Schiffshebewerk

Bei unseren rheinischen Fußwanderungen durchs Elsaß sahen wir einst, direkt hinter der Brücke von Breisach, eine recht massive, nicht zu unterschätzende Betonwand wie es schien: im Boden versinken. Die sinkende Mauer entpuppte sich bei näherem Besehen als Teil einer ansehnlichen Schleuse, mithilfe derer ganze Containerschiffe bei den oberrheinischen Staustufen auf die verschiedenen Flußniveaus gehievt bzw niedergelassen werden. Die Schleusentechnik ist uns eigentlich seit Kindheit vertraut, dennoch kam das plötzliche Verschwinden einer Wand wie von Geisterhand zunächst mit dem Effekt einiger Überraschung. Was jüngst bei der Lektüre eines Artikels über die Schiffskanalpläne für die Alpen unsere allseitige Überraschung betreffs des Höhenunterschiedebewältigens von Lastschiffen gar noch stärkte: daß es nebst herkömmlicher Schleusen auch sogenannte Schiffshebewerke gibt; ein leibhaftiges davon im lothringischen Arzviller (Wikipedia gibt nähere Auskunft), in dem Schiffe am Rhein-Marne-Kanal, in einer Art Badewanne bergauf und bergab transportiert werden.