Presserückschau (Januar 2017)

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Kommunikationsstrom
“Zu Silvester haben Flüsse wie der Rhein oder die Sieg eine Art Hochkonjunktur als Kommunikationsstrom. Dann werfen Menschen Flaschenpost mit Botschaften ins Wasser. Aber nicht immer dienen Flaschen als Datenträger, manchmal werden auch Mandarinen und Kürbisse eingesetzt.” (Deutschlandfunk)

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Retuschierung
“„Das Denkmal entsteht genau an der Stelle, wo vor fast 72 Jahren das 249. Pionierbataillon der 3. US-Armee unter deutschem Artilleriebeschuss und deutschen Luftangriffen begann, drei Pontonbrücken zu bauen, auf denen circa 60000 Fahrzeuge mit nahezu 300 000 Mann innerhalb kurzer Zeit den Rhein überquerten. Das war die größte militärische Operation, die die Weltgeschichte je am Rhein gesehen hat. (…) Es lohnt sich, daran zu erinnern, denn mit dieser gewaltigen Streitmacht konnten die Amerikaner mit ihren Verbündeten den Zweiten Weltkrieg in Europa bald beenden.“ Es gehe nicht um eine Verklärung der Person George S. Patton. „Dass während dieses historischen Events der kommandierende zwielichtige US-General auf einer Brücke steht und vor laufenden Kameras der Kriegsberichterstatter in respektloser, provozierender Weise in den deutschen Rhein pinkelt, bewegt und erregt heute noch mit Recht unsere Gemüter.“ (…) Auch den amerikanischen Militärs im Washingtoner Pentagon sei diese Szene höchst peinlich gewesen – sie hätten eine sofortige Entschärfung, sprich: Retuschierung der Bilder veranlasst.” (Allgemeine Zeitung)

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Rutschfester Nebelrhein
“Ruhe ist vor einigen Tagen auf der Baustelle am Rathausplatz eingekehrt. Die ausführende Firma macht Betriebsferien. (…) Die Roharbeiten seien abgeschlossen, die Fundamente für die Einbauten (Floßbänke, Rheinpegel, Wasserlauf) fertig, im Randbereich sind bereits Pflastersteine verlegt. (…) Bei einem Blick von oben auf die Baustelle ist der Bogen erkennbar, der für den Rheinverlauf bei Götterswickerhamm steht und der mit Hilfe von 36 Nebeldüsen nachgebildet wird. Eine auf Wasserinstallationen im öffentlichen Raum spezialisierte Firma hat sie eigens für diesen Zweck gebaut. Das Wasser werde mit zehn Bar versprüht und dadurch so fein getröpfelt, “dass es wie Nebel wirkt”. Der habe eine Steighöhe von bis zu einem Meter. In der Werkstatt der Firma wurde das Ganze vorher getestet. Bis der gewünschte Sprühgrad eingestellt war, habe es eine Zeit gedauert. (…) Die Anlage soll auch nicht 24 Stunden am Tag, sondern nur zu bestimmten Tageszeiten und Wetterlagen laufen (…). Die Nebeldüsen werden mit LED-beleuchtet. Licht kommt auch beim Rheinpegel zum Einsatz. Der 15 Meter hohe Stahlkubus mit 80 Zentimetern Durchmesser wird auf dem neu gestalteten Rathausplatz ebenfalls mittels LED-Technik den tagesaktuellen Wasserstand des größten deutschen Flusses anzeigen. Damit soll die Lage Voerdes am Rhein in der Stadtmitte wahrnehmbar gemacht werden. Der Stahlkubus bildet den Wasserstand am Pegel Ruhrort ab. (…) Zum Einsatz kommen verzinktes Material, Cortenstahl oder Holz. Die Pflastersteine werden in drei Graustufungen verlegt, deren Optik eine jeweils andere ist, wenn sie trocken oder nass sind. Im Bereich des Rheinpegels haben die Steine eine andere Struktur, die Oberfläche ist geschliffen, aber (…) “rutschfest”.” (Rheinische Post)

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Festgefrorene Möwe
“Beamte der Wasserschutzpolizei (haben in) Mainz eine im Industriehafen festgefrorene Möwe aus dem Eis gerettet. (…) Bei einer Kontrollfahrt auf dem Rhein hatten die Polizisten das Tier (…) entdeckt. Die Möwe steckte mit ihren Beinen im zugefrorenen Eis fest. Um das Tier zu befreien, klopften die Polizisten das rund um die Möwe zugefrorene Eis vorsichtig auf. Das erschöpfte Tier ließ sich von den Beamten widerstandslos aufnehmen. Die Polizisten brachten die Möwe nach der Rettungsaktion in das Mainzer Tierheim. Dort wird sie aktuell unter einer Wärmelampe behandelt.” (Merkurist)

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Rheintaufe
“In einem halben Jahr holt sich Pfarrer Mathias Bonhoeffer nasse Füße. Denn am 9. Juli werden er und seine Kollegin Anna Quaas 30 Kinder taufen – im Rhein. “Jesus wurde im Jordan getauft, also auch in einem fließenden Gewässer”, erklärt der 58-Jährige. “Nur dass der Jordan heute im Gegensatz zum Rhein ein kleines Rinnsal ist.” Und Pfarrerin Quaas, die über Pfingstkirchen in Nigeria promoviert hat, wollte gerne einen Gottesdienst am oder im Wasser machen. “Daher kamen wir auf die Idee”, so der Pastor der Kölner evangelischen Kartäuserkirche. (…) Für Rheintaufe Nummer zwei sehen sich Quaas und Bonhoeffer den Angaben zufolge einer wahren Anmeldeflut gegenüber. Also fahren sie in diesem Jahr “Zweischichtbetrieb”: mit je 15 Taufen pro Gottesdienst. Eigentlich galt das Angebot nur der eigenen Gemeinde, so der Pastor. “Aber wenn man einen Stein in den Rhein wirft, zieht er Kreise.” Als Gründe für die Anfragen weit über Köln hinaus sieht er den wachsenden Wunsch nach individuell gestalteten Ritualen – und die Liebe der Rheinländer zu ihrem Fluss.” (Domradio)

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Nicht zuständig
“Der niedrige Rheinpegel bringt es zutage: Dort ist ein wahrer Fahrradfriedhof. Zahlreiche dümpeln im Rhein, daneben verrostete Einkaufswagen. (…) Der Rhein ist eine Bundeswasserstraße, über die vor Ort die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Köln wacht. EXPRESS rief wegen der Schrotträder an – und bekam lediglich die Antwort: „Da müssen Sie sich an jemand anderen wenden.“ Prompt wurden wir an eine andere Nummer weitergeleitet. Doch auch da konnte fühlte sich niemand zuständig. Nächster Versuch – diesmal bei den Kölner Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB). Immerhin, dort will man. (Kann aber nicht, weil die entsprechende Schutzkleidung fehlt; Anm.: rheinsein) Beseitigung am Ufer ja, Müllbeseitigung im Rhein nein. Zuständig dafür sei das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSV). Auf eine erneute Anfrage hieß es vom WSV: „Nicht unsere Aufgabe. Sie werden weitergeleitet.“ Doch auch am Ende der Telefonkette heißt es wieder: „Dafür sind wir eigentlich nicht zuständig. Da müssen Sie sich an jemand anderen wenden.“ An wen genau, darauf blieb die Antwort schuldig. (Express)

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Rheingfrörne
“Am 3. Februar 1423 (…) wurden 30 Zimmerleute und Knechte auf den zugefrorenen Hausstrom geschickt, um das Eis aufzuhacken, damit es nicht die Pfeiler der Mittleren Brücke, die damals noch aus Holz war, beschädigte. Was ihnen auch in zwei Tagen nicht gelungen sei – “eine halbe Mannshöhe dick” soll das Eis damals gewesen sein. Legendär ist laut Lokalhistorikern auch die Rheingefrörne von 1514. Das Eis war so fest, dass man mit Pferden über den Fluss konnte. Und die Bürger seien mit Trommeln und Pfeifen aufs Eis gezogen, um dort ein Bankett zu halten. Letztmals zugefroren ist der Rhein in Basel – die Älteren dürften sich erinnern – übrigens anno 1963.” (Badische Zeitung)

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Rheintoter
“In Speyer ist ein Pkw in den Rhein gerollt und untergegangen. In dem Auto fanden Rettungskräfte eine männliche Leiche. Zeugen hatten beobachtet, wie das Auto an einer Rampe ins Wasser fuhr und sofort von der Strömung erfasst wurde. Mit einem Polizeihubschrauber konnte es etwa 400 Meter rheinabwärts gesichtet und anschließend geborgen werden. Ob der Mann darin ertrank oder bereits tot war, als es in den Fluss rollte, ist unklar.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

Wanderpfade am Rhein

Vor drei oder vier Tagen in Edinburgh hatte ich einen Traum, so intensiv, dass ich mich heute noch gut daran erinnere: Ich stand am Ufer des Rheins, irgendwo bei uns im Norden, Kaiserswerth, Wittlaer, eines dieser vielbewanderten Ausflugsziele. Und außer mir stand da ein recht alter, magerer Mann und schimpfte auf das Gottserbärmlichste. Ich trat zu ihm und sah den Grund für seinen Zorn: Seitlich des Wegs war ein großes Metallschild angebracht; auf der oberen Hälfte war ein unscharfes Schwarzweißfoto zu sehen, in der Art, wie man sie aus Kriegszeiten kennt, eigentlich war nichts zu erkennen, nur schwach waren Personen zu erahnen. Der Skandal lag für den Senior eindeutig im Text, denn der stellte einen Text von Hanna Krabbe dar, den sie wohl im Gefängnis in typischer Kassiber-Sprache verfasst hatte, und am Ende informierte das Schild, dass es Teil eines RAF-Wanderwegs sei. Zuerst nahm ich die Idee vor dem Greis schon aus bloßem Prinzip in Schutz, aber während ich noch sprach, ging mir plötzlich auf, dass das Pathos solcher Texte und Schilder immer das selbe sei, egal ob Bonhoeffer, Geschwister Scholl, aber auch weitergedacht, Martin Luther, der ganze deutsche Idealismus, die Romantik, Expressionismus, völlig gleich – immer geht es um eine Kultur des Todes, letztlich auch bei solchen Übersteigern wie Nietzsche oder Canetti, je mehr sie ihn verlachen oder bekämpfen, desto sichtbarer kriecht er um sie herum, kein Ausweg aus der Gruftmisere, und deshalb schlug ich dem alten Mann vor, wir könnten ja einen Todes-Wanderpfad daneben errichten, und ich glaube, er hat die Idee ganz gut gefunden.

(Ein Gastbeitrag von Martin Knepper)

Presserückschau (Juli 2016)

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“Der Rhein ist nichts für Anfänger, meint Mike Pernox. “Da findet man vor allem Wasser-Pokémon – wenn man sie denn haben will. (…) Dem Rhein würde ich als Standort drei von fünf Sternen geben. Die Wasser-Pokémon, die man dort findet, sind gut, es gibt Enton, Karpador und Goldini”, sagt er. Vor allem aus Karpador könne man später viel machen – das Pokémon entwickelt sich nämlich mit genügend Pflege weiter zu einem Pokémon namens Garados, und das ist zum Beispiel im Kampf mit anderen Spielern und ihren Monstern kaum zu schlagen.”" (Rheinische Post)

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“Am (…) 10.07.2016 wurden zum ersten Mal elf Kinder aus Köln im Rhein getauft. Pfarrerin Dr. Anna Quaas und Pfarrer Mathias Bonhoeffer der evangelischen Kartäusergemeinde feierten den Taufgottesdienst mit über 100 Gästen. (…) Carl, Milla, Lion, Zoe, Marlene, Leonie, Ben, Timm, Trixi, Frida und Jake gehören jetzt zur Gemeinde. (…) Damit der Gottesdienst im Rhein tatsächlich stattfinden konnte, mussten zunächst Genehmigungen eingeholt werden. Sowohl das Grünflächen- als auch das Schifffahrtsamt mussten zustimmen. Auch wenn die Strömung an der Taufstelle nicht besonders stark ist, sorgte die DLRG von einem Boot im Wasser aus für Sicherheit.” (WDR)

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Rheintote
“Ein vermisster Matrose ist bei Ludwigshafen im Rhein gefunden worden. Die Leiche war laut Polizei am Werksgelände des Chemiekonzerns BASF an einer Wasserentnahmestelle entdeckt worden. Der Mann hatte laut Sprecher der Polizei seine Ausweispapiere bei sich, daher konnte er identifiziert werden. Vermutlich ist er ertrunken. Das 46 Jahre alte Besatzungsmitglied war (…) bei Mannheim von einem Kreuzfahrtschiff in den Rhein gefallen.” (Stuttgarter Zeitung)

“Ein 19-jähriger afghanischer Asylbewerber ist (…) im Rhein in Laufenburg AG ertrunken. Seine Leiche wurde (…) im Rechen des Kraftwerks Laufenburg angeschwemmt. Der Mann gehörte zu einer Dreiergruppe von gleichaltrigen Landsleuten, die (…) im Rhein ein Bad nahmen. Dabei gerieten sie in Not. Einer konnte sich selber ans Ufer retten, ein zweiter wurde von einem privaten Bootsfahrer aus dem Rhein gefischt. Der dritte Afghane blieb trotz einer Suchaktion verschwunden. (…)
Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) hatte Anfang dieses Sommers darauf hingewiesen, dass im Hitzesommer 2015 auffallend viele Touristen und Asylbewerber beim Baden tödlich verunglückt waren. Die SLRG liess darauf ihre Baderegeln in mehrere Sprachen übersetzen – unter anderem auf Arabisch und Somalisch.” (Blick)

“Horrorfund am Colonia-Hochhaus! Bei einem Spaziergang am Rheinufer stieß der Kölner Adrian H. (Name geändert) am Mittwochnachmittag auf die verstümmelten Überreste eines Mannes. „Es handelte sich um eine männliche Leiche, circa 40-50 Jahre alt, verschnürt in einen blauen Müllsack, ohne Arme und ohne Kopf“, so H. (…). Die sterblichen Überreste sollen nun obduziert werden, um Näheres über das noch nicht identifizierte Opfer und dessen Todesumstände zu erfahren. (…) Eine Mordkommission wurde gebildet, um das Todesrätsel zu lösen.” (Express)

“Die Wasserschutzpolizei musste (…) eine groß angelegte Suchaktion auf dem Rhein bei Orsoy ergebnislos abbrechen. Sie galt einem jungen Mann, der vermutlich ertrunken ist. Dabei handelt es sich (…) um einen 26-jährigen Flüchtling (…). Nach ersten Erkenntnissen soll er ein ungeübter Schwimmer gewesen sein und am Strand in Höhe des Hafens als Einziger im Fluss gebadet haben. Plötzlich sei er von einer Welle erfasst worden, die ihn weggerissen habe. (…) Mehr als 100 Leute beobachteten das beängstigende Szenario. Nach gut einer Stunde wurde die Suche eingestellt.” (Rheinische Post)

“Schon wieder ist ein Flüchtling den Fluten des Rheins ausgeliefert gewesen: Nach einem 19 Jahre alten Nigerianer wurde (…) in Bad Säckingen bei einer großangelegten Rettungsaktion im Rhein gesucht. Der Flüchtling, der laut Polizeiangaben nicht schwimmen konnte, wird bisher noch vermisst. Die Behörden rechnen mit dem Schlimmsten. Der 19-Jährige ist (…) zusammen mit einer Gruppe von Flüchtlingen an den Rhein gegangen, um dort zu baden. Dabei ging der Nigerianer nach Angaben seiner Begleiter einige Schritte ins Wasser und wurde von der Strömung mitgerissen. Der Nichtschwimmer trieb ab und ging unter.” (Badische Zeitung)

“Bei Albbruck (wurde) eine männliche Leiche im Rhein gefunden. Über die Identität des Toten und die näheren Umständen seines Todes ist (…) nichts bekannt. (…) Die Fundstelle befindet sich in der Nähe eines beliebten Freizeitgeländes direkt am Rhein gegenüber der früheren Papierfabrik. (…) Ob der bei Albbruck aufgefundene Tote eventuell mit dem Vermisstenfall G. B. (…) in Zusammenhang steht, ist ebenfalls offen. Mehr Klarheit dürfte erst die von der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen angeordnete Obduktion durch einen Gerichtsmediziner bringen.” (hierzuland)

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Konzert auf der Rheininsel Grafenwerth: “”Aus nacktem Felsen dringt es. Noch namenlos, das Quellende, das Rinnende, das Wässrige.” Scheinbar aus dem Off ertönte am Freitag die Stimme von Sven Puchelt. Er saß am Bug des “Rheingold”-Schiffes und erzählte die Geschichte des Rheins, während die Musiker des Ensembles die Schiffsbühne am Heck eroberten. Unter der Leitung von Rüdiger Oppermann reist das Ensemble am Rhein entlang zu insgesamt 15 verschiedenen Orten von Basel über Worms bis Xanten, um das Publikum an den Ufern der Rheinstädte zu begeistern. (…) Rund 150 Gäste lauschten den musikalischen Geschichten vom Rhein als “Alpenwanderer” über den Goldhut von Schifferstadt bis hin zum Nibelungenlied und der Loreley. Und während hinter der Bühne über dem Rhein langsam die Sonne unterging, begeisterten Oppermans Weltmusiker mit teils mittelalterlich anmutender Musik, asiatischem Lautgesang und afrikanischen Trommelkonzerten bis hin zum Big-Band-Gefühl, wenn die 15 Musiker gemeinsam auf der Bühne standen.” (Kölnische Rundschau)

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Unter “füdliblutt” versteht der Schweizer “nackt”. So erklären sich Schlagzeile und Artikel der kostenlos verteilten Tageszeitung 20 Minuten, die sich in der Schweiz, anders als in Deutschland, bis auf den heutigen Tag erhalten hat: “Füdliblutt am Rhein – Ein Nackter zog (…) am Kleinbasler Rheinufer die Blicke vieler Passanten auf sich. Verboten ist das in Basel nicht. Er sei dem Wasser entstiegen, wie Gott ihn geschaffen hat, berichtet ein Leser-Reporter. (…) Einen verwirrten Eindruck soll der Langhaarige gemacht haben, als er im Adamskostüm die Promenade rheinabwärts schritt.”

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“Eine Wette zwischen Schweizern aus Zürich und Elsässern aus Straßburg aus dem Jahr 1456 ist der Hintergrund der Hirsebreifahrt. Zwischen den Städten bestand eine Partnerschaft und die Zürcher Zunftleute wollten mit dieser Fahrt ihren Partnern beweisen, dass sie im Notfall innerhalb eines Tages bei ihnen sein könnten. Als Beweis brachten sie einen Topf Hirsebrei, der bei der Ankunft noch warm war. Seit 1946 findet die Fahrt als Zeichen der Verbundenheit (fast) alle zehn Jahre statt.” (Badische Zeitung)

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“Der zwischen Hinterrhein und Nufenen neu erbaute Rheinquellweg ist (…) eröffnet worden. Gleichzeitig wurde auch das Projekt «Sprudelnde Geschichten und Dorfbrunnen» feierlich eingeweiht.” (Südostschweiz)

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“Ein Velofahrer ist (…) in Graubünden über steile Felsplatten hinab in den Rhein gestürzt. Er trieb rund 100 Meter den Fluss hinunter, bis er sich an einem Stein festklammern konnte. (…) Der Unfall hatte sich bei Haldenstein ereignet, als der Velofahrer auf einem schmalen Wanderweg dem Rhein entlang fuhr. Dabei verfing sich laut Polizei seine Lenkstange in einer Stahlkette, die als Haltevorrichtung für Wanderer dient, und er stürzte.” (Basler Zeitung)

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“Damit der Aal eine Zukunft hat, wurden (…) 40.000 Jungtiere zwischen Lampertheim und Wiesbaden-Biebrich in den Rhein gesetzt. Ehrenamtliche Helfer und örtliche Angelvereine hatten diese Aufgabe unter Regie des Darmstädter Regierungspräsidiums übernommen. Sie erfüllen damit die EU-Aalverordnung. (…) Die ausgesetzten Tiere sind etwa 20 Zentimeter lang und damit für viele Fressfeinde nicht mehr interessant. (…) Damit die meisten der 40.000 Aale eine Überlebenschance haben, wurden sie zunächst an Europas Küsten als Jungtiere gefangen und dann in Aquakulturanlagen bis zu ihrer jetzigen Größe aufgezogen. Die beim Darmstädter Regierungspräsidium angesiedelte Fischereibehörde geht davon aus, dass die Aale in den nächsten fünf bis 20 Jahren im Rhein leben und dann auf Wanderschaft in ihre bis zu 6000 Kilometer entfernten Laichgebiete ziehen. Diese Tour geht quer durch den Atlantik bis zur Sargassosee am Rand der Karibik. In der Regel verliert sich dort die Spur der Tiere. Forschern ist es bisher nicht gelungen, Aale bei der Fortpflanzung zu beobachten.” (Echo)