Presserückschau (Mai 2015)

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Die Grenzstadt Weil am Rhein will gegen die oberrheinische Saatkrähe vorgehen: “Die wachsende Anzahl der Saatkrähen in Weil am Rhein und die damit verbundene Lärmproblematik beschäftigt derzeit besonders die Bewohner der Gartenstadt. (…) Mehrere Städte an der Oberrheinstrecke seien von der Plage betroffen, was mit Blick auf den Informationsaustausch im Umgang mit den in Deutschland geschützten Tieren auch Weil am Rhein zugute kommen kann: Bereits seit zwei Jahren stehe die Stadtverwaltung in Kontakt zur „Arbeitsgemeinschaft Saatkrähe“ in Lahr (…)” berichtet Die Oberbadische.

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Der durch Schmelzwasser angestiegene Altrhein gilt als Ursache für ein Kanu-Massenkentern: “Bei einem Ausflug mit Booten sind 22 Menschen auf dem Rhein verunglückt. Die acht Kanus der Gruppe kenterten bei Neuenburg südlich von Freiburg, teilte die Polizei mit. Grund sei die starke Strömung gewesen. Die Insassen der Boote stürzten ins Wasser. 18 von ihnen konnten sich ans Ufer retten oder wurden aus dem Wasser gezogen. Bei den Opfern des Unglücks handelte es sich um Erzieherinnen im Alter von 20 bis 50 Jahren.” (Stuttgarter Nachrichten)

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“Rund 40 selbsternannte Matrosen und ihr Kapitän rollen (…) einen riesigen Papierbogen auf einem Sportplatz beim Rheinstrandbad Rappenwört in Karlsruhe aus. Dann ist voller Körpereinsatz gefragt, aber auch Feingefühl und Konzentration: Es gilt, für einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde das größte Papierboot der Welt zu falten. Nach drei Stunden steht das Boot, laut offizieller Vermessung misst es 13,93 Meter. Weltrekord! In blau-weißen Ringelpullovern hatten sich die Sportler vom Kanukreis Karlsruhe ans Werk gemacht und das Monster-Papierschiff zusammengebastelt – angefeuert vom japanischen Trommler Isao Nakamura und drei seiner Studenten. Der gut gelaunte Karlsruher Schlagzeugprofessor funktionierte für eine eigens komponierte Performance ein umgedrehtes Kunststoffboot zur Trommel um. Sinniger Name des Bootes: “Alter Schwede”.” (Südwest Presse)

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Wenn die Flöhe husten: “Seit 20 Jahren wacht die Rheingütestation Worms über die Wasserqualität – auch mithilfe von Wasserflöhen. Fangen die Wasserflöhe im Analysegerät an, langsamer zu schwimmen oder zu taumeln, stimmt etwas mit dem Rhein nicht. Zuletzt geschehen am 6. Mai, als Hochwasser am Oberrhein eine große Menge an Unkrautvernichtungsmitteln von den Feldern in den Rhein spülte. Die aus dem Verhalten der Wasserflöhe errechnete Kurve erreichte damals die gelbe Alarmschwelle. Wird die rote Schwelle erreicht, ist zu befürchten, dass der Rhein vergiftet ist. (…) An vier Stellen des 300 Meter breiten Flusses werden Proben entnommen: (…) Die Proben werden aufwändig chemisch analysiert, die schnellsten Ergebnisse liefern aber neben den Wasserflöhen auch die Algen: “Wenn sie vergiftet sind, leuchten sie schwächer”. (…) Vier Fließstunden entfernt von der Wormser Station liegt im hessischen Biebesheim das einzige deutsche Wasserwerk, das Wasser direkt aus dem Rhein entnimmt und damit auch den Ballungsraum Frankfurt versorgt. Rheinabwärts in den Niederlanden sind fünf Millionen Menschen direkt vom Rhein als Trinkwasserspender abhängig. (…) Im Schnitt gibt es (…) einmal im Jahr einen roten Alarm. Vor 20 Jahren seien es noch neun gewesen.” (Der SWR über die infolge der Sandoz-Katastrofe gegründete Rheingütestation, laut ihres Leiters “die größte Gewässerüberwachungsstation weltweit”)