen! (…) Am Pfingstsonntag meldete sich ein Angler, der den leblosen Körper im Fluss entdeckt hatte, bei der Feuerwehr. Sofort machten sich die Rettungskräfte auf den Weg und zogen die männliche Leiche ans Ufer. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Unbekannten feststellen. Die Identität des Mannes war zunächst unklar – ebenso, wie er ums Leben kam. Die Kölner Polizei hat die Ermittlungen übernommen.” (Express)

“Auf dem Rhein in Hessen ist ein Kajakfahrer während eines Gewitters von einem Blitz erschlagen worden. Der Mann wurde am Samstag kopfüber im Wasser treibend bei Lorch aufgefunden, wie die Wasserschutzpolizei (…) in Rüdesheim mitteilte. Der Blitz war der Polizei zufolge direkt in seinen Körper eingeschlagen.” (Stuttgarter Zeitung)

“Ein Mann (73) treibt bewusstlos mit seinem Segelyacht auf dem Rhein (…) bei Rheinkilometer 435. Als die Feuerwehr eintrifft, haben Helfer das Sportboot bereits im Schlepp eines weiteren Sportbootes. Doch der Mann liegt leblos an Deck. Die Feuerwehr versucht während der Schleppfahrt den Mann zu reanimieren, bis sie an der BASF-Anlegestelle ankommen. Dort wartet bereits ein Notarzt der BASF. Der Einsatz wird dabei von der Wasserschutzpolizei Ludwigshafen begleitet. (…) Leider stirbt der 73-jährige Mann trotz aller Reanimationsversuche um 20 Uhr im Krankenhaus. Er hat offenbar einen Herzinfarkt erlitten (…). Die genaue Todesursache ist Gegenstand eines Todesermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Frankenthal und der Kriminalpolizei Ludwigshafen.” (Heidelberg24)

“Passanten haben (…) im Rhein bei Köln-Niehl eine Leiche im Wasser treiben sehen. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um den (…) vermissten 16-jährigen Flüchtling. Der junge Mann war (…) in Rodenkirchen zum Schwimmen in den Rhein gegangen und abgetrieben. Nach Angaben der Polizei ist die Identifikation des Toten noch nicht zu 100 Prozent abgeschlossen, allerdings habe der Tote eine dunkle Hautfarbe, wie der aus Guinea stammende 16-jährige Flüchtling. Sein Begleiter sagte (…), dass der Jugendliche nicht schwimmen konnte, aber trotzdem ins Wasser gegangen sei.” (WDR)

Presserückschau (Februar 2017)

1
Versunkene Lokomotive
“Die Suche nach der im Jahr 1852 im Rhein versunkenen Lok geht weiter. (…) Zwar hatte sich die Hoffnung, dass ein Teil der metertief im Kiesboden vermuteten Lok möglicherweise bis an die Oberfläche des Rheinbodens ragen könnte, nach einer Suchexpedition rheinland-pfälzischer Polizeitaucher Mitte August 2015 zerschlagen. Das ändere jedoch nichts an der Tatsache, so die beteiligten Wissenschaftler, dass genau an dieser Stelle in einigen Metern Tiefe unter dem Rheinboden ein rund 20 Tonnen schwerer und etwa sechs Meter langer Eisenkörper läge. Bereits vor einigen Jahren hatten sie nach zwei Jahrzehnten intensiver Suche mithilfe von Magnetresonanz-Messungen den vermuteten Unglücksort entdeckt. Die 1852 gebaute Lok wäre heute die älteste noch erhaltene deutsche Dampflokomotive. Sie war in den Anfangsjahren der deutschen Eisenbahngeschichte von der Fabrik Emil Kessler in Karlsruhe gebaut worden und sollte mangels Schienenstrecke auf einem Lastensegler an die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahngesellschaft ausgeliefert werden. Bei einem Unwetter riss sich die sechs Meter lange und 20 Tonnen schwere Lok los und fiel von Bord des Schiffes in den Rhein. Mehrere Versuche, sie mit Hilfe speziell geschmiedeter Ketten, die von den Ufern aus von 400 Männern durch den Rhein gezogen wurden, und aus London angereister Taucher zu bergen, schlugen fehl. Sie geriet langsam in Vergessenheit und galt anderthalb Jahrhunderte lang als verschollen.” (SWR)

2
Digitalisierung
“Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat eine Befliegung des Rheins von Frankenthal bis Biblis beauftragt, um die digitale Bundeswasserstraßenkarte anhand von Luftbildern aktualisieren zu können. Für diese Kartenerstellung werden Markierungsarbeiten in unmittelbarer Nähe zum Rhein durchgeführt. Diese Signalisierungsarbeiten beinhalten die farbliche Markierung von Lampen, Treppen, Einlaufrohren, Durchlässen oder Stromkästen mit weißer Farbe oder weißen Plastikstreifen, die mit Nägeln befestigt werden. Beschäftigte der beauftragten Firma führen die nötigen Arbeiten vor Ort aus. Die Bevölkerung wird gebeten, die Markierungen nicht zu entfernen.” (Echo-Online)

3
Rheingolf
“Die vier Credos der Rheingolf Messe 2017 lauten: Testen, informieren, shoppen und verreisen.” (Golfpost)

“Ein Golfball nach dem anderen fliegt im hohen Bogen in den Rhein. Einer verfehlt nur haarscharf den Kopf eines Kanufahrers, ein anderer zielt auf das beliebte Ausflugsschiff „Moby Dick“. Vor dem Bonner Amtsgericht muss sich jetzt ein 34-Jähriger verantworten. Er ist für sein außergewöhnliches Golfspiel wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs angeklagt.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

4
Geburtstagsgeschenk
“Sieben Jahre ist Mika erst alt, aber er hat schon eine eigene Kamera, “die ist in Tarnfarbe”, erzählt er ein bisschen schüchtern. Mika steht nicht gern im Rampenlicht. Sein Hund Erni dafür umso mehr. Am liebsten macht der Schüler Bilder von ihm, am Rhein, wenn er mit Mama (…) dort spazieren geht. Er dokumentiert die Natur und das Wetter, Erni natürlich, und den Wasserstand. In letzter Zeit aber findet Mika immer mehr Müll am Rhein, in den Buchten am Wasserwerk, dort, wo die Familie gerne unterwegs ist. Plastiktüten und Eierkartons, ausrangierte Gartenmöbel und vor allem Glas. (…) Manchmal schnappt der Siebenjährige sich eine Mülltüte und räumt auf am Rhein. (…) Als Opa Edgar jetzt am Wochenende seinen 80. Geburtstag feierte, haben Mika und seine beiden älteren Brüder Joshua (12) und Jannis (12) ihm einen Müllsammel-Tag am Rhein geschenkt.” (Rheinische Post)

5
Rhein Vikings
“Die Zeit des Kleckerns ist vorbei, jetzt wird geklotzt. Und weil weder der Neusser HV noch der ART Düsseldorf dazu allein in der Lage sind, gründen sie eine Handballspielgemeinschaft, die in der kommenden Saison als HC Rhein Vikings für Furore sorgen will. Ob das in der zweiten oder der dritten Liga sein wird, ist allerdings noch offen.” (Rheinische Post)

6
Refurbishment
“Die (Ludwigshafener; Anm. rheinsein) Rhein-Galerie war im September 2010 eröffnet worden, nach knapp zwei Jahren Bauzeit. Das Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Gelände des Zollhofhafens hatte damals am Rheinufer einen neuen Zugang geschaffen, dem Einzelhandel zusätzliche 130 Geschäfte beschert und war mit großen Hoffnungen in die kommenden Jahre gestartet – auch mit dem Wunsch, dass täglich 25 000 Kunden in das Center strömen. Heute kommen im Schnitt 13 290 Besucher pro Tag in die Mall. Und das, obwohl die Einkaufscenter Entwicklungs Gmbh (ECE), die das Haus betreibt, 939 037 erreichbare Kunden im Einzugsgebiet zwischen Worms und Landau sowie Mannheim und Speyer angibt. Das in unmittelbarer Nähe gelegene Rathauscenter, das ebenfalls unter ECE-Ägide steht und 1979 eröffnet wurde, besuchen pro Tag 32 000 Kunden. Dort gibt es 75 Läden. Um die Differenz zwischen Prognose und Realität zu verringern, hat die ECE ein „umfangreiches Refurbishment“ angekündigt. (…) Die Außenterrasse direkt am Rhein wird (…) verschönert – das bislang eher triste Kantinen-Ambiente soll eine neue Optik erhalten: „Grundidee des neuen Designkonzepts ist es, eine besondere Atmosphäre mit echtem Hafen-Flair am Rhein entstehen zu lassen.“ (…) Im Außenbereich sind außerdem zwei neue Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe geplant, die ebenfalls im Jahr 2017 gebaut werden sollen.” (Echo)

7
Baggervorhaben
“Die wichtigste Wasserstraße in Deutschland ist der Rhein. „80 Prozent aller Güter in der deutschen Binnenschifffahrt werden über den Rhein transportiert“, sagt Jens Schwanen, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Binnenschiffer. „Die Transporteure sind dringend auf den Ausbau der Wasserstraße angewiesen“, fügt er hinzu. Bei Niedrigwasser komme es regelmäßig zu Beeinträchtigungen. Der Klimawandel werde das Problem extremer Pegelschwankungen perspektivisch verstärken. Abhilfe soll in NRW die geplante Vertiefung des Rheins zwischen Duisburg und Dormagen bringen. Das Vorhaben mit der Projektnummer W 27 ist seit 2016 im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlich“ eingestuft. Bis 2030 soll der Rhein zwischen Stromkilometer 722,5 und 769 um zirka 30 Zentimeter ausgebaggert werden. Zwischen Duisburg uns Neuss ist eine Fahrrinnentiefe von 2,80 Meter geplant, zwischen Neuss und Dormagen-Stürzelberg ist eine Rinne von 2,70 Meter vorgesehen. Die Gesamtkosten werden mit 201 Millionen Euro veranschlagt.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

8
Rheintote
“Zahlreiche Einsatzkräfte sind (…) Richtung Rheinufer nördlich von Sandhofen gefahren. Eine Spaziergängerin hatte dort im Bereich zwischen Kläranlage und Kirschgartshausen eine im Wasser treibende Person gesichtet und den Notruf gewählt. Daraufhin rückten der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr ebenso wie deren Feuerlöschboot und die Wasserschutzpolizei aus, auch die DLRG Mannheim, Heddesheim, Ladenburg und Weinheim wurden alarmiert. Schon bald sichtete aber der Rettungshubschrauber “Christoph 53″, der ebenso in den Mannheimer Norden beordert worden war, die im Rhein treibende Person. Polizisten zogen sie dann aus dem Wasser. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Todesursache und Todeszeitpunkt sind aber noch nicht geklärt.” (Bergsträßer Anzeiger)

“In Höhe der Zoobrücke hat die Feuerwehr (…) eine Leiche aus dem Rhein geborgen. Spaziergänger hatten den leblosen Körper (…) im Fluss treiben sehen und die Rettungskräfte alarmiert. Laut Polizei handelt es sich bei dem Toten um einen Mann im Alter von etwa 30 Jahren oder jünger.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

“Die Suchaktion im Rhein bei Wörth ist zu Ende: Taucher fanden (…) die Leiche eines Mannes, die Polizei geht von Selbstmord aus. Zuvor lief eine großangelegte Suchaktion mit Hubschrauber und Feuerwehr. Die Wörther Polizei unterstützte das federführende Polizeipräsidium Karlsruhe bei der Suche. Auf der Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe kam es wegen des Einsatzes zu Verkehrsbehinderungen.” (Rheinpfalz)

Presserückschau (September 2016)

1
“Die spektakuläre Lichtinstallation am Düsseldorfer Rheinturm könnte bald regelmäßig zu sehen sein. Nach der Premiere beim NRW-Fest soll der “Rheinkomet” zum neuen Wahrzeichen der Stadt werden – nach dem Vorbild des Pariser Eiffelturms. “Nach dem Echo, das wir bislang bekommen haben, sind wir überzeugt, dass der Rheinkomet das neue Wahrzeichen Düsseldorfs werden kann”, sagt Edmund Spohr von der Bürgerstiftung „Dus-Illuminated“. Aus vielen Städten im Umland seien positive Anrufe eingegangen. “Wir haben sogar einen Brief aus dem Vatikan bekommen, der die Installation als ‚Stern des Abendlandes‘ bezeichnet”, freut sich Spohr. Die Stiftung hat das Lichtspektakel gemeinsam mit dem Künstler Klaus Gendrung finanziert und auf die Beine gestellt. Die Idee zur Lichtshow liegt dagegen schon Jahre zurück, denn ursprünglich sollte der Rheinturm eine olympische Flamme zeigen, wenn die Olympia-Bewerbung der Stadt für die Spiele im Jahr 2012 Erfolg gehabt hätte.” (WDR)

2
Absturz: “Mehrere besorgte Bürgen hatten (…) den abgestürzten Heißluftballon beziehungsweise einen Feuerball oder gar ein unbekanntes Flugobjekt über der Rettbergsaue inmitten des Rheins gemeldet. Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und ein Polizeihubschrauber machten sich sofort auf den Weg zu der großen Rheininsel (3100 Meter lang und bis zu 400 Meter breit).
Sie entdeckten den Heißluftballon, dessen Ballonfahrer sich für die Landung auf der Aue entschieden hatte, weil er das Rheinufer nicht mehr erreicht hätte. Alle drei Insassen des Ballons waren wohlauf und wurden mit einem Feuerlöschboot ans Ufer gebracht.” (Bild)

3
“Es ist kein schöner Anblick, der sich (…) Spaziergängern bietet, die an der Altenheimer Rheinbrücke unterwegs sind: Auf französischer Seite dümpeln Hunderte verendeter Fische – und auch auf der deutschen Rheinseite fällt das »Treibgut« auf. Das Fischsterben hat einen natürlichen Grund: Blaualgen. Die Untersuchungen auf französischer Seite sind (…) inzwischen abgeschlossen. Die Ursache des massiven Fischsterbens im Rhein liegt im Plobsheimer Becken gegenüber von Neuried-Müllen. Die toten Tiere werden über den Rhein hinweg ans Ortenauer Ufer geschwemmt. Angefacht durch die Hitze der vergangenen Wochen sind in den Tiefen des Beckens Blaualgen gewachsen. Diese bilden nicht nur einen markanten blauen Farbstoff, sondern auch Bakterien, die Fische und ihre Nahrung, den Plankton, nach und nach vergiften. Zudem binden die Algen den Sauerstoff im Wasser – die Umgebung wird für die Tiere und Einzeller lebensfeindlich.” (Baden Online)

4
Rheintote
“In Basel ist (…) ein unbekannter toter Mann aus dem Rhein geborgen worden. Passanten hatten (…) den vor dem Kleinbasler Ufer im Wasser treibenden Körper bemerkt und Alarm geschlagen. Bei der Wiesemündung konnten Polizei und Feuerwehr den Toten bergen. Bisherige Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann offensichtlich schon mehrere Tage im Rhein gelegen habe, teilte die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mit. Identifiziert werden konnte er noch nicht.” (Aargauer Zeitung)

“Ein Mann ist (…) im Rhein bei Speyer ertrunken. Das bestätigte die Polizei dem SWR. Wasserschutzpolizei, DLRG und Feuerwehr seien im Großeinsatz gewesen. Taucher hätten den Mann aber nur noch tot bergen können. Die Identität des Opfers sowie der Unfallhergang sind noch unklar. Asylbewerber, die sich am Ufer des Rheins befanden, berichteten aber einem Kamerateam vor Ort, der Mann sei mit ihnen befreundet, er stamme aus Afghanistan und habe in ihrem Heim gelebt.”

“Furchtbare Gewissheit haben die Angehörigen des Mannes, der (…) beim Baden im Rhein verschwunden war: Helfer der Feuerwehr bargen (…) die Leiche des 46-Jährigen – just an der Stelle, wo er zwei Tage zuvor zum letzten Mal gesehen worden war. Die Schwester des Niederkasselers, so bestätigte die Polizei in Siegburg, hatte den Toten entdeckt. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten war sie noch einmal ans Rheinufer gegangen, wo sie tatsächlich den leblosen Körper ihres Bruders im Wasser bemerkte.” (Kölnische Rundschau)

“Tot geborgen wurde ein 22-Jähriger, der (…) bei Köln-Rodenkirchen untergegangen war. Er sei bei Wesel tot im Wasser gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher.” (WDR)

“Ein 10-jähriger Bub ist (…) in Eglisau ZH im Rhein ums Leben gekommen. Er war zunächst mit Kollegen von einem drei Meter hohen Quai in den Fluss gesprungen. Später kletterte er auf einen Baum und versuchte, über ein Boot am Ufer zu springen. Dabei schlug der Junge mit eritreischen Wurzeln gemäss Angaben der Kantonspolizei Zürich auf dem Boot auf, fiel ins Wasser und tauchte nicht mehr auf. Taucher der Seepolizei bargen ihn rund eine Stunde später leblos in acht Metern Tiefe.” (Neue Luzerner Zeitung)

An historische Rheintote erinnert der Express: “Hans Doll ist pensionierter Kripo-Beamter. (…) Vor 60 Jahren war er einfacher Polizeibeamter und gerade dreißig mal 30. Er berichtet: “Ich arbeitete damals für die Wache am Wiener Platz. (…) Und ich war oft mit dem Kraftrad auf Streife.” (…) So auch im September 1956. (…) Plötzlich sah Doll am Ufer etwas liegen. „Ehrlich gesagt, konnte ich gar nicht genau erkennen, was es war. Aber es sah irgendwie menschenähnlich aus. Also bin ich die Böschung runter. Den Anblick, der sich mir bot – schrecklich. Den werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Da lagen die sterblichen Überreste eines Menschen – total aufgequollen.” (…) Doll schaffte es, den toten Arbeiter einen Meter aus dem Wasser zu ziehen. (…) Doll erinnert sich auch an die Gespräche auf der Dienststelle nach dem Unglück beim Bau der Severinsbrücke: “Damals erzählte man sich, dass ein toter Arbeiter im Pfeiler der Severinsbrücke einbetoniert worden sei – da gab es keinen Zweifel.” Am 21. September 1956 brechen die Stützen der Brückenpfeiler weg. Beton, Wasser und Geröll begraben die Bauarbeiter, die in einem Senkkasten arbeiten: Mindestens fünf sterben.”

Presserückschau (Mai 2016)

1
“Es wurde an alles gedacht bei der Filmpremiere zu “Mannheim – Neurosen zwischen Rhein und Neckar”. An den roten Teppich, an Sekt, an “Meet & Greet” sogar an einen Pressebereich. Und so verwandelte sich das Cinemaxx-Kino (…) in eine Szenerie, der man einen winzigen Hauch Hollywood nicht verleugnen kann. Die (…) eher unbekannten Schauspieler und Filmemacher mutierten zu kleinen Stars, wurden gefilmt, fotografiert, interviewt und nach Autogrammen gefragt. (…) Nach ein paar einführenden Worten und den zwei Live-Songs “Seelenlied” und “Mannemer Dreck”, die auch im Film eine Rolle spielen, ging es direkt los. (…) Rund eine Stunde und 15 Minuten später dann tosender Applaus. Ja, der Film kam an. Es wurde viel gelacht. Auch gestaunt über die Qualität des Streifens, der immerhin mit nur knapp über 30 000 Euro Budget entstanden ist und dennoch (…) einen Filmverleih gefunden hat, der ihn deutschlandweit in die Kinos bringt. Und damit ein Stück Mannheim-Atmosphäre, Charme und Lebensart.” (Rhein-Neckar-Zeitung)

2
“Im Rhein ist jetzt eine Industriechemikalie aufgetaucht, die nie zuvor in Gewässern gefunden worden ist und mit der auch niemand gerechnet hat. (…) “Bei den Substanzen geht’s um Triphenylphosphonium-Verbindungen. Das sind Chemikalien, die großtechnisch bei der Synthese von organischen Molekülen wie zum Beispiel Vitamin A oder Beta-Carotin eingesetzt werden können (…).” Klar sei bisher nur, dass es sich um biologisch schwer abbaubare Stoffe handele, die sich im Sediment von Flüssen anreichern. Und dass die Phosphonium-Salze die Abwasserbehandlung in den Betrieben überstehen, aus denen sie stammen.” (Deutschlandfunk)

3
“Wenn das Channel-Netzwerk comTeam zur Systemhauskonferenz einlädt, stehen ITK-Trends genauso im Fokus wie entspanntes Networking. Die „R(H)EINGOLD-TOUR 2016“ kombiniert beides als Flussfahrt auf dem Rhein mit anschließender Beachparty. (…) Ob zielgerichtete Kundenansprache, Servicesteuerung oder Fokusthemen wie Transformation und managed service – die Beispiele aus der Praxis bieten für die Systemhäuser spannenden Mehrwert. Als Keynote Speaker „entert“ Top-Schiedsrichter Dr. Markus Merk die Bühne, um unter dem Motto „Hier und Jetzt – Das Leben findet heute statt“ interessante Impulse jenseits des Berufsalltags zu geben.” (electronicpartner.com)

4
“Der Stör steht in NRW auf der Roten Liste unter der Kategorie Null, weil er zu den Arten gehört, die sich nicht mehr vermehren und verschollen sind. Wiederansiedlungsprogramme für den Stör machen im Rhein nach Meinung von Fachleuten so lange keinen Sinn, so lange die Verbindung zum Meer durch die Schleusen des Haringvlietdamms unterbrochen ist, der 1971 zum Schutz vor Hochwasser und Sturmflut im Rheinmündungsdelta errichtet wurde. Die Stauwerke stellen für Wanderfische ein großes Hindernis dar. Die Niederländer sind aber dabei, die Öffnungszeiten zu optimieren, damit der Stör die Barriere ungehindert passieren kann. Weil der Stör in NRW als verschollen gilt, hat ist er nicht von planungsrelevanter Bedeutung, etwa bei Hafenausbauten.” (WAZ)

5
“Das letzte Mal hat man so einen Anblick 1977 in dem Bond-Streifen “Der Spion, der mich liebte” gesehen, als 007 alias Roger Moore in einem Lotus, der auch ein Boot und U-Boot war, einen Strand hochfuhr. Und so staunten (…) Spaziergänger am Uerdinger Rheinufer nicht schlecht, als sie (…) auf dem Rhein Gefährte entdeckten, die sich wie Schiffe benahmen, aber wie Autos aussahen: Über Pfingsten fand in Krefeld ein Bundestreffen der sogenannten “Amphicars” statt, also schwimmfähiger Autos. Rund 30 Wagen waren angemeldet. (…) Amphicars wurden zwischen 1958 und 1963 in Berlin und Lübeck gebaut (…). Geplant war der Bau von 25.000 Wagen; da der Verkauf aber nicht den Erwartungen entsprach, war nach Nummer 3878 Schluss. Die weitaus meisten Fahrzeuge gingen in die USA.” (Rheinische Post)

6
Im Rhein ertrunken: “Die Leiche des Mannes war (…) am Ufer an der Kreisgrenze in der Nähe des “Stummen Deichs” entdeckt und geborgen worden. Die Polizei geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Nach den bisherigen Ermittlungen kam der Mann zusammen mit zwei Freunden auf die Idee, durch das Duisburger Hafenbecken zu schwimmen. Während die beiden Kollegen das andere Ufer erreichten, verließen den 37-Jährigen unterwegs offenbar die Kräfte. Er versank in den Fluten. Die Strömung trieb den Körper ab, der viele Kilometer weiter dann zwischen Haffen-Mehr und Bislich ans Ufer gespült wurde. Die Polizei obduzierte den Leichnam und stellte fest, dass es sich nicht um ein Verbrechen handelt.” (Rheinische Post)

7
“Wegen “gemeinschädlicher Sachbeschädigung” hat die Polizei in Laufenburg zwei 15 und 18 Jahre alte Tatverdächtige angezeigt. Das Duo wurde nach einer Pressemitteilung der Polizei (…) beschuldigt, am Pfingstmontagabend bei der Codmananlage eine Sitzbank in den Rhein geworfen zu haben. Ein Zeuge hatte die Polizei darüber unterrichtet. Die beiden Jugendliche wollten gemäß den Schilderungen gerade eine zweite Bank versenken, als zwei Mädchen hinzukamen. Daraufhin hätten sie von ihrem Vorhaben abgelassen. Die herbeigerufene Polizei traf die beiden vor Ort an.” (Badische Zeitung)

8
“Der Text, den Christian Mueller in das Gesetz schreiben will, ist einfach: «Von der Johanniterbrücke in den Rhein führt auf Kleinbasler Seite eine Wasserrutschbahn.» (…) Sein Wahlkampf-Thema – die Rhein-Rutschbahn – könnte ihm beim Sprung ins Parlament helfen. Die Rutschbahn soll über drei Spuren verfügen und in einem Auslaufbecken über dem Rhein enden. Nur so könne die Rutschbahn auch von Nicht-Schwimmern und Kindern benutzt werden. Die Kosten schätzt Mueller auf rund eine Million Franken. Beim ersten Projekt ging er noch von einer halben Million aus.” (Tageswoche)

9
“Die Obduktion der Leiche, die (…) aus dem Rhein in Lüttingen geborgen worden war, hat keine Hinweise auf eine Todesursache durch Gewalteinwirkung ergeben. (…) Die Ermittler halten unteressen einen Zusammenhang mit einem Fall in Bonn (…) für möglich. Damals (im vergangenen April; Anm. rheinsein) beobachteten Zeugen (…) einen unbekannten Mann, der von der Kennedybrücke in den Rhein gesprungen sein soll. Eine Suche durch Polizeikräfte, Feuerwehr, DLRG und einem Polizeihubschrauber verlief ergebnislos. Nach Aussagen von Zeugen in Bonn könnte es sich vielleicht um den in Höhe von Schloß Lüttingen entdeckten Leiche übereinstimmen, so die Polizei. Eine Vermisstenanzeige, die auf die Beschreibung des Brückenspringers passen könnte, liegt bis heute nicht vor.” (Rheinische Post)

10
“Fünf Passanten, die einem in Not geratenen Schwimmer (…) im Rhein bei Bonn zu Hilfe eilen wollten, sind selbst in Not geraten. Nach Angaben der Feuerwehr (…) wollten sie einem waghalsigen Schwimmer helfen, der im Wasser trieb. Mit einem Rettungsboot und über Land konnten Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG schließlich alle Personen retten. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann ein Bad nehmen wollen, seine Kräfte aber überschätzt. Die Einsatzkräfte seien durch viele Schaulustige behindert und bedrängt worden (…). Mehr als 200 Unbeteiligte (…) seien zeitweise am Ufer gewesen.” (WDR)

Presserückschau (Februar 2016)

1
Sogar im Tomasee, den er zuvor als sauber eingeschätzt hätte, habe Rheinschwimmer Andreas Fath hohe Belastungswerte mit Plastikpartikeln festgestellt, berichtet das SWR-Fernsehen. Die Plastikteile gefährdeten im Rhein lebende Tiere, die Kunststoff bei der Nahrungsaufnahme nicht von natürlichen Partikeln unterscheiden können, daneben bestünde Verletzungs- und Erdrosselungsgefahr. Auch zögen die Plastikteile oberflächenaffine Giftstoffe an, die immer wieder in den Rhein geleitet würden und über die Nahrungskette schließlich beim Menschen landeten. Krankheitssymptome bei Muscheln könnten ebenfalls auf die Mikroplastikbelastung der Gewässer zurückgehen.

2
Trocken im Stil, äußerst bündig und dennoch auf positive Aspekte der Zuwanderung hinweisend eine WDR-Meldung zum rheinischen Karnevalsgeschehen: “In Krefeld hat ein 21-jähriger Zuwanderer aus Pakistan (…) nach Polizeiangaben einen 20-Jährigen aus dem Rhein gerettet. Der Mann aus dem Kreis Mettmann war beim Urinieren ausgerutscht und ins Wasser gefallen. Der Pakistaner sprang in den Fluss und rettete den anderen. Beide blieben unverletzt.”

3
“RHINE aus den USA liefern mit “An Outsider” ihr zweites Album ab. Hinter diesem Projekt steht Gabriel Tachell, der das Debüt “Duality” von 2011 im Alleingang aufnahm und nunmehr mit einer vollständigen Band antritt, um dem europäischen Metal im Allgemeinen, dem skandiavischen Metal im Besonderen Tribut zu zollen. Ein Schiff aus Seattle in fremdem Gewässern, wenn man so möchte. Das, aber auch die Art, wie die Musik sich windet und wie sie fließt, soll nach eigenen Angaben durch den Namen RHINE suggeriert werden. Und genau das bietet Tachell auch. Sein Schiff “An Outsider” fährt auf dem Rhein entlang, während vordergründig die “Vertebrae”-ENSLAVED (“Dreaming Of Death” ist ein guter Anhaltspunkt) und die “Ghost Reveries”-OPETH (vor allem der Titeltrack) immer wieder die Segel des US-Amerikaners aufblähen. In voller Fahrt segelt das Schiff so im Zickzack-Kurs zwischen ruhigeren, atmosphärischen Gewässern und aggressiven Wogen hin und her. Durch die geografische Begebenheit des Flusses hat die Musik selbstredend auch eine handvoll teutonischer Einflüsse abbekommen, die sich in den härteren, zum Teil thrashigen Passagen zeigen, sich wahlweise aber auch in Vikinger-Chören offenbaren, die in deutscher (!) Sprache von ihren Schlachten singen – und das noch nicht mal schlecht (“P.R.E.Y”).” (metal.de)

4
Der SWR berichtet von einem Fischfang bei Mainz: “Igor Hamm wollte eigentlich Zander angeln. Doch (…) dem 28-Jährigen aus Mainz-Kastel (ging) etwas deutlich Größeres an den Haken. In der Nähe der Bastion Schönborn biss ein Wels an. “Mir tut heute noch der Arm weh. Ich habe bestimmt eine Stunde mit dem Fisch gekämpft”, sagt Hamm (…). Schnell bildete sich ein Grüppchen Schaulustiger am Rheinufer: Spaziergänger blieben stehen, zückten Handykameras. Und auch ein Anglerkollege gesellte sich dazu, um Hamm beim Rausziehen des Riesenfisches zu helfen. “Wir konnten den Wels kaum zu zweit heben”, sagt Hamm, der seinen Fang auf 50 bis 60 Kilogramm schätzt. An Land legte sich der 1-Meter-80-Mainzer neben den Fisch. Nachgemessen habe sich eine Länge von 2,02 Meter ergeben, sagt Hamm.”

5
Eine Prognose über künftige Rheinpegelstände, deren Genauigkeit nachfolgende Generationen überprüfen dürfen, stellt der Meteorologe Peter Krahe von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz im General-Anzeiger: “Wie sich der Wasserstand in Zukunft entwickeln wird, können Krahe und seine Kollegen (…) nur für die ferne Zukunft tendenziell voraussagen: “Man rechnet mit feuchteren Sommern und trockenen Wintern.” Angewandt auf hydrologische Modelle ergäben die durchschnittlichen Klimaszenarien für den Rhein bei Bonn im Zeitraum 2020 – 2050 im Winter eine Erhöhung der Wassermenge um fünf bis 20 Prozent. Bis zum Ende des Jahrhunderts erwarten die Prognosen im Winter zwischen fünf und 30 Prozent mehr Wasser. Für den Sommer zeigten die Prognosen erst ab 2070 einen markanten Trend – nach unten. Der Rhein könnte dann bis zu einem Viertel weniger Wasser führen als heute.”

6
Im Schnitt gut zwei Rheintote pro Monat meldet die Presse seit Jahren verlässlich. Die tatsächlichen Zahlen schätzen wir höher ein, da nicht jede/r Rheintote es in die Presse schaffen dürfte und nicht jede Pressemeldung uns erreicht. Diesen Monat war die Rede von drei treibenden Leichen: “Ein Schiffsführer hat eine im Rhein treibende Wasserleiche entdeckt. Sie wurde (…) auf der Höhe Rheinberg im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen geborgen. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um den Leichnam eines etwa 30 Jahre alten, unbekannten Mannes.” (t-online.de) “Ein Angler hat (eine) 94-jährige Frau, die (…) in Bad Krozingen vermisst wurde, auf der Höhe von Hartheim tot im Rhein gefunden. Offenbar ist sie dort ertrunken.” (Badische Zeitung) “Die Polizei Köln zog (…) in der Nähe der Deutzer Brücke eine Frau aus dem Rhein, die offenbar einen Selbstmordversuch unternommen hatte, wie ein Polizeisprecher (…) sagte. Bei der Rettungsaktion entdeckten sie plötzlich eine männliche Leiche im Wasser.” (Focus)

7
Wild lebende Flamingos am Rhein: “Im Zwillbrocker Venn ist die nördlichste Flamingobrutkolonie Europas zu Hause. Die langbeinigen Vögel können ab April bei Rangertouren im Naturschutzgebiet beobachtet werden. Den Winter verbringen sie am Ijsselmeer und im Rheindelta.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

8
Über die A 13 als Lebensader des Hinterrheintals schreibt Der Bund und daß ihre Wertschöpfung bescheiden geblieben sei. Ein Hotel beim Tunnelportal stehe seit einem Jahrzehnt leer und sei zurzeit eingeschneit: “Bisher zeigte sich das kleine Hinterrhein immer wieder innovativ: Vor kurzem eröffnete im Dorf wieder ein Restaurant – in einem ehemaligen Geissstall. Hier können sich die Wanderer und Skitourengänger verpflegen, die eine der wenigen Ferienwohnungen gemietet haben. Der Kleinbetrieb läuft so gut, dass er eben ausgebaut worden ist. Früh erkannt haben die Bauern im Tal auch den Trend zu Bioprodukten. 1992 stellten sie ihre Produktion allesamt um. Ihr Bündner Bergkäse wird seither in hippen Bioläden in Deutschland und in der Schweiz von Coop verkauft. Im Dorf selbst gibt es einen Tante-Emma-Laden, der allerdings im Herbst schliessen wird.”

Presserückschau (Oktober 2015)

Mutmaßliche Verseuchungen des Rheins mit Industriestoffen und umgehende Dementi der angeblichen Verursacher dominierten die Rhein-Schlagzeilen des ersten Monatsdrittels: berichtet wurde u.a. von Einleitungen der Chemikalien Pyrazol bei Dormagen und PFT (Perfluorierte Tenside) bei Düsseldorf, desweiteren von einer großflächigen Ölverschmutzung bei Basel. Weitere Einzelheiten unterschlagen wir an dieser Stelle und gehen über zu den bemerkenswertesten Meldungen des Oktobers:

1
Die Bedeutung des Rheins für Köln beleuchtet der Kölner Stadt-Anzeiger. 600 Schiffe, bis zu 135 Meter lang und 17 Meter breit, passieren täglich die deutsch-niederländische Grenze und etablieren den Fluß als eminente Handelsroute: “Die Bedeutung des Rheins und der Binnenschifffahrt dürfte sogar weiter wachsen. Denn die „Zara“-Häfen (Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) werden derzeit kräftig ausgebaut. Was in den belgischen und niederländischen Seehäfen ankommt, wird dort umgeschlagen und oft auf Rheinschiffen nach Deutschland transportiert – und umgekehrt. Der Warenverkehr zwischen Holland und Deutschland gehört mit einem Umfang von jährlich 160 Milliarden Euro zu den größten Handelsvolumina in der Welt.” Die NRW-Binnenhäfen erreichen dabei gemeinsam nahezu das Umschlagsvolumen des Hamburger Seehafens. Als Transportweg nehmen die Wasserstraßen in Deutschland bisher hinter Straße und Schiene den dritten Rang ein: “Trotz einiger aufsehenerregender Havarien gehört das Binnenschiff zu den sichersten Transportmitteln. Fast ein Viertel der darauf im ersten Halbjahr 2015 beförderten Güter fiel deshalb in den Bereich Gefahrgut wie Benzin, Heizöl, Methanol, Säuren, Ammoniak. Am häufigsten verschifft werden auf dem Rhein aber Erze, Steine und Erden. Es folgen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse sowie Kohle, Rohöl, Gas und chemische Produkte. Ford lässt per Schiff Neuwagen ins Ausland verfrachten.”

2
“Weil er Phosphor mit Bernstein verwechselt hat, erlitt ein Mann in Neuss schwere Verbrennungen. (…) Am Rhein fand er einen tischtennisball-großen, feuchten Gegenstand. Diesen hielt er nach eigener Aussage für Bernstein. Der Mann nahm den vermeintlichen Bernstein laut Feuerwehr Neuss in seiner Hosentasche mit. Als er im Auto bereits auf dem Weg nach Hause war, entzündete sich die Kugel. Der Rentner erlitt schwere Verbrennungen am Oberschenkel sowie an Hand und Arm. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in eine Spezialklinik für Verbrennungen nach Köln-Merheim geflogen.” In Neuss handelte es sich um den ersten bekannt gewordenen Phosphorfund. Insgesamt sei der hochgiftige und entzündliche Weiße Phosphor, der von Bernstein optisch nicht zu unterscheiden sei, am Rhein extrem selten. Bisher gefundenes Material stamme aus durchgerosteten Fliegerbomben. Weitaus häufiger tauchten komplette Kampfmittel in Flußnähe auf, berichtet die WAZ.

3
Ein ungewöhnlicher Todesfall beschäftigt die Kölner Polizei zur Monatsmitte. Auf der Zoobrücke hatte sich ein Auffahrunfall mit Blechschaden ereignet: “Als Polizisten hinzukamen, sicherten sie die Unfallstelle ab und sprachen mit dem Seat-Fahrer. Der 39-Jährige sei langsam zum Brückengeländer gegangen, plötzlich über die Brüstung gestiegen und hinunter gesprungen. Er war sofort tot. Es gebe nicht den geringsten Hinweis darauf, dass der Mann sich womöglich einer Polizeikontrolle entziehen wollte, berichtete ein Ermittler. Im Polizeicomputer habe der Kölner keinen einzigen Eintrag gehabt.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

4
Eine mysteriöse Autofahrt in den Rhein bei Urmitz vermeldet das Netzportal Arcor: “Zeugen hatten (…) beobachtet, wie nahe der ehemaligen Nato-Rampe auf Höhe des Atomkraftwerks ein Wagen in den Rhein fuhr, abgetrieben wurde und unterging.” Das von Rettungskräften geborgene Vehikel wies keinen Insassen auf.

5
Rheinapplizierte Mietvehikel meldet die Kölner Lokalpresse (Express, Xtra): “Fahrradfahren macht fit, man ist an der frischen Luft – und landet manchmal im Rhein! Das versicherte uns zumindest die KVB-App (…): Einige Meter nördlich von der Mülheimer Brücke stand laut KVB-App ein Leihrad im Rhein. Seit Mai bietet die KVB einen Leihrad-Service für die Stadt an. Einloggen, losradeln und einfach am Ende seiner Tour irgendwo in Köln abstellen. Per GPS lassen sich die Räder orten, auf einer interaktiven Karte kann man nach Rädern in seiner Umgebung suchen.” Für die “im Rhein” abgestellten Mieträder ist die fehlerhafte GPS-Ortung des KVB-Systems verantwortlich, welche Standorte ungenau, im berichteten Fall um 150 Meter verschoben, angibt. Die KVB sind in Köln allerdings nicht die einzigen Anbieter mit feherhafter Ortung. Auch Mietautos der Firma DriveNow wurden potentiellen Abholern auf Smartfone-Apps schon als “im Rhein parkend” angegeben.

Presserückschau (März 2015)

1
Tod durch Bahnlärm: “30.000 Todesfälle und 75.000 zusätzliche Erkrankungen jährlich – so viele Opfer soll die Lärmbelastung durch den Schienengüterverkehr entlang des Rheins kosten. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Bremer Epidemiologen Eberhard Greiser (…). Besonders belastend für die betroffenen Anwohner sei es, dass der Schienengüterverkehr vor allem nachts abgewickelt werde (…). Auf der Rheinstrecke verkehrten Züge oft im Intervall von drei bis acht Minuten. Teilweise liege der von Güterzügen verursachte Lärmpegel um das Zehnfache über dem vom Flugverkehr verursachten Krach. (…) Dabei wurden Effekte wie die von den Zügen verursachten Erschütterungen noch nicht einmal bei den Berechnungen berücksichtigt. (…) Die Dauerbelastung durch Bahnlärm rund um die Uhr führt laut Studie bei Anwohnern zu einem drastischen Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenproblemen, Depressionen und Psychosen.” (Kölnische Rundschau)

2
Calciumchlorid: “Die Behörden des Rhein-Maas-Beckens planen derzeit die Einleitung von Calciumchlorid-Rückständen aus der Salzindustrie Lothringens über eine Pipeline in den Rhein. Mittels dieser Pipeline sollen jährlich 990.000 Tonnen des Salzes eingeleitet werden. Hauptverantwortliche Unternehmen, die diese Rückstände verursachen werden vom trinationalen Parlament der Oberrheinregion aufgefordert, diese Rückstände an der Quelle zu beseitigen. Derzeit werden drei Varianten geprüft, wie mit dem Calciumchlorid umgegangen werden soll. Hierbei werden Einleitungen in die Mosel, Einleitung in den Rhein unterhalb von Straßburg und Aufbereitung der Salzeinleitungen geprüft.” (Metropolregion Rhein-Neckar News)

3
3Land: Ein trinationaler Stadtteil namens 3Land ist im Dreiländereck von Frankreich, Deutschland und der Schweiz in Planung. Dort sollen ungefähr 10.000 Arbeitsplätze für noch einmal soviele Einwohner entstehen: “Den Anstoß für die Vision 3Land hat die Hafenentwicklung Basel gegeben, in deren Zug sich Basel dann an die Nachbarn gewandt hat. 2011 folgte der städtebauliche Entwurf „Entwicklungsvision 3Land“, den Kritiker auch mit „Rheinhatten“ bezeichneten (…). Auf dem Rhein wurde im Herbst 2012 dann eine trinationale Planungsvereinbarung über die grenzüberschreitend abgestimmte Entwicklung des Gebiets rund um das Dreiländereck unterzeichnet, welche mit einem Zeithorizont von bis zu 30 Jahren ausgerichtet ist.” (Weiler Zeitung)

4
Wasserqualität: Eine gemeinsame Untersuchungsstation, die den Rhein rundum überwacht, betreiben die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz, wie die Frankfurter Rundschau berichtet: “Aufgabe der Untersuchungsstation in Mainz ist es, Tag für Tag die Wasserqualität zu dokumentieren und die Konzentration von Schadstoffen zu beobachten. Für den Main übernimmt das vor der Mündung eine Station in Bischofsheim. Rund 300 Substanzen haben die Experten dort pro Monat im Blick.” Demnach gehe es dem Rhein in chemischer Hinsicht gut, die mikrobiologische Belastung sei aber insbesondere nach Regenfällen (und entsprechend überlasteter Kanalisation) so hoch, daß das Rheinwasser weder zum Trinken noch zum Baden geeignet sei.

5
Rheinangeln in NRW: “Mehr als 30.000 Hobbyangler pro Jahr geben 34 Euro für einen Angelschein aus und dürfen dafür ihre Rute in den Rhein auswerfen. Studien hätten gezeigt, dass diese Nutzung für den Fischbestand unbedenklich sei (…). Bis auf den Aal könnten alle knapp 50 Fischarten bedenkenlos verzehrt werden, Probleme mit Schadstoffen gebe es nur punktuell. Derzeit seien zwar noch rund 15 Genehmigungen für Berufsfischerei mit Netz und Reusen erteilt, jedoch würden die höchstens im Nebenerwerb genutzt. „Nur noch zwei oder drei Fischer legen Netze im Rhein aus. Das ist auch sehr gefährlich”. (…) Die Fischereirechte für den Rhein teilen sich in NRW etwa 25 Inhaber – darunter Privatleute, die Kirche, Industrieunternehmen aber auch Städte, Land und Bund.” (Aachener Zeitung)

Presserückschau (November 2014)

1
Gefährliches Angeln: Beim Nachtangeln im Rhein verschwunden ist Anfang des Monats ein Mann in Bonn wie der General-Anzeiger berichtet: “Auf den glitschigen Steinen einer Buhne ist ein 37-jähriger Angler in der Nacht gegen 2 Uhr ausgerutscht und in den Rhein gefallen. Sein Begleiter hatte noch versucht, den Mann aus dem Wasser zu ziehen – ohne Erfolg. Der Nichtschwimmer trieb im Rhein ab. Trotz der Suche mit Booten, am Ufer und mit einer Wärmebildkamera konnte der Mann bisher nicht gefunden werden.”

2
Karneval und Internet: Der Auslandssender Deutsche Welle berichtet vom Hauptereignis des Novembers an der rheinischen Heimatfront: “Jedes Jahr wird am 11.11. um 11 Uhr 11 der Karneval eingeläutet, der im Februar beim Straßenkarneval seinen Höhepunkt hat. Den größten Andrang hat die Party im karnevalsverrückten Köln. Bei milden Temperaturen haben sich auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt gut 70.000 Jecke eingefunden (…). Das Motto in diesem Jahr lautet “social jeck – kunterbunt vernetzt” und zeigt, dass Internet und soziale Medien nun auch im traditionellen Kölner Karneval angekommen sind. (…) Auch Düsseldorf startet mit einem großen Fest in die Session: Auf dem Marktplatz feiert das närrische Volk das Erwachen des Erzschelms “Hoppeditz”. Der klettert aus einem Fass und hält den Düsseldorfern eine bitterböse Eröffnungsrede. (…) In Mainz hat der traditionelle “Mainzer Carneval-Verein” (MCV) das närrische Grundgesetz verkündet. Tausende Karnevalisten konnten den Sternenmarsch der Garden verfolgen, sowie das Auftauchen der “Schwellköpp”, die Figuren mit den riesigen Köpfen, die zum Wahrzeichen des Mainzer Karnevals geworden sind.”

3
Süßer Rhein: Der SWR meldet die Essenz der Forschungsergebnisse von Andreas Fath, der im verstrichenen Sommer als einer von zwei Rheindurchschwimmern für Schlagzeilen gesorgt hatte. Auf seinem 28-tägigen Schwimmtrip hatte der Chemieprofessor, begleitet von einem Tross Studenten, Wasserproben aus dem Rhein entnommen: “Neben vielen mikroskopisch kleinen Kunststoffen fand er Arzneimittel und vor allem – das überraschte ihn selbst – Süßstoffe. (…) Tagtäglich nahmen die Forscher Wasserproben und untersuchten den Rhein auf insgesamt 600 unterschiedliche Stoffe. Ergebnis: Auch Kupfer, Blei, Titan oder Chrom schwimmen im Rhein herum, allerdings wurden stets sogar die Trinkwassergrenzwerte unterschritten.”

4
Fischgleichnis und Apokalypse: Von der Wiedereröffnung der Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier berichtet der Volksfreund: “Entstanden ist quasi ein neues kleines Museum, das die alte Schatzkammer im Nachhinein wie ein unwirtliches Kabuff erscheinen lässt: (…) Mit dabei Exponate, deren Namensnennung alleine schon reicht, um die Fachwelt in Entzücken zu versetzen: Handschriften wie die Trierer Apokalypse, das 1200 Jahre alte Evangeliar aus der Trierer Abtei St. Maria ad Martyres (das erstaunliche Parallelen zum Dubliner Book of Kells aufweist), das Mainzer Catholicon, der weltweit einmalige Fischkalender aus der Zeit um 1493, Originalhandschriften von Nikolaus Cusanus, Friedrich Spee, Johann Wolfgang von Goethe und Karl Marx.”

5
Die Schweiz beendet den Kalten Krieg am Rhein: “Switzerland has disarmed the last bridge over the Rhine river on its border with Germany, removing the last defensive traps built to stop an invasion by Communist armies during the Cold War (…). The Swiss army had since the 70s planted explosives under all large bridges over the Rhine that connect it with Germany in case its neighbour fell to armies of the Warsaw pact (…). The last bridge was disarmed on October 16. It was a historical wooden structure connecting the Swiss town of Stein with Bad Saeckingen in Germany. As late as 2005, the army hid TNT in a new motorway bridge connecting the neighbouring countries without knowledge of German authorities (…).” (Europe Online)

6
Tierische Invasion: “In Flüssen wie zum Beispiel dem Rhein leben eine Menge Tierarten, die da eigentlich gar nicht hingehören. Zum Beispiel bestimmte Fische, Muscheln, Schnecken oder Krebse. Sie alle kamen dort bis vor einigen Jahren noch überhaupt nicht vor. Die Tiere stammen aus anderen, oft fernen Ländern. Fast jeden Tag landen neue, fremde Tierarten im Wasser des Rheins”, schreibt die Thüringer Allgemeine und eröffnet damit ein Szenario von Pi mal Daumen 300 neuen Arten pro Jahr, von denen der Artikel halbwegs konkret allerdings nur die länger schon bekannten Grundeln aus dem ponto-kaspischen Raum nennt. Zahlreiche Arten, die häufig in Wassertanks von Schiffen eingeführt würden, überlebten die neue Umgebung nicht, heißt es weiter. Andere Arten brächten Krankheiten, die sich verheerend auf die heimische Fauna auswirkten.

7
Wildschweine vs Intercity: “Ein Intercity der Deutschen Bahn ist (…) bei Budenheim am Rhein mit einer Rotte von Wildschweinen zusammengestoßen. Dabei wurde der Zug so stark beschädigt, dass er nicht mehr weiterfahren konnte (…). Die rund 100 Passagiere mussten ihre Reise mit Taxen und einem Ersatzzug fortsetzen. Durch den Zwischenfall (…) kam es auf der Strecke von Koblenz nach Mainz zu massiven Behinderungen im Bahnverkehr. Verletzt wurde niemand”, meldet die Welt und dürfte dabei geflissentlich den ein oder anderen Verwundeten auf Seiten der Wildschweine übersehen haben.

8
Verwaltung vs Deiche: Langsame Verwaltungsarbeit behindert den Deichbau am Niederrhein, berichtet Der Westen: “2014 sollte alles fertig sein, eigentlich – alle Deiche zwischen Düsseldorf und Emmerich stabil, sicher und auf dem technisch neuesten Stand. Die Sanierung der Hochwasserschutzanlagen am Rhein hinkt jedoch mächtig hinterher. 85 Kilometer Deichlinie müssen noch hergerichtet werden, weitere 33 sind noch nicht einmal untersucht. (…) Bei einer Konferenz (…) in Rees hatten Vertreter von Deichverbänden ihrem Ärger Luft gemacht. „Wenn bei uns der Deich bricht, liegt das daran, dass hier 20 Jahre geschlampt und geschlafen wurde“, meinte etwa der Emmericher Deichgräf Herbert Scheers. Allein am Rhein in Nordrhein-Westfalen werden ca. 1,4 Millionen Menschen sowie Sachwerte in Höhe von 125 Milliarden Euro durch Hochwasserschutzanlagen geschützt.”

Presserückschau (Oktober 2014)

Von der Bananenstellung bei Robben, der Anziehungskraft von Müllhalden, Ingenieursproblemen beim grenzüberschreitenden Verkehr, einer haarigen Rettungsaktion, keinem Geschwindigkeitslimit und einem mysteriösen Todesfall handeln die Rheinmeldungen des Oktobers:

1
Nachdem wir vergangenen Monat in Ermangelung von Sommerlochmonstern Meldungen über eine Robbe im Rhein bei Düsseldorf im Frühjahr 2003 (ein angebliches “zoologisches Jahrhundertereignis”) ausgegraben hatten, berichten Anfang des Monats verschiedene Medien über eine weitere in Düsseldorf gesichtete Robbe: “Sie ist das Gespräch in der ganzen Stadt und mittlerweile auch offensichtlich eine Reise an den Rhein wert. (…) Einige Spaziergänger versuchten sogar die Robbe mit Fischen anzulocken, doch das kleine Tier blieb unbeeindruckt. Vielleicht ist die Robbe mittlerweile auch wieder auf dem Rückmarsch. „Das geht ganz schnell“, sagt Tierärztin Janine Bahr, die das Robbenzentrum auf der Nordseeinsel Föhr gegründet hat. Robben könnten rasch große Strecken zurücklegen. Das Tier im Rhein ist nach Einschätzung der Expertin kein Jungtier mehr: „Die Robbe ist fast ausgewachsen und so, wie ich es auf den Fotos gesehen habe, liegt sie in der Bananenstellung. Ein Zeichen, dass es dem Tier sehr gut geht.“ (…) Die Schiffe stellten übrigens keine Gefahr für das Tier da. Und überleben kann das kleine Säugetier auch im Süßwasser prima. (…) In Finnland gebe es sogar Süßwasserseen, in denen die Robben leben und sich vermehren. Auch im Rhein wäre das möglich, so Bahr.” (Der Westen)

2
Ausführlich mit der Duisburger Möwenpopulation beschäftigt sich ein schöner Artikel in Der Westen. Die Möwen, eigentlich Küstenvögel, sorgten in Duisburg für Urlaubsstimmung, heißt es in der Überschrift. Mehrere tausend Möwen, darunter Lach-, Silber-, Herings- und Sturmmöwen, lebten in der Stadt, allerdings seien sie “nicht mehr so stark vertreten wie noch in den 1960er und 1970er Jahren. Damals gab es reichlich offene Mülldeponien, auf denen sich die Tiere wohlfühlten und vermehrten”. Bei den Vögeln handele es sich um echte Duisburger: “Die meisten Möwen überwintern in Duisburg, sind also wirklich heimisch. Kein Wunder: Als Allesfresser finden sie selbst bei Eis und Schnee noch ausreichend Futter. An Rhein und Ruhr betätigen sie sich als „Fischer“ oder sammeln Krebse und Muscheln ein. Ansonsten plündern sie gerne Abfalleimer und bedienen sich an weggeworfenen Imbissresten der Menschen.”

3
Über die rhein- und somit grenzüberschreitenden Straßenbahnenlinien von Weil am Rhein und Kehl berichtet die Badische Zeitung: “Die beiden einzigen grenzüberschreitenden Straßenbahnlinien Richtung Deutschland wird es in Südbaden geben: in Weil am Rhein und in Kehl über den Rhein. Und solche sinnvolle Nahverkehrsprojekte haben nicht nur politische und finanzielle Hürden, sondern auch verkehrstechnische und rechtliche. In Deutschland ist die “BO Strab”, die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung, maßgebend. Verlangt wird ein Betriebsleiter, auch wenn die Strecke auf deutscher Seite nur 1,6 Kilometer wie in Weil oder gar nur 600 Meter wie in Kehl im ersten Abschnitt lang ist.” Sieben Jahre lang habe ein deutscher Ingenieur in Weil die entsprechenden Bestimmungen der Schweiz und Deutschlands aufeinander angepaßt: “Das begann mit den grünen Fahrzeugen der Basler Verkehrsbetriebe (BVB), die in der Schweiz weder Bremslichter noch Warnblinker haben und für den Verkehr auf der Linie 8 nach Baden entsprechend ausgerüstet werden mussten. Weil “das Tram”, wie die Schweizer sagen, in den Nachbarländern grundsätzlich Vorfahrt hat, in Deutschland aber nicht, wurden die Kreuzungen mit dem Autoverkehr mit Signalanlagen und Andreaskreuzen ausgestattet.”

4
Auf ein Boot im Rhein wurden am 21. Oktober Passagiere der Kölner Seilbahn nach einer technischen Panne abgeseilt. Der Spiegel weiß: “In Köln sind (…) mehrere Gondeln der Seilbahn stehen geblieben, die den Fluss überquert. In einer der blockierten Kabinen saß seit dem späten Nachmittag eine Familie mit einem Säugling, die mehreren Medienberichten zufolge am späten Abend gerettet wurde: Als Erste erreichten ein Säugling und sein Vater ein Rettungsboot auf dem Rhein (…) Aus einer weiteren Gondel konnten der Feuerwehr zufolge (…) zwei Amerikaner von Höhenrettern in Sicherheit gebracht werden, auch sie wurden abgeseilt. Starker Wind und die Dunkelheit erschwerten die Rettungsarbeiten. Techniker des Seilbahnbetreibers und Feuerwehrleute versuchen, die über dem Fluss hängende Gondel wieder in Gang zu bekommen, um sie dann manuell an eine Station am rechtsrheinischen Ufer ziehen zu können.”

5
Zahlreiche informativ und flüssig geschriebene Artikel zu diversen Rheinthemen bietet seit einigen Monaten die Rheinische Post. Über den Beruf des Wasserschutzpolizisten schreibt das Blatt: “Wer die Ausbildung hinter sich hat, muss mindestens fünf Jahre an Land Dienst getan haben, bevor er in NRW aufs Wasser darf. Und dort geht dann das Lernen wieder los. Mindestens drei Jahre dauert die Weiterbildung, zu der auch das Rheinpatent gehört. 16 Mal sind Dausch (ein interviewter Polizist; Anm. rheinsein) und seine Kollegen dafür zwischen Koblenz und dem offenen Meer hin- und hergefahren – das schreibt das Gesetz innerhalb von zehn Jahren vor. Mal eben aus Düsseldorf nach Konstanz zu wechseln, ist für einen Wasserschutzpolizisten deshalb nicht drin. Er müsste dann zuerst noch sein Rheinpatent für den oberen Rheinabschnitt machen. Regelmäßig gehen die Wasserschutzpolizisten übrigens auch in die Luft: Als Gewässeraufsicht kontrollieren sie den Rhein vom Hubschrauber aus auf Verschmutzungen. Werden Verunreinigungen festgestellt, suchen die Polizisten den ganzen Rhein nach dem Verursacher ab – meistens mit Erfolg. “Fahrerflucht ist auf dem Rhein ein eher seltenes Delikt.”" Daß der Rhein zum Badesee verkomme, zitiert derselbe Artikel einen Binnenschiffer und listet einige neuere Verkehrsmittel sowie -regeln auf: “Jachten, Sportboote, Wasserskifahrer, Segler und sogar Surfer sind auf dem Rhein unterwegs. Erlaubt ist fast alles – streng verboten ist Kitesurfen – aber nicht überall. Gesetzliche Verordnungen über den Freizeitverkehr gab es schon lange, seit einigen Jahren werden es mehr; 1995 etwa kam die Wassermotorrad (=Jetski)-Verordnung dazu, seit 2000 ist eine für Rib-Boote (motorisierte Schlauchboote mit festem Rumpf) notwendig geworden. Sie alle müssen sich an Regeln halten, von denen die erste lautet: Die Großschifffahrt hat Vorrang. Bei den kleineren Gefährten gilt “Windkraft vor Motorkraft”, und was die Schnelligkeit angeht, gibt es kein Limit. Nur der Wellenschlag, den ein Wasserfahrzeug erzeugt, darf nicht so stark sein, dass er andere beeinträchtigt.”

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Den mysteriösen Todesfall eines 19-Jährigen Bonners rekonstruiert in ungewöhnlicher Ausführlichkeit der General-Anzeiger. Demnach hatten die Eltern den jungen Mann vor rund einem Jahr bei einem Schulfreund in Mehlem abgesetzt: “Der hatte Geburtstag und wollte daheim mit den alten Freunden des Abiturjahrgangs ein bisschen feiern. Später fuhr die zehnköpfige Geburtstagsgesellschaft mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Honnef, um in der Diskothek “Rheinsubstanz” in unmittelbarer Nähe der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 66 weiter zu feiern. 16 Tage später (…) teilte die Polizei den Eltern mit, dass die Leiche ihres Sohnes im Rhein gefunden wurde. Gut 50 Kilometer flussabwärts, in Stammheim im Nordosten Kölns.” Die journalistische Rekonstruktion des Todesabends wirft Ungereimtheiten in der polizeilichen Ermittlungsarbeit auf und läßt zahlreiche Fragen unbeantwortet. Die Polizei geht bis heute von Suizid aus, während die journalistische Aufarbeitung des Falls auf ein Verbrechen weisen könnte.

Essen (2)

essen_watching things go byEin zentraler und recht beliebter Aussichtspunkt Essens befindet sich direkt hinter dem Hauptbahnhof.

Digital StillCameraBedeutungsverschiebung: den Schriftzug “Mythos RWE” assoziierten wir umgehend mit dem Energieversorger Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk, der seinen Sitz in Essen hat und dessen Verwaltungsgebäude gemeinsam mit der Stadtautobahn das Areal hinter dem Hauptbahnhof dominiert. Der Claim des Unternehmens, voRWEg gehen, schließt das in NRW allgegenwärtige Kürzel RWE ein. Erst später fiel uns Rot-Weiß Essen ein, Deutscher Fußballmeister 1955 und Klub zahlreicher bekannter Spieler, allen voran Helmut Rahn und Ente Lippens. Nach zahlreichen Tiefschlägen spielt dieses früher unverwechselbare RWE derzeit in der Regionalliga West, der vierthöchsten deutschen Spielklasse.

Presserückschau (September 2014)

Dieweil die Artenvielfalt global betrachtet schrumpft, wie die BBC jüngst berichtete, scheint sie am Rhein zuzunehmen und sogar Außerirdische einzuschließen. Davon, aber auch von rheinischen Ängsten und Gefahren handeln die interessantesten Pressemeldungen des Septembers:

1
Über den oberrheinischen “Hotspot der Biologischen Vielfalt” zwischen Bingen und Iffezheim, einen recht gedehnten “Flecken”, berichtet Die Welt: “Der Große Wiesenknopf reckt seine kugeligen Blüten in die feuchte Morgenluft. Auf einem bordeauxroten Blütenblatt sitzt eine winzige, hellgrüne Krabbenspinne. “Sie nimmt allmählich die Farbe der Blüte an, damit sie schwerer zu sehen ist”, erklärt Michael Markowski. “Dann schnappt sie die Blütenbesucher.” Markowski steht auf einer Wiese zwischen Rhein und Deich. Zirpende Insekten geben den Ton an, weiter weg dröhnt der Verkehrslärm der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden.” Im Kontroll-Fokus des Naturschutzprojekt des NABU stehen weitere klingende Namen: Pyramidenorchis, Helmknabenkraut, Blutweiderich. Außerdem soll die Artenvielfalt erhöht werden. Geplant ist die Ansiedlung von Sumpfschildkröten bei Bobenheim-Roxheim, dem Moorfrosch soll eine Mulde bei Oppenheim schmackhaft gemacht werden.

2
“Elefantenrennen in Graurheindorf” übertitelt der General-Anzeiger eine Schlagzeile. Von leibhaftigen Elefanten ist im Artikel dann allerdings keine Rede, vielmehr geht es um die rheinische Lust am Vergnügen durch Gruppenverkleiden, in diesem Fall kombiniert mit Paddeln auf dem Fluß: “Die “Black Dog Gang” macht seit Jahren beim Elefantenrennen (…) mit. (…) In diesem Jahr traten sie im Hippie-Look an. (…) Es ging um Spaß, Ruhm und Ehre sowie um Pittermännchen. Sieger waren “Die spontanen Nachbarn” (…). Mit ihrem Motto “Sonnenwelten, frei parken für alle” spielten die Nachbarn von Solarworld darauf an, dass das Unternehmen für seinen Neubau zu wenig Parkplätze geschaffen habe und deshalb viele Autofahrer wild in den Straßen parkten. Die schnellsten Frauen waren die Ex-Bonnas, die als Zenzis von der Alm mitfuhren. Der Junggesellenverein 1839 Rheinlust war (…) das langsamste Team und erhielt die Rote Laterne: Sie waren als Wikinger gefahren und hatten eine riesige Trommel dabei. Die schönste Kostümierung boten “Die charmanten Nachbarn”: Sie hatten sich als Conchita Wurst (…) verkleidet.”

3
Marsianer am Rhein gibt es seit mindestens ungefähr hundert Jahren. Im Ersten Weltkrieg tauchten Marsbewohner für den Film Die Entdeckung Deutschlands von Georg Jacoby und Richard Otto Frankfurter, den ersten deutschen Kriegspropagandafilm laut der Freitag, bei uns auf. Von der zwei Stunden langen Urfassung ist heute nur noch ein 15-minütiges Fragment erhalten: “Demnach diente der Film im Kohlrübenwinter 1916 dazu, französische und englische Presseberichte zu dementieren, nach denen in Deutschland Hunger herrsche und die Kriegsproduktion stillstehe. Drei Marsianer, zwei Männer und eine Frau, reisen auf die Erde, um die Berichte zu überprüfen, und lernen ein – wie könnte es im Propagandafilm anders sein! – blühendes Deutschland kennen. Sie genießen Bier und Klöße in München, fahren nach Berlin, wo sie die Rüstungsproduktion begutachten, und nach Kiel, wo ein deutsches U-Boot zu bestaunen ist. Schließlich reisen sie den Rhein hinunter; dort wird das Deutsche Eck besucht und mit dem bereisten Flusslauf nebenher die gegen den Erzfeind Frankreich zu verteidigende Grenzlinie markiert.”

4
Fear and loathing in Mönchengladbach: “Es ist wie das Ungeheuer von Loch Ness: Irgendwann taucht es auf. Nur dass es nicht lustig ist, sondern für Tausende von Gladbachern zu einer Lärmtortur werden kann: der Eiserne Rhein. Zur bekannten und ausführlich erörterten 555 Millionen teuren Neubau-Trasse entlang der Autobahn 52 (die das Land NRW favorisiert) gibt es nun eine Bundes-Variante. Die ist so neu, dass nicht einmal führende Mönchengladbacher Bundes- und Landespolitiker auf Anhieb wussten, was sie davon halten sollen. Bis auf dies: Die Trasse sei wegen des Lärmschutzes so teuer, dass sie im Prinzip gar nicht zu verwirklichen sei” berichtet die Rheinische Post über den Stand der Planungen zur umgestalteten Wiederaufnahme einer Güterzugstrecke von Antwerpen über die Niederlande nach Duisburg.

5
Über neue Inseln am Oberrhein mit hübschen Gemüsenamen berichtet Baden TV: “Das Regierungspräsidium Karlsruhe schafft erstmalig zwei Kies- und Sandinseln bei Au am Rhein, um Tier- und Pflanzenarten zu schützen, die auf diese Flächen angewiesen sind. (…) Zunächst wird an der Spitze der Landzunge „Kohlkopf“, die den Rhein vom Illinger Altrhein trennt, ein Verbindungsgraben angelegt. Dadurch entsteht eine große Insel, auf der sich Wasservögel ungestört aufhalten können. Das in den Illinger Altrhein fließende Rheinwasser sorgt dafür, dass überflüssiger Schlamm und Sand heraus transportiert wird. Zusätzlich entstehen stellenweise kiesige Bereiche, in denen Fische und Neunaugen ablaichen können. Zwischen Verbindungsgraben und Kohlkopfspitze wird auf einer Länge von 400 Metern die Uferbefestigung herausgenommen, sodass sich das Ufer künftig natürlich entwickeln kann. Die neu geschaffene Insel mit ihrem Naturufer bietet Wasservögeln sowohl Nahrung als auch Stellen, die nur bei Hochwasser überschwemmt werden. So besteht die Chance, dass sich der in Baden-Württemberg vermutlich ausgestorbene Flussuferläufer hier ansiedelt und die Flächen als Bruthabitat annimt. Im Innenbogen des Rheins hat sich eine große kiesige Uferbank gebildet, die sogenannten „Tomateninseln“. Aktuell wird diese von durchziehenden Wasservögeln als Rastplatz und zur Nahrungssuche genutzt. Bei Störungen fliegen die Vögel immer wieder auf und verbrauchen viel Energie, die sie eigentlich für die Überwinterung brauchen. Um dies zu vermeiden und den Lebensraum der Vögel zu verbessern, wird auf den Kiesflächen ein Gewässer gebaggert und die Buhnen in diesem Bereich umgebaut. Aus der bisherigen Uferbank wird so überhaupt erst eine richtige Insel.”

6
Reingefahren: “Ungewöhnlicher Fund im Rhein: Ein 17 Jahre alter, lilafarbener Nissan Micra (K11), wurde (…) an der ‘Natorampe’ in Niederkassel von der Feuerwehr aus dem Rhein geborgen. (…) Wie die Polizei berichtet, befand sich im Fahrzeug keine Person. Laut Feuerwehr lag das Fahrzeug ca. 6 Meter vom Ufer und in 2 Metern Tiefe. (…) Nach ersten Ermittlungen war der Nissan im Juli diesen Jahres im Landkreis Neuwied abgemeldet worden. Bislang ungeklärt sind die Umstände, wo und auf welche Art das Fahrzeug in den Rhein gelangte.” (General-Anzeiger)

7
Rheingefahren: “Eine 66-jährige Rollstuhlfahrerin ist (…) in den Rhein in Rüdesheim gestürzt. Wie die Polizei in Wiesbaden (…) bestätigte, war die Feuerwehr aber rechtzeitig vor Ort und zog die Frau aus dem Wasser. Eigentlich hatten sie und ihr Begleiter nur ein Foto schießen wollen. Dabei war der Rollstuhl offenbar die Böschung hinabgerutscht. Die Seniorin kam zur Untersuchung ins Krankenhaus.” (Hit Radio FFH)

8
Rheingefahren (2): “Mit einer spektakulären Rettungsaktion endete (…) der Schulausflug einer sechsten Klasse (…) aus Wesseling auf den Drachenfels. Sechs der 32 Kinder sowie zwei Betreuer waren (…) beim Aufstieg aus den Weinbergen wohl vom Weg abgekommen. Wie die Leitstelle der Bonner Polizei am Montagabend erklärte, war die Gruppe von Elf- und Zwölfjährigen ihrer Klasse vorausgeeilt und dabei offenbar vom Weg abgekommen. Zwei Lehrerinnen folgten den Kindern und gerieten dann in steiles und unwegsames Gelände, etwa 30 Meter unterhalb der Aussichtsplattform des Drachenfels. “Da kamen sie hinein, aber nicht mehr hinaus”, so der Leitstellenbeamte. Dass es von dort offensichtlich kein Weiterkommen mehr gab, war einem Paar aus den USA aufgefallen, das sich (…) zufällig in der Nähe befunden und gegen 13 Uhr die Feuerwehr alarmiert hatte.” (General-Anzeiger) Der Feuerwehr gelang es schließlich, die versprengte Gruppe mit Seilen auf die Aussichtsplattform zu ziehen und einen der eher seltenen Fälle von Bergnot auf Deutschlands angeblich meistbestiegenem, wenngleich mit 321 Metern nicht all zu hohen Gipfel zu einem guten Ende zu führen.

De Rijn: een tochtje naar de hoofdstad

Amsterdam, waterrijke stad, deels gebouwd op hout uit het Schwarzwald, is rijkelijk voorzien van bruggen. Maar de stad met de meeste bruggen van Europa ligt aan de rivier waarover dat hout naar hier kwam: de Rijn.
Bruggen kun je opvatten als metafoor: voor de rol van mythen, geschiedenis, cultuur, als constructies van menselijke betekenissen, terwijl het stuk natuur zijn gang gaat. Daarom houd ik hier aan de hand van een paar Rijnbruggen, begeleid door eigen foto’s, een vertelling over de Rijn als mythe in het heden, vervlochten met politiek en toerisme, voort stromend naar de toekomst.

Toegegeven, voor het meest mythische deel van de Rijn is dat niet de meest geëigende aanpak: tussen Mainz en Koblenz heb je er, afgezien van de bijbehorende stadsbruggen, helemaal geen. Maar dat betekent niet, dat dat oord van zwelgende romantiek, tussen zijn steile bergwanden met wijngaarden, probleemloos op zijn plek ligt. Het valt niet op, als je er doorheen treint. Er zijn echter steeds meer mensen die het helemaal niet fijn vinden, dat jij dat doet; die er niet van genieten, dat er vierentwintig uur per dag doorheen wordt getreind, niet alleen door mensen, maar vooral ook door goederen. De Betuwelijn draagt in ernstige mate bij aan de inmiddels continue overlast in het dal van de Mittelrhein, waar het geluid zo heerlijk hangen blijft. Menigeen in die smalle stadjes hoopt diep in zijn hart, dat de schone maagd op de Loreley de treinmachinisten dermate betovert, dat die stomweg oplossen in de woeste baren van het brede water. Of, variërend op Heine’s Loreley-gedicht, waarbij het minstens goed is om te weten, dat ‘Schaffner’ het Duitse woord voor ‘conducteur’ is:

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schaffner und Bahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.

Daar gaat het niet van komen. Zo kun je slechts actie voeren – en dat gebeurt, onophoudelijk, maar met weinig kans op succes: de Rijn als oord van voort tuffende scheepvaart is voor de snelle wereld te langzaam. Het leidt tot de bittere ironie, dat het als ecologisch meest verantwoord beschouwde vervoersmiddel, de trein, die oude plaatselijke idylle van samenleven tussen mens en natuur almaar verder ondergraaft. En de mensen kunnen niet weg: zij raken hun huis aan de spoorbielzen niet kwijt. Ze zitten gevangen in een idylle, die je enkel toeristen toewenst. Maar ook die hebben, met al die herrie op de hotelkamer, er steeds minder trek in.

Ze tijgen misschien noordelijker, zoals wij, naar zes, welbeschouwd: zeven, bruggen, in drie staten van voltooiing. We treffen als eerste een bouwwerk dat heel wat van die treinen naar het Rijndal ziet passeren.
Tegelijkertijd werpt zijn naam een gestrenge schaduw over het imago van het Rijnland als oord van gemoedelijkheid en lossere levensstijl: de Keulse Hohenzollernbrücke.
De naam verwijst naar die ene dynastie die het keurvorstendom Brandenburg opstootte in de vaart der volkeren, om dan als koninkrijk Pruisen vanaf 1871 de Duitse keizer te leveren. De eerste van hen, Willem I, ziet u links te paard.
De oude vrije rijksstad Keulen, in 1815 na een Frans intermezzo toegevallen aan Pruisen, werd rap tot vesting omgebouwd, vanuit de gedachte dat het Rijnland ‘de eerste beschermingswal voor de Duitse vrijheid en onafhankelijkheid’ vormde. Dat kreeg eens te meer vorm, zodra de Hohenzollern de keizerstroon bekleedden, en Duitsland, onder rijkskanselier Bismarck, voor het eerst in de geschiedenis tot een staatkundige eenheid werd omgesmeed. Het was de tijd waarin het lied ‘Die Wacht am Rhein’ hoogtij vierde, met zijn roemruchte regel ‘Lieb Vaterland, magst ruhig sein’. Het bolwerk Keulen moest in hoge mate tot die zielenrust bijdragen. En om juist daar de grootsheid van de Duitse cultuur te beklemtonen, werd eindelijk die enorme, onvoltooide gotische kerk afgebouwd, de welbekende Dom, pal aan brug en Hauptbahnhof gelegen.
De komst der Pruisen bracht Keulen een gestrengere mentaliteit dan men er gewoon was. De al sinds jaar en dag bestaande uitlaatklep, geheten carnaval, greep eens te meer om zich heen, aanvankelijk via het uitdagend dragen van Franse uniforms. De Pruisen deden alles om het carnaval te reguleren, maar de bijbehorende vrijheidszin liet zich niet zomaar beteugelen: ze waaierde uit over het Rijnland. Diezelfde wieg van het Rijnlandse carnaval groeide na de Tweede Wereldoorlog uit tot een van de meest liberale steden van Duitsland, zeker ook op cultureel gebied. Al heeft Keulen op dat punt door de opkomst van Berlijn aan betekenis ingeboet, de statusverandering van militair bolwerk naar levendig oord van samenkomst uit zich tegenwoordig minstens nog aan de Hohenzollernbrücke. De hekken tussen spoor en fietsgedeelte worden opgesierd door vrijelijk op te hangen liefdessloten: fietssloten, waarmee paartjes hun verbondenheid uitdrukken.

Zulke staalharde gevoelswarmte geldt in Keulen niet per se voor die andere stad in het Rijnland, waarvan de twee voornaamste, identieke, Rijnbruggen tegenwoordig heel Noordrijn-Westfalen representeren, door hun dagelijks verschijnen in het decor van het WDR-nieuwsmagazine Aktuelle Stunde. Een ervan ziet u hier, gefotografeerd vanonder de ander:
03_rijnbruggende Rheinkniebrücke van Düsseldorf, de Verbotene Stadt, zoals Keulen en Düsseldorf elkaar noemen. Dat gekibbel vindt zijn oorsprong in een van de verkeersknooppunten te Düsseldorf: de Worringer Platz. Worringen was een vlek ter plekke van het plein, waar in 1288 een boerenleger onder graaf Adolf von Berg de Keulse bisschop versloeg, met als resultaat dat het nabije gehucht aan het beekje de Düssel stadsrechten verwierf. Sindsdien is het nooit meer goed gekomen tussen het aloude Keulen en het omhooggevallen dorp, dat bovendien pas rond 1700 wat voor te stellen begon: keurvorst Johann Wilhelm II von Jülich-Berg, op zijn Düsseldorfs Jan-Wellem, legde toen de grondslag voor het moderne Düsseldorf, zowel economisch als cultureel. Ook het voornaamste stadspark, de Hofgarten, is aan hem te danken. Het legde de basis voor de negentiende-eeuwse uitbouw als ‘Gartenstadt’, terwijl de stad ook anderszins zijn vleugels uitsloeg, op een wijze die zich de huidige bezoeker niet eens kan voorstellen.
Die weerklinkt ook niet direct in het ene stuk muziek, dat Keulen en Düsseldorf met elkaar verbindt: de Derde Symfonie van Robert Schumann, bijgenaamd de Rheinische. Schumann schreef zijn stuk in 1851, juist aangesteld als stedelijk muziekdirecteur te Düsseldorf. Inspiratiebron vormde de op dat moment nog niet voltooide Dom van Keulen. De daaraan ontleende sfeer van goedmoedige levensvreugde, ondanks de duistere momenten uit het derde en vierde deel, verleende de symfonie zijn bijnaam. Maar al snel werd Düsseldorf ook de stad van duistere momenten, van vierentwintiguurs-arbeid, met name in de staalindustrie. Ze zijn nagenoeg allemaal weg, maar ooit stond Düsseldorf vol met fabrieken, en daar werkten mensen uit allerlei streken, tegen karig loon, in weinig florissante behuizing. Waar Düsseldorf van de ene kant de stad was van de burgerij, het hogere kader, de fabrieksdirecties, de culturele sector, was ze van de andere kant ook sterk proletarisch. Nog altijd bestaat die scheidslijn: het noorden is het deel met de meeste toeristische aandacht, het deel van de Rijnpromenade met zijn terrassen en Lufthansa-reclamevlaggen, met de moderne architectuur van de Medienhafen, met de Altstadt, die zich op de borst klopt de langste kroegtoog ter wereld te zijn, met zijn musea en galeries en zijn altijd wat sjieke gemoedelijkheid, alsook de ietwat prijzige Königsallee.
Het zuiden is gemiddeld armer: het begint pal achter Hauptbahnhof, met de wijk Oberbilk. Ga van het welgestelde Oberkassel, aan de overkant van de Rijn, naar Oberbilk, en je hoeft maar naar de gevels te kijken om het verschil te zien. Het oude communistische en anarchistische bolwerk Oberbilk, oord van de bloedig neergeslagen Spartacus-opstand van 1919, dan gepaaid met volkstuinen en een centrale drankenkiosk, maakte later mee, dat de geallieerde bommenwerpers de fabrieken spaarden, de huizen echter aan flarden schoten. In de jaren nadien was het ach zo gemoedelijk Rheinische stadsbestuur uitermate laks met de wederopbouw van die wijk vol minder prestigieuze vreemdelingen. Pas de laatste jaren wordt de schade ingehaald, al zal het moderne gerechtsgebouw op de plek van de als laatste buiten werking gestelde staalfabriek niet meteen het gevleugelde gezegde van oude Oberbilkers tenietdoen: ‘In Düsseldorf war ich schon lange nicht mehr.’

Dertig kilometer noordelijk is het probleem van uitgewiste industrie nog wat radicaler: in Duisburg, de stad met de meeste bruggen van Europa, een goede 700. Een ervan is kapot, maar dat komt niet door de Tweede Wereldoorlog.
04_rijnbruggen Het oude bruggenhoofd, met zijn burchtachtige uitstraling, werd pas echt toonbeeld van vooruitgang, toen het van zijn spoorbrug werd ontdaan, die vanaf 1873 de huidige wijken Rheinhausen en Hochfeld met elkaar verbond. In Rheinhausen, ginds aan de linkeroever, stichtte ietwat later de familie Krupp het Hüttenwerk Rheinhausen, binnen de kortste keren het grootste hoogovens-complex van Europa, gelijk opgaand met de razende ontwikkeling van Duisburg als geheel. Al snel voldeed de brug niet meer, waarop ze in 1927 werd vervangen door die ernaast, al is dit de derde versie, in 1949 aaneengelast op basis van restanten van de eersteling, zelf in 1945 opgeblazen door de zich terugtrekkende Duitse troepen. Het provisorische karakter ontgaat je niet, als je het bijbehorende fietspad neemt. Reis je er dan met de trein overheen, ben je er wat minder gerust op.
Al geldt die slechte staat voor een op de zeven Duitse bruggen, ze tekent ook Duisburg. Lang was die grootste binnenhaven van Europa op het kruispunt van Rijn en Ruhr, een moloch van zware arbeid. Het Rheinische van de goedmoedige levensvreugde ging vooral op in ‘Maloche’, het Duitse woord dat treffend de vermoeienis van zijn betekenis uitdrukt: keihard ploeteren. Dat gold voor duizenden mensen uit verre streken, die soms met zijn vijven één bed moesten delen. En dat harde werken bleef maar doorgaan, ook na de verregaande destructie tijdens de Tweede Wereldoorlog en de wederopbouw: bij een extreem lage werkloosheid moesten steeds meer arbeiders van buiten worden aangesleept, primair vanuit Turkije.
Vanaf de jaren 1970 verloor de staalindustrie echter stilaan de concurrentie met opkomende Aziatische machten. Zo werd Rheinhausen in 1987 uitvalsbasis van een van de grootste arbeidersopstanden uit de geschiedenis, uit protest tegen de sluiting van de hoogovens. Die uiterste solidarisering tussen arbeiders van verschillende herkomst mocht niet baten: het Hüttenwerk ging ten einde. Nu rest enkel nog het oude receptiegebouw, ergens tussen containerterminals.
Duisburg is die teloorgang nog altijd niet te boven, ondanks alle pogingen tot ‘Strukturwandel.’ Waar ooit het bevolkingsaantal enkel steeg, loopt het nu drastisch terug: wijken vervallen, steeds minder belastinggeld stroomt binnen bij een stad die steeds verder rood staat. Tal van projecten om Duisburg te laten aansluiten op het Rijnland als oord van het goede leven, mislukken, al kan niets op tegen het debacle van de Love Parade met zijn eenentwintig doden in 2010, toen nieuw Rijnlands elan belangrijker was dan levensvatbaarheid.
In Duisburg is minstens één sector wel succesvol: de rosse buurt, de grootste van Europa. Een van de belangrijkste pandjesbazen daar is – vanwege Rheinhausen, waar die rosse buurt niet is – dit jaar in het nieuws geweest. Hij bezit daar een appartementencomplex uit de jaren 1960: niet meer tiptop, maar voor Roemeense, en zeker voor Bulgaarse Roma, een oord van ongekende luxe. Die nieuwe bewoners waren een tijdlang echter nog niet gewend aan vuilnisophaal – niet zo handig in Duitsland. De omwonenden niet blij met de rotzooi, demonstraties volgden, de pandjesbaas werd uitgemaakt voor uitbuiter (maar de vraag was enorm, het aanbod beperkt; had hij veertig mensen voor bodemprijzen in één appartement gestald, was het ook niet goed geweest), extreemrechts bemoeide zich ermee, waarop linkse activisten lukraak buurtbewoners in elkaar mepten.
Toen een groep bewoners het voor de nieuwe buren opnam, leek de Rheinische gedachte van de smeltkroes van culturen, gepaard aan de herinnering aan bittere tijden, dan toch de overhand te krijgen. Maar de sociaaldemocratische burgemeester en de politiewoordvoerder moesten zo nodig zeggen, dat ze die EU-burgers weg wilden hebben. Het rood-rood-groene stadsbestuur hielp nog een handje mee door de kwestie te reduceren tot een aangelegenheid van de politie, terwijl die vooral de nieuwelingen op criminele activiteiten had onderzocht: naar bleek, ten onrechte. De stigmatiserende law and order-variant van het Rijnlandse model, de sociaaldemocratische idee van overheidsinzet tot rechtvaardige maatschappelijke samenhang, kreeg zijn logische vervolg: nergens in Noordrijn-Westfalen verwierven bij de recente Bondsdagverkiezingen de drie extreemrechtse partijen zoveel aanhang. Die voelden zich afgelopen weekend voldoende gesterkt voor een nog veel uitgesprokener racistische demonstratie, toegejuicht door mensen uit de buurt. In een andere wijk werd de afgelopen dagen zelfs een huis met vier Roma-families in brand gestoken. De buurt schaarde zich echter meteen rond de slachtoffers.
Misschien biedt het oude bruggenhoofd in zijn nieuwe functie toch iets van hoop: aan zijn overkant is een uitgebreid observatiecomplex ingericht, inclusief speeltuin. Zodat men over de burchtachtige mentaliteit goed Rijnlands lachen kan.

Ook in het noordelijker Wesel moet je autoriteiten niet te serieus nemen:
05_rijnbruggenhet gevaarlijke spoorlijntje op de voorgrond, deel van de Rijnpromenade, leidt naar buiten bedrijf genomen industrie. De spoorbrug aan de overkant heeft evenzeer haar beste tijd gehad. Ze werd, evenals de brug te Duisburg, in 1945 door de Duitse troepen opgeblazen. Hier kwam het nooit tot eerherstel: de kosten wogen niet op tegen de te verwachten opbrengst. Gezien de geschiedenis was dat verstandig. Al vanaf haar ingebruikname in 1874 was ze een financieel blok aan het been. Ze maakte deel uit van een project om Hamburg met Parijs te verbinden, met Venlo als scharnier. Maar de aanleg van deze meest geavanceerde brug van haar tijd, was zo kostbaar dat van meet af aan een toeslag moest worden berekend, terwijl de streek tussen Wesel en Venlo niet draagkrachtig genoeg was.
Dat gebied aan de overzijde heet de Niederrhein: een wonderschone, maar onzekere streek, want niemand weet waar zij precies haar grenzen heeft. Vast staat, dat de streken rond Kleve en Geldern er deel van uitmaken, maar daar is alles mee gezegd. Volgens de een behoort Mönchengladbach in het zuiden er wel bij, volgens de ander niet, wat ook weer geldt voor het noordelijke Wesel. De onzekerheid wordt versterkt door de historische positie van de streek, als meest Nederlands stukje Duitsland, tot diep in de achttiende eeuw zelfs ‘Niederlande’ genoemd. De wisselwerking tussen oost en west zwakte pas af onder Bismarck, minstens door diens bestrijding van het plaatselijke dialect, een mengelmoes van Nederlands, Limburgs en Duits.
Het gevoel van uitzondering binnen Duitsland zit echter dieper. Vijf eeuwen lang hadden de Romeinen in hun belangrijke nederzetting Ulpa Traiana, dichtbij het huidige Xanten, hun eigen ‘Wacht am Rhein’ tegen de Germanen. Maar dat Ulpa Traiana nooit de positie van Keulen bereikte, hangt samen met de reden, waarom de Niederrheiners zich eerder negatief met de Rijn identificeren. In hun streek konden zich, even afgezien van het zuidelijke Moers, nooit havensteden ontwikkelen, vanwege de fluctuerende loop van het water. Dit lot trof Ulpa Traiana in de derde eeuw na Christus: de haven verzandde, toen de rivier een nieuwe bedding vond.
Zo identificeert zich de traditionele Niederrheiner eerder met de eigen directe omgeving dan met de Niederrhein als geheel, anders dan in menige andere Duitse streek het geval. Die onzekere identiteit raakt inmiddels wat nader omschreven, door de opkomst van het toerisme, wat tot grotere regionale trots leidt. En niet voor niets: de Niederrhein nodigt alleen al uit tot prachtige fietstochten. Maar dat toerisme geldt meer de oude stadjes met hun rijke geschiedenis dan het water; meer de weidse uiterwaarden en de dijken dan de Rijn zelf; meer een riviertje als de Niers dan de grote Rijn; meer het landschap met zijn lommerrijke, kronkelende openheid dan het schaduwloze kronkelen van de Rijn. Al met al is de Niederrhein de streek waar de Rijn als mislukte grensrivier het minste bestaat; waar de mythe langs de mensen afglijdt.

Het was allemaal heel anders gelopen, als de rivier er zo bij gelegen had.
Ja, dit is Rijnwater, maar niet de Rijn bij Arnhem. Het bruggetje waarvan hier de eerste taludsporen verschijnen, wordt aangelegd over het zogeheten Meertje, het stroompje, dat parallel aan de grote oude Nijmeegse Waalbrug is gelegen. Het is niet minder dan een brug van nieuw elan, rechtstreeks samenhangend met het elegante bouwwerk dat twee kilometer stroomafwaarts nu bijna voltooid is.
Met zijn tweeën maken ze deel uit van een project dat Nijmegen tot stad van de toekomst moet maken.
Wie in Nijmegen woont, hoeft maar naar de Waalkade te gaan om overweldigd te raken door de kracht van het water, zoals het zich onder de oude Waalbrug door slingert: een schouwspel van ootmoed en ontzag, daar waar de rivier voor een stuk relatief smal is. Door klimaatverandering dreigt zich dat natuurgeweld tot ongekende proporties te kunnen ontwikkelen. Zo wordt inmiddels gewerkt aan een project, waarbij een ontlastende nevengeul gegraven wordt, er aldus een eiland ontstaat. Tegelijkertijd moeten nevengeul en eiland het toerisme bevorderen.
De grote brug is binnen dat project bestemd om de verkeersstromen vanuit het nieuwe, grotendeels al voltooide Nijmegen-noord soepeler te laten verlopen. Maar wie serieus bedacht is op ecologische consequenties, zou er juist voor moeten zorgen dat in de eigen contreien vooral extra landbouwgrond beschikbaar komt, zodat we heel wat minder voedsel vanuit verder gelegen streken moeten laten aanrukken. In plaats daarvan is Nijmegen nu voorzien van een flink Vinex-complex, waar het even kan duren voor je bij het winkelcentrum belandt.
Het eerdere bruggetje moet het de toerist op zijn beurt makkelijker maken om direct vanaf de Waalkade langs de boorden van de Waal te wandelen. Anders zou hij, in de Vierdaagse-stad Nijmegen, een hele kilometer moeten omlopen. In de uiterwaarden komen dan nog heel wat meer plastic flessen terecht. En mede vanwege diezelfde hoop op toerisme komt ook almaar dichterbij de dag, waarop in het Valkhof-park, met zijn weidse uitzicht, een imitatie-donjon zal verrijzen, die in zijn magere up moet herinneren aan de immense burcht die er ooit stond, zinnebeeld van Rijnlandse grootsheid.
Om het bijbehorende optimisme te beklemtonen, heeft men op de spoorbrug een Nescio-citaat gepoot. Logisch zou zijn: ‘‘Op een zomermorgen om half vijf, toen de zon prachtig opkwam, is hij van de Waalbrug gestapt.’’ Dat kun je een toerist niet aandoen. Zo staat er nu: ‘Zij staarde in de Waal. Mooi hè? Toen leunde ze haar bovenlijf uit ‘t raampje en keek naar Nijmegen, dat daar lag op de heuvels aan de rivier, zoo on-Hollandsch, zwak romantisch, […].’ Et cetera, maar die romantiek staat wat haaks op het rondom gerealiseerde inzicht, dat klimaatverandering de grootsheid van de Rijn tot een gevaar kan maken. Immers: als het IPCC gelijk heeft met de voorspelling, dat we in het slechtste geval in het jaar 2100 een temperatuurstijging van 4,80 C tegemoet kunnen zien, dan leven sommige kinderen van nu tegen die tijd in een wereld zonder besneeuwde Alpentoppen. In de winter komt al hun regenwater vrolijk deze kant op; in de zomer is er misschien nauwelijks water. De Nijmeegse pleziervaart zou een heel seizoensgebonden onderneming kunnen worden; de Rijn als constante stroom eens te meer een mythe.
Wat ook kan, is dat de recente, nauwelijks besproken waarschuwing van verzekeringsgigant Swiss Re bewaarheid wordt, en wel, dat in het jaar 2100 de Randstad onder water staat. Dan biedt onze oude Middeleeuwse hoofdstad Nijmegen vanuit zijn hippe donjon uitzicht over de Baai van Arnhem, en is de benedenstroomse Rijn voorgoed een mythe, samen met de Betuwelijn.

(Ein Gastbeitrag von Lucas Hüsgen. rheinsein dankt! Mehr über den niederländischen Autor und Übersetzer gibt es auf seiner Homepage. Dort zu finden ist auch der hier präsentierte Text, erweitert um einige Anmerkungen zum Schicksal der Roma in Duisburg.)