Kaiserswerth

Über den Gründer der Diakonie, Theodor Fliedner, schreibt Rev. William Fleming Stevenson in seinem Buch „Praying and Working“ (London 1862), das von Lebenswegen berühmter Christen erzählt, und nimmt dabei mit Thomas Hood (dessen Stil er mäßig kopiert) und Lord Byron einen langen rheinischen Anlauf, bevor er „The blue flag of Kaiserswerth“ sichtet: „Up the Rhine, has no more the meaning it bore in Thomas Hood`s exquisitely droll itinerary, – not so long ago, but for this railway and now telegraph speed at which the world is flying past us, – when it meant leisurely sailing for days together from the very Rhine mouth up to Basel, with nightly bivouacs at the villages on either side, and endless opportunity of observing the vicissitudes of social life from the crowded quarter-deck. For the first point of departure from Rotterdam is now the pretty station of the Dutch-Rhenish Railway, and along this railway you are whirled at a steady, comfortable pace, without so much as a peep at the rejoicing river, or at anything else, save a deep, full ditch, close to the rails, an occasional sand-hill, or flat colourless fields where the hard soil is bleached by the sun, until you see the towers of the great cathedral at Cologne, and there take the water for Coblenz and Bingen. But should any one be simple, quiet, and old-fashioned enough to embark at the Boompjes, in one of the fast Rhine steamers, and be content to look, for two days, at a row of bulrushes on the one side and poplar trees upon the other, or at poplar trees upon the one side and a row of bulrushes on the other, he will not only come upon the exquisite scenery higher up with all the advantage of contrast and relief, but will probably see, about an hour before reaching Düsseldorf, a strange flag floating from a tower upon the left. It is not time for the „Fruit, foliage, crags, wood, cornfield, mountain, vine / And chiefless castles breathing stern farewells, / From green, but leafy walls, where rain greenly dwells;“ the only rising ground in sight is on the horizon, and the tower is only the relic of a windmill. Neither does the flag suggest anything of battles passed below, but is simply a large blue flag, bearing in the centre a white dove with an olive branch. It is the signal that you are passing Kaiserswerth, a paltry, ordinary village, as you would presently say, looking at the houses that straggle down to the river; and is nothing more, notwithstanding its ruins of the eleventh century, and that St Suibert, the first evangelist of the district, is buried in the Pfarrkirche. Moreover, on nearer inspection it turns out to be dirty, as most Roman Catholic towns unfortunately are. And yet it is better worth stopping at than St Goar or Ehrenbreitstein. It is the seat of a movement which is exercising a profound influence on the German Church, and drawing no little attention from England, as well; where an unpretending German clergyman has been working out in his own way a problem which deeply concerns us all – the right relation of womanly gifts and service to the kingdom of God. (…)“

Sélestat – Bibliothèque humaniste (2)

Aus der Eigenauskunft der Bibliothek: “1441 ernannte der Schlettstädter Magistrat den Westfalen Ludwig Dringenberg zum Leiter der städtischen Lateinschule, einen begnadeten Lehrer, der mit viel gesundem Menschenverstand den Unterricht lebendiger und anziehender gestaltete. So entstand am Oberrhein die erste Schule humanistischen Geistes. Unter seinen Nachfolgern Kraft Hofman (1477-1501), Hieronymus Gebwiler (1501-1509) und Hans Sapidus (1510-1525) wuchs das Ansehen der Schule weiter. Gegen 1510 zählte sie 900 Schüler; sozusagen die komplette erste Generation elsässischer Humanisten ging aus ihr hervor. Natürlich brauchte eine solche Schule auch ihre Bibliothek. Die Anschaffung von Büchern war damals jedoch eine äußerst kostspielige Sache: Handschriften waren selten und Wiegendrucke sehr teuer. Da die Schule nicht über zureichend Finanzmittel verfügte, war sie auf Schenkungen angewiesen. 1452 vermachte ihr Stadtpfarrer Johann von Westhuss seine Handschriftensammlung, bestehend aus rund 20 dicken Bänden. 1470 schenkte der Kaplan Johann Fabri zwölf Bände. Kurz vor seinem Tod vermachte Dringenberg seiner Schule alle seine Bücher. Sein Schüler Jakob Wimpfeling schenkte ihr jedesmal kostbare Druckwerke, wenn er seine Heimatstadt besuchte. Stadtpfarrer Martin Ergersheim vermachte ihr seine reiche Privatbibliothek, die aus mehr als 100 prächtigen Bänden bestand. Die Schulbibliothek war in einem Extraraum über dem südlichen Seitenschiff der Pfarrkirche untergebracht, die meisten Bände lagen auf Tischen oder Pulten, an denen sie, um Diebstähle zu verhüten, angekettet waren. Einige Tage vor seinem Tod im Jahre 1547 überließ der berühmte Gelehrte Beatus Rhenanus seiner Vaterstadt sein kostbarstes Erdengut: seine Bibliothek. Öffentliche Büchereien waren damals unbekannt, jeder Gelehrte bedurfte daher zwingend einer Privatbibliothek. Bereits als Schüler in Schlettstadt besaß Beatus Rhenanus ungefähr 60 Werke. Während seines vierjährigen Aufenthalts an der Sorbonne erwarb er 188 Werke. Es folgten Jahre fruchtbarer Tätigkeit in Straßburg, Basel, Schlettstadt. Allmählich füllten sich die Regale seines Studierzimmers. Sein beträchtliches Privatvermögen erlaubte es ihm, alle Werke zu kaufen, die er für seine literarischen und historischen Studien benötigte. Andere wurden ihm von ehemaligen Schülern und befreundeten Humanisten geschenkt. Viele stammen vom Basler Drucker Froben, bei dem er als Korrektor angestellt war. Die komplette (ungefähr 670 ledergebundene Bände), für jene Zeit äußerst ungewöhnliche Sammlung (zumal mancher Band zehn bis 20 unterschiedliche Werke umfaßt), ging also 1547 an Schlettstadt. Ihr Wert wird noch dadurch vergrößert, daß es sich um die einzige Humanistenbibliothek handelt, die beinahe unversehrt die Zeiten überstand. Die reichen Bibliotheken von Erasmus, Reuchlin und Spiegel wurden zerstört. Die Rhenana bleibt einziger Zeuge aus jener für das europäische Denken so maßgeblichen Zeit.”

Das Rheinbassin

Rheinsein nähert sich in absehbarer Zeit (wo nicht ständig partiell aus der Ferne) erneut (sagen wir: fysisch) dem Alpenrhein und zieht zu Dielhelm und Spescha nun regelmäßig auch den Kohl hinzu, das zu betretende Gebiet aus vergangenen, doch bis ins Heute hinüberscheinenden Dimensionen zu erfassen: “Das Schweizerbecken enthält die entlegensten Zuflüsse des ganzen Stromgebietes. Wir können es daher auch das Quellengebiet des Rheins nennen, in welchem dieser Strom wie in seiner Wiege geboren und großgezogen wird. Die Alpenmassen, welche im Süden dieses Becken ummauern und es zum Theil mit ihren Ausläufern erfüllen, haben hier ihren Hauptknoten- und Centralpunkt im St. Gotthard, einer kolossalen Erdwarze, von welcher nach allen Richtungen hin Erdspalten, Risse, Thäler und Flüsse ausgehen, und von der auch die bedeutendsten der äußersten Rheinzuflüsse, die Aar, die Reuß, die Limmat, der Vorderrhein, herabkommen. Sowie das schweizerische Rheinbecken seinen höchsten Massenpunkt im St. Gotthard hat, so hat es seinen tiefsten Punkt in der Gegend des Durchbruchs seiner Gewässer durch den Jura und Schwarzwald; zu diesem Punkte hin strömen, zum Theil mit großen Bogen und auf Umwegen, alle Gewässer fächerförmig zusammen: der Rhein aus Osten, die Limmat aus Südosten, die Reuß aus Süden, die Aar aus Westen. Der Hauptsache nach kann man also diesen Kessel von hier aus als in allen den besagten Richtungen aufsteigend betrachten. Zwei Haupt-Unterabtheilungen und Nebenabdachungen dieses Beckens werden aber durch die Art und Weise bestimmt, in welcher sich seine gesammten Gewässer, bevor sie sich beim Durchbruch verbinden, in zwei Hauptbranchen, in einer westlichen und einer östlichen Ader, vereinigen. Beide Adern sammeln von einem beinahe gleich großen Oberflächenstücke die Gewässer und führen eine beinahe gleich große Quantität Wasser mit sich, beziehen auch aus fast gleicher Entfernung ihre Quellen. Man hat der östlichen Ader den Hauptnamen Rhein gegeben, der westlichen den der Aar. Der Rhein rinnt aus den Gletscher- und Quellenwässern, die aus einer Menge verschieden gerichteter Thäler des St. Gotthard und der rhätischen Alpen hervorstürzen, zusammen. Das Hauptthal ist das des Vorderrheins, das vom St. Gotthard in sehr gerader Richtung von Osten nach Westen bis Chur durchsetzt. Vom Norden nimmt dieses Thal und seine Wasserader eine Menge kleiner Thäler und Gewässer auf, vom Süden mehre größere und ein mit ihm fast gleich großes, das Thal und den Fluß des Hinterrheins, der aus mehren Bergströmen der rhätischen Alpen sich bildet, direct aus Süden nach Norden fließt und unweit Chur bei Reichenau sich mit dem Vorderrhein verbindet. Aus Osten aber nimmt der Rhein etwas weiter abwärts die Thäler und Flüsse der Plessur und der Landquart auf und wendet sich dabei zugleich aus seiner bisherigen östlichen Richtung zu einer nördlichen um, die er bis zum Bodensee beibehält. Dieses von allen Seiten her stattfindende concentrische Zulaufen der Thäler und Wässer in dem hier vorliegenden Rheinstücke, und die nach allen Seiten hin stattfindende Ummauerung dieses obersten Rheinquellenstücks mit hohen Schneegebirgen, berechtigt uns, hier einen großen Kessel zu erblicken, den wir den „rhätischen, graubündner” oder den obersten Quellenkessel des Rheins nennen können. Nach unten zu, bei Maienfeld oder Sargans, wird dieser Kessel durch das Rhäticongebirge und die sich ihm anschließenden Glarner und Walliser Hochalpen abgeschlossen. Diesen Abschluß oder Riegel durchbricht der Rhein nicht weit unterhalb Chur in einer Verengung seines Thales, das sowol oberhalb dieses Punktes weiter war, als auch unterhalb desselben wieder in ein bequemeres Thal hinaustritt. Fast alle Flüsse dieses obersten rhätischen Quellenbeckens des Rheins sind nur wilde Berggewässer, die zum Theil in tiefen Schluchten brausen, zum Theil in stürmischen Wasserfällen die Thalabsätze herabfallen, und die zu weiter nichts als nur zum Transporte der aus den Wäldern geförderten Holzblöcke benutzt werden können. Erst nachdem sie sich bei Reichenau zu einem größern Faden vereinigt haben, können diese Gewässer auch größere zusammengesetzte Holzmassen tragen. Der Rhein wird hier floßbar. Und von dem Punkte bei Chur an, wo er, nach Norden umsetzend, einen Winkel macht, und wo zugleich auch die Plessur neues Gewässer hinzufügt, wird der Fluß für Schiffe benutzbar. Bei Chur erreicht der Rhein den ersten Grad seiner Schiffbarkeit, vermöge deren er kleine Schiffe von 200 – 300 Centnern Ladungsfähigkeit trägt. Und diesen Schiffbarkeitsgrad behält er 10 Meilen weit bis zum Bodensee unverändert bei. Nachdem der Rhein die Enge zwischen dem Rhäticon und den Walliser Alpen passirt hat, fließt er auf einem ebenen Boden in einem breiten Thale abwärts bis zum Bodensee. Dieses Thal liegt zwischen den Appenzeller und Vorarlberger Gebirgen und hat ein weit geringeres Gefälle, eine viel allmäligere Abdachung als alle die obern Rheinthäler. Vermuthlich hat es einmal der Bodensee ganz aufwärts bis zu dem eben bezeichneten Gebirgsriegel bei Sargans bedeckt. Der Bodensee ist noch jetzt in einem fortwährenden Rückzuge seiner Gewässer begriffen. Der bedeutendste Nebenfluß, den der Rhein auf dieser Strecke aufnimmt, ist die Ill, die in einem sehr gerade, direct nordwestlich gerichteten Thale aus den Bergen Tirols hervorkommt. Auf der Linie des 30. Breitengrades fällt der Rhein in jene bedeutende Austiefung der Erdoberfläche, die zum Theil über 1000 Fuß unter das allgemeine Niveau der sämmtlichen umherliegenden Ländergebiete herabgesunken ist. Er füllt sie mit seinen Gewässern aus, und es entsteht so der Bodensee, der einen höchst merkwürdigen Theil des Rheinsystems bildet und ein Wasserbecken von circa sechs Meilen Länge und circa drei Stunden durchschnittlicher Breite darbietet. Der Bodensee ist ringsumher von Hügellanden umschlossen, nur nach zwei Seiten hin, nach oben, wo der Rhein einfällt, und nach unten, wo dieser hinausgeht, offen. Er nimmt außer dem Rheine gar keine irgend bedeutenden Flüsse mehr auf. Bei Konstanz verengt sich der See zu einem schmalen Stromarme, um sich gleich darauf noch einmal zu dem kleinen Nebenbecken des Radolphszellersees auszubreiten. Dieser See verlängert sich zu einem langen Arme, der sich bei Stein dann wieder ganz in einen Fluß verwandelt. Doch behält er noch drei Meilen weiter bis Schaffhausen gewissermaßen die Natur eines Seearmes bei, ich meine eine große Tiefe, eine ziemlich ruhige Bewegung, eine nicht unbedeutende Breite und dabei denselben Grad der Schiffbarkeit, der auf dem See stattfand. (Die 2000 Centner tragenden Bodenseeschiffe können auf dem Rheine bis Schaffhausen fahren.) Unweit Schaffhausen erreicht diese Beschaffenheit des Rheins mit den Wasserfällen von Laufen und Zurzach ihr Ende. Ruhige Bewegung, gleichmäßige Tiefe und mit ihnen auch die bis Schaffhausen mögliche Großartigkeit der Schiffahrt hören auf, und der Fluß nimmt, von Felsenterrassen zu wiederholten malen abwärtsstürzend, über Felsenbänke in Stromschnellen herabwirbelnd, die Natur eines großen wilden Berggewässers an, die er mit verschiedenen Unterbrechungen in reißendem Laufe 12 Meilen weit beibehält, bis er in der Nähe von Basel den Durchbruch durch den Schwarzwald-Jurariegel zu Stande gebracht hat und in das badisch-elsässische oder oberrheinische Becken eintritt.”

Montaigne in Konstanz (2)

“Ils ont une belle terrasse, qui regarde ce grand lac en pouinte, où ils recueillent les marchandises; & à cinquante pas de ce lac, une belle maisonnette où ils tiennent continuellemant une santinelle; & y ont attaché une cheine par laquelle ils ferment le pas de l`antrée du pont, ayant rangé force pals qui enferment des deux costés cete espace de lac, dans lequel espace se logent les bateaus & se chargent. En l`Eglise Nostre Dame, il y a un conduit, qui, au dessus du Rhin, se va rendre au faux-bourg de la ville. Nous reconnumes que nous perdions le pais de Souisse, à ce que un peu avant que d`arriver à la ville, nous vismes plusieurs maisons de gentil`homes; car il ne s`en voit guieres en Souisse. Mais quant aus maisons privées, elles font & aus villes & aus champs, par la route que nous avons tenu, sans compareison plus belle qu`en France, & n`ont faute que d`ardoises, & notament les hoteleries, & meilleur traitemant; car ce qu`ils ont à dire pour nostre service ce n`est pas par indigence, on le connoit assés au reste de leur equipage; & n`en est point où chacun ne boive en grands vaisseaux d`argent, la pluspart dorés & labourés, mais ils sont à dire par coustume. C´est un pais très fertile, notament de vins. Pour revenir à Constance, nous sumes mal logés à l`aigle, & y receumes de l`hoste un trait de la liberté & fierté barbare Alemanesque, sur la querelle de l`un de nos homes de pied avec nostre guide de Basle. Et parce que la chose en vint jusques aus juges, ausquels il s`alla pleindre, le Prevot du lieu, qui est un Gentilhome Italien, qui est là habitué & marié, & a droit de bourgeoisie il y a longtemps, respondit à M. de Montaigne, sur ce qu`on l`enqueroit, pourveu qu`il leur donnat congé, mais que soudain après il les pourroit reprendre à son service. C`étoit une subtilité remarcable.”

Rheinverläufe

Es kursieren, in der Zweiten stärker als in der Ersten Welt, durchaus ernstzunehmende Gerüchte, der Rhein sei nicht schon immer dort lang geflossen, wo er eben schulkundlich und augenscheinlich heut gewohntermaßen lang fließt – und beziehen sich weniger auf die weithin im Volksglauben akzeptierten, menschengemachten Rektifizierungen (Domleschg, Alpenrhein, Oberrhein), die ja lediglich Korrekturen am gewohnten Bett darstellen, als vielmehr auf gewaltige Ausbrüche aus dem so normal erscheinenden Verlauf, welche größere Regionen trockenzulegen imstande gewesen sein mußten, und Kulturgeschichte umgeschrieben hätten, hätte denn damals schon Kultur bestanden. Die ganze Wirksamkeit solcher Behauptungen zeigt sich in der Verunsicherung selbst von Natur aus standhafter Bergvölker, wie z.B. dem Liechtensteiner Oberländer beim Panoramablick auf sein eingedeichtes Tal: „Stell dir das mal vor, es heißt, der Rhein wär einstens beinah Richtung Walensee abgeflossen, dann hätten die Walenstädter ihn gehabt und wir nicht, das wär ja furchtbar, das will man sich ja garnicht vorstellen.“ Auch das Tal auf den Walensee zu ist im Gesamtblick enthalten, ganz ohne Rhein scheint es dennoch zu funktionieren. Um den Oberländer zu beruhigen, entgegne ich: „Das war sowieso mal alles Wasser hier.“ Denn de facto behaupten Geologen, auch wenn diese Stimmen im breiten Volk nicht immer ankommen, der Rhein sei bereits einstens Richtung Walensee abgeflossen, um sich dann auf Höhe der Aaremündung wieder zu treffen. Auch sei Liechtenstein einst nichts weiter als Bodenseeboden gewesen, in vorvorvorfürstlicher Zeit. Ein weiteres Geologengerücht geht von Rhein und Rhône, die beide (der Rhein mit seinem Vorderteil zumindest) dem Gotthardmassiv entspringen. Kurz hinter Basel sei der Rhein einst einfach nordseeunlustig umgebogen, um sich der Rhône, somit dem Mittelmeer zu mengen. Wahrscheinlich gab es damals Holland noch nicht, und keine Menschen, Theorien, Webcams dergleichen. Eine Zeit also, über die sich recht viel behaupten läßt. Heute gibt es allerdings den Canal du Rhône au Rhin, anhand dessen eine solche Katastrofe für alle Rheinländer modellhaft vorstellbar zu machen wäre; letztendlich wollen die Rheinländer sich ohne Rhein jedoch rein garnichts vorstellen.

Rheinfische (2)

Gefunden im Vorbericht des Rheinischen Antiquarius: „Es hegt sonst dieser Strom allerhand Arten von Fischen in großem Ueberfluß, und man fängt darinnen unter andern leckerhaften Gattungen die wohlschmeckende Salmen / welche, wenn sie im Frühling aus der See, allwo sie klein und mager sind, heraufkommen, Lachse / hernach aber, wenn sie sich gegen den Herbst zu nach dem Meer wieder zuruckbegeben, erst Salmen genennet werden. So bald diese Fische in den Rheinstrom einlauffen, nehmen sie auch zu, und je höher sie steigen, je größer und zärter pflegen sie zu werden, so, daß ein Cöllnischer Lachs vor einem Dordrechtischen, und ein Maynzer vor einem Cöllnischen leicht zu erkennen, diesen allen aber ein Baßler vorzuziehen ist. Auch sind die Rheinstöre nicht unbekannt. Wie denn Marquart Freher schreibt, daß diese in der Pfalz nur auf die Fürstentafel gehörten. Zu Rom wurden diese Störe, welche man zu latein Acipenseres nennet, ehemals als eine sehr seltsame, dabey aber kostbare Speise, wie Athenäus und Macrobius bezeugen, nicht anders, als im Gepränge mit Pfeiffen und Kränzen auf die Kayserliche Tafel getragen. Sie werden sonderlich in Holland ohngefehr vom ersten April an, ein ganzes viertel Jahr hindurch, so häufig gefangen, daß man sie theils in Pückel schlägt und einsalzt, theils frisch an nahgelegene Nationen, insonderheit nach Engelland, verhandelt. Wenn der große Störfang aufhört, so geht es nochmals das ganze Jahr hindurch über die kleinen Störgen her, welche so schmackhaft sind, daß auch die Italiäner, wie ein gewisser Verfasser meldet, die Finger darnach lecken. Nebst diesen liefert der Rhein noch viele niedliche Fische auf der reichen Leute Tafel, worunter die namhaftesten zweyerley Arten Neunaugen sind, die man eingemacht in Deutschland Bricken und in Holland Muräl nennet. Die erste Art davon ist sehr groß und schön, die andere klein, nichts destoweniger aber von gutem Geschmack. Eigene Arten Rheinfische sind die stachelichten Hechte / die herrlichen Rheinkarpfen / deren einige mehrmalen wohl bey zwanzig Pfund schwer gefangen worden; ferner die gar großen, mittelmäßigen und kleinen köstlichen Barben oder Rothbärte, die starken und großen Aale, die Forellen / Schwalen, Weißfische, Bersing oder Persen / Nößling / Aalruppen, Schleyen / Grundeln, Kressen / Kroppen / Bißgurren oder Meergrundeln, Stinden / Zauen, u. d. gl. Aeschen oder Aschen hat der Rheinstrom sehr wenige, und zwar daher, weil diese Fische lieber in harten, frischen und felsigten Wassern gehen, so kalt sind und aus hohen Felsengebürgen herab fliessen. Dieweil auch dieser Fisch das ganze Jahr hindurch gesund und gut zu speisen ist; So soll daher das Sprüchwort von ihm entsprungen seyn: Der Aesch ist ein Rheingraf.“ Soweit der Antiquarius, der weiters von kommenden und gehenden Krebsen im Rhein berichtet, von Bibern und Fischottern, Schildkröten und sogar verirrten Wunderfischen aus weit entlegenen Meeren, auch Seehunde (die nicht etwa “Roggen oder Eyergen” legen, sondern anlande Welpen werfen, welche im Safte ihrer Jugend ein Achttagegeheul starten) und junge Meerschweine werden als Flußbewohner verzeichnet, bevor Dielhelm aufs rheinische Federwildbret kommt.

Hinterrheincruising

Kraftwerke, profitable Denkmäler des werktätigen Geists, gibt es früh am Hinterrhein, der Stausee bei Sufers fördert die „Weiße Kohle“, die ersten Hochhäuser sind in Thusis (das hintergründig mit Medels zu korrespondieren scheint) zu erblicken, die Thusiser Hauptstraße macht den Eindruck einer Ausgehmeile, erinnert in ihrer staubigen Gestrecktheit im luziden Abendlicht an Wildwest-Filme: Fremder betritt den Ort, bindet lässig sein Pferd an die Pferdeanbindevorrichtung vorm Saloon, hat nur eine Frage nach dem Weg (o weh: durch Indianerland) und den Effekt einiger Roggenschnäpse im Sinn, will vielleicht auch wissen, was so geht, in der Gegend, der Barkeeper gibt zunächst freundlich Auskunft, doch plötzlich fällt eine Frage zu intim aus, Räuspern, Stühlerücken, ansatzlos kreuzen über wilden Bärten offen feindselige Blicke den Raum, ballen sich Fäuste, entstehen Handgemenge, beendet erst von einer großartigen Rede aus dem Munde von Sheriffs Revolver: do not forsake me, oh my darlin`. Ems Chemie dann, schon am Vollrhein gelegen, polymere Werkstoffe und Energie aus Biomasse: der Industrierhein beginnt weit vor Basel, auch wenn der Strom hier keine Tankschiffe trägt. Dafür ist das Schienensystem dreispurig, um zwischen Räthischer Schmalspur und internationaler Chemiegüterspur zu switchen. Das Dorfbuch (Domat/Ems) kann am Schalter der Einwohnerkontrolle bezogen werden. Das Kulturleben öffnet und schließt mit der Kirche, von der immerhin um die vier Exemplare existieren, eins mit walsertypischem Zwiebelturm. Der Pfarrer als Entertainer, wow, ja, da stellt man sich dies und das und vor allem “die gute alte Zeit” drunter vor. Die Gewerbezone am Rheinstrom heißt Plong Muling und um Domat/Ems herum sind die Strohballen in polymere Werkstoffe gehüllt: seidig schimmernde, blaustichweiße Planen, unter denen die Ortschaft auch einen guten Eindruck machen würde, dem Künstlerpaar Christo/Jeanne-Claude sei`s geflüstert.

Stöbers Istein

Die Isteiner Chronik weist auf Adolf Stöber, der einer elsässischen Dichterfamilie entstammte. Seine balladeske Istein-Dichtung erschien 1846 in Schnezlers Badischem Sagenbuch (worin sie bis heute auffindbar ist). Angeblich inspirierte Stöbers Werk eine ganze Reihe von Verswerken über den Versoffenen-Gottesacker (”versoffen” steht in diesem Fall für “ertrunken”), die womöglich seit geraumer Zeit nicht mehr oder weitgehend unter Aussparung der Öffentlichkeit fortgesetzt wurde.

Adolf Stöber: Istein

Von Basel kommt gezogen
In stolzem Lauf der Rhein,
Da beugen seine Wogen
Zur Rechten plötzlich ein;
An Istein`s Felsenmauer
Zieht hoch der Strom heran,
Und rauscht zurück mit Schauer,
Und brandet wieder an.

Was lockt ihn da herüber?
Was treibt ihn fort zur Flucht?
Was wird er ernst und trüber
Und gräbt sich tiefe Bucht?
Es liegt an diesem Strande
Ein todtenstiller Ort;
Es ragt bis vor zum Rande
Des Dorfes Kirchhof dort.

Und oft – so hört` ich sagen -
Wenn hoch die Wasser ziehn,
Wirft hier mit dumpfen Klagen
Der Strom die Todten hin;
Er wirft sie an`s Gestade
Aus seinem Wogensarg,
Auf daß er sich entlade
Der Schulden, die er barg.

Da lag wohl auf dem Sande
Schon manches graue Haupt.
Ob diesem Noth und Schande
Den Lebensmuth geraubt?
Ob Jener sank in Sünde,
Bis ihn hinunterriß
In seine Todesgründe
Der Geist der Finsterniß?

Auch manche Jungfrau`nleiche
Lag dort am Felsenhang.
Was war`s, du arme Bleiche,
Daß dich die Fluth verschlang?
Ach! Wühlt` in deinem Herzen
Getäuschter Liebe Gram,
Bis dich, betäubt von Schmerzen,
Verzweiflung überkam?

Ein Mensch im Todtenhemde -
Was stürzt` ihn in die Fluth?
War`s eigne Schuld, war`s fremde,
War`s Sturm und Stromes Wuth?
Wer hat wohl sichre Kunde? -
Die Dörfner fragen`s nicht;
Sie denken nur zur Stunde
Der frommen Liebespflicht.

Des Friedhofs Ruhestätte
Nimmt alle Todten auf,
Die aus dem kalten Bette
Verstieß der Fluthen Lauf.
Sie richten nicht, sie schweigen;
Dem ist`s anheimgestellt,
Dem alle Todten eigen,
Dem Richter aller Welt.

Es steht ein Kreuz erhoben,
Hoch auf dem Felsengrund,
Es deutet ernst nach Oben,
Thut Gottes Gnade kund;
Es sieht die Wellen fliehen
Im raschen Strom der Zeit,
Und, Die vorüberziehen,
Mahnt`s an die Ewigkeit.

Kleinkems

Gegenüber dem elsässischen Kembs liegt auf deutscher Seite Kleinkems, ohne b, aber, wie der Name richtig andeutet, klein. In der Rheinstraße stehen imposante Bananenstauden und eine Autowerkstatt, die an den Verkehrslärm der nahen A5 gemahnt. Am Dorfbrunnen lockt mich eine lateinische Inschrift. Die Sitzbank am Dorfbrunnen ist von zwei älteren Herren in Arbeitskluft belegt. Schnell entpuppt sich einer der beiden als Ortschronist:
„Dort ums Eck liegt der Unbekanntenfriedhof. Da liegen die ins Wasser gegangenen. Das waren ziemlich viele. Wirtschaftlich ruinierte meistens, oder arme Mädchen, denen ein reicher Bauer ein Kind angehängt hat. Auch viele Unfälle, sicher. Der Rhein, das war ja früher unsere kostenlose Badeanstalt. Ins Wasser gehen war die Methode der Armen, die Reichen hatten dafür Gewehre.“
„Dorthin, an die Kastanie am Dorfplatz, langte damals bei Hochwasser der Rhein. Jetzt liegen zwei Straßen und seit 1960 die Autobahn dazwischen. Bis 1960 wurde gefischt, kaum noch Lachs, aber mein Großvater war noch Fischer, es gab einst nur Fischer hier. Das stellen Sie sich vielleicht romantisch vor, aber das war harte Arbeit. Unter den Fischern, allesamt arme Leute, gab es noch Unterschiede – je nachdem, wem der Großherzog welche Rechte einräumte. Das Leben war hart. Es ging immer nur um Pfründe sichern. Damals wurde der Lachs nach Basel verkauft und die Basler Dienstboten aus unserer Gegend ließen sich in die Arbeitsverträge schreiben, daß sie nicht häufiger als zwei-, dreimal die Woche Lachs essen mußten. In Bad Bellingen sind an der Treppe zum Park noch einige alte Fischereigeräte aus unseren Familien zu sehen.“
„Was in der Dorfchronik nicht stehen darf, wir haben seit einigen Jahren Datenschutz, sind beispielsweise diverse SS-Mitgliedschaften. Da wehren sich die Leute gegen. Entweder sie leben noch, oder es sind deren Kinder oder Enkel. Bei den meisten SS-Verbänden war es so, daß sie irgendwann KZs bewacht haben. Das heißt noch nicht, daß das Schlächter gewesen sein müssen, aber sie waren definitv im KZ. Jetzt haben wir hier drei türkische Familien. Das ist ein historischer Schnitt in so einem kleinen Dorf. Aber man muß genau aufpassen, was man schreibt – das wird schnell als ausländerfeindlich bewertet. Es gab auch vier Euthanasietote. Das war nicht einfach nachzuweisen. Ich habe die Archive durchsucht, bin auch gereist dafür. Da haben wir überlegt, aber da sagten die Leute: das war damals schon so schwer für uns. Da hatten wir Verständnis für die Angehörigen. Jetzt steht in der Chronik einfach nur: Gestorben dann und dann.“
„Nach dem letzten Krieg sind die Franzosen rübergekommen. Nach dem Krieg 1870/71 wurden hier auf den Hügeln Freudenfeuer angezündet, das fanden die Elsässer natürlich nicht so toll. Dann wurden sie deutsch. 1945 haben die Franzosen den Bürgermeister, der ein Mitläufer war, aber ein kleiner, für vier Wochen eingesperrt, entnazifiziert und wieder laufen lassen. Die haben sich anständig benommen und das Dorf weitgehend in Ruhe gelassen.“
„Mit der Revolution von 1848 kam das Vereinswesen in unserer Gegend auf, das bis heute sehr wichtig ist. Erst Gesangsverein und Schützen (das war halb militärisch), später kamen u.a. Frauenvereine hinzu, die Fußballvereine so um 1920, durch die englischen Kriegsgefangenen.“
„Hier hat doch niemand studiert! Hier ist mal einer auf die Realschule gegangen, das wars auch schon. Die Söhne vom Zementwerkbesitzer haben studiert. Das war Klassengesellschaft. Der Zementwerkbesitzer war sozial. Der hat mehr für die Leute getan als er mußte. Das kannte man vorher überhaupt nicht. Und war entsprechend dankbar. Ab den 60ern fing hier die goldene Zeit an, ab den 90ern kamen dann die Heuschrecken.“
„All das können Ihnen im Dorf vielleicht noch fünf Leute erzählen. Der Rest weiß nichts mehr davon und ist auch nicht interessiert.“

Die Lee(h)re der Flüsse

Derzeit schwimmt der Musiker und Dichter Heinz Ratz durch verschiedene deutsche Flüsse, auch den Rhein. In insgesamt 52 Städten gibt er von Mai bis August 2009, gemeinsam mit bekannten Künstlern, Konzerte zugunsten von regionalen Artenschutzprojekten. Heinz schreibt auf seiner Website www.flussprojekt.de:
„Der Rhein ist mit einer Länge von 1324 km der längste Nordseezufluss. Seine Quellen in den Schweizer Alpen werden ganzjährig durch Gletscherwasser gespeist. Zusammen mit seinen Nebenflüssen hat der Rhein ein Einzugsgebiet von fast 200.000 Quadratkilometern. Sagen und Mythen ranken sich um den Rhein und seine Landschaft – so ist die Loreley überall in Deutschland bekannt. Legendär ist auch die Rheinkorrektur nach Tulla – dabei wurde der Rhein mit Durchstichen verkürzt, um die Bedingungen für die Schifffahrt zu verbessern, anliegende Flächen besser nutzen zu können und die Hochwassergefahr zu bannen. Anfangs wurden die Errungenschaften dieser Ingenieurkunst enthusiastisch gefeiert. Erst nach und nach wurden auch die Nachteile sichtbar: typische Lebensräume wie Auwälder verschwanden fast völlig, die Hochwassergefahr für die Unterlieger nahm deutlich zu. An einigen Stellen hat sich der Rhein inzwischen bis 15 Meter eingetieft, die Grundwasserstände sind drastisch gesunken – die ehemaligen artenreichen Auen sind zu trockenen Nadelwäldern verkommen und selbst der Landwirtschaft fehlt das Wasser.
Während die Fischfauna in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit nur etwa 30 Arten stark dezimiert war, können inzwischen wieder mehr als 60 Fischarten nachgewiesen werden.
Der intensive Ausbau der Abwasserreinigung, gezielte Besatzmaßnahmen und der Bau von Fischwanderhilfen zeigten erste erfreuliche Ergebnisse: seit mehreren Jahren kann der ursprünglich im Rhein heimische Lachs (früher wegen seiner großen Bestände Nahrung für Arme und Dienstboten!) wieder bis in den Oberrhein und in die Nebenflüsse aufsteigen und dort laichen. (…)
1986 führte der Eintrag von etwa 20 Tonnen Giftstoffen aus dem Brand einer Chemieanlage von Sandoz in Basel mit dem Löschwasser zu einem massiven Fischsterben über Hunderte von Kilometern. Im Ergebnis hat der Gewässerschutz am Rhein einen höheren Stellenwert bekommen. Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) bestand zwar schon vorher, aber erst durch den öffentlichen Druck bekam sie größere Bedeutung und wurde in der Folge auch Vorbild für weitere Flussschutzkommissionen.
Der Rhein ist eine der meistbefahrenen „Wasserstraßen“ der Welt – über die Rheinhäfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ARA-Häfen) wird ein großer Teil der Güter umgeschlagen, die die Beneluxstaaten, Frankreich, Deutschland und die Schweiz erreichen sollen. Schiffbar ist der Rhein bis Basel, der untere Teil – ab der Staustufe Iffezheim (oberhalb von Karlsruhe) blieb trotz intensiver wasserbaulicher Eingriffe frei von Staustufen. In der sog. „Gebirgsstrecke“ zwischen Bingen und Koblenz (mit den früher berüchtigten Schifffahrtshindernissen an der „Loreley“) treten daher deutliche Niedrigwasserphasen auf. An vielen Stellen wurde der Rhein mit hohem Aufwand verbaut – Spundwände und Schotterungen am Ufer und teilweise sogar Betonierungen der Sohle haben ihn streckenweise in einen naturfernen Zustand versetzt.
Wie sich z.B. im Trockenjahr 2003 gezeigt hat, werden sich Schifffahrt und Natur im Zuge des Klimawandels zunehmend auf extreme Pegelstände einstellen müssen. In Niedrigwasserphasen gerät der Fluss durch den Wärmeeintrag aus Kraftwerken und Industrie an seine Belastungsgrenzen. Der zunehmende Wärmestress tritt möglicherweise an die Stelle von früheren Katastrophen wie z.B. dem Unfall in der Chemieanlage in Basel.
Auch heute noch besteht in der viel befahrenen Wasserstraße allerdings stets auch das Risiko der Havarie eines mit Gefahrgut oder Mineralöl beladenen Schiffes, so wurde z.B. am 25. 02. 2009 ein Öltanker bei Königswinter von einem Containerschiff gerammt. Nur knapp entging der Rhein dabei einer Katastrophe: der Tanker war zum Glück fast unbeladen.
Die Wasserwirtschaftsverwaltungen versuchen am gesamten Flusslauf Überschwemmungsraum zurückzugewinnen – vor allem zugunsten von durch Hochwasser gefährdeten Millionenstädten wie Köln. Zum Teil werden hierzu (problematische) Polder, d.h. Becken, in die Hochwasser geleitet wird, angelegt; zum Teil entstehen aber auch wertvolle Aueflächen mit der vollen Niedrig- und Hochwasserdynamik neu. (…)“

Heinz schwimmt im Rhein:
am 25.05.09 (Karlsruhe / Konzert im Jubez)
am 06.06.09 (Köln / Konzert im Underground)
am 07.06.09 (Bonn / Konzert im Pantheon)