Ist der wein so gudt gewesen, das Ich die schuh vergessen habe

„(…) dornach auff schaffhaussen, zu schaffhaussen habe Ich so viel erbedtelt, das Ich habe wollen schuh kauffen, aber Ich bin In das wirtshaus vorgegangen, da Ist der wein so gudt gewesen, das Ich die schuh vergessen habe, habe die schuh mit wieden gebunden, vndt // gelauffen bis nach vlm, an der dona, etc.
Dessen 1627 gars In Abpril den 3. habe Ich mich vnter den pabpenhemsen Regemendt, zu Vlm, lassen vnterhalten, den Ich gans abgeRissen gewessen, fur einen gefreiten, von daaus, sindt wir auff den musterplatz getzogen, nach die ober Margraffschaff baden, Aldort In quartier gelehgen, gefressen vndt gesoffen, das es gudt heisset. (…)“

Kurzer Ausschnitt aus Peter Hagendorfs umfänglichen Tagebuch, das dieser während des Dreißigjährigen Krieges verfaßte, das bis heute erhalten blieb und das Prof. Jan Peters im Akademie Verlag herausgegeben hat:
Peter Hagendorf: Ein Söldnerleben im Dreissigjährigen Krieg, Berlin 1993