Le rêve de Bismarck

C’est le soir. Sous sa tente, pleine de silence et de rêve, Bismarck, un doigt sur la carte de France, médite ; de son immense pipe s’échappe un filet bleu.

Bismarck médite. Son petit index crochu chemine, sur le vélin, du Rhin à la Moselle, de la Moselle à la Seine ; de l’ongle, il a rayé imperceptiblement le papier autour de Strasbourg : il passe outre.

À Sarrebruck, à Wissembourg, à Woerth, à Sedan, il tressaille, le petit doigt crochu : il caresse Nancy, égratine Bitche et Phalsbourg, raie Metz, trace sur les frontières de petites lignes brisées, — et s’arrête…

Triomphant, Bismarck a couvert de son index l’Alsace et la Lorraine ! — Oh ! sous son crâne jaune, quels délires d’avare ! Quels délicieux nuages de fumée répand sa pipe bienheureuse !… Bismarck médite. Tiens ! un gros point noir semble arrêter l’index frétillant. C’est Paris. Donc, le petit ongle mauvais, de rayer, de rayer le papier, de ci, de là, avec rage, enfin, de s’arrêter… Le doigt reste là, moitié plié, immobile.

Paris ! Paris ! — Puis, le bonhomme a tant rêvé, l’œil ouvert, que, doucement, la somnolence s’empare de lui : son front se penche vers le papier ; machinalement, le fourneau de sa pipe, échapée à ses lèvres, s’abat sur le vilain point noir…

Hi ! povero ! en abandonnant sa pauvre tête, son nez, le nez de M. Otto de Bismarck, s’est plongé dans le fourneau ardent… Hi ! povero ! va povero ! dans le fourneau incandescent de la pipe…, Hi ! povero ! Son index était sur Paris !… Fini, le rêve glorieux !

Il était si fin, si spirituel, si heureux, ce nez de vieux premier diplomate ! — Cachez, cachez ce nez !…

Eh bien ! mon cher, quand, pour partager la choucroute royale, vous rentrerez au palais [unleserlich] avec des crimes de… dame [unleserlich] dans l’histoire, vous porterez éternellement votre nez carbonisé entre vos yeux stupides!…

[fehlende Zeilen]

Voilà, fallait pas rêvasser !

(Arthur Rimbaud im Alter von 16 Jahren (unter dem Pseudonym Jean Baudry) im November 1870)

Wie die Römer vor zeiten so hart vnd lang wider das Teütsch land gestritten haben. (2)

Die ander oder vnder Germania / ist gewesen von Cöln abhin biß an das möre / vnd hat sich gegen vndergang gestreckt biß zu der Mas / vnd waren jre fürnempste stett / Agrippina Vbiorum / das ist Cöln / vn Tungri / do nachmals ein bisthum auffgericht ward / aber jetzunt zu Lüttich ist. Des gleichen hetten die Römer auff der Tonaw auch jre prouintzen / nemlich Rhetia / Norico vnd Pannonia. Sie vnderschieden Rhetiam in zwo prouintzen / die erst Rhetia begreifft in jr den Bodensee / vnd waren diß die fürnempsten stett darin / Bregentz / Arben / vnd was den Rhein hinauff biß ghen Chur zu gelegen ist / vnd item das Lintzgöw vn Allgöw biß an den Lech. Das ander Rhetia ist gangen von dem Lech biß an den Yn / vnd hat in jm begriffen Augustam Vindelicam / das ist Augspurg / do sich gehalten hat der schatzbehalter der selbige prouintz. Darnach seind zwo andern prouintzen komen / die haben geheissen prouintie Noricorii / die haben sich gestreckt über Oestereich biß in Ungerland / das laß ich hie anston / vnd kom widerumb auff vnsern Rheinstrom. Do Julius der erst keyser lag in Sequania bey Bisantz / kam gegen jm gezogen Ariouistus der hohen Teütschen künig / mit eine grossen hore das er über Rhein gefürt hat / aber er ward von dem keyser in die flucht geschlagen / vnd kamen wenig mit jrem leben daruon / die über den Rhein schwumen / oder sunst mit kleinen schifflin daruber kamen / vnd dem fyend entrunen. Dise schlacht sol geschehen sein ein meil wegs fern von Basel an dem ort das jetz heißt Apollinaris. Darnach legt sich diser Julius mit seine kriegßuolck auff de Rhein vnd schwam offt mit jnen darüber / vnd strit wider die Teütschen. Jm Niderland bey den Vbijs vnd Menapijs / das ist bey Cöln / vnd im Gellerlad / macht er zwo brucken von holtz über den Rhein / domit er mit gewalt möcht an die Schwaben setzen / die dozumal herschere biß an die Elb / vnd den überrheinische vil trangs anthete. Aber wan er sie ergriff / ertrunen sie jm vnd verlieffen sich vnd verborge sich in dem Hartzwald oder in den lachen / vnnd hülen / das er jnen nichts oder gar wenig mocht abgewinnen. Aber was über dem Rhein gegen Franckreich / vnd über der Tonaw gegen dem Alpgebirg ligt / bracht er vnd sein nachkommen Augustus alles vnder der Römer gewalt. Zum aller ersten überkamen sie das ober theil an dem Bodensee / darnach das Sunggöw vmb Bisantz / darnach den Straßburger strich vnnd das ober Germaniam / mit der reuier vmb Metz vnd Trier / darnach das ander Germania / vnd dar zwischen brachten sie auch vnder jren gewalt beide Rhetiam vnd Noricum vn Pannoniam / das ist das Allgöw / Lechgöw / Baierland / Oestereich / Steiermarck biß in Ungern / aber von dem rechten Teütschen land / zwischen dem Rhein vnd der Tonaw begriffen / hetten sie nichts. Sie strebte aber lange zeit mit allem vermögen darnach / vnd hetten es gerings vmb an disen wässern vmblägert mit kriegern vnd hauptleüten / vnder wölche der keyser Julius der erst was der sie anfieng zu kriegen. (Aus Sebastian Münsters Cosmographia)