Türkischer Rhein: Dönerschiff Düsstanbul (2)

düsstanbul_kaptan-soyluDie Presse beschäftigt sich weiterhin mit der Eröffnung von Kaptan Soylus (Bild: Costa “Quanta” Costa) Dönerschiff im Golzheimer Hafen. Nachdem der Termin Ende September nicht eingehalten werden konnte, sollen im schwimmenden Imbiß nun am heutigen Samstag die ersten Döner und Fischbrötchen über den Tresen gehen, wie Die Welt berichtet. Die Düsstanbul, das “erste Dönerschiff auf dem Rhein” ist dabei gar nicht so unik – sagt der Kapitän höchstselbst: “In Frankfurt gebe es bereits ein Döner-Schiff, auf dem Rhein sei er der Erste, berichtet Soylu. Auf große Fahrt entlang des Flusses wird das Schiff aber auch künftig nicht gehen. Es bleibt fest im Jachthafen verankert. Einen eigenen Motor hat es ohnehin nicht. (…) Selbst für starkes Hochwasser haben Soylu und sein Ideengeber schon Pläne geschmiedet. Per Kran soll das Schiff dann aus dem Wasser gezogen und an der Rheinpromenade aufgestellt werden.”

Türkischer Rhein: Dönerschiff Düsstanbul

“Hüseyin Soylu kann es kaum noch erwarten. Denn wenn nichts mehr dazwischen kommt, wird Ende September mit der Düsstanbul das erste Dönerschiff seinen Betrieb aufnehmen und die Kunden mit traditionellem Döner und Bratfisch nach Istanbuler Art versorgen. In der türkischen Metropole am Bosporus wird der Fisch frisch aus dem Wasser geangelt und an die umliegenden Händler verkauft. Im Golzheimer Hafen kommt der Fisch frisch vom Duisburger Großmarkt auf den Teller. Seinen Hafen wird das Schiff nicht verlassen, es bleibt fest im Yachthafen liegen”, schreibt die WZ und täuscht sich in einem Punkt: die Makrelen für die Fischbrötchen (balık ekmek), wie sie etwa in Eminönü am Goldenen Horn unter osmanischen Clownereien auf heftig schaukelnden Booten gebraten und in unüberschaubaren Mengen, begleitet von Steckrübensaft (şalgam suyu) unters Volk gebracht werden, stammen heuer großteils aus Norwegen. Der Bosporus gilt als überfischt und aus dem Rhein ziehen Angler seit ein zwei Jahren vornehmlich Grundeln, ohne daß die Grundel bisher die heimische Kultur des belegten Brötchens maßgeblich bereichert hätte.