Sein Schwerdt er durch ihre Ohrlein spießt.

Der Staar und das Badwännelein
(in der Spinnstube eines hessischen Dorfs aufgeschrieben.)

Herr Konrad war ein müder Mann,
Er band sein Roß am Wirtshaus an.

Das Mägdlein sprach, steig ab, steig ab,
Ihre Aeuglein schwankten auf und ab.

Ach Jungfer liebste Jungfrau mein,
Schenk mir ein Becher kühlen Wein ein.

Ach Herre, lieber Herre mein!
Ich bring ein Becher kühlen Wein.

Trink ab, trink ab du rother Mund,
Trink aus den Becher auf den Grund.

Frau Wirthin, liebe Frau Wirthin mein,
Ist dies fürwahr euer Töchterlein?

Mein Töchterlein ist sie nicht fürwahr,
Sie ist mein Magd für immerdar.

Wollt ihr mir sie leihen auf eine Nacht?
So will ich euch geben des Goldes Macht.

Wollt ihr mir geben des Goldes Macht,
Will ich sie euch leihen für eine Nacht.

Nun richt dem Herrn ein Fußbad an,
Mit Rosmarin und Majoran.

Sie ging in den Garten und brach das Kraut,
Da sprach der Staar, „o weh du Braut,

In dem Badwännelein ist sie hergetragen,
Darin muß sie ihm die Füße zwagen,

Der Vater starb in Leid und Noth,
Die Mutter grämt sich schier zu todt.

O weh du Braut! Du Findelkind,
Weißt nicht wo Vater und Mutter sind.“

Da trug sie das Badwännelein,
Wohl in des Herrn Schlafkämmerlein.

Sie fühlt hinein, obs nit zu warm,
Und weint dazu, das Gott erbarm!

Ach meine Braut was weinst du dann?
Bin ich dir nicht gut für einen Mann.

Du bist mir gut für einen Mann,
Ich wein über, was der Staar mir sang.

Ich war im Garten und brach das Kraut,
Da sang der Staar: “o weh du Braut!

In dem Badwännelein ist sie hergetragen,
Darin muß sie ihm die Füße zwagen,

Der Vater starb in Leid und Noth,
Die Mutter grämt sich schier zu todt.

O weh du Braut! Du Findelkind,
Weißt nicht wo Vater und Mutter sind.“

Da sah der Herr das Badwännelein an,
Da war das burgundische Wappen dran.

Das ist meines Herrn Vaters Schild allein,
Wie kommt dies Wännlein ins Wirtshaus herein?

Da sang der Vogel am Fensterladen:
„In dem Badwännelein ist sie hergetragen

O weh du Braut, du Findelkind!
Weißt nicht, wo Vater und Mutter sind.“

Herr Konrad sah an ihren Hals,
Da hatte sie ein Muttermahl.

Grüß Gott, grüß Gott mein Schwesterlein.
Dein Vater ist König an dem Rhein.

Christina heißt deine Mutter,
Konrad dein Zwillingsbruder.

Da knieten sie nieder auf ihre Knie,
Und dankten Gott bis morgens früh.

Daß er sie hielt von Sünden rein,
Durch den Staar und das Badwännelein.

Und als zu morgen kräht der Hahn,
Frau Wirthin fängt zu rufen an.

Steh auf, steh auf du junge Braut
Kehr deiner Frau die Stube aus.

Sie ist fürwahr keine junge Braut,
Sie kehrt der Wirthin die Stube nicht aus.

Herein Frau Wirthin nur herein,
Nun bringt uns einen Morgenwein.

Und als die Wirthin zur Stube eintrat,
Herr Konrad sie gefraget hat:

Woher habt ihr das Jungfräulein?
Sie ist eines Königs Töchterlein.

Die Wirthin ward bleich als die Wand,
Der Staar verrieth da ihre Schand.

In einem Lustgarten im grünen Gras
Das Kind in dem Badwännelein saß.

Da hat die bös` Zigeunerin
Gestohlen das zarte Kindelein.

Herr Konrad war so gar entrüst
Sein Schwerdt er durch ihre Ohrlein spießt.

Er bat sein Schwesterlein um einen Kuß,
Ihr Mündelein reicht sie ihm mit Lust.

Er führt sie bey der schneeweißen Hand
Und hob sie auf den Sattel bald.

Das Wännelein trug sie auf dem Schooß,
Da ritt er vor der Frau Mutter Schloß.

Und als er in das Thor eintritt,
Die Mutter ihm entgegen schritt.

Ach Sohne, lieber Sohne mein,
Was bringst du für eine Braut herein.

Sie führt das Wännelein ja zur Hand,
Als ob sie mit einem Kinde gang.

Es ist fürwahr keine junge Braut.
Es ist euer Tochter Gertraut

Und als sie von dem Sattel sprang,
Die Mutter in ein Ohnmacht sank

Und als sie wieder zu Sinnen kam
Ihr Tochter sie in die Arme nahm.

Laß sie sichs eine Freude sein,
Ich bin Gertraut ihr Töchterlein.

Heute sind es fürwahr 18 Jahr,
Daß ich der Frau Mutter gestohlen war.

Und ward getragen über den Rhein
In diesem kleinen Badwännelein.

Und als sie sprach, da kam der Staar,
Und sang die Sach ganz offenbar.

Und sang: „O weh mein Ohr thut weh,
Ich will keine Kinder stehlen mehr.“-

„Ach Goldschmidt lieber Goldschmidt mein,
Nun schmiede mir ein Gitterlein,

Schmied mirs wohl vor das Badwännelein,
Das soll des Staaren Wohnung seyn.“

(aus: Achim von Arnim/Clemens Brentano: Des Knaben Wunderhorn)

Almabtrieb (2)

Es war ein wenig wie bei der Tour de France. Zunächst sperrte der freundliche Dorfpolizist die Fahrbahn ab. Unser Linienbus mußte in eine Parkbucht ausweichen. Hinter uns sammelten sich die PKWs. Das Orchester der Kuhschellen klang martialisch aus der Höhe herab. Aus derselben Höhe schien zunächst ein Materialwagen auf, ein Jeep, mit Ersatzteilen auf der Ladefläche: Glockengurte. Über den durchschnittlichen Glockengurtverschleiß auf der Alm ist uns wenig bekannt. Er scheint jedoch erheblich zu sein:

gurte

Mit einigem Abstand folgte der Wagen des Öhis. Der Öhi würdigte vom Thron seines Treckers die Touristen am Straßenrand kaum eines Blickes. Sein Stolz war die verbrachte Saison. Sicherlich zurecht. Eine Menge Käselaiber dürften den Berg heruntergerollt worden sein in dieser Saison. Und besagter Käse: ist guter Käse. Verdammt guter Käse.

oehi

Schließlich folgten, vom Dröhnen ihrer Schellen längst angekündigt, die Topkühe der Saison. Es gelang uns gerade noch, eine Oberkuh, eine wahrhaft hippieske Chefkuh, ein Milchmonster, eine wirklich coole Kuh abzulichten, bevor wir die Kamera in den Filmmodus (siehe vorletzter Eintrag) umschalteten, der einige der letzten der rund 100.000 Rindviecher einfing, bevor der Spuk vorüber war.

hippiekuh

Arbon

Ostwind-Exkursion an den rheindurchströmten Bodensee. Die Bahntrasse gesäumt von Golfspielern und stochernden Störchen. Ab Buchs und ganz verstärkt ab St. Margrethen zu beobachten: rapide steigende Passagieranteile von Seniorinnen und dunkleren Hauttypen, eine typische Szene für die Afrikanische (anderen Quellen zufolge: Indische) Schweiz. Das Tagesticket verführt zu Pingpong-Reisen zwischen dem St. Gallischen und dem Thurgauischen: Arbon, Rorschach und Romanshorn heißen die Stationen. Alle drei Orte besitzen ihre Häfen und Seepromenaden. WELLEN WOLLEN WALLEN hat jemand drei wagnersch-wuchtige Witzworte aus dünnen Brettern am Arboner Ufer zusammengezimmert; das Holzgespreite liegt flach im Schwappwasser und ist kaum lesbar, aber Kunst. Etwa dreißig Meter vom Ufer entfernt steht ein Quader im See, der (”nur für Einzelpersonen!”) über ein Ziehleinenboot zu erreichen ist und als poetische Eremitage dienen soll, in der auch ein Nachtlager möglich sei:

eremit

Mehr solch öffentlicher Naherholungseinsiedeleien hier und dort und sonstwo überall am Rhein – und die aktuelle Dichterschwemme nähme womöglich tsunamisch-teuflische Ausmaße an. Ob in besagtem Eremitengehäuse gedichtet – oder doch außerhalb: eine lyrische Betrachtung von Maruen und J.A.Z., die das gesamte Wasserskulpturenensemble beschreibt, dem noch ein Eimerbrunnen mit amputierten Händen angehört, findet sich genau zu des Fotografen Füßen – man beachte das tiefsinnige Wortspiel mit Lancelot:

Lance l`eau

Au bout du quai
Et relié à la rive
A l`écart et à échelle humaine
Tendu vers un hypothétique départ
Et un retour certain
Espace aquatique clos

Juste une possibilitée d`écouter differemment
L`eau du lac jouant entre les planches
Celles du quai et celles du récipient
Seaux infirmes de leurs anses
Mains amputées de leurs poignets
Mais l`eau qui danse

Lance l`eau

***

Abseits zeitgenössischer Uferkunst besitzt Arbon eine Altstadt und sogar eine eigene Steinzeitkultur. Das Stadtwappen besteht aus einem stilisierten, nicht näher spezifizierbaren, aber glücklichen Laubbaum (arbor felix), in dessen Krone nicht näher spezifizierbare Vögel nisten, von denen einer senkrecht-kopfüber, also mit comichafter Waghalsigkeit in ein von zwei nicht näher spezifizierbaren prächtigen Fischen bevölkertes Gewässerhalbrund stürzt. Das Arboner Wappen flattert überall auf Fahnen über der Arboner Altstadt und macht deutlich mehr her als manches andere Stadtwappen. Die Arboner Kunsthalle sieht aus wie eine Remise und ist nur an seltenen Wochentagen für zwei Stunden geöffnet. Die Kunst im innerstädtischen, nicht direkt am Ufer gelegenen Raum besteht aus recht experimentellen Versen („Frau verbrüht / Waffen in / Polizei nimmt / der Xamax / Ex-Mann / mit Kabine“), deren typisch schweizerische Kargheit massig Interpretationsspiel läßt – oder aus herkömmlichen Preisungen des Herrn:

gott-hilft

Am Arboner Hafen sehen wir eine mondäne Dame in Kalbsschnitzel-Sandalen und lernen neue Wörter wie „Schlipf-Benützung“ und „Bilgenschwein“. Außerdem gibt es ein bisher völlig an uns vorbeigegangenes Verbot der großen Verbotsnation Schweiz zu entdecken:

verboten

Anne of Geierstein (2)

(…) Here he was interrupted by the door of the chapel suddenly opening, when an ecclesiastic appeared on the threshold. Philipson instantly knew the Priest of Saint Paul’s, whom he had seen that morning at La Ferette. Bartholomew also knew him, as it would seem; for his officious hypocritical eloquence failed him in an instant, and he stood before the priest with his arms folded on his breast, like a man who waits for the sentence of condemnation.

“Villain,” said the ecclesiastic, regarding the guide with a severe countenance, “dost thou lead a stranger into the houses of the Holy Saints, that thou mayst slay him, and possess thyself of his spoils? But Heaven will no longer bear with thy perfidy. Back, thou wretch, to meet thy brother miscreants, who are hastening hitherward. Tell them thy arts were unavailing, and that the innocent stranger is under MY protection — under my protection, which those who presume to violate will meet with the reward of Archibald de Hagenbach?”

The guide stood quite motionless, while addressed by the priest in a manner equally menacing and authoritative; and no sooner did the latter cease speaking, than, without offering a word either in justification or reply, Bartholomew turned round, and retreated at a hasty pace by the same road which had conducted the traveller to the chapel.

“And do you, worthy Englishman,” continued the priest, “enter into this chapel and perform in safety those devotions, by means of which yonder hypocrite designed to detain you until his brethren in iniquity came up. But first, wherefore are you alone? I trust naught evil hath befallen your young companion?”

“My son,” said Philipson, “crosses the Rhine at yonder ferry, as we had important business to transact on the other side.”

As he spoke thus, a light boat, about which two or three peasants had been for sonic time busy, was seen to push from the shore, and shoot into the stream, to which it was partly compelled to give way, until a sail stretched along the slender yard, and supporting the bark against the current, enabled her to stand obliquely across the river.

“Now, praise be to God!” said Philipson, who was aware that the bark he looked upon must be in the act of carrying his son beyond the reach of the dangers by which he was himself surrounded.

“Amen!” answered the priest, echoing the pious ejaculation of the traveller. “Great reason have you to return thanks to Heaven.”

“Of that I am convinced,” replied Philipson; “but yet from you I hope to learn the special cause of danger from which I have escaped?”

“This is neither time nor place for such an investigation,” answered the priest of Saint Paul’s. “it is enough to say, that yonder fellow, well known for his hypocrisy and his crimes, was present when the young Switzer, Sigismund, reclaimed from the executioner the treasure of which you were robbed by Hagenbach. Thus Bartholomew’s avarice was awakened. He under-took to be your guide to Strassburg, with the criminal intent of detaining you by the way till a party came up, against whose numbers resistance would have been in vain. But his purpose has been anticipated. — And now, ere giving vent to other worldly thoughts, whether of hope or fear, — to the chapel, sir, and join in orisons to Him who hath been your aid, and to those who have interceded with Him in your behalf.”

Philipson entered the chapel with his guide, and joined in returning thanks to Heaven and the tutelary power of the spot, for the escape which had been vouchsafed to him.
Here a novice appeared from the vestiary of the chapel at his call, and received commands to inquire at the hamlet whether Philipson’s bales, with the horse which transported them, had been left there, or ferried over along with his son.

The novice, being absent a few minutes, presently returned with the baggage-horse, which, with its burden, Arthur, from regard to his father’s accommodation, had left on the western side of the river. The priest looked on attentively, while the elder Philipson, mounting his own horse, and taking the rein of the other in his hand, bade the Black Priest adieu in these words, — “And now, father, farewell! I must pass on with my hales, since there is little wisdom in travelling with them after nightfall, else would I gladly suit my pace, with your permission, so as to share the way with you.”

“If it is your obliging purpose to do so, as indeed I was about to propose,” said the priest, “know I will be no stay to your journey. I have here a good horse; and Melchior, who must otherwise have gone on foot, may ride upon your sumptor-horse. I rather propose this course, as it will be rash for you to travel by night. I can conduct you to an hostelry about five miles off, which we may reach with sufficient daylight, and where you will be lodged safely for your reckoning.” (…)

(aus: Walter Scott – Anne of Geierstein, or The Maiden of the Mist, Kapitel 18, Edinburgh 1829)

Förschtafescht

“An den kaiserlichen Auftritt in Heinrich Manns „Der Untertan“, ans Mittelalter, an vorörtliche Fronleichnamsprozessionen und an zwiespältig beleumundete, sehr entfernte Ecken des Weltalls zugleich gemahnt der Staatsfeiertag einer kleinen Monarchie in den Rheinalpen: „An diesem Tag feiert das Fürstentum sich selbst“ schlagzeilen übereinstimmend alle drei Tageszeitungen, die konservative, die etwas konservativere und die selbsternannt konservativste. Die Feiern beginnen mit einem Feldgottesdienst auf der Schloßwiese, die eine Wiese außerhalb des Schloßes mit beinahe fürstlichem Talblick vorstellt. Die ganze Nacht über hat der Regen Schwung geholt, um nun in handfesten Strängen herunterzuplästern. Dennoch haben sich einige unverdrossene Untertanen versammelt, den Zeremonien beizuwohnen, myzelig sprießen da und dort auberginefarben-fürstliche Regenschirme aus der Wiese, gegen Gottes Wässerungsmaßnahme emporgestemmt von den Anzugträgern der Nation. Vorm Regen von einem fliegenden Zeltaufbau geschützt klammert sich, adrett in Tracht, das nationale Ufftata-Orchester an seine Instrumente, die Mienen wechseln nach persönlichen Vorliebe (für klerikale oder weltliche Stücke) zwischen Ergebenheit und Depression. In schleppendem Ton zitiert der Erzbischof, ein kleines, rundes, an kirschwassergestreckte, in Knittergoldfolie verpackte Marzipanprodukte erinnerndes Wesen, seine Lieblingsbibelverse, erzählt die Anekdote vom Papstbesuch im Fürstentum vor 25 Jahren „die sicher viele hier noch in bester Erinnerung haben“, als es nämlich ähnlich plästerte, und der Papst die versammelten Untertanen darob fragte, ob sie denn wüßten, weshalb es so regne, und als keiner (!) eine Antwort fand seine päpstliche gab: „weil alle hier noch wachsen müssen“, eine schöne Anekdote fürwahr, von des heiligen Vaters unfehlbarer Weisheit, die der kugelförmige Erzbischof da auspackt, gefolgt von der Ankündigung, die Predigt, aus der er wegen des Regens nur die Inhaltsangabe verlese und die bitte bei tieferem Interesse in voller Länge in den drei nationalen Tageszeitungen oder auf der Website der Erzdiözese nachgelesen werden solle, handele von der nötigen Abkehr vom Mammon, was weder beim mammonnichtganzabgewandten Fürstenhaus, noch beim mammoneherzugewandten Untertanenvolk tieferes Interesse auszulösen scheint. Das Warten im Regen richtet sich nun auf den Staatsakt und spürbar bereits auf den geordneten Marsch zum Schloßhof, in den die Fürstenfamilie zu Brezeln und Bier einlädt, eine Gelegenheit, die sich insbesondere in Tschechien herumgesprochen zu haben scheint, größere Gruppen wilder junger Tschechen jedenfalls bevölkern die letzten Anspracheminuten, der Erbprinz, selbst in natürlichster Natur eine wie mit Fotoshop für TV-Zeitschriftcover zurechtgeglättete Erscheinung uradeligst-feiner Strahlkraft, erklärt in von den Untertanen ob ihrer Eloquenz bewunderten, immer wieder müde ausholenden und im großen weiten Offenen verlaufenden Sätzen die von Sparzwängen umstellte Gegenwart seines kleinen, nichtsdestotrotz in Tschechien mittlerweile wohl ganz gut bekannten Landes, und als er geendet hat, wiederholt sein Landtagspräsident des Erbprinzen Worte, damit die Untertanen doppelt Bescheid wissen, spricht desweiteren vom völlig zu Unrecht bestehenden und daher unbedingt zu reparierenden schiefen Blick einiger bekannter Nationen auf seines Fürsten unschuldiges Land, die ersten Tschechen liegen da bereits unter den Bierhähnen, das Absingen der Nationalhymne setzt die Worte „Rhein“ und „frei“ frei, unter Applaus und Spalier spaziert das Fürstenhaus in sein Schloß, von plötzlich massiv angeschwollenen Menschenmengen gefolgt, die im Schloßhof den berühmten fürstlichen Rheinblick erhaschen wollen, sowie das ein odere andere Freibier.”
So war es letztes Jahr und die Jahre zuvor. Dies Jahr jedoch entfiel der Feldgottesdienst, denn der kleine runde, Maria, die Muttergottes, heiß verehrende Bischof, sagte denselben ab, da aktuell “gwüsse” Modernisierungsvorgänge in der kleinen Monarchie in der Trennung von Kirche und Staat zu münden drohen. Die vor Jahresfrist verkündeten Sparmaßnahmen haben indessen bei unveränderter Blüte der kleinen Monarchie, wenngleich unter Wehklagen der an Wachstumsschwund leidenden Treuhänderbranche, gegriffen und so bleibt dem Fürstenhaus heuer etwas mehr Geld fürs Abschlußfeuerwerk des großen Tages, das Blumen-, Palmen-, Smiley- und Hohlkubusdarstellungen vor die Felsenwände zaubert, bevor ein sagenhafter Goldregen auf die bis zur Hutschnur mit euforisierenden Getränken gefüllte staunende Menge zu Füßen des Schloßes niedergeht und wo andernorts das Wort am Anfang aller Dinge stand, hier, nach einer geschlagenen Dreiviertelstunde Himmelsillumination, die, aufgrund ihrer Gestrecktheit, beim Nachwuchs schon zu zögerlichen “Hören uff”-Rufen Anlaß gibt, am Ende aus Feuer geschrieben steht: “Für Gott, Fürst und Vaterland”, was zu erleben demjenigen, der sich seine Vertreter und Trompeter, seine Richter und Vernichter selbst wählen darf, ein Gefühl vermittelt, das nicht hier zwar, wohl aber in einem künftigen Verswerk noch zu ausführlichen Ehren gelangen mag.

La Pêche miraculeuse (5)

(…) D’après les règles de la grande partie, celui des deux combattants qui sort victorieux de cette épreuve a le droit de choisir la boisson qui lui convient, et de l’imposer à son adversaire.
Hérode avait déposé sa pipe sur le comptoir. Il prit le fil et l’aiguille que lui présentait Van den Brock, et, soulevant sa lourde masse, les yeux écarquillés, le bras haut, il ajusta; mais, soit que sa main fût réellement alourdie, ou que le vacillement des chandelles lui troublât la vue, il fut obligé de s’y reprendre à deux fois, ce qui parut faire une grande impression sur les assistants, car ils se regardèrent entre eux tout stupéfaits.
«A votre tour, Cappelmans!» dit le bourgmestre.
Alors maître Andreusse se levant, prit l’aiguille, et du premier coup il passa le fil.
Des applaudissements frénétiques éclatèrent dans la salle; on aurait dit que la baraque allait s’écrouler.
Je regardai Gambrinus: sa large figure charnue était bouffie de sang, ses joues tremblaient.
Au bout d’une minute, le silence étant rétabli, Van den Brock frappa trois coups sur la table et s’écria d’un ton solennel:
«Maître Cappelmans, vous êtes glorieux en Bacchus!… Quelle est votre boisson?
- Du skidam! répondit maître Andreusse, du vieux skidam! Tout ce qu’il y a de plus vieux et de plus fort!»
Ces mots produisirent un effet surprenant sur le tavernier.
«Non! non! s’écria-t-il; de la bière, toujours de la bière: pas de skidam.»
Il s’était levé tout pâle.
«J’en suis fâché, dit le bourgmestre d’un ton bref; mais les règles sont formelles: qu’on apporte ce que veut Cappelmans.»
Alors Gambrinus se rassit comme un malheureux qui vient d’entendre prononcer sa condamnation à mort, et l’on apporta du skidam de l’an XXII, que nous goûtâmes, Van Rasimus et moi, afin de prévenir toute fraude ou mélange.
Les verres furent remplis et la lutte continua.
Toute la population d’Osterhaffen se pressait aux fenêtres.
On avait éteint les chandelles. Il faisait grand jour.
A mesure que la lutte approchait du dénoûment fatal, le silence devenait plus grand. Les buveurs, debout sur les tables, sur les bancs, les chaises, les tonnes vides, regardaient attentifs.
Cappelmans s’était fait servir une andouille et mangeait de bon appétit; mais Gambrinus ne se ressemblait plus à lui-même; le skidam le stupéfiait! Sa large face cramoisie se couvrait de sueur, ses oreilles prenaient des teintes violettes, ses paupières s’abaissaient, s’abaissaient. Parfois un tressaillement nerveux lui faisait relever la tête; alors, les yeux tout grands ouverts, la lèvre pendante, il regardait d’un air hébété ces figures silencieuses pressées les unes contre les autres; puis il prenait sa cruche à deux mains et buvait en râlant.
Je n’ai rien vu de plus horrible en ma vie. Tout le monde comprenait que la défaite du tavernier était certaine.
«Il est perdu! se disait-on. Lui qui se croyait invincible, il a trouvé son maître; encore une ou deux cruches, et tout sera fini!»
Cependant quelques-uns prétendaient le contraire; ils affirmaient qu’Hérode pouvait tenir encore trois ou quatre heures, et Van Rasimus offrait même de parier une tonne d’aele, qu’il ne roulerait sous la table que vers le coucher du soleil; lorsqu’une circonstance, en apparence insignifiante, vint précipiter le dénoûment.
Il était près de midi.
Le garçon de cave Nickel Spitz emplissait les cruches pour la quatrième fois.
La grande Judith, après avoir essayé de mettre de l’eau dans le skidam, venait de sortir tout en larmes; on l’entendait pousser des gémissements lugubres dans la chambre voisine.
Hérode sommeillait.
Tout à coup la vieille horloge se mit à grincer d’une façon bizarre, les douze coups sonnèrent au milieu du silence; – puis le petit coq de bois, perché sur le cadran, battit des ailes et fit entendre un ko-ko-ri-ko prolongé.
Alors, mes chers amis, ceux qui se trouvaient dans la salle furent témoins d’une scène épouvantable.
Au chant du coq, le tavernier s’était levé de toute sa hauteur, comme poussé par un ressort invisible.
Je n’oublierai jamais cette bouche entr’ouverte, ces yeux hagards, cette tête livide de terreur.
Je le vois encore étendre les mains pour repousser l’affreuse imago. Je l’entends qui s’écrie d’une voix strangulée:
«Le coq! oh! le coq!…»
Il veut fuir… mais ses jambes fléchissent!… et le terrible Hérode Van Gambrinus tombe comme un boeuf sous le coup de l’assommoir, aux pieds de maître Andreusse Cappelmans.

III
Le lendemain,vers six heures du matin, Cappelmans et moi nous quittions Osterhaffen, emportant la Pêche miraculeuse.
Notre rentrée à Leyde fut un véritable triomphe; toute la ville, prévenue de la victoire de maître Andreusse, nous attendait dans les rues, sur les places: on aurait dit un dimanche de kermesse; mais cela ne parut faire aucune impression sur l’esprit de Cappelmans. Il n’avait pas ouvert la bouche tout le long de la route, et semblait préoccupé.
A peine arrivé chez lui, son premier soin fut de consigner sa porle:
«Christian, me dit le brave homme en se débarrassant de sa grosse houppelande, j’ai besoin d’être seul; retourne chez ta tante et tâche de travailler. Quand le tableau sera fini, j’enverrai Kobus te prévenir.»
Il m’embrassa de bon coeur et me poussa doucement dehors.
Ce fut un beau jour, lorsque, environ six semaines plus tard, maître Andreusse vint me prendre lui-même chez dame Catherine et me conduisit dans son atelier.
La Pêche miraculeuse était suspendue contre le mur, en face des deux hautes fenêtres.
Dieu, quelle oeuvre sublime! Est-il possible qu’il soit donné à l’homme de produire de telles choses!… Cappelmans avait mis là tout son coeur et tout son génie: l’âme de Van Marius devait être satisfaite.
Je serais resté jusqu’au soir, muet d’admiration, devant cette toile incomparable, si le vieux maître, me frappant tout à coup sur l’épaule, ne m’avait dit d’un ton grave:
«Tu trouves cela beau, n’est-ce pas, Christian? Eh bien, Van Marius avait encore une douzaine de chefs-d’oeuvre pareils dans la tête. Malheureusement, il aimait trop d’aele triple et le skidam; son estomac l’a perdu! C’est notre défaut, à nous autres Hollandais. Tu es jeune, que cela te serve de leçon; – le sensualisme est l’ennemi des grandes choses!» FIN.

La Pêche miraculeuse (4)

(…) Nous entrâmes dans la petite allée sombre, et bientôt maître Andreusse, qui marchait le premier, s’étant retourné, me dit à l’oreille:
«Attention, Christian!»
En même temps il poussa la porte, et sous les jambons, les harengs et les andouilles suspendus aux poutres noires, j’aperçus une centaine d’hommes assis autour de longues tables; rangées à la file; les uns accroupis comme des magots, les épaules arrondies; d’autres, les jambes écartées, le feutre sur l’oreille, le dos contre le mur, lançant au plafond des nuages de fumée tourbillonnante.
Ils avaient tous l’air de rire, les yeux à demi fermés, les joues bridées jusqu’aux oreilles, et semblaient plongés dans une sorte de béatitude profonde.
A droite, une large cheminée flamboyante envoyait ses traînées de lumière d’un bout de la salle à l’autre; de ce côté, la vieille Judith, longue et sèche comme un manche à balai, la figure empourprée, agitait au milieu des flammes une grande poêle où pétillait une friture.
Mais ce qui me frappa surtout, ce fut Hérode Van Gambrinus lui-même, assis dans son comptoir, un peu à gauche, tel que me l’avait dépeint maître Andreusse, les manches de sa chemise retroussées jusqu’aux épaules sur ses bras velus, les coudes au milieu des chopes luisantes, les joues relevées par ses poings énormes, son épaisse tignasse rousse ébouriffée et sa longue barbe jaunâtre tombant à flots sur sa poitrine. Il regardait d’un oeil rêveur la Pêche miraculeuse, suspendue au fond de la taverne, juste au-dessus de la petite horloge de bois.
Je le considérais depuis quelques secondes, lorsque, au dehors, non loin de la ruelle des Trois-Sabots, la trompe du watchmann se fit entendre, et dans le même instant, la vieille Judith, agitant sa poêle, se prit à dire d’un ton ironique:
«Minuit! Depuis douze jours le grand peintre Van Marius repose sur la colline d’Osterhaffen, et le vengeur n’arrive pas.
- Le voici!…» s’écria Cappelmans en s’avançant au milieu de la salle.
Tous les yeux se fixèrent sur lui, et Gambrinus, ayant tourné la tête, se prit à sourire en se caressant la barbe.
«C’est toi, Cappelmans? dit-il d’un ton goguenard. Je t’attendais. Tu viens chercher la Pêche miraculeuse“!
- Oui, répondit maître Andreusse, j’ai promis à Van Marius de terminer son chef-d’oeuvre; je le veux, et je l’aurai!
- Tu le veux et tu l’auras! reprit l’autre; c’est bientôt dit, camarade. Sais-tu que je l’ai gagné, moi, la cruche au poing?
- Je le sais. Et c’est la cruche au poing que j’entends le reprendre.
- Alors tu es bien décidé à jouer la grande partie?
- Oui, j’y suis décidé. Que le Dieu juste me soit en aide. Je tiendrai ma parole, ou je roulerai sous la table!»
Les yeux de Gambrinus s’illuminèrent:
«Vous l’avez entendu, s’écria-t-il en s’adressant aux buveurs, c’est lui qui me défie: qu’il soit fait selon sa volonté!»
Puis se tournant vers maître Andreusse:
«Quel est ton juge?
- Mon juge est Christian Rebstock,» dit Cappelmans en me faisant signe d’approcher.
J’étais ému, j’avais peur.
Aussitôt l’un des assistants, Ignace Van den Brock, bourgmestre d’Osterhaffen, coiffé d’une grande perruque de chiendent, tira de sa poche un papier, et d’un ton de pédagogue il lut:
«Le toâgt des biberons a droit au linge blanc,
«au verre blanc, à la blanche chandelle:
«qu’on le serve!»
Et une grande fille rousse vint déposer ces choses à ma droite.
«Quel est ton juge, à toi? demanda maître Andreusse.
- Adam Van Rasimus.»
Cet Adam Van Rasimus, le nez fleuri, l’échine courbée et l’oeil en coulisse, vint prendre place à côté de moi. On le servit de même.
Cela fait, Hérode, tendant sa large main par-dessus le comptoir à son adversaire, s’écria:
«N’emploies-tu ni sortilège ni maléfice?
- Ni sortilège ni maléfice, répondit Cappelmans.
- Es-tu sans haine contre moi?
- Quand j’aurai vengé Fritz Coppélius, Tobie Vogel le paysagiste, Roëmer, Nickel Brauer, Diderich Vinkelmann, Van Marius, tous peintres de mérite noyés par toi dans l`aele et le porter, et dépouillés de leurs oeuvres, alors je serai sans haine.»
Hérode partit d’un immense éclat de rire; et les bras étendus, ses larges épaules rejetées en arrière contre le mur:
«Je les ai vaincus la cruche au poing, s’écria-t-il, honorablement et loyalement, comme je vais te vaincre toi-même. Leurs oeuvres sont devenues mon bien légitime; et quant à ta haine, je m’en moque et je passe outre. – Buvons!»
Alors, mes chers amis, commença une lutte telle qu’on n’en cite pas deux comparables, de mémoire d’homme, en Hollande, et dont il sera parlé dans les siècles des siècles, s’il plaît au Seigneur Dieu: le blanc et le noir étaient aux prises; les destins allaient s’accomplir!
Une tonne d’aele fut déposée sur la table, et deux pots d’une pinte furent remplis jusqu’au bord. Hérode et maître Andreusse vidèrent chacun le leur d’un trait. Ainsi de suite de demi-heure en demi-heure, avec la régularité du tic-tac de l’horloge, jusqu’à ce que la tonne fût vide.
Après l’aele on passa au porter, et du porter au lambic.
Vous dire le nombre de barils de bière forte qui furent vidés dans cette bataille mémorable me serait facile: le bourgmestre Van den Brock en a consigné le chiffre exact sur le registre de la commune d’Osterhaffen, pour l’enseignement des races futures; mais vous refuseriez de me croire, cela vous paraîtrait fabuleux.
Qu’il vous suffise de savoir que la lutte dura deux jours et trois nuits. Cela ne s’était jamais vu!
Pour la première fois, Hérode se trouvait en face d’un adversaire capable de lui tenir tête; aussi, la nouvelle s’en étant répandue dans le pays, tout le monde accourait à pied, à cheval, en charrette: c’était une véritable procession; et comme beaucoup ne voulaient pas s’en retourner avant la fin de la lutte, il se trouva qu’à partir du deuxième jour, la taverne ne désemplit pas une seconde; à peine pouvait-on se mouvoir, et le bourgmestre était forcé de frapper sur la table avec sa canne et de crier:
«Faites place!» pour qu’on laissât passer les garçons de cave apportant les barils sur leurs épaules.
Pendant ce temps-là, maître Andreusse et Gambrinus continuaient de vider leurs pintes avec une régularité merveilleuse.
Parfois, récapitulant dans mon esprit le nombre de moos qu’ils avaient bus, je croyais faire un rêve et je regardais Cappelmans le coeur serré d’inquiétude; mais lui, clignant de l’oeil, s’écriait aussitôt en riant:
«Eh bien, Christian, ça marche! Bois donc un coup pour te rafraîchir.»
Alors je restais confondu.
«L’âme de Van Marius est en lui, me disais-je; c’est elle qui le soutient!»
Quant à Gambrinus, sa petite pipe de vieux buis aux lèvres, le coude sur le comptoir et la joue dans la main, il fumait tranquillement, comme un honnête bourgeois qui vide sa chope le soir, en songeant aux affaires de la journée.
C’était inconcevable. Les plus rudes buveurs eux-mêmes n’y comprenaient rien.
Le matin du troisième jour, avant d’éteindre les chandelles, voyant que la lutte menaçait de se prolonger indéfiniment, le bourgmestre dit à Judith d’apporter le fil et l’aiguille pour la première épreuve.
Aussitôt il se fit un grand tumulte; tout le monde se rapprochait pour mieux voir. (…)

La Pêche miraculeuse (3)

II
Notre carriole, attelée d’un petit cheval du Zuyderzée à grosse tête, les jambes courtes et poilues, le dos couvert d’une vieille peau de chien, courait depuis trois heures, de Leyde à l’Anse des Harengs, sans paraître avoir avancé d’un pouce.
Le soleil couchant projetait sur la plaine humide d’immenses reflets pourpres; les mares flamboyaient, et tout autour se dessinaient en noir les joncs, les roseaux et les prêles qui croissaient sur leurs rives.
Bientôt le jour disparut, et Cappelmans, sortant de ses rêveries, s’écria:
«Christian, enveloppe-toi bien de ta casaque, rabats les bords de ton feutre, et fourre tes pieds sous la paille. – Hue… Barabas… hue donc! nous marchons comme des escargots.»
En même temps il donnait l’accolade à sa cruche de skidam; puis s’essuyant les lèvres du revers de la main, il me la présentait, disant:
«Bois un coup, de peur que le brouillard ne t’entre dans l’estomac. C’est un brouillard salé, tout ce qu’il y a de pire au monde.»
Je crus devoir suivre l’avis de Cappelmans, et cette liqueur bienfaisante me mit aussitôt de bonne humeur.
«Cher Christian, reprit le vieux maître après un instant de silence, puisque nous voilà pour cinq ou six heures dans les brouillards, sans autre distraction que de fumer des pipes et d’entendre crier la charrette, causons d’Osterhaffen.»
Alors le brave homme se mit à me faire la description de la taverne du Pot de Tabac, la plus riche en bières fortes et en liqueurs spiritueuses de toute la Hollande.
«C’est dans la ruelle des Trois-Sabots qu’elle se trouve, me dit-il. On la reconnaît de loin à sa large toiture plate; ses petites fenêtres carrées, à fleur de terre, donnent sur le port. En face s’élève un grand marronnier; à droite, le jeu de quilles longe un vieux mur couvert de mousse, et derrière, dans la basse-cour, vivent pêle-mêle des centaines d’oie, de poules, de dindons et de canards, dont les cris perçants forment un concert tout à fait réjouissant.
«Quant à la grande salle de la taverne, elle n’a rien d’extraordinaire; mais là, sous les poutres brunes du plafond, au milieu d’un nuage de fumée bleuâtre, trône, dans un comptoir en forme de tonneau, le terrible Hérode Van Gambrinus, surnommé le Bacchus du Nord!
«Cet homme-là boit à lui seul deux mesures de porter; l`aele triple et le lambic passent dans son estomac comme dans un entonnoir de fer-blanc; il n’y a que le genièvre qui puisse l’assommer!
«Malheur au peintre qui met le pied dans cet enfer! – je te le dis, Christian, il vaudrait mieux qu’il n’eût jamais vu le jour. – Les jeunes servantes aux longues tresses blondes s’empressent de le servir, et Gambrinus lui tend ses larges mains velues, mais c’est pour lui voler son âme: le malheureux sort de là, comme les compagnons d’Ulysse sortirent de la caverne de Circé!»
Ayant dit ces choses d’un air grave, Cappelmans alluma sa pipe et se prit à fumer en silence.
Moi, j’étais devenu tout mélancolique, une tristesse insurmontable pénétrait dans mon âme. Il me semblait approcher d’un gouffre, et s’il m’eût été possible de sauter de la charrette, – que Dieu me le pardonne! – j’aurais abandonné le vieux maître à son entreprise hasardeuse.
Ce qui me retint encore, c’est l’impossibilité de retourner à travers des marais inconnus, par une nuit sombre. Il me fallut donc suivre le courant et subir le sort funeste que je prévoyais.
Vers dix heures, maître Andreusse s’endormit; sa tête se prit à ballotter contre mon épaule. Moi je tins bon encore plus d’une heure; mais enfin la fatigue l’emporta et je m’endormis à mon tour.
Je ne sais depuis combien de temps nous jouissions du repos, lorsque la charrette s’arrêta brusquement, et que le voiturier s’écria: «Nous y sommes!»
Cappelmans fit entendre une exclamation de surprise, tandis qu’un frisson me parcourait de la tête aux pieds.
Je vivrais mille ans, que la taverne du Pot de Tabac, telle que je la vis alors, avec ses petites fenêtres scintillantes et sa grande toiture qui s’abaisse à quelques pieds du sol, serait toujours présente à ma mémoire.
La nuit était profonde. La mer, à quelque cent pas derrière nous, mugissait, et par-dessus ses clameurs immenses, on entendait nasiller une cornemuse.
Dans les ténèbres, on voyait danser des silhouettes grotesques aux vitres de la baraque. On aurait dit un jouet d’enfant, une lanterne magique, un mirliton posé là dans la nuit pour narguer la scène formidable.
L’allée fangeuse éclairée par une lanterne de corne laissait entrevoir des figures étranges, avançant et reculant dans l’ombre comme des rats dans un égout. La ritournelle poursuivait toujours son train, et ce bruissement nasillard, le petit cheval de Van Eyck, la tête basse, les pieds dans la boue; Cappelmans, qui serrait sa grosse houppelande sur ses épaules en grelottant; la lune, entourée de nuages, regardant à travers quelques crevasses lumineuses: tout confirmait mes appréhensions et me pénétrait d’une tristesse invincible.
Nous allions mettre pied à terre, quand, du milieu des ombres, s’avança brusquement un homme de haute stature, coiffé d’un large feutre, la barbe en pointe, le col rabattu sur le pourpoint de velours noirs, et la poitrine ornée d’une triple chaîne d’or, à la manière des anciens artistes flamands.
«C’est vous, Cappelmans? fit cet homme, dont le profil sévère se dessinait sur les petites vitres du bouge.
- Oui, maître! répondit Andreusse tout stupéfait.
- Prenez garde! reprit l’inconnu en levant le doigt; prenez garde: le tueur d’âmes vous attend!
- Soyez tranquille; Andreusse Cappelmans fera son devoir!
- C’est bien, vous êtes un homme: l’esprit des vieux maîtres est avec vous!»
Ce disant, l’étranger s’enfonça dans les ténèbres, et Cappelmans, tout pâle, mais l’air ferme et résolu, descendit de la carriole.
Je le suivis plus troublé qu’il ne me serait possible de le dire.
De vagues rumeurs s’élevaient alors de la taverne. On n’entendait plus la cornemuse. (…)

La Pêche miraculeuse

In den Gallica-Archiven finden sich die Contes des bords du Rhin von Erckmann-Chatrian (Paris 1878), die offenbar bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Ein Schätzchen. Hier daraus:

La pêche miraculeuse

I
Un matin du mois de septembre 1850, le vieux peintre de marines, Andreusse Cappelmans, mon digne maître, et moi, nous fumions tranquillement notre pipe à la fenêtre de son atelier, au dernier étage de la vieille maison qui forme le coin à droite de la rue des Brabançons, sur le pont de Leyde, et nous vidions un pot d`aele à notre santé réciproque.
J’avais alors dix-huit ans, la tête blonde et rose; Cappelmans approchait de la cinquantaine; son gros nez rouge prenait des teintes bleuâtres, ses tempes s’argentaient, ses petits yeux gris se plissaient, de grosses rides bridaient ses joues brunes; au lieu de la plume de coq qui faisait jadis sa gloire, il venait d’orner son feutre d’une simple plume de corbeau.
Le temps était superbe. En face de nous se déroulait le vieux Rhin; quelques nuages blancs nageaient au-dessus dans l’azur: le port avec ses gros bateaux noirs, la voile pendante, dormait au-dessous, le soleil miroitait sur les flots bleuâtres et des centaines d’hirondelles fendaient l’air.
Nous étions là, rêveurs, l’âme noyée de sentiment; de grandes feuilles de vigne, encadrant la fenêtre, frissonnaient à la brise, un papillon s’élevait, une volée de moineaux criards s’élançaient à sa poursuite; plus bas, sur le toit de l’échoppe, un gros chat roux s’arrêtait et regardait en balançant la queue d’un air méditatif.
Rien de calme comme ce spectacle, et pourtant Cappelmans était triste, soucieux.
«Maître Andreusse, lui dis-je tout à coup, vous avez l’air de vous ennuyer?»
- Mi’est vrai, fit-il, je suis mélancolique comme un âne qu’on étrille.
- Pourquoi? Le travail va bien ; vous avez plus de commandes que vous ne pouvez en remplir, et voici la kermesse qui vient dans une quinzaine.
- J’ai fait un vilain rêve!
- Vous croyez aux rêves, maître Cappelmans?
- Je ne suis pas sûr que ce soit un rêve, Christian, car j’avais les yeux ouverts.
Puis, vidant sa pipe au bord de la fenêtre:
«Tu n’es pas sans avoir entendu parler de mon vieux camarade, Van Marius, dit-il, Van Marius, le fameux peintre de marines, qui comprenait la mer comme Ruysdaël comprenait la campagne, Van Ostade le village, Rembrandt les intérieurs sombres, Rubens les temples et les palais. Ah! c’était un grand peintre; en face de ses tableaux, on ne disait pas: «C’est beau!» On disait: «Que la mer est belle!… qu’elle est grande et terrible!» -
On ne voyait pas le pinceau de Van Marius aller et venir; mais l’ombre de la main de Dieu s’étendre sur la toile. Oh! le génie… le génie… quel don sublime, Christian!»
Cappelmans se tut, les lèvres serrées, le sourcil froncé, les larmes aux yeux.
Pour la première fois je le voyais ainsi; cela m’étonnait.
Au bout d’un instant, il reprit:
«Van Marius et moi, nous avions fait ensemble nos études à Utrecht, chez le vieux Ryssen; nous aimions les deux soeurs; nous passions ensemble nos soirées à la taverne de la Grenouille, comme deux frères. Plus tard, nous vînmes à Leyde, bras dessus bras dessous.»
Van Marius n’avait qu’un défaut, il aimait le genièvre et le skidam plus que l`aele et le porter.
Tu me rendras cette justice, Christian, que je ne me suis jamais grisé qu’avec de l`aele; aussi, je me porte bien. Malheureusement, Van Marius se grisait avec du genièvre. Encore s’il n’en avait bu qu’à la taverne, mais il s’en faisait apporter jusque dans son atelier; il ne travaillait avec enthousiasme que lorsqu’il en avait une ou deux chopines dans l’estomac et que les yeux lui sortaient de la tête. Alors il fallait le voir, il fallait l’entendre hurler, chanter et siffler. Tout en mugissant comme la mer, il brossait sa toile à tour de bras: chaque coup de pinceau soulevait une vague; à chaque sifflement on voyait les nuages approcher, grossir, s’entasser. Tout à coup il prenait sa brosse au vermillon, et voilà que la foudre coulait du ciel noir sur les flots verts, comme un jet de plomb fondu… et dans le lointain, au-dessous de la voûte sombre, au loin, bien loin, on découvrait une barque, un cutter, n’importe quoi, écrasé entre les ténèbres et l’écume… C’était épouvantable! – Quand Van Marius peignait des scènes plus calmes, il se faisait jouer delà clarinette par le vieil aveugle Coppélius, à raison de deux florins par jour; il coupait son genièvre avec de l`aele et mangeait des saucisses pour représenter des scènes champêtres. Tu conçois, Christian, qu’avec un régime pareil, il devait se détériorer le tempérament. Combien de fois ne lui ai-je pas dit:
«Prends garde, Jan, prends garde, le genièvre te jouera un mauvais tour!» (…)

Der Rhein des Herrn Predigers Bodenburg

Der Rhein.

Rhenus, gepriesener Strom, ich trage zu deinem Gestade,
Zu dem Hall deiner Wogen, zuerst die Harfe, und horche
Auf der Wellen melodisches Spiel an dem klingenden Felsen,
Dass mich hebe dein stürmender Gang zu kühnerem Fluge.

Felsgebohrner, dich hat die Najade zum Schuzze gebettet
An die Schwelle des Landes, und längs Germania`s Fluren
Streckest du hin den Riesenarm, mit donnerndem Fusstritt
Niederstürmend ins Thal von dem bebenden Felsengebirge.
Hoch in der Wolken Umschattung gebahr dich die mächtige Nymphe,
In der entlegenen Grotte nicht lange den Liebling verbergend.
Segnend sandte sie dich hinab zu dem heiligen Weltmeer.

Eh` du die Bahn dir geebnet, da tobte die Kraft der Vulkane,
Wo nun Trauben sich sonnen, und stämmte Gebirg` an Gebirge;
Aber almälig erloschen die quellenden Gluthen; dann sprengtest
Du mit eilendem Fusse die Pforten der hemmenden Felsen

Also sprach, da einst dich gebahr die milde Najade:
„Auf, und belebe die schweigende Oede des Thales! — Entschlüpfe
„Muthig der Grott` und dem Hochgebirge von Klippe zu Klippe.
„Wenn du zur Ebne gekommen, dann läutre von neuem die Welle
„Dort in dem ruhigen See, und tritt mit dem silbernen Fusse
„Auf der Germanier Flur; dann wandle du Starker vom Alpland
„Unter melodischem Rauschen zum strömeversammelnden Meere.
„Hemmen dich Felsen im Lauf und dränget die Schlucht deine Seiten,
„Dann bestürme du kühn und unablässig die Klippe;
„Du bezwingest almälig den Fels mit der nagenden Woge.
„Wenn du Ozeanus nahest, wird banges Erstaunen ihn fassen,
„Hört er den stürmenden Drang deiner Wogen, — und fürchtend, du mögtest
„Ihm die Behausung erschüttern, erhebt er das Haupt aus den Wellen;
„Rufend den Nereiden, gebietet dann also der Meergott:”‘

„Seht, dort braust mit verheerender Stärke der Rhenus vom Hochland!
„Ihn erzogen die Nymphen der Berge, — der kühne erschüttert
„Fels und Land mit unendlicher Kraft, und eilet zum Meere,
„Gleich als wollt` er mich selber versuchen, und meine Behausung
„In der Tiefe zertrümmern und wild mir die Wogen empören.
„Hemmt ihn im stürmenden Lauf, und zähmt mir den kühnsten der Ströme,
„Dass er Ozeanus Herrschaft erkenne, und alle die Ströme
„Ferner sich scheuen mit wildem Getös` meine Wogen zu drängen.”

„Hemmen wird er dich dann, der stärkre, im fröhlichen Tanze;
„Flaches Vorland breitet er hin, da wirst du mit Mühe,
„Mit ermattetem Fusse die sandigen Pfade durchschleichen,
„Und des Ozeanus weite Behausung still wandelnd betreten,

„Doch dies kümmre dich nicht, — die Kraft von jeglichem Strome
„Löset Ozeanus auf — sprach weiter die milde Najade;
„Wirst du doch glorreich vollenden, und Fluren und Völker erfreuen,
„In dem Schmuck der Gestade, vor jeglichem Strome verherrlicht.

„Ferne Wanderer kommen und staunen dem Sturz deiner Wasser,
„Weit erschallet der Ruhm des lieblich umuferten Rheines.
„Ceres, Pomona, Dryaden und Flora und freundliche Nymphen,
„Werden zu deinem Gestade sich wenden; dort dringen die Halme
„Schlanker empor, der Flora Teppich ist reicher, Pomona
„Sammelt da schönere Früchte, es heben weitschattende Eichen
„Kühner zum Himmel das Haupt, wo du die Fluren bewässerst.

„Zahlreich werden die Völker dein reicheres Ufer umlagern,
„Mit vielschaffendem Fleiss die lachenden Fluren zu bauen.
„Wildniss hauset nicht lang an dem Bett` der belebenden Ströme!
„Die in den Wellen des Rhenus sich spiegeln, die zahllosen Städte —
„Wer vermögte sie alle zu nennen? — Der Nachen Gewimmel
„Gleitet hinab und hinauf, und decket die wogende Strombahn.

„Steig` hinab vom Gebirge, du König der Ströme, und herrsche
„Ueber des Thales Gewässer, und bringe den darbenden Fluren
„Der Najaden Geschenke, die sorgsam aus Wolken wir sammeln.,,

So die unsterbliche Nymphe, und du entschlüpftest der Urne.
Rhenus, erfüllt ist der Mutter Verheissung — dein Tempel vollendet!

Erst umruhte dich einsame Still` an dem wilden Gestade
Unter den Trümmern zerspaltener Klippen von Dornen umwuchert.
Nur das Toben der Stürme, Geheul raubspähender Thiere
Und der Fittig des Adlers durchtönte die nachtvolle Waldung.
Heerden wandelten nicht vom Hügel, am Strome zu trinken.
Nirgend ein Rebengewinde, wo wild nur rankte der Epheu.

Aber es trat der Germane bald näher zum lockenden Ufer;
Nieder legt er den Speer, entsagend den mühvollen Jagden
Tritt er in schwankende Nachen und zehrt von den Gaben des Stromes.
Bald so reihen sich Hütten an Hütten auf freierem Ufer;
Goldene Halme durchwogen die Niedrung, an grünenden Höhen
Wandeln und ruhen gesättigte Heerden im Schatten der Buche;
An dem sonnigen Hügel, von glühenden Trauben umhangen
Weilet Liäus, der fröhliche Gott, den Winzer belehrend.
Völker drängen sich dichter zusammen im lieblichen Rheinthal.
Welch` ein bethürmtes Gestade zur Rechten und Linken! Es ragen
Kühne Vesten gen Himmel; es hallet der zahllosen Städte
Reges Gewühl von Ufer zu Ufer; es furchet die Fichte
Reichbeladen und rastlos die Wogen, nicht scheuend die Brandung.
Wenn dann Luna den Felsen erklimmt, entsteigen der Tiefe,
Die dein Gewässer bewohnen, und spielen auf silberner Fläche,
Und es lauschen Dryaden und Nymphen vom waldigen Ufer
Hin nach dem Tanze der stillen Seläne auf wallender Strombahn.

Reicht mir den duftenden Becher, den Nectar der rheinischen Traube,
Dass in die heiligen Fluthen ich träufl` ein Opfer der Nymphe!
Die du thronst unter goldenem Saum des bestrahlten Gewölkes,
Und in des Gotthards Klüften kristallene Hallen bewohnest,
Rinnende Perlen mit fleissiger Hand in die Urne dir sammelst, —
O, wohlthätige Nymphe, dich preisen die Töne des Liedes,
Beben sie schwach nur hinauf zu dir von dankenden Lippen!

Doch, wer zeigt mir die Bahn zu dem Wolkensiz der Najade?
Mich gelüstet die Hehre zu schauen, damit ich sie singe!
Komm, o Genius, leite den Sänger zum hohen Gebirgspfad!
Wo die Kette der stolzen Graniten im Gaue der Urner
Näher dem Himmel sich thürmet, von Donnergewölken umgürtet,
Ewigen Kampf mit den Stürmen besteht und den spaltenden Blitzen,
Ruhet des Gotthards weitgespreitetes Riesengebäude,
Schwerbelastet vom nimmerzerrinnenden, wachsenden Eismeer,
Stets umdampft von den streifenden Nebeln des hohen Gewölkes.
Eine der Seiten strekt er Hesperiens Frühling entgegen,
Rauherem Norden die andere. Klippe streichet an Klippe
Tiefgespalten zum Abgrund nieder, voll grausigem Dunkel.
Furchtbar donnern die Ströme hinunter von bebenden Felsen,
Und es dampfen in Nebel empor die stiebenden Fluthen. (…)

(aus: Der Rhein, Fragment aus einem Gedicht: Die Ströme, vom Herrn Prediger Bodenburg. Womit zu dem mit den abgehenden Primanern des Johanneums, Heinr. Schmeichel, Ernst Carl Dav. Behm und Eduard Loder, am 22sten März von 9 bis 1 Uhr anzustellenden Maturitäts-Examen ehrerbietigst einladet J. Gurlitt, Professor am Gymnasium, Director und erster Professor des Johanneums. Hamburg 1804)