Ein Junge namens Rhein

Vom sechsten März diesen Jahres datiert ein Artikel aus dem rheinischen Boulevardblatt Express über aus Albanien zugewanderte Eltern, die ihrem vergangenen November im Kölner Severinsklösterchen geborenen Jungen den Vornamen Rhein gaben. Damit sei das Baby der erste Mensch dieses Namens, zumindest in Köln – wo weniger die Namenswahl erstaunen sollte als vielmehr die (vom Artikel nahegelegte) Tatsache, daß es 2000 Jahre dauerte, bis sie ein Kölner Kind traf. Rheins älterer Bruder erzähle im Kindergarten gerne, daß er “der Bruder vom Rhein” sei, schreibt das schnelle Blatt und schnürt ein kleines Rührpaket eines Einwandererfamilienschicksals, das sich auf der Express-Website nachlesen läßt. Eine Vorliebe für deutsche Namen habe in der albanischen Familie desweiteren schon immer bestanden, heißt es in dem Beitrag, so sei Rheins Vater Gerdi nach “dem Bomber der Nation” Gerd Müller benannt worden.