Die schwarze Lorelei

greco_die schwarze loreley_4Im Frühjahr 1959 kam “Whirlpool – Die schwarze Lorelei” von Lewis Allen, mit Juliette Gréco und O. W. Fischer, in die deutschen Kinos. Laut damaliger Zeit-Kritik ein unsäglicher Schinken: “Man hat die Lorelei durch ein Whisky-Glas besehen!” Die Gréco laufe gern existentialistisch-barfuß einher, um “das berühmte Rheinlied” Pieds nus dans mes sabots zu singen, mit dem Rhein habe das alles, außer der Kulisse, nichts zu schaffen: “Ein Kleinfilm, der gerade so gut an der Rhône oder an den Ufern unseres englischen Ost-West-Kanals spielen könnte. (…) Es wurde aber kein Rheinfilm, sondern ein Reinfall. Dabei wartet das wirkliche Drama und die Tragik des europäischen Schicksalsstroms immer noch auf eine ehrliche Dramatisierung.”

greco_die schwarze loreley_3Neutraler beschreibt den Film der französische Wikipedia-Artikel: “La légende germanique de la blonde Lorelei revue et corrigée façon sombre mélodrame moderne pour une Lora-Lorelei brune. Juliette Gréco (…) se fait ici marinière chaussée de sabots blancs et maniant périlleusement la barre entre le gentil O. W. Fischer et le méchant William Sylvester. L’action se déroule tout au long des rives de l’éternel et esthétique Rhin romantique, mises en valeur par la photographie pastel, nuancée de gris, d’ocre et de vert tendre (…).”