Ein gewaltiges, geschlossenes Siedlungsgebiet vom Rhein bis zum Kongo

“Rein territorial angesehen, verschwindet der Flächeninhalt des Deutschen Reiches vollständig gegenüber dem der sogenannten Weltmächte. Man führe ja nicht England als Gegenbeweis an, denn das englische Mutterland ist wirklich nur die große Hauptstadt des britischen Weltreiches, das fast ein Viertel der ganzen Erdoberfläche sein eigen nennt. Weiter müssen wir als Riesenstaaten in erster Linie die amerikanische Union, sodann Rußland und China ansehen. Lauter Raumgebilde von zum Teil mehr als zehnfach größerer Fläche als das derzeitige Deutsche Reich. Und selbst Frankreich muß unter diese Staaten gerechnet werden. Nicht nur, daß es in immer größerem Umfang aus den farbigen Menschenbeständen seines Riesenreiches das Heer ergänzt, macht es auch rassisch in seiner Vernegerung so rapide Fortschritte, daß man tatsächlich von einer Entstehung eines afrikanischen Staates auf europäischem Boden reden kann. Die Kolonialpolitik des heutigen Frankreichs ist nicht zu vergleichen mit der des vergangenen Deutschlands. Würde sich die Entwicklung Frankreichs im heutigen Stile noch dreihundert Jahre fortsetzen, so wären die letzten fränkischen Blutsreste in dem sich bildenden europa-afrikanischen Mulattenstaat untergegangen. Ein gewaltiges, geschlossenes Siedlungsgebiet vom Rhein bis zum Kongo, erfüllt von einer aus dauernder Bastardisierung langsam sich bildenden niederen Rasse.”

(aus Adolf Hitler: Mein Kampf, 855. Auflage 1943)

Rhine Creek

“Rhine Creek is a stream in Preston County, West Virginia, in the United States. Rhine Creek was named after the Rhine river, in Europe.” (Wikipedia)

Zur Namensentstehung des nach dem Rhein benannten Flusses in Amerika (ein zweiter Rhine Creek existiert im US-Staat Minnesota) gibt ein Artikel im Toledo Blade vom 22. April 1971 Auskunft:

“Many streams in West Virginia (…) still carry descriptive titles of the colorful Indian language, Monongahela was known to the Delawareans as the “river of falling banks”. Pocatalico was the “river of fat doe.” Ohio means “river of many whitecaps,” and the Great Kanawha pays tribute not to the river but to the once-great tribe of Canoys.
“Lots of towns, of course, got their names from ethnic backgrounds of various settlers – Little Italy, Ireland, Polandale, Welsh Glade, and Germany Valley. But other towns got their names from environmental conditions that existed in those days. Because of the settlers’ dependence on root and herb medicines, there are towns called Ramp, Spice, Sang, and Seng Runs.
“Where things got pretty wild, the hardy folks named their hamlets Panther Fork, Copperhead Branch, and Wild Cat Knob. Where things were more civilized towns sprang up called Pigeonroost, Cow Creek, Bull Run, Goose Lick, and Turkey Wallow Branch.
“The ladies, no doubt, were responsible for the dubbing of settlements such as Cupboard Run, Kitchen Creek, Kettle Run, Pot Branch, Skillet Run, Tub Run, Tearcoat Hill, Mitten Ridge, Scissorsville Branch, Wash Hill Fork, and Suds Run.
“Along with Peddler Run and Gunbarrel Hollow, you find foods immortalized as in Apple Pie Ridge, Potato Hole Knob, and Pickles Fork. (From which the modern pickle fork no doubt was named!)
“Religion and moral character also played a role in the naming of towns, and West Virginia abounds with such places as Canaan Valley, Eden, Herods Creek, Pharao Run, Pisgah, Job Knob, Moses Creek, Christmas Ridge, Paradise, Purgatory Knob, Devil’s Tollgate, and Hell for Certain.
“Then there are more chilling towns like Desolate Branch, Shades of Death Creek, and Troublesome Valley. You also will find some very descriptive names such as Ugly Creek, Hardscrabble, Stinking Creek, and Hateful Run. (…)
“Proof that the pioneers were aware of literature lies in the naming of towns like Avoca, from Moore’s “Irish melodies,” and Ravenswood, from Sir Walter Scott. And, of course, names like Caesar Mountain, Socrates Mountain, Eureka Island, Polemic Run, and Styx River. There also are Congo, Nile, and Rhine rivers, showing that somebody, at least, had a geography book. (…)

Der Führer am Rhein (2)

Ob der Führer den Rhein (und seinen Bewohner, den Rheinländer, worüber im Rheinland durchaus gestriten wird) nun mochte oder nicht: in „Mein Kampf“ taucht der Suchbegriff nur an wenigen Stellen auf. Hitler sah demnach den „deutschen Strom der Ströme“ zum ersten Mal auf seinem Weg als Kriegsfreiwilliger in den Ersten Weltkrieg nach Flandern und schreibt von „stillen Wellen“, „zartem Schleier des Frühnebels“, „milden Strahlen der ersten Sonne“, die den Anblick des Niederwalddenkmals begleiten, während er als junger Schnauzbart und Teil endloser, “Die Wacht am Rhein” schmetternder Kolonnen dem Kitsch der Kriegsromantik erliegt. In Flandern angelangt, kühlt seine Kriegsbegeisterung mit der Zeit merklich ab, „der überschwengliche Jubel wurde erstickt von Todesangst“. Die weiteren Erwähnungen des Rheins fallen überwiegend in einigermaßen verworrenen Zusammenhang mit dem Bösen – letzteres in Hitlers verschriftlichter Gedankenwelt bekanntlich gern manifestiert von Franzosen einerseits, Juden andererseits, und den von beiden „unerbittlichen“ Todfeinden jeweils instrumentierten Afrikanern. In des künftigen Führers um Klarheit ringenden Hirn lauern schwarzhaarige Judenjungen stundenlang mit satanischer Freude im Gesicht auf ahnungslose deutsche Mädchen, auch schaffen die Juden den Neger an den Rhein, mit dem leicht paradoxen Ziel, die weiße Rasse erst zu zerstören und dann zu beherrschen. Profetische Worte vor den Zeiten von Europäischer Union und Globalisierung: „Ganz gleich, wer in Frankreich regierte oder regieren wird, ob Bourbonen oder Jakobiner, Napoleoniden oder bürgerliche Demokraten, klerikale Republikaner oder rote Bolschewisten: das Schlußziel ihrer außenpolitischen Tätigkeit wird immer der Versuch einer Besitzergreifung der Rheingrenze sein und einer Sicherung dieses Stromes für Frankreich durch ein aufgelöstes und zertrümmertes Deutschland.“ Die schleichende „Vernegerung“ Frankreichs geschieht in Hitlers Analyse aus „der sadistisch-perversen Rachsucht dieses chauvinistischen Erbfeindes“, die „Verpestung durch Negerblut“ über den nahen Rhein zu exportieren. Bevor stünde ein gewaltiges Siedlungsgebiet vom Rhein bis zum Kongo, von niederer=durchmischter Rasse immerhin: „erfüllt“.

Rhein vs Kongo

Auf Arte lief gestern der beeindruckende Dokumentarfilm “Congo River, au-delà des ténèbres” von Thierry Michel. Falls der Rhein in seiner Gesamtheit jemals heilig oder göttlich war (beinah sämtliche alten Zeugnisse gehen davon aus und bis in die aufgeklärte Welt hinein finden sich einige wenige gültige Mythen und solche Flußstellen, an denen Heiligkeit und Göttlichkeit möglich scheinen), so ist er doch ein überwiegend bezwungener – im Vergleich zum nach wie vor höchst göttlich-mystisch-freien Kongo, insbesondere wenn Lokua Kanza zum Soundtrack beiträgt, und dieser Fluß sich wie eine selbst aus Wasser und Schlamm bestehende Wasserschlange voran- und hin- und her- und umwälzt und das Leben im Herzen der Finsternis aufschlägt, anschwellen läßt und richtet. Ob es am Rhein einst ähnlich ausgesehen haben könnte? In Lisala zerfällt Mobutus Rückzugspalast, in Xanten soll es einst einen gigantischen Königshof gegeben haben. Die Schlafkrankheit grassiert entlang des Kongo, der Rhein kannte einst die Malaria und wird sie vielleicht schon bald wieder kennenlernen. Die Klagen über die Menschen, die der Strom zu sich nahm bzw leblos ausspuckte, und die Bitten um sichere Passagen – bei letzteren erstaunt der beidseitige Katholizismus, der, sozusagen unter umgekehrten Vorzeichen, im heutigen Kongo nochmal in seine europäische Vergangenheit verfrachtet erscheint. Die schwimmende Stadt, die der Filmemacher über Wochen beim Hinabtreiben und Steckenbleiben im Flußsand begleitet, erinnert deutlich an die Beschreibungen der großen Rheinflöße. Nur zu einer Passage fällt mir keine Parallele ein: irgendwo am Ufer steht, stark vom Busch umstellt, eine Universität, in der ein einziger Professor die nach und nach zu Staub zerfallende botanische Sammlung hütet. Nicht mehr lang, und die tropische Pflanzenwelt wird sich das Detailwissen um sie selbst wieder organisch einverleibt haben. (Oder war da noch etwas mit dem Kölner Stadtarchiv?)