das leben am rhein

von westen, dem zersiedelten umland
ziehen wolken auf. wir trotzen, bleiben gewiß
am strand, wo du ein sonniges fleckchen liebst.
du scherzt, du lachst dich, ein großer spaß.
deine schultern unnah, deine klopfenden schenkel.
du machst mich kirre, machst mich jeck. und wir singen
ländchen, land, ländchen der reben. geliebte
sagt man, und schönheit. es klimpert im herz
kasten. wonne, sagt man, und freude. schon
glänzen die äuglein, schon mischen sich
tränen in den trüben strom. fürwahr (& gesteh
es nur ein) deine freundschaft ist so bieder.

(nach Johann Joseph Reiff)

(aus: Adrian Kasnitz – innere sicherheit, Yedermann 2006. Rheinsein dankt dem Autor für die Überlassung des Textes.)