Waljagd im Duisburger Hafen

nowottny_waljagd ruhrort

Dramatische Jagdszene: im Mai diesen Jahres reinszenierte Michael Nowottny Vorkommnisse um den Beluga, der 1966 den Rhein besuchte, im Duisburger Hafen. Am Bug eines modernen Walfängers positioniert: ein antiquiert wirkender Bogenschütze, der an Harpunier Queequeg und Captain Ahab von der Pequod erinnert. Das Beiboot ähnelt dem Motorboot, auf dem Dr. Gewalt in James Bond-Manier mit Pistole posierte, bis er aus einem von Naturschützern eigens gemieteten Luftschiff mit Apfelsinen torpediert wurde. Der Luftangriff bleibt auf dem Foto ausgespart, die verfilmte und mit Soundtrack versehene Jagd wurde in der zweiten Maihälfte ab Sonnenuntergang auf dem Steuerhaus des Kohle-Schleppkahns Fendel 147 im Duisburger Schimanski-Viertel Ruhrort als Videoinstallation projiziert.

Moby Dick (3)

Moby Dick durchschwimmt die Unterführung am Duisburger Schwanentor. Ein straßenkünstlerischer Rückblick auf das Jahr 1966. Von den rheinischen Städten, die ein im Rhein verirrter Beluga seinerzeit passierte, pflegt insbesondere Duisburg die Erinnerung. Im Frühjahr hatte der Kölner Künstler Michael Nowottny eine Waljagd im Ruhrorter Hafen inszeniert. Der Duisburger Künstler Jörg Mazur widmet sich seit Jahren dem damaligen Walbesuch und hat neben mehreren Skulpturen eine Website erarbeitet, mit dem Ziel dem weißen Wal ein dauerhaftes Denkmal zu errichten.