Nicht übel, Mr. Hubble!

Im April 1925 erschien in der amerikanischen Zeitschrift Popular Astronomy der Bericht eines Vortrags, welchen Edwin Hubble im Januar desselben Jahres unter dem Titel Cepheid Variables in Spiral Nebulae an der George Washington University gehalten hatte, gefolgt von einem Nachdruck in der britischen Zeitschrift Observatory. Mit dieser Pubikation wurde der Astronom weltbekannt.

Im Juli 1928 unternahm Hubble mit weiteren Teilnehmern der 3. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Leiden eine Reise zu wissenschaftlichen Zentren in den Niederlanden, in Deutschland und in England. Während dieser Reise nahm sich Hubble, ein begeisterter Angler, Zeit, um in Schaffhausen seinem Hobby nachzugehen: Forelle, Barsch, Äsche, Hecht, Zander, Rotauge, Brasse und Karpfen schienen ihm Gründe genug für einen Besuch des Rheinfalls. Beim Weidlingsangeln wurde er seinerzeit von Josef Mändli, Journalist bei den Schaffhauser Nachrichten (damals noch: Schaffhauser Intelligenzblatt), fotografiert:

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Als im März 1929 Hubbles sechsseitiger Artikel A Relation between Distance and Radial Velocity among Extra-Galactic Nebulae erschien, erinnerte sich Josef Mändli seiner Aufnahmen vom Vorjahr. Unter der Überschrift Nicht übel, Mr. Hubble! erklärte Mändli seinen Lesern ausführlich und kompetent den neuen Meilenstein der Astronomie-Geschichte. Zur Illustration verwendete er nochmals seine Aufnahme von Hubble am Rheinfall, allerdings nun in einer bearbeiteten Version, welche den Expansionsgedanken an einem heimatlichen Beispiel illustrieren sollte:

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