Mulhouse sémantique (4)

SIGN*A*RAMA (toute votre communication visuelle): Musée de l’Impression sur Etoffes: sieht selber aus wie`n riesiger Kartoffeldruckstempel. Halbmonddurgang: Skulpturen lustiger bunter präzisionsdurchlöcherter, offenbar stark aufmunternd bedrogter Kühe vorm Neuen Rathaus. Wie eine müde Herde Tiere im Zoo: die Arbeitslosen, die einen Kinderspielplatz in Beschlag nehmen, gegenüber dem Resto Social mit warmem Mittagstisch. “M. de Montaigne ging auch die Kirche, denn sie sind nicht katholisch. Es war unendlich Beispiele zu sehen, die Freiheit und gute ceste der Nation und des Reisin hoste zurückzukehren des dieser Stadt und einem wunderschönen Palast und avoit dor, wo er den Vorsitz führt, um seine host-Tabelle.” Halbmonddurgang: Bierstüwa Wistüwa Klapperstei. Immer wieder begegne ich ein und derselben Person in den Straßen: dem Fotografen der Fassaden auf Google Street View mit seinem unkenntlich gemachten Gesicht. Halbmonddurgang, halbmondabwärts: „Am 19. Oktober 1977 wurde Hanns Martin Schleyers Leiche in Mülhausen gefunden.” Halbmonddurgang, in der Vollkrümmung: Das Noumatrouff (elsässisch für „nun mal druff“?) wirbt mit seinem Wolfskopfmenschen. Halbmonddurgang, Engstelle: Bus 11 BRUSTLEIN. Halbmonddurgang, Zentrend: am Markt auf der gedeckelten Ill weist ein letzter Stand darauf hin, daß man noch elsässisch spreche. Feinste Teilchen und Krümel dringen von der Straße durch die Sohlen in die Schuhe, erhitzen sich durch die Reibung beim Gehen und Stehen. Nach einigen Stunden hat sich unter den Füßen ein Teppich aus glühender, dennoch feuchter Asche gebildet: élégance africaine in der Rue de Stalingrad. Schwer zermauserte Tauben. ANTIGEL. Gezeichnet: Jeannine Coiff. (Nee: der Pröbstlin.)