Presserückschau (April 2018)

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Rhein Ruhr City-Initiative
“Die Bewerbung der „Rhein Ruhr City-Initiative“ um die Olympischen Spiele im Jahr 2032 nimmt konkrete Formen an. Initiator Michael Mronz stellte in Düsseldorf ein 182 Seiten umfassendes Konzept vor, das die Potenziale der Region verdeutlicht. „Mehr als 80 Prozent der benötigten Sportstätten und Veranstaltungsorte sind heute schon an den 14 Standorten vorhanden“, sagt Mronz. Rund 640 000 Zuschauer könnten zeitgleich in den derzeit vorhandenen Stadien Platz nehmen. Dies sei ein „einmaliger Standortvorteil in Europa“. Unter anderem wären die Stadien in Bochum, Dortmund. Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln und Leverkusen als Austragungsorte vorgesehen. In der Gelsenkirchener Arena könnten Schwimmwettbewerbe vor 50 000 Zuschauern ausgetragen werden. Ob zusätzlich ein neues Olympiastadion gebaut werden müsste, steht noch nicht fest.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

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Fischwagen
“Die ehemalige Stromschnelle, auch Laufen genannt, bot den Laufenburger Salmenfischern jahrhundertelang eine einträgliche Erwerbsmöglichkeit. Dies allerdings nur bis 1910, weil sich die Flusslandschaft durch den Bau des Kraftwerks und die damit verbundene Aufstauung des Rheins nachhaltig veränderte. Die Vorrichtungen zum Fang von Salmen (Lachsen) bezeichnete man als Fischwagen. Dies waren eisengeschmiedete Reusen und sogenannte Hügen, die mit Netzen bestückt waren. Über die Laufenburger Salmenwagen wurde 1785 ein urkundlicher Nachweis angefertigt, der im Generallandesarchiv Karlsruhe als „Plan über die Fischwaagen von beidseitigen Gestaaten“ verwahrt wird. Doch gibt es hiervon eine zweite Ausfertigung, die seit längerer Zeit im Museum Schiff, dem Heimatmuseum beider Laufenburg, zu sehen ist. Sie bereichert zugleich die derzeitige Ausstellung über historische Karten in der Hochrheinregion.” (Südkurier)

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Abflug
“Ein Autofahrer ist (…) mit seinem Wagen in den Rhein bei Speyer gestürzt. Der Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen berichtet, der Fahrer habe vor dem Unfall mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit einen LKW überholt. Im Anschluss sei er in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen. Der 27-Jährige habe mit seinem Auto die Leitplanken durchbrochen und sei in den Rhein gestürzt. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Laut Polizei konnte er sich über das Beifahrerfenster aus dem Fahrzeug befreien und ans Ufer retten. (…) Das Auto wurde mit einem Kran aus dem Rhein geborgen.” (SWR)

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Mann im Baum
“Während eines Streits mit seiner Ehefrau ist ein 47-Jähriger in Wörth am Rhein auf einen Baum geklettert. Er schaffte es bis in eine Höhe von 15 Metern. Von dort wollte er (…) nicht mehr herunterkommen, teilte die von Zeugen herbeigerufene Polizei mit.” (Süddeutsche Zeitung)

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Prinzessin auf Grund
“Ein 110 Meter langes deutsches Fluss-Kreuzfahrtschiff ist auf dem Rhein nahe Rastatt auf Grund gelaufen. Die “Rhein Prinzessin” habe sich (…) mit dem Bug festgefahren, sagte eine Sprecherin der französischen Feuerwehr. Die 148 Menschen an Bord blieben bei dem Zwischenfall unverletzt und wurden auf deutscher Rheinseite an Land gebracht. Die Rheinschifffahrt war der Sprecherin zufolge nicht beeinträchtigt.” (Welt)

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Der Wolf
“Der zweifelsfreie Beweis per DNS-Untersuchung ist erbracht: Der Wolf ist zurück. Ein weibliches Tier streift offenbar im Kreis Neuwied im Bereich der bewaldeten Hänge oberhalb von Leutesdorf und Rheinbrohl umher. Dort fand (…) der Leutesdorfer Damwildhalter Jörg Gerlich eines seiner Tiere ausgeweidet im Gehege – mit Bissspuren und Auffälligkeiten am Kadaver, die für den Riss durch einen Wolf sprechen. Auch im Kreis Ahrweiler führt das zu Verunsicherung, trennt doch nur noch der Rhein das sagenumwobene Wildtier vom Kreis. Und der ist für einen Wolf eigentlich keine Hürde.” (Rhein-Zeitung)

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Die geplatzten Träume der Sterne
“Die Saison der Rhein-Stars hat ein jähes Ende genommen: Die Kölner Zweitliga-Basketballer haben auch das dritte Playoff-Viertelfinalspiel gegen die PS Karlsruhe Lions verloren. Bei der 68:88-Pleite in der Lanxess-Arena präsentierten sich die RheinStars gegenüber den beiden ersten Niederlagen zwar etwas formverbessert, waren letztlich aber erneut chancenlos. Somit ist der Traum der Mannschaft von Trainer Denis Wucherer, der Aufstieg in die Bundesliga, geplatzt.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

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Flughafen und Austernschalen
“Der Rhein ist Kölns wichtigste Lebens-, Verkehrs- und Handelsader. Die Ausstellung „einFLUSSreich“ zeichnet jetzt Geschichte und Bedeutung des Flusses und der sechs Häfen für die Stadt nach. Zu sehen sind im Historischen Archiv am Heumarkt Dokumente, historische Fotos, Modelle und Fotos. Eine Landkarte des Flusses mit den wichtigsten Orten an seinem Ufer führt durch die chronologisch und thematisch gegliederte Ausstellung. Sie beginnt – natürlich – mit den Römern. Deren Hafen lag vor der heutigen Altstadt und versandete allmählich. Er diente auch als Müllhalde, sein Grund verrät heute, welchen kulinarischen Luxus sich die Römer leisteten. So wurden bei Ausgrabungen massenhaft Austernschalen gefundne. Bis heute ist nicht restlos geklärt, wie sie frisch vom Atlantik an den Rhein kamen. (…) Wer weiß noch, das der Rhein auch einmal Flugplatz für Wasserflugzeuge war? Ein Modell zeigt, wie in den 1920er Jahren so ein Start- und Landeplatz mit Kassenhäuschen vor St. Kunibert aussah. Und 1935 gab es sogar eine Wasserflugzeug-Verbindung Köln-Frankfurt.” (koeln.de)

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Wohlstandschemikalien
“Fahrlässige Schiffsmannschaften, die bewusst oder leichtsinnig Giftstoffe ablassen. Moderne Pflanzenschutzmittel oder „Wohlstandschemikalien“ wie Sonnenschutz für Autolacke beziehungsweise Antikorrosionsmittel in Spülmaschinentabs. Oder Mikroplastikteile als Überbleibsel des geliebten Kaffee-to-go-Bechers. All diese Stoffe gehören nicht ins Rheinwasser, gelangen aber trotzdem hinein – und das in verstärktem Maße. (…) Ganz am Anfang stehen die Experten beim Thema Mikroplastik. Dazu habe man erst vor wenigen Wochen Untersuchungen an Rhein und Donau gemacht. Ergebnis für unsere Region: Pro Kubikmeter Rheinwasser wurden ein bis zwei Mikroplastikpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind, aufgespürt. Pro Tag schwimmen also schon einige Millionen Teilchen an Worms vorbei. Und von den noch gar nicht erfassten, viel, viel kleineren Nanopartikeln ist da noch gar keine Rede.” (Lampertheimer Zeitung)

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Unfallflucht
“Ein bislang unbekanntes Binnenschiff ist auf Talfahrt in Höhe der Insel Kisselwörth aus bislang unbekannter Ursache gegen eine Buhne gefahren und hat auf eine Länge von fünf Metern und Breite von zehn Metern einen Schaden in Höhe von 5000 Euro verursacht. Der Buhnensteg wurde ebenfalls beschädigt. Die Buhnen/Krippen wurden gebaut, um die Fahrrinne im Rhein zu verengen und die Strömung zu regulieren. Aufgrund der Spurenlage muss es sich um ein Schiff mit einem V-förmigen Bug gehandelt haben. Der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Die Ermittlungen dauern an. Die Wasserschutzpolizei fragt: Wo ist ein Binnenschiff mit einer erheblichen Beschädigung am Bug aufgefallen?” (Allgemeine Zeitung)

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Päckchen
“Ein verpackter Leichnam ist (…) im Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen entdeckt worden. Eine Kanufahrerin hatte das verschnürte Paket (…) im Wasser treibend gesehen und die Polizei verständigt. (…) Nach Angaben eines Polizeisprechers ist noch unklar, ob es sich um die Leiche eines Mannes oder einer Frau handelt. Über die Art der Verpackung und die Form des Pakets machte er aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.” (Spiegel)

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Rheintote
“Rettungskräfte haben (…) auf dem Rhein eine Wasserleiche gefunden. Dies haben Vertreter der Polizei Mannheim, der Mannheimer Feuerwehr und der DLRG Lampertheim bestätigt. Dabei soll es sich um einen vermissten Ludwigshafener gehandelt haben, dessen Leichnam (…)r auf Kirschgartshausener Höhe (kurz vor Lampertheim) entdeckt wurde. (…) Hinweise auf Fremdverschulden oder einen Unfall in Bezug auf den Toten liegen nicht vor.” (Wormser Zeitung)

“Traurige Gewissheit im Fall des Vermissten Robin S.: der 23-Jährige, der nach dem Baden im Rhein verschwunden war, ist tot. Spaziergänger fanden seinen Leichnam im Rhein auf der Höhe Wesel. (…) Sein Leichnam soll obduziert werden, aber aktuell gebe es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden (…). Robin S. (…) war (…) mit seinen drei Freunden am Rhein feiern. Es wurde Alkohol getrunken. In der Nacht (…) beschlossen die jungen Männer, schwimmen zu gehen. Nur drei der Freunde kamen wieder aus dem Wasser heraus.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

Presserückschau (Dezember 2017)

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Faule Vögel
“Schon die Kraniche hatten sich in diesem Herbst viel Zeit gelassen. Die Zugunruhe, in die sich die Vögel hineinsteigern, wenn sie sich in Massen sammeln und die sich natürlich durch den Futterdruck verstärkt, wenn zu viele Schnäbel an der gleiche Stellen nach Nahrung suchen, hat auch einen Temperaturregler. Der Thermostat klemmt, und die Vögel sind sich unschlüssig. Statt mit einem großen Startschuss gemeinsam in gewaltigen Formationen aufzubrechen, die uns am Boden staunen lassen, tröpfeln sie in kleineren Marschkolonnen über Land. Da kommt auch beim Beobachter nicht das typische Fernweh und die Herbstwehmut auf, die die „Schneegänse“ früher auslösten. (…) Am Niederrhein überwintern vor allem die Blässgänse, die in der europäischen und sibirischen Tundra brüten. Die auch bei uns als Brutvogel eingesessenen Graugänse hingegen, die früher an den Guadalquivir, nach Tunesien oder Algerien verzogen, machen jetzt gerade noch die Tour bis Holland. Die Saatgans macht schon Pause an der Ostseeküste, verstärkt aber auch die großen Winterpopulationen in Holland und am Niederrhein. Man merkt an dieser Aufstellung schon, dass man bei uns eigentlich nur mit der Graugans rechnen kann, und die ist zugfaul geworden.”
(Kölner Stadt-Anzeiger)

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Schiffsunfall
“Auf dem Rhein bei Duisburg hat ein Hotelschiff eine Autobahnbrücke gerammt. Fast 30 Menschen wurden verletzt (…). Während des zunächst unübersichtlichen Großeinsatzes hatte es zuvor unterschiedliche Angaben über die Zahl der Verletzten gegeben. (…) Die 129 Menschen an Bord des Hotelschiffs „Swiss Crystal“ stammten (…) mehrheitlich aus Benelux-Staaten. Demnach war das Schiff in Richtung Niederlande unterwegs. (…) Das Schiff wurde bei dem Aufprall am Bug beschädigt. Ein zweites Passagierschiff kam der havarierten „Swiss Crystal“ zu Hilfe und nahm die 26 Besatzungsmitglieder und 103 Passagiere an Bord. Der Unfall sei angesichts der vielen Menschen an Bord vergleichsweise glimpflich ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg.” (Handelsblatt)

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50 Jahre San Bernardino-Tunnel
“Vor fünfzig Jahren wurde der San-Bernardino-Tunnel eröffnet. Es war damals mit 6,6 km der längste Tunnel durch die Alpen. Er veränderte das Leben im Dorf Hinterrhein nachhaltig. (…) Augenzeugen erinnern sich an die siebenjährige Bauzeit und daran, wie das Verkehrsaufkommen ständig zugenommen hat. (…) Auch das Postauto verkehrte nun häufiger, und so war es möglich, mal nach Thusis zum Einkaufen oder nach Bellinzona in den Ausgang zu gehen oder im Nachbartal eine Lehre zu machen. (…) Doch schon nach wenigen Jahren wich die Begeisterung der Ernüchterung. Die Autobahn brachte nämlich auch viel Lärm und Gestank. Die meisten Reisenden brausten an den Dörfern vorbei auf dem Weg ins Tessin oder ans Mittelmeer. Besonders in Hinterrhein erfüllte sich die Hoffnung auf eine neue goldene Ära des Tourismus nicht. Denn dort führt die Autobahn unmittelbar am Dorf vorbei. Wer mit offenem Fenster schlafen will, braucht Ohrstöpsel. Das Bild des idyllischen Bergdorfs ging so verloren.” (SRF)

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Rheinwald
“Per 1. Januar 2019 werden die Gemeinden Hinterrhein, Nufenen und Splügen eine neue Gemeinde mit dem Namen Rheinwald bilden. An den (…) in den Gemeinden Hinterrhein, Nufenen und Splügen gleichzeitig stattfindenden Gemeindeversammlungen sagten die Stimmbürger sämtlicher drei Gemeinden Ja zur Fusion. Während in Hinterrhein 31 für und 7 Stimmberechtigte, bei einer Enthaltung, gegen den Zusammenschluss votierten, sagten in Splügen 70 Ja und nur zwei Nein. Sogar die mit Spannung erwartete Zitterpartie in Nufenen blieb aus, obwohl der Gemeindevorstand sich im Vorfeld der Abstimmung gegen eine Fusion starkgemacht hatte und in der Botschaft der Bevölkerung ein Nein zum gemeinsamen Weg empfahl. Nichtsdestotrotz sagte dennoch die Mehrheit der Nufner, nämlich 39:21, Ja zur Gemeinde Rheinwald.” (Südostschweiz)

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Das einzige Dreiländer-Tram der Welt
“Alles ging schnell an der Landesgrenze (…): Der Basler Baudirektor (…) und weitere Honoratioren durchschnitten das obligate blaue Band. Nebenan hinter Gittern schwenkten ein paar elsässische Autonomisten von “Unser Land” rot-weisse Fahnen; ein Transparent hiess “Willkomma em Elsass”. Und dann ging’s in drei Sonder-Trams über das jungfräuliche Schienenpaar auf Elsässer Boden weiter: Vorbei am sanften Schutzwall zur Reha-Klinik, wo auch Wachkoma-Patienten liegen, einer EBM-Energiezentrale, dem Lycée Jean Mermoz in eleganten Winkeln bis zum Bahnhof der Stadt St-Louis. Knallkörper, leuchtende Raketen, ein poetisches Stelzenballet grüssten die rund 300 Offiziellen, die bei der Einfahrt auf den Bahnhofplatz, wo sich die Wendeschlaufe befindet, von zahlreichen nostalgisch kostümierten Passanten und einer Seifenblasen-Kanone empfangen wurden.” (Onlinereports)

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Gänseprobleme
“Im Zusammenhang mit den Gänseproblemen an Rhein und Neckar haben sich jetzt auf Einladung der Stadt Ladenburg (…) Vertreter betroffener Gemeinden und beteiligter Behörden zu einem Informationsaustausch getroffen. (…) Auslöser der Problematik in Ladenburg, Hemsbach sowie in zahlreichen weiteren Städten und Gemeinden, ist eine Zunahme der Populationen invasiver Nil- und Kanadagänse und damit einhergehend eine Verkotung der Sport- und Freizeitanlagen sowie Fraßschäden auf landwirtschaftlichen Flächen mit zum Teil erheblichen finanziellen Auswirkungen. Dazu kommt noch die Verdrängung heimischer Wasservögel.” (Rhein-Neckar-Zeitung)

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Echte Seilbahn
“Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat sich für eine Seilbahn zwischen Altstadt und Messe ausgesprochen. Ihr würde es gefallen, „wenn wir eine echte Seilbahn über den Rhein bauen würden“, sagte Reker (…). Neben einer weiteren Gondel-Strecke sei auch eine Fußgängerbrücke über den Rhein im Gespräch. Zwischen dem Kölner Zoo und dem Rheinpark auf der gegenüberliegenden Flussseite gibt es bereits eine Seilbahn. Im Sommer hatte sich dort eine Gondel verkeilt. 65 Menschen musste von Höhenrettern aus den stillstehenden Kabinen geholt werden. Seitdem ist die Seilbahn außer Betrieb.” (General-Anzeiger)

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Ali-Kurt-Weg
“Die Tat ist unvergessen. Sie war heldenhaft und endete tragisch. Mit letzter Kraft versuchte Familienvater Ali Kurt (47) die damals sechsjährige Claudette aus dem Rhein zu ziehen (…) – dafür bezahlte der Familienvater mit seinem eigenen Leben. Jetzt erinnert eine Straße, die zum Rheinufer führt, an das Drama und den selbstlosen Kölner, Vater von drei Kindern. (…) Fast vier Jahre nach dem tödlichen Drama, das gleich zwei Familien ins Unglück stürzte, wurde nun ein Teil der Wiesdorfer Straße zu seinen Ehren in „Ali-Kurt-Weg“ umbenannt.” (Express)

Bonn

bonn_altstadtSummer in the city. Sonne leuchtet allgegenwärtige Ehemaligkeit aus. “Bonn. Berlin. Brüssel. Bonn.” heißt es bündig auf einem Sticker der notorischen Partei Die Partei. Als alliterierende Ansage im B-Bereich ein dadaistisches Moment in der linksalternativ dominierten Altstadt, die jedoch keinen alten Stadtkern bezeichnet, deren Name sich vielmehr unsichtbaren Arms an der längsten Theke der Welt, der Düsseldorfer Altstadt, anlehnt.

bonn_pippilotta“Alle Menschen werden älter / Alle Menschen werden gleichzeitig alt / Jeden Tag, jede Stunde, pro Minute, pro Sekunde / werden alle Menschen gleichzeitig alt”. Harald “Sack” Zieglers Songzeilen gelten für Heldinnen wie für Flaneure, die Schablonen-Updates ihrer Heldinnen fotografieren.

bonn_rhenus bicornisNoch älterer Held: Vater Rhein als Rhenus bicornis, vermutlich Teil eines römischen Grabmonuments aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert, als janusköpfiges Relief unprätentiös auf einem brusthohen Sockel positioniert auf dem Parkstreifen der Adolfstraße.

bonn_yesterdays poemDeutlich jünger, dennoch veraltet: das Gedicht von gestern.

bonn_beobachterZeitlos hingegen: der stille Beobachter.