Westfalen im Odenwald am Rhein

Und kaum erschallte Rittershaus` Westfalenlied ein zwei Dekaden, was wenig ist vor dem Auge der Geschichte, wurde es via Odenwald zurück an den Rhein beordert, von Jakob Klassert, mit folgender Adaption:

Ihr mögt den Rhein, den stolzen preisen
und seiner Ufer goldne Pracht,
ihr möget schön die Alpen heissen
und, wo Italiens Sonne lacht.
Ich lobe mir mein Heimatland
das Land, wo meine Wiege stand,
wo über sonnbeglänzten Höh´n
die grünumrankten Burgen stehn.
Dir ruf´ ich zu, dass laut es schallt:
O grüss´ dich Gott, mein Odenwald!

Nach deinen Eichen, deinen Buchen
sehnt sich mein Herz im fremden Land,
und in die Ferne schweifend suchen
dich die Gedanken unverwandt.
Und kehr´ ich endlich dann zurück
und sieht in blauer Fern´ mein Blick
die Berge tauchen all hervor
da jauchzt mein ganzes Herz empor.
Aus voller Brust mein Ruf erschallt:
O grüss dich Gott, mein Odenwald!

Vom klaren Neckar bis zum Maine
der träg und trüb sich dahin zieht,
entbieten Gruss dem Vater Rheine
die Gipfel übers feuchte Ried!
der trunkne Blick schaut nah´ und weit
hoch über alle Herrlichkeit,
die Wälder, Dörfer, Burgen all
die Wiesen, Bächlein ohne Zahl!
O du mein liebster Aufenthalt!
O grüss dich Gott, mein Odenwald!

Nicht bergen Silber unsere Schluchten
nicht Gold – doch mehr als solchen Tand
schon manche in den Bergen suchten
und mancher in den Bergen fand.
Schön wie der Tag im Morgenstrahl
flink wie die Reh im Felsental,
fromm wie ein Engel, treu wie Gold
dies Lob man unsern Mädchen zollt.
Gott segne, schütze und erhalt
mein teures Lieb im Odenwald!