Uitwateringskanaal

katwijk_costaAls Entwässerungskanal mündet der Oude Rijn bei Katwijk in die Nordsee. (Bild: Costa “Quanta” Costa)

Rheinzitat (26)

“Trockenfahren, das ist bei uns ungewöhnlich.”

Das Kompositum Trockenfahren ist verbürgt aus der Mittelrheinbahn. Eine Passagierin namens Uschi erklärte unserem Gewährsmann und langjährigen Mitarbeiter Costa “Quanta” Costa, das Wort stünde für eine Zugfahrt, bei der kein Alkohol konsumiert wird. Bei einer Erkundung des Mittelrheingebiets um den Loreleyfelsen herum fielen unserem Mann zudem beschwingte Touristenhorden auf, die sich durch das gemeinsame Merkmal auszeichneten, ein Weinglas, an einer Schnur um den Hals gebunden, spazieren zu führen.

Bacharach

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costa_bacharach_einladung(Bilder: Costa “Quanta” Costa)

Bürger-Schützenfest Neuss

neuss_costaNeuss, Schütze aufgesessen. (Foto: Costa “Quanta” Costa)

“Das Neusser Bürger-Schützenfest ist das Schützenfest der Stadt Neuss am Rhein. Es wird jährlich am letzten Augustwochenende ausgerichtet. Mit mehr als 7.000 marschierenden Schützen und Musikern (ca. 1600 Musiker) ist es zwar kleiner als das Schützenfest Hannover, gilt aber als das weltweit größte Schützenfest, das von einem einzigen Schützenverein organisiert wird und bei dem keine Gastzüge aus anderen Städten teilnehmen. Im Jahr 2012 wurde die Rekordzahl von über 7200 Marschierern erreicht. Das Schützenfest ist mit seiner Königsparade, den Festzügen, dem Königsschießen sowie etlichen Begleitveranstaltungen ein gesellschaftlicher Höhepunkt in Neuss sowie der näheren und weiteren Umgebung und zieht bis zu einer Million Besucher an.” (Wikipedia)

Auf den Spuren Willy Brandts

costa_krefeld_willy brandt platzrheinsein-Explorer Costa “Quanta” Costa dokumentiert Spuren Willy Brandts am Rhein. In Brandts Wohnort Unkel steht eine Büste, Krefeld hat der Ikone der präneoliberalen Sozialdemokratie einen halbwild bewachsenen Kreisverkehr gewidmet und die Verkehrsinsel Willy-Brandt-Platz genannt.

Wonnemonat

costa_leyberg_blick auf remagen_klBlick vom Leyberg übers Rheintal auf Remagen. Die Idee der Liebesschlösser, von denen an den Zäunen der Kölner Hohenzollernbrücke Tausende hängen, äußert sich vereinzelt auch in der Provinz. In Köln schmeißen die Liebespaare nach Anbringen ihres gravierten Schlosses die Schlüssel von der Brücke in den Rhein, auf dessen Grund sie symbolträchtig auf ewig verschwinden sollen, damit Liebesschwur und Treue ebenso lange halten mögen. Die Wurfkünste von Bubi und Pups sind nicht bezeugt, der Rhein dürfte von der mitten in romantischem Gebiet gelegenen Stelle nicht ohne Weiteres zu treffen gewesen sein. (Bild: Costa “Quanta” Costa)

Unkel

costa_unkel_bahnhof costa_unkel_willy brandt (Bilder: Costa “Quanta” Costa)

Rheinische Periferie: Solingen

solingen_costa (Bild: Costa “Quanta” Costa)

Rheinische Periferie: Altenahr

altenahr_strümpfe_costaaltenahr_costa (Bilder: Costa “Quanta” Costa”)

Türkischer Rhein: Dönerschiff Düsstanbul (2)

düsstanbul_kaptan-soyluDie Presse beschäftigt sich weiterhin mit der Eröffnung von Kaptan Soylus (Bild: Costa “Quanta” Costa) Dönerschiff im Golzheimer Hafen. Nachdem der Termin Ende September nicht eingehalten werden konnte, sollen im schwimmenden Imbiß nun am heutigen Samstag die ersten Döner und Fischbrötchen über den Tresen gehen, wie Die Welt berichtet. Die Düsstanbul, das “erste Dönerschiff auf dem Rhein” ist dabei gar nicht so unik – sagt der Kapitän höchstselbst: “In Frankfurt gebe es bereits ein Döner-Schiff, auf dem Rhein sei er der Erste, berichtet Soylu. Auf große Fahrt entlang des Flusses wird das Schiff aber auch künftig nicht gehen. Es bleibt fest im Jachthafen verankert. Einen eigenen Motor hat es ohnehin nicht. (…) Selbst für starkes Hochwasser haben Soylu und sein Ideengeber schon Pläne geschmiedet. Per Kran soll das Schiff dann aus dem Wasser gezogen und an der Rheinpromenade aufgestellt werden.”

Blücher kennt den Weg

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Generalfeldmarschall Blücher, vier Meter vom Scheitel bis zur Sohle, auf ebenso hohem Sockel. “Das Denkmal wurde von dem Berliner Bildhauer Prof. Friedrich Schaper entworfen, von der Metallgießerei Walter Gladenbeck in Friedrichshagen gegossen und am 18. Juni 1894 feierlich enthüllt”, weiß regionalgeschichte.net, und beschreibt wie Blücher (siehe auch diese kunstvoll nachgestellte Szene) mit seiner schlesischen Armee in der Neujahrsnacht 1813/14 den vereisten Rhein, unter anderem mithilfe einer russischen Pontonbrücke, überschritt: “Insgesamt überquerten 60.000 Soldaten, 15.000 Pferde und 182 Geschütze den Strom.” (Bild: Costa “Quanta” Costa)

Umstrittene Skulptur auf dem Rheinsteig

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Der heilige Christophorus schleppt das Jesuskind über den Rheinsteig. Christophorus, hier mit menschlichem Schädel, war nach Ansicht der Ostkirche Kynokefale, also hundsköpfig, somit Angehöriger eines Wildvolks, auch Halbhunde genannt, das sich “am Rande der zivilisierten Welt” bewegt(e) und je nach Quelle ausschließlich von Fischen, Laub oder Menschen ernährt(e). So lautet die gängige, wenngleich kaum historisch verankerbare Deutung der Statue auf dem Kauber Roßstein. Unser Fotograf erkannte auf den Schultern “des Diebes” bzw “des alleinerziehenden Vaters” hingegen das Brüsseler Manneken Pis, dessen mehrfache Entführung historisch belegt ist und dessen eigens bestellter Gewandmeister für zahlreiche Garderobenwechsel des kleinen Julien Sorge trägt. Bunte, widerstreitende Ansichten über die Bedeutung der Skulptur also, die sich auch nicht anhand der Wintergaben für das Knäblein auflösen lassen. (Bild: Costa “Quanta” Costa)

Rheinkilometer 737

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(Bild: Costa “Quanta” Costa. rheinsein dankt!)

Der Jodler zu Flingern

Es geht die Sage von einem Jodler in Flingern, einem Stadtteil von Düsseldorf, um. Es fehlen ihm die Berge hier und deshalb muss er jodeln.
Es heißt, dass er wohl Hermann heiße, doch so genau weiß das wohl keiner. Manchen hier ist sein Treiben gar zu bunt und es gibt einige, die finden das eher peinlich.
So wird er der Jodler von Flingern genannt. Ein jeder, der ihn gehört und gesehen hat, der weiß wohl, wer gemeint ist.
Sein Jodeln habe ich lange nicht mehr vernommen, wahrscheinlich hat er in den Alpen seine neue Heimat gefunden.
Denn dort ist das Jodeln keine Seltenheit und dort nennt man ihn nur Hermann und er ist unter Freunden.
So jodelt er nun mit anderen Jodlern in den Tag hinein und das ist dort ein feiner und angesehner Beruf, so macht es die Runde.

(Ein Gastbeitrag von Costa “Quanta” Costa, der unter Grund Stücke in Anlehnung an Marcel Prousts A la recherche du temps perdu einerseits und an HipHop-Rhythmen andererseits im Netz einen von zahlreichen Skurrilitäten illustrierten Fortsetzungsroman über das Leben von Hartz IV-Empfängern betreibt.
Die harmlose, aber bezeichnende Sage vom kulturell entwurzelten Jodler zu Flingern wiederum, gehen Gerüchte, beruht auf realen Ereignissen, die noch nicht genauer erforscht sind. Aus Düsseldorf hörten wir Stimmen, die behaupten, es habe in Flingern einst nicht nur einen Jodler gegeben, der seiner Leidenschaft auf der Straße nachging, sondern vielmehr, mit der Zeit, eine ganze Jodelgang, die sich um die sagenhafte Gestalt des Hermann gruppierte. Demnach handelte es sich bei den Jodlern um Erwerbslose, welche ihrer Freizeit einen Sinn geben und wohl auch auf für Flinger Verhältnisse ungewöhnliche Weise auf sich aufmerksam machen wollten. rheinsein bittet insbesondere die Flinger Leserschaft um weitere Hintergründe, zumal erst kürzlich wieder Gejodel in der Fortunastraße vernommen worden sein soll.)

Rheinzitat (6)

“Endlich isser mal breit!”
(Unbekannter Passant am heutigen Montag, anläßlich des Hochwasser führenden Stroms, laut vernehmlich an der Düsseldorfer Treppe kommentierend; abgelauscht und Rheinsein übermittelt von Costa “Quanta” Costa. – Viel zu selten, nebenbei bemerkt, wird der Unbekannte Passant bis dato in Schriftgut und Marmor gewürdigt.)

Tretbootfahrt auf dem Rhein

Es gibt eine vermutliche, taufrische Pioniertat auf dem Rhein zu vermelden, die Rheinische Post hats heut zumindest in einem Kurzbericht getan, ohne den vermeintlichen Pioniercharakter gesondert hervorzuheben: die Basler Ricardo Schällibaum und Roman Eugster seien mit ihrem schweizerkreuzbeflaggten Tretboot Marke “Retro Pedalo” in zehn Tagen von Basel bis Emmerich gefahren, um das Gefährt dort seinen neuen Besitzern auszuhändigen. Rheinsein, selbst tretbooterfahren, wenngleich auf eher weniger bis garnicht strömenden Gewässern wie dem Boden- oder dem Mummelsee, mag diese in die Plötzlichkeit der Post-WM-Leere platzende Nachricht ob der ungeheuren Strömungsgefahren für die Wasserpedaleure kaum glauben, und dankt Costa “Quanta” Costa für die Übermittlung solch sommerlochstopfender Nachricht.