Militärgeschichte: Blüchers Rheinübergang

rheinuebergang

Wikipedia weiß: “Auf ihrem Marsch nach Frankreich nach der Völkerschlacht bei Leipzig in den Befreiungskriegen sammelte sich die Schlesische Armee unter dem Kommando von Feldmarschall Blücher im Dezember 1813 auf der rechten Rheinseite auf einer Breite von Mannheim bis Neuwied. Das Zentrum der Armee mit Blücher und den Korps Yorck und Langeron sammelte sich oberhalb von Kaub auf dem Taunus mit dem Plan, von Weisel durch das Holzbachtal und die Stadt zum Rhein vorzustoßen und diesen hier zu überqueren. In der Neujahrsnacht 1814 setzten die Kauber Lotsen eine Vorhut und erste Truppen in Nachen über den Rhein, während russische Pioniere eine Brücke aus Leinwandpontons bauten. Das Holzbachtal ist seitdem als Blüchertal bekannt und die Straße, die von Weisel nach Kaub hineinführt, heißt Blücherstraße.”

Das nachgestellte Bild zeigt den Rhein in der Neujahrsnacht 1813/14 im Hintergrund als schwarzen, autobahnähnlichen Film, davor drei hochrangige, entschlossene Militärs, unter denen sich auch “Marschall vorwärts” Blücher befinden soll.

Badischer Rhein

Passend zu Flauberts Begriffsverwirrung folgende Stelle aus Deutschland deine Badener:

“(…) Wo der Wein wächst – und wo wüchse er nicht im Badischen! -, wo im April schon die Spargeln gestochen und im Mittelbadischen die ersten Erdbeeren geerntet werden, wo auf den Hardtfeldern der Tabak blüht und von der Reichenau früh Gemüse kommt, da lebt es sich nicht heroisch, sondern in gesetzter Behaglichkeit, ein Stück Süden schon, unaufdringlich jedoch und nie spektakulär. Von Konstanz bis über Mannheim hinaus ist Baden Rheinland und doch vom “Rheinländischen”, wie es in Deutschland zum Begriff geworden ist für lärmende Schunkelfröhlichkeit, so weit entfernt, wie die alte Holzbrücke über den Strom in Säckingen von Schloß Stolzenfels entfernt ist. Nein, hier ragen keine Trutzburgen hoch, keine mit Wehrzinnen und keine mit dunklen Verliesen, dafür aber in stiller Majestät die Münstertürme von Konstanz und Basel, von Breisach und Straßburg. Ebensowenig spielt sich der Rhein hier romantisch auf. Eher zieht er beschaulich dahin; erst im schweizerischen Schaffhausen braust er dann ein bißchen mutwillig über Felsen. Tannenwipfel spiegeln sich in ihm, Pappeln und Weiden, und wenn er erst an Karlsruhe vorbeigezogen ist, hat er noch eine lange Strecke zurückzulegen, ehe vaterländisch von ihm gesungen wird.
Und wie ist es mit Schwertgeklirr und Wogenprall? Gewiß, gewiß, seit Cäsars Legionen hier mit den Alemannen zusammenstießen, hat sich einiges getan am Oberrhein, und die Namen Mélac und Turenne, des Sonnenkönigs Marschälle, haben weder im Pfälzischen noch im Badischen einen guten Klang, wenngleich dieser Turenne in Sasbach, dort, wo ihn eine verirrte Kugel traf, sein Denkmal hat. Zufällig traf, muß man wohl hinzufügen. Denn wann fielen Marschälle auf dem Schlachtfeld? Nun, das ist lange her. Zudem waren es dynastische Streitereien, keine Volkskriege. So ermangelt der badische Rhein des Schicksalshaften, dies schon deshalb, weil auf beiden Ufern die gleiche Sprache gesprochen wird – Alemannisch. Einleuchtender hat es keiner erzählt als Hermann Landerer in seiner Geschichte vom alten Balthasar, der 1946 in Karlsruhe, in der amerikanischen Besatzungszone gelegen, ein Paar Hosenträger kaufen wolte, weil es diese in der französischen Zone nicht gab. Dazu benötigte er ein Laisser-passer. Auf badisch heißt das ein “Lessebasse”, und dies gab`s nicht ohne militärärztliche Untersuchung. Der Balthasar suchte seine französischen Sprachbrocken zusammen und trat gefaßt vor den jungen Franzosendoktor. Der aber knüpfte ihm das Hemd auf, hörte das Herz ab und sagte auf gut alemannisch: “Schnüüfe, Großvadder.” (…)”

Quelle: Amadeus Siebenpunkt – Deutschland deine Badener. Gruppenbild einer verzwickten Familie, Hoffmann und Kampe, Hamburg 1975

Deutsche Fußballmeister

Wieviele rheinische Teams, drängt sich an einem durchschnittlichen Bundesligasamstag unvermittelt die Frage auf, schafften es zur Deutschen Fußballmeisterschaft der Männer? Natürlich werden darüber Listen geführt, wir exzerpieren:

1907 Freiburger FC
1909 Phönix Karlsruhe
1910 Karlsruher FV
1933 Fortuna Düsseldorf
1949 VfR Mannheim
1955 RW Essen (lassen wir großzügig als rheinisch durchgehen)
1962 1. FC Köln
1964 1. FC Köln
1970 Borussia Mönchengladbach
1971 Borussia Mönchengladbach
1975 Borussia Mönchengladbach
1976 Borussia Mönchengladbach
1977 Borussia Mönchengladbach
1978 1. FC Köln

Das ergibt, für das riesige Einzugsgebiet des Rheins, ein eher mäßiges und bis auf die drei Kölner Meisterschaften, die dieser größten und wohl bedeutendsten, zugleich schlampigsten rheinischen Stadt angemessen erscheinen, auch erstaunliches Bild. Offiziell werden die DFB-Meisterschaften seit 1903 ausgespielt, mit fünf Pausenjahren in den beiden Weltkriegen. Heraus stechen aus rheinischer Sicht die Provinzstädte Mönchengladbach mit fünf Titeln und Karlsruhe, das gleich zwei Meistervereine in den Anfangsjahren, die einige erstaunliche Anekdoten bevorraten, stellt. Weiterhin bemerkenswert: von den acht bisherigen rheinischen Deutschen Fußballmeistern stammt die Hälfte aus Baden, die andere, gewichtigere, vom Niederrhein.

Aktuell: Rhein-Vierteiler auf ARTE (2)

Den dritten Teil der ARTE-Rheindoku schauen wir zeit- und regionsverlagert, doch immer noch aktuell, in der Nachmittagswiederholung. Regisseur ist nun Klaus Kafitz und Startpunkt das Computerterminal des Mannheimer Hafens, vor dessen Abfertigungsrobotik wir durchs Filmkameraauge einem Architekturfotografen durchs Fotoobjektiv blicken dürfen: schwarzweiß und becherlastig. Schick beschleunigte und abgebremste Luftaufnahmen folgen dem leicht geschwungen eingefaßten Oberrhein vorbei an Worms zur Altrheinschleife Kühkopf-Knoblochsaue, in der Fisch- und Gewässerkundler Egbert Korte elektrokeschernd den Rhein als Black Box bezeichnet. Wir lernen die Weide als abzeichnungs- und flutungsgeeignetsten Baum Mitteleuropas kennen, sowie Treibholz als Transportmedium für Tierarten und Pflanzensamen. Aufscheint die weithin unterkellerte Ex-Metropole Oppenheim, in deren labyrinthischer Stadt unter der Stadt ein Mithrastempelgewölbe erkannt worden sein will. Rheinhessen und der Inselrhein: geraffte Luftaufnahmen. Eintritt ins weltbekannte Weltkulturerbe, dem schwerlich große Neuigkeiten abzuringen sind. Kafitz versuchts mit einer kleinen Flußinsel mit eigener Weinlage bei Bacharach: Winzer Friedrich Bastian ist zugleich Kammersänger, erklärt die Eigenheiten von kleinklimaausgesetztem Inselwein und knödelt uns eins. Der Rheinburgenweg bietet Mittelrheinalpinismus mit Loreleyblick: wie auch in gefühltermaßen drei bis vier weiteren Rheindokus pro Jahr. Reichlich Filmminuten erhält das St. Goarer/St. Goarshauser Rhein in Flammen-Spektakel über dem für eine Armada aus Fahrgastschiffen reservierten Fluß und wir erfahren, daß die lokalen Feuerwerker bei der letzten Musikfeuerwerksmeisterschaft in Kanada auf dem Siegertreppchen landeten. Insgesamt ein wenig inspirierter Filmteilabschnitt.

Der Rhein für die gebildeten Stände (4)

Die Rheinübergänge haben von jeher den gegenseitigen Heeren wegen der Größe und Schnelligkeit des Stromes nicht unbedeutende Schwierigkeiten entgegengesetzt, die durch die nahe Gegenwart des Feindes noch vergrößert wurden. Julius Cäsar hatte bei seinem Kriegszuge gegen die Gallier eine Pfahlbrücke über den Rhein. Im dreißigjährigen Kriege ward dieser Fluß von den verschiedenen Heeren öfter auf Schiff- oder Floßbrücken überschritten; den Ort, wo es von Gustav Adolf oberhalb Oppenheim geschahe, bezeichnet noch jetzt eine steinerne Säule. Mehre Übergänge fanden in den Feldzügen gegen Ende des 17. Jahrh. und im 18. statt, wo sich besonders der des Prinzen von Lothringen bei Schreck 1744, noch mehr aber die spätern der franz. Generale während des Revolutionskrieges und nachher Napoleon’s auszeichnen. Im J. 1795 hatten die Östreicher das rechte Rheinufer mit 411 Geschützen in 98 Batterien besetzt, gegen die der franz. General Jourdan 476 Kanonen und Haubitzen aufstellte, von denen ein Theil den Übergang der Truppen, bei Urdingen und Neuwied unternommen, unterstützte und begünstigte. Ein zweiter Ubergang Jourdan’s an letzterm Orte 1796 war mit weniger Schwierigkeiten verknüpft, obschon auch diesmal die Franzosen unter dem Feuer des östr. Geschützes hinüberschiffen mußten. Um in demselben Jahre bei Kehl über den Rhein zu gehen, ließ Moreau die Brückenschanze bei Manheim vier Tage zuvor angreifen, indem er möglichst viel Geschütz und Truppen dazu verwendete und dadurch die Aufmerksamkeit des Feindes nach diesem Punkte lenkte. Unterdessen hatte er bei Gambsheim und Strasburg 27,500 M. zusammengezogen, die den gegenüberstehenden Östreichern weit überlegen waren, während das nahe Strasburg und die vielen Inseln, im Rheine die Vorbereitungen und den Übergang selbst begünstigten. Mehr Schwierigkeiten fand Moreau bei Sinsheim, unterhalb Strasburg, am 20. Apr. 1797, weil die Östreicher durch ihre bei dem Zollhause aufgestellten Kanonen die Landung der Franzosen hinderten und sie nachher aus dem endlich von ihnen besetzten Dorfe Sinsheim wieder herauswarfen, auch das Schlagen einer Brücke durch ihr Geschütz unmöglich machten, bis jene endlich weiter unterwärts dennoch eine Brücke zu Stande brachten und in dem Rench- und Kinzigthale vordrangen. Oberwärts Sinsheim ging Moreau im J. 1800 über den Rhein, der hier nur 360 F. breit ist, aber auf dem jenseitigen Ufer sumpfige Wiesen hat, wegen deren man die Brücke am Land hinbauen mußte, um über eine Sandbank nach dem trockenen Boden zu kommen. Der Übergang der Verbündeten über den Rhein im J. 1814 fand nur geringen Widerstand, obgleich die russ. Brücke bei der Pfalz einmal vom Wasser fortgeführt ward.

(aus: Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon, Band 9, F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1836)

Der Rhein für die gebildeten Stände (3)

Der Rhein durchfließt zuerst Graubündten, macht die Grenze zwischen dem vorarlbergischen Kreise und dem schweizer. Cantone St.-Gallen, scheidet dann, nachdem er den Bodensee verlassen hat, das Großherzogthum Baden und die Schweiz, von Basel an, wo er sich nördl. wendet, dasselbe Großherzogthum und die franz. Departements des Ober- und Niederrheins, sowie den Rheinkreis des Königreichs Baiern; durchströmt nun das Großherzogthum Hessen, das Herzogthum Nassau, die preuß. Provinz Rheinland und zuletzt die Niederlande. Die vornehmsten in denselben sich ergießenden Flüsse sind: die Aar, die Jll, die Kinzig, Murg, der Neckar, der Main, die Nahe, Lahn, Mosel, Erft, Ruhr und Lippe. Viele beträchtliche Städte liegen an seinen Ufern, so in der Schweiz und Deutschland: Konstanz, Schaffhausen, Basel, Alt-Breisach, Speier, Manheim, Worms, Mainz, Bingen, Koblenz, Neuwied, Bonn, Köln, Düsseldorf, Wesel und Emmerich. An Fischen ist der Rhein sehr reich. Man fängt darin Salmen, welche im Frühlinge im Hinaufsteigen aus der See Lachse, hernach aber, wenn sie sich gegen den Herbst wieder nach dem Meere zu wenden, Salmen genannt werden, Rheinstöre, Neunaugen, Hechte, Karpfen, oft zu 20 Pfund schwer u.s.w. An Federwildpret hält sich auf den unzähligen Rheininseln und dessen Ufern eine Menge verschiedener, oft seltener Gattungen auf. Auch führt der Rhein etwas Gold unter seinem Sande, welches theils aus dem Gebirge Helvetiens, theils aus dem des Schwarzwaldes kommt. Eine vorzügliche Wichtigkeit, besonders für das westl. Deutschland, hat der Rhein durch die Schiffahrt. (S. Rheinschiffahrt und Rheinhandel.) Er wird von Chur in Graubündten an befahren; unter Schaffhausen fängt die bequemere Schiffbarkeit des Stromes an; allein die größere Rheinschiffahrt mit schwer beladenen Schiffen beginnt erst bei Speier. Von Strasburg bis Mainz gehen Schiffe, die 2000—2500 Ctr. laden, von Mainz bis Köln Schiffe von 2500—4000 Ctr., und von Köln bis Holland Schiffe, welche 6000 —9000 Ctr. tragen. (S. Flöße.) Außer den Rheinfällen hält man für die Schiffahrt gefährlich: 1) Das Bingerloch, bei Bingen, sechs Stunden unterhalb Mainz. Hier nähern sich die Berge, welche den Rhein einschließen, von beiden Seiten so, daß man bis an das Flußbett hinein den ehemaligen Zusammenhang der gegenseitigen Felsen gewahr werden kann. Diese Felsenwand, die sich von einem Ufer zum andern erstreckte, wurde wahrscheinlich im Laufe von Jahrhunderten durch die Gewalt des Wassers oder durch eine Erdrevolution zum Theil zertrümmert und ließ nun dem Strom eine zwar freie, aber enge Bahn. Karl der Große ließ diese Öffnung erweitern, doch blieb sie noch immer so enge, daß nur ganz kleine Fahrzeuge die Fahrt machen konnten. Erst unter dem Kurfürsten Sigismund von Mainz wurde der Weg für größere Schiffe fahrbar und minder gefährlich. Die einzige Durchfahrt, welche man das Bingerloch nennt, war bis zum J. 1834, wo die preuß. Regierung durch Sprengen dieselbe erweitern ließ, nur 50 F. breit, und auch jetzt ist dieselbe bei niedrigem Wasser nicht ohne Gefahr zu passiren. Daselbst steht auch mitten im Wasser auf einem Felsen Hatto’s Thurm oder der Mäusethurm. (S. Hatto.) 2) Das wilde Gefährt bei Bacharach, wo der Strom im Thalwege mit fürchterlichem Gefälle des Wassers zwischen Felsen und Banken eine Art Trichter bildet. Dasselbe ist nur für die den Strom hinabfahrenden Schiffe gefährlich. 3) Die sogenannte Bank von St.-Goar, wo des Flusses Wellen an eine Gruppe theils sichtbarer, theils verborgener Klippen anprallen und einen Strudel bilden. 4) Der kleine und große Unkelstein bei dem Städtchen Unkel, eine Gruppe Basaltsäulen, die theils unter dem Wasser verborgen sind, theils hervorragen. Die größere Gruppe, der große Unkelstein genannt, ist unter der franz. Herrschaft hinweggeräumt worden, und auch die kleinen Gruppen können bei hohem Wasser von leeren Schiffen überfahren werden.

(aus: Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon, Band 9, F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1836)

Auguste Duméril sur les bords du Rhin (3)

Voilà, sans contredit, une des plus belles choses que j’ai vues, pendant ce voyage, où j’ai eu si souvent à partager mon admiration, entre les spectacles offerts par une admirable nature, et de magnifiques travaux, dus à la main de l’homme. Rien de plus imposant, que ces ruines gigantesques, dont le bombardement, ordonné par Louis XIV ; et la foudre, qui a détruit une aile, ont fait une des choses les plus curieuses qu’on puisse voir. Construit sur des montagnes, qui bordent le Neckar et dominant la ville, cette masse imposante de constructions, à demi-détruites, mais qui cependant laissent encore dominer l’ancienne ordonnance, semble témoigner de la puissance des anciens ducs palatins. D’une ancienne plate-forme, d’où la vue plonge sur la ville, sur le Neckar, si pittoresque, et au loin, sur le Rhin, et les montagnes qui le bordent, j’ai joui du ravissant spectacle du coucher du soleil. Ce vieux château, que l’on conserve avec tant de soin, je l’ai visité dans tous ses détails, et vous comprenez que je n’ai pas manqué de visiter les magnifiques caves où se voit le célèbre tonneau monstre, et qui contient je ne sais plus combien de centaines de milliers de bouteilles: c’est curieux, mais un peu prosaïque, au milieu de tout cet ensemble si pittoresque. Le lendemain matin, j’ai voulu voir le lever du soleil, sur une autre montagne, double au moins, en hauteur, de celle où est construit le château: j’étais en route à cinq heures et ¼, mais une fois en haut, le brouillard était tellement épais que j’en fus pour ma peine, mais n’en n’ai pas moins fait une charmante promenade, en redescendant la montagne, du côté du Neckar, et de là, on a de délicieux points de vue. Sur la rive opposée de cette rivière, et mi-côte, Fiedemann, alors absent, possède une charmante maison de campagne. J’ai vu, de loin, la maison où les étudiants vont se balafrer la figure: c’est une espèce de cabaret, où les combats ont lieu dans une grande salle: ils sont sévèrement interdits, mais l’amour de la balafre fait braver aux étudiants toutes les défenses. En rentrant en ville, en petit bateau, sur lequel j’ai descendu le Neckar, j’ai été visiter les collections d’anatomie, et j’ai reconnu, dans les préparations, celles qui ont servi aux ouvrages de Fiedemann: il y a de fort belles choses, mais vous comprenez que je n’ai vu tout cela que très rapidement, pas tellement cependant, que je n’aie pu prendre une idée de l’ensemble. A dix heures ½ du matin, ce jour-là (mardi) j’étais en route pour Karlsruhe: trois heures m’ont suffi pour voir cette ville, de construction bizarre, dont la régularité, non moins parfaite que celle de Mannheim, est cependant un peu différente. A la convexité de la demi lune, qui ferme le château, viennent aboutir une vingtaine d’allées, qui traversent le parc et la forêt du Harz, comme les lames d’un éventail. En avant de la concavité de cette demi-lune, et à une certaine distance du château, est construit un rang de maisons formant également un arc de cercle, dont la concavité répond à celle du château: ce rang de maisons est coupé par onze rues, qui s’en vont en divergeant, et en formant aussi un éventail: les rues transversales sont en demi-lune. On saisit parfaitement cette disposition, du haut d’une tour, située au centre du château: c’est vraiment quelque chose de tout particulier, et qui est peut-être plus agréable à l’œil que le damier de Mannheim. Le château est très beau, ainsi que le parc: c’est une petite ville peu animée, qui l’est cependant assez, je crois, pendant la résidence du duc de Baden-Baden, en hiver. Le soir, de ce même jour, je venais coucher à B.-B., où j’arrivai assez tôt pour aller voir, le soir, le lieu de réunion, qui présente un aspect tout à fait propre à un lieu de réunion de baigneurs. Le lendemain, j’ai fait une énorme promenade, de près de 6 heures, au Curiem, vieux château, d’où l’on jouit d’une admirable vue, et sur les autres montagnes, qui bordent la délicieuse vallée, au fond de laquelle est construite la ville, qui se trouve ainsi parfaitement abritée. En revenant de la promenade, j’ai été entendre un excellent concert en plein air, devant la salle de conversation, et qui se donne chaque jour, deux fois, aux frais du grand-duc, et après le dîner à table d’hôte: curieux, par le bizarre assemblage des gens de toute nation qui s’y voient, et par la somptuosité qui y règne: j’ai été à un bal de souscription, où j’ai retrouvé toute l’élégance parisienne, et je me suis donné l’émotion de risquer une vingtaine de florins, dont heureusement je n’ai laissé aucun, sur le tapis, mais je n’ai rien gagné: si j’avais dû rester plusieurs jours à Baden, je n’aurais pas joué, car je crois qu’on doit facilement se laisser entraîner. Le lendemain jeudi, je suis allé, de Baden, à Fribourg-en-Brisgau, où je ne suis resté que quelques heures, temps suffisant pour visiter la cathédrale gothique, l’aspect de la ville, qui est petit et assez triste, et les collections d’anatomie, qui sont fort belles. De là, je suis revenu sur mes pas, pour visiter Strasbourg, où j’ai passé 24 heures à peine, ayant bien des choses à y voir: la magnifique cathédrale, l’Eglise protestante de St Thomas, où est le beau tombeau du maréchal de Saxe; la maison gothique, près de l’Eglise, et enfin, les riches collections d’anatomie normale et pathologique de la faculté de médecine. Je suis revenu directement par la malle, en 36 heures, de sorte que j’étais ici le dimanche 27, à 4 heures du matin.

(aus: Journal de voyage d’Auguste Duméril sur les bords du Rhin 1846, aufgespürt und Rheinsein zugespielt von Roland Bergère.  Der Autor war seinerzeit Zoologe mit Spezialisierung auf Kriechtiere, Lurche und Fische und schön wärs sicherlich gewesen, er hätte dem Rhein auf seiner Reise auch solche entlockt und näher beschrieben – damals, zu Beginn der hochspannenden Übergangszeit von Fabelwesen hin zur modernen, von zahlreichen Tiersendungen im Fernsehen dokumentierten Gegenwartsfauna.
(Quelle: http://correspondancefamiliale.ehess.fr/))

Auguste Duméril sur les bords du Rhin (2)

Le soir, en me promenant dans une des rues de cette petite ville, je suis passé devant un estaminet, à la porte duquel je me suis arrêté, avec plusieurs autres passants, pour entendre de la musique, telle qu’on n’en a jamais faite en France, en pareil lieu. Il paraît, au reste, que les compatriotes de Beethoven sont très grands amateurs de musique. Le lendemain je m’embarquai, à 8 h. à Bonn, et j’arrivai à Mayence à 7 h ½ du soir. Ce fut là, si je puis le dire, ma grande journée, dans ce beau voyage. A part une pluie assez forte, pendant la première heure, le temps fut magnifique, toute la journée, et ce fut une grande faveur du ciel, car il est à mon avis bien difficile de voir quelque chose de plus admirable, de plus varié, que ces bords du Rhin, que rendent si pittoresques ces rochers couverts de ruines. Nous avons pu dîner sur le pont, de sorte que je puis dire que, depuis le moment du départ, jusqu’à la tombée de la nuit, c’est-à-dire jusqu’à 6 h ½ ou 7 h., j’ai été dans une admiration perpétuelle, et dans un état d’attention permanente, m’aidant du panorama du Rhin, de mon itinéraire, et de ma lorgnette. Je pense bien souvent à cette belle journée. A Mayence, où j’ai été si frappé de voir les uniformes Autrichiens, Prussiens, et Hessais, et où tout a un aspect militaire. J’ai visité les 2 ou 3 belles églises de Jésuites, la cathédrale, dont les réparations viennent d’être achevées, et qui montre si bien ce qu’était cette curieuse architecture à plein cintre, qui diffère tant de l’architecture gothique, dont on voit, au reste, un superbe échantillon, dans les ruines, parfaitement conservées, d’un cloître, attenant à l’église. J’ai visité une très riche collection publique de tableaux: elle est peu nombreuse, mais contient de très belles choses; la promenade du Main; vis à vis, l’embouchure de cette rivière, est très jolie: c’est un beau spectacle que celui de la résistance que les eaux du Rhin offre à celles du Main, qui ne se mélangent que fort loin de là, à Bingen, seulement, dit-on. La statue de Gutenberg, par Thorvaldsen, est fort belle. Je quittai Mayence, dans la matinée, et allai à Wiesbaden, dont j’ai vu les admirables salles de jeu, de concert, de danse, et la belle promenade. Toutes les constructions nouvelles donnent, aux parties de la ville, qui avoisinent les sources, un très bel et riche aspect: j’ai vu les baignoires de grès rouge à fleur du sol, où arrivent les eaux thermales, que j’ai goûtées, mais dont je n’ai pu me résoudre à avaler un verre entier, quoiqu’elles ne soient point sulfureuses, mais simplement salines: j’ai également goûté les eaux sulfureuses d’Aix-la-Chapelle, et les eaux salines de Baden. Après avoir passé 3 heures, je suis venu à Francfort, où j’arrivai en moins de 2 h. C’était le samedi soir : je me promenai dans la ville, et fus, tout d’abord, frappé de l’air de capitale qu’offre cette grande ville, dont la grande rue, sur laquelle donnent la plupart des hôtels, est vraiment magnifique. Toute la matinée du lendemain fut employée à parcourir cette riche ville, où je vis un grand luxe d’équipages et de toilettes. La rue des Juifs m’a beaucoup frappé, par l’aspect tout particulier qu’offrent ses vieilles maisons, et les habitants de ces maisons, qui, tous Juifs, ont, hommes ou femmes, des tournures et des figures qui n’appartiennent qu’à eux: ce sera grand dommage, à mon avis, quand on démolira les maisons de cette rue, car c’est là un caractère particulier de cette ville, où les maisons Juives sont à la tête du commerce et de la banque, à commencer par Rothschild et Bethmann. J’ai vu chez ce dernier une admirable statue, qui vaudrait peut-être, à elle seule, le voyage de Francfort: l’Ariane de Dannecker. C’est le plus beau marbre que j’ai vu, et lorsqu’on ne laisse arriver le jour qu’à travers des rideaux roses, c’est une illusion incroyable.

La cathédrale est curieuse par son ancienneté. On y voit le fauteuil du couronnement des empereurs et un beau Christ en ivoire, d’Alb. Dürer. L’hôtel de ville, où se tenaient les assemblées pour les élections d’empereurs, et la grande salle où sont les portraits en pied de 52 ou 53 empereurs, offrent d’intéressants souvenirs historiques. Je me suis promené dans les nouvelles promenades, sur les bords du Main, et comme c’était le dimanche, il y avait beaucoup de monde, et concert. C’était un joli coup d’œil: une foule de constructions nouvelles embellissent la ville, qui est certainement la plus importante de toutes celles que j’ai visitées. Il y a un riche musée de tableaux. J’étais, le soir de ce même jour, à Mannheim, singulière ville, par sa construction trop régulière, qui lui donne l’aspect d’un damier. Toutes les rues, en effet, y sont tirées au cordeau, et se coupent à angles droits. C’est une ville peu animée, mais qui a un certain air d’aisance. On y voit un ancien palais, qui, par ses immenses dimensions, rappellerait un peu Versailles, comme les jardins de Schwetzingen, situés à 2 lieues de là, et que j’ai visités ce même jour, en me rendant à H, rappellent un peu le parc de Versailles, par les belles plantations, les pièces d’eau, et les constructions, un peu analogues au petit Trianon. C’est un magnifique jardin, que j’aurais regretté de ne pas visiter. Les moyens de communication sont si rapides, avec les chemins de fer, si bien organisés dans ce pays, qu’après avoir vu à Mannheim tout ce qu’il y a de curieux, ce qui n’est pas long, car, après le nouveau pont suspendu, 2 ou 3 belles fontaines, qui n’ont pas même les tuyaux destinés à y amener l’eau, l’habitation de la grande duchesse douairière de Baden-Baden, Stéphanie Beauharnais; la collection de tableaux, la belle promenade sur le Rhin, le nouveau bâtiment des douanes, et l’aspect particulier de la ville, on n’a plus rien à visiter, et qu’après avoir parcouru le parc de Schwetzingen, je suis arrivé à Heidelberg ce même jour, assez tôt pour visiter, avant la nuit, les ruines de l’ancien château.

(Quelle: http://correspondancefamiliale.ehess.fr/)

Frankenstein am Rhein

Die Erinnerung Frankensteins an seine Rheinreise mit Clerval, aus dem Klassiker von Mary Wollstonecraft Shelley: “After some days spent in listless indolence, during which I traversed many leagues, I arrived at Strasburgh, where I waited two days for Clerval. He came. Alas, how great was the contrast between us! He was alive to every new scene; joyful when he saw the beauties of the setting sun, and more happy when he beheld it rise, and recommence a new day. He pointed out to me the shifting colours of the landscape, and the appearances of the sky. “This is what it is to live,” he cried, “now I enjoy existence! But you, my dear Frankenstein, wherefore are you desponding and sorrowful!” In truth, I was occupied by gloomy thoughts, and neither saw the descent of the evening star, nor the golden sun-rise reflected in the Rhine.— And you, my friend, would be far more amused with the journal of Clerval, who observed the scenery with an eye of feeling and delight, than in listening to my reflections. I, a miserable wretch, haunted by a curse that shut up every avenue to enjoyment. We had agreed to descend the Rhine in a boat from Strasburgh to Rotterdam, whence we might take shipping for London. During this voyage, we passed by many willowy islands, and saw several beautiful towns. We staid a day at Manheim, and, on the fifth from our departure from Strasburgh, arrived at Mayence. The course of the Rhine below Mayence becomes much more picturesque. The river descends rapidly, and winds between hills, not high, but steep, and of beautiful forms. We saw many ruined castles standing on the edges of precipices, surrounded by black woods, high and inaccessible. This part of the Rhine, indeed, presents a singularly variegated landscape. In one spot you view rugged hills, ruined castles overlooking tremendous precipices, with the dark Rhine rushing beneath ; and, on the sudden turn of a promontory, flourishing vineyards, with green sloping banks, and a meandering river, and populous towns, occupy the scene. We travelled at the time of the vintage, and heard the song of the labourers, as we glided down the stream. Even I, depressed in mind, and my spirits continually agitated by gloomy feelings, even I was pleased. I lay at the bottom of the boat, and, as I gazed on the cloudless blue sky, I seemed to drink in a tranquillity to which I had long been a stranger. And if these were my sensations, who can describe those of Henry? He felt as if he had been transported to Fairyland, and enjoyed a happiness seldom tasted by man. “I have seen,” he said, “the most beautiful scenes of my own country; I have visited the lakes of Lucerne and Uri, where the snowy mountains descend almost perpendicularly to the water, casting black and impenetrable shades, which would cause a gloomy and mournful appearance, were it not for the most verdant islands that relieve the eye by their gay appearance; I have seen this lake agitated by a tempest, when the wind tore up whirlwinds of water, and gave you an idea of what the water-spout must be on the great ocean, and the waves dash with fury the base of the mountain, where the priest and his mistress were overwhelmed by an avelânche and where their dying voices are still said to be heard amid the pauses of the nightly wind; I have seen the mountains of La Valais, and the Pays de Vaud: but this country, Victor, pleases me more than all those wonders. The mountains of Switzerland are more majestic and strange; but there is a charm in the banks of this divine river, that I never before saw equalled. Look at that castle which overhangs yon precipice; and that also on the island, almost concealed amongst the foliage of those lovely trees; and now that group of labourers coming from among their vines; and that village half hid in the recess of the mountain. Oh, surely, the spirit that inhabits and guards this place has a soul more in harmony with man, than those who pile the glacier, or retire to the inaccessible peaks of the mountains of our own country.” Clerval! beloved friend! even now it delights me to record your words, and to dwell on the praise of which you are so eminently deserving. He was a being formed in the “very poetry of nature.” His wild and enthusiastic imagination was chastened by the sensibility of his heart. His soul overflowed with ardent affections, and his friendship was of that devoted and wondrous nature that the worldly-minded teach us to look for only in the imagination. But even human sympathies were not sufficient to satisfy his eager mind. The scenery of external nature, which others regard only with admiration, he loved with ardour. (…) And where does he now exist? Is this gentle and lovely being lost for ever? Has this mind so replete with ideas, imaginations fanciful and magnificent, which formed a world, whose existence depended on the life of its creator; has this mind perished? Does it now only exist in my memory? No, it is not thus; your form so divinely wrought, and beaming with beauty, has decayed, but your spirit still visits and consoles your unhappy friend. (…) Beyond Cologne we descended to the plains of Holland; and we resolved to post the remainder of our way; for the wind was contrary, and the stream of the river was too gentle to aid us. Our journey here lost the interest arising from beautiful scenery; but we arrived in a few days at Rotterdam, whence we proceeded by sea to England.”

Rheindampfschifffahrn! (2)

Unter der trockenen Kapitelüberschrift “Ce qu`on peut voir en six jours” beginnt Gautier seine Rheindampferfahrt, schätzungsweise bei Mannheim: “Lorsque le temps daigne ne pas être trop hostile, que les nuées ne vident pas leurs outres de pluie, que le soleil illumine à propos le décor, et que le vent ne vous jette pas à la figure l`écume du fleuve, rien n`est pas plus amusant qu`une journée passée ainsi. Il faisait ce jour-là „une jolie température,“ suivant l`expression favorite des philistins. Quelques légers bancs de nuages flottaient dans la sérénité du matin, et les rivages se dessinaient sous un rayon de lumière favorable. Le Rhin s`étalait largement entre des berges peu élevées contre lesquelles moutonnaient des longues vagues produites par les sillages du bateau à vapeur, qui faisait danser les petites embarcations. – Il y avait encore peu du monde sur le Dampfschiff, mais chaque fois que l`on passait devant une petite ville ou un bourg, la Concordia, opérant une évolution sur elle-même, se rapprochant de l`estacade, ou, brassant l`eau à rebours, se laissait rejoindre par des barques chargées de voyageurs et de paquets. La navigation du Rhin n`est pas autrement dangereuse, mais elle exige de l`attention; le lit du fleuve change souvent de niveau, quelquefois il se hérisse de roches où une coque pourrait se découdre, et s`obstrue de bas-fonds sur lesquels on s`engraverait; aussi une inscription trinlingue, comme celle de Rosette, enjoint-elle en allemand, en anglais et en francais, de ne pas parler au pilote, qui ne quitte pas une minute la roue du gouvernail, imprimant à propos de légères déviations au docile pyroscaphe. D`escale en escale, le pont se peuplait: il y montait des mères de famille allemandes, suivies de deux ou trois fillettes et d`une Gretchen naive, n`ayant pas l`air dame de la femme de chambre anglaise, encore moins l`air soubrette de la femme de chambre francaise, mais rappelant le type de Marguerite dans les illustrations de Reschz; des groupes d étudiants coiffés de la petite casquette aux couleurs de leur pays, qui devrait bien remplacer partout l`affreux chapeau moderne; des instrumentistes se rendant à quelque ville d`eaux et portant sous le bras des cuivres que leur fourreau de percaline verte faisait ressembler à des boas empaillés; des Anglais exacts de tenue, comme au bal; des Russes parlant toutes les langues, et que, sans cette faculté polyglotte, on eût pris pour des Parisiens.”