Marianne Faithfull heizt durch Karlsruhe

rheinbrücke

Die Bildeinstellung hat etwas horizontarm Seeisches, doch dürfte es sich um die Rheinbrücke bei Maxau handeln. Marianne Faithfull auf ihrer Harley ist in der Bildmitte nur als Schemen eines kopfstehenden Ts zu erkennen. Zwei Sekunden später erreicht sie die Stadt, von der im Film suggeriert wird, daß sie sich zwei

stadt

Kilometer von Heidelberg entfernt befinde. Mannheim vielleicht? Diese Luftaufnahme gibt uns zu rätseln. In den nächsten Einstellungen finden wir

ettlinger-tor

starke Hinweise auf Karlsruhe: die typische Straßenbahn am rechten Bildrand und was da über Mariannes/Rebeccas rechter Schulter aufragt, sieht verdächtig nach der Verfassungssäule auf dem Karlsruher Rondellplatz aus. Marianne

frohsinn

jedenfalls scheint die Stadt zu gefallen. Und noch ein Hinweis auf Karlsruhe

zigarren-kohmtaucht über Mariannes rechter Schulter auf: Zigarren Kohm. Damit dürfte die Kulisse einwandfrei als Karlsruhe identifiziert sein. Zum Abschluß noch eine

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Haltungsstudie mit Albtalbahn und zwei Zuschauern, die vor lauter Staunen angesichts dieses historischen Moments ganz verwackelt erscheinen.

Porsche im Rhein

Beim Filtern sommerlochartiger Zeitungsmeldungen sind wir neben Loreley-Havarien (mit ihrer langen Geschichte) und Krokodilaufkommen im Rhein (mit ihrer mittellangen Geschichte) auf eine dritte bedenkliche Häufung (vergleichsweise sehr jungen Datums) gestoßen.

So berichtet das Oldtimer-Magazin meinklassiker.com von einem schmerzhaften Anblick, der am 29. Januar 2011 einen neuen Trend in der öffentlichen Rezeption eingeläutet haben mag: „Einen mit der vorderen Wagenhälfte im Wasser stehenden und erheblich beschädigten Porsche 356 C entdeckten Spaziergänger am Morgen (…) am Rheindamm unterhalb der Maxauer Brücke in Karlsruhe. Den Beamten der alarmierten Wasserschutzpolizei blutete das Herz, als sie den frisch restaurierten Oldtimer aus dem Rhein zogen. Nach (…) bisherigen Ermittlungen hatten Unbekannte den anthrazit-farbenen Wagen aus einer Garage im Rheinhafengebiet entwendet (…). Wieso die Täter das (…) Liebhaberfahrzeug dann (…) die befestigte Uferböschung hinab schoben und offenbar im Rhein versenken wollten, sollen nun die Ermittlungen der Kriminalpolizei klären.“

Etwas klarer liegt der Fall bei einem jüngst im Rhein geparkten Porsche auf Schweizer Terrain: „Wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilte, fuhr ein 24- Jähriger am Sonntag gegen 21 Uhr zum Einwasserungsplatz für Boote in Eglisau. Dort überliess er seinem 29-jährigen Kollegen das Steuer. Als dieser mit dem Wagen losfahren wollte, hatte er einen falschen Gang eingelegt: der Sportwagen machte einen Satz und landete im Rhein. Die beiden Männer konnten das Fahrzeug verlassen und ans Ufer schwimmen. Hilflos mussten sie mitansehen, wie die starke Strömung den Sportwagen in die Mitte des Rheins zog und das Auto dort schliesslich in den Fluten versank. (…)“ Soweit der Tagesanzeiger. Wie die Sache ausging, erfuhr die gesamte Schweiz aus der nationalen Tagesschau: „Der Occassionswagen ist so stark beschädigt, dass man nicht mehr damit fahren kann. An Land wird das kaputte Auto auf einen Abschleppwagen gehievt. Dieser transportiert es zum Stützpunkt der Zürcher Kantonspolizei nach Bülach. Der Eigentümer des Wagens darf das Auto dort besichtigen. Sein Kollege, der den Unfall verursacht hat, wird sich gemäss dem Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, wegen Nichtbeherrschen des Fahrzeuges verantworten müssen und gebüsst werden. (…)“

Wer von unseren Lesern ebenfalls einen Porsche im Rhein beobachtet: rheinsein freut sich über Berichte und Bilder, um den möglichen Trend zu verifizieren.