Freiburger Notizen (9)

Mundenhof ist mit seiner zweistelligen Einwohnerzahl der kleinste Stadtteil Freiburgs und gilt zugleich als größtes Tiergehege Baden-Württembergs. Der von weitsichtigen Freiburger Bürgern über Stiftungen nachhaltig als Gratis-Zoo verankerte Tierpark versammelt in riesigen Gehegen Nutztiere aus aller Welt. Exotische Tupfer zwischen allerlei Fleisch- und Reittieren sind Erdmännchen, Gibbons und die schnellfingrigen Javaneraffen. Hinzu kommen, freiwillig, Störche, die am Mundenhof gemachte Nester vorfinden. Das grün-alternative Freiburg, die stadtgewordene Pädagogik, liebt erbauliche Projekte mit für originell erachteten Bezeichnungen. Der Mundenhof steht dabei nicht zurück und betreibt das Projekt „KonTiKi“ (Kontakt Tier-Kind), um „Stadtkinder mit Natur in Berührung zu bringen“. Der auswärtige Besucher wird in Freiburg vor lauter innerstädtischer und agglomerierender Natur sowie aufgrund ihrer sprichwörtlichen Enge die eigentliche Stadt zwar stets mit der Lupe suchen, dennoch erscheint das „KonTiKi“-Projekt sinnreich wie praktisch jede Freiburger Entscheidung. Eine Dauerausstellung zeigt kreative Bilder aus dem “KonTiKi”-Projektfundus:

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In der Mundenhof-Gastronomie lautet das Motto „KonPoKi“ (Kontakt Pommes-Kind) bzw „KonCuKi“ (Kontakt Currywurst-Kind). Die Mundenhof-Wurst kann mit der berühmten Münsterwurst allerdings bei weitem nicht mithalten.