52 Tage bis zum Meer

Eine Filmdoku von Anke Riedel und Carsten Linder bereist den Rhein von den Quellen bis zur Mündung, unter Berücksichtigung wie auch Aussparung so manch interessanten Fleckens, in knapp einer halben Stunde – während der Strom selbst etwa 52 Tage für die berühmte Strecke benötigt. Die Kamera startet vom Hubschrauber aus überm Tomasee und landet recht bald im Wasser. Das flott das Vorderrheintal hinab und zügig auch in den Bodensee schießt und dabei jede Menge alpiner Kleinstlebewesen mit sich trägt. Im Bodensee faulenzt der Rhein zwölf schöne Urlaubstage lang, als Hochrhein zieht er weiter, fällt, fängt sich und schon befinden wir uns im Taubergießen und verweilen einen Moment beim Flutenden Hahnenfuß. Nebenan im Kanal schütten Kies-Schuten das Bett des regulierten Laufes zwischen den Staustufen auf, 400.000 Tonnen jedes Jahr. Rekorde, Rekorde: Europas größter Fischpaß bei Iffezheim, ein künstlicher Wildbach aus Beton. Unterm Loreleyfels erreicht der Strom seine Höchstgeschwindigkeit, was durch Zeitrafferaufnahmen von den Mythenklotz umfahrenden Containerschiffen veranschaulicht wird. Roboterisierte Häfen. Auf der Landzunge zwischen Nederrijn und Waal grasen Wildpferde. Rekorde, Rekorde: Das Rheindelta gilt als das am dichtesten befahrene Gewässer der Welt und somit größte europäische Nachreifezone für Normsüdfrüchte.