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	<title>rheinsein &#187; Adolf Stöber</title>
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	<description>stan lafleur schlafwandelt durch die rheinische sferiferie</description>
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		<title>Stöbers Istein</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 13:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Stöber]]></category>
		<category><![CDATA[August Schnezler]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Isteiner Chronik weist auf Adolf Stöber, der einer elsässischen Dichterfamilie entstammte. Seine balladeske Istein-Dichtung erschien 1846 in Schnezlers Badischem Sagenbuch (worin sie bis heute auffindbar ist). Angeblich inspirierte Stöbers Werk eine ganze Reihe von Verswerken über den Versoffenen-Gottesacker (&#8221;versoffen&#8221; steht in diesem Fall für &#8220;ertrunken&#8221;), die womöglich seit geraumer Zeit nicht mehr oder weitgehend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Isteiner Chronik weist auf Adolf Stöber, der einer elsässischen Dichterfamilie entstammte. Seine balladeske Istein-Dichtung erschien 1846 in Schnezlers Badischem Sagenbuch (worin sie bis heute auffindbar ist). Angeblich inspirierte Stöbers Werk eine ganze Reihe von Verswerken über den Versoffenen-Gottesacker (&#8221;versoffen&#8221; steht in diesem Fall für &#8220;ertrunken&#8221;), die womöglich seit geraumer Zeit nicht mehr oder weitgehend unter Aussparung der Öffentlichkeit fortgesetzt wurde.</p>
<p>Adolf Stöber: Istein</p>
<p>Von Basel kommt gezogen<br />
In stolzem Lauf der Rhein,<br />
Da beugen seine Wogen<br />
Zur Rechten plötzlich ein;<br />
An Istein`s Felsenmauer<br />
Zieht hoch der Strom heran,<br />
Und rauscht zurück mit Schauer,<br />
Und brandet wieder an.</p>
<p>Was lockt ihn da herüber?<br />
Was treibt ihn fort zur Flucht?<br />
Was wird er ernst und trüber<br />
Und gräbt sich tiefe Bucht?<br />
Es liegt an diesem Strande<br />
Ein todtenstiller Ort;<br />
Es ragt bis vor zum Rande<br />
Des Dorfes Kirchhof dort.</p>
<p>Und oft &#8211; so hört` ich sagen -<br />
Wenn hoch die Wasser ziehn,<br />
Wirft hier mit dumpfen Klagen<br />
Der Strom die Todten hin;<br />
Er wirft sie an`s Gestade<br />
Aus seinem Wogensarg,<br />
Auf daß er sich entlade<br />
Der Schulden, die er barg.</p>
<p>Da lag wohl auf dem Sande<br />
Schon manches graue Haupt.<br />
Ob diesem Noth und Schande<br />
Den Lebensmuth geraubt?<br />
Ob Jener sank in Sünde,<br />
Bis ihn hinunterriß<br />
In seine Todesgründe<br />
Der Geist der Finsterniß?</p>
<p>Auch manche Jungfrau`nleiche<br />
Lag dort am Felsenhang.<br />
Was war`s, du arme Bleiche,<br />
Daß dich die Fluth verschlang?<br />
Ach! Wühlt` in deinem Herzen<br />
Getäuschter Liebe Gram,<br />
Bis dich, betäubt von Schmerzen,<br />
Verzweiflung überkam?</p>
<p>Ein Mensch im Todtenhemde -<br />
Was stürzt` ihn in die Fluth?<br />
War`s eigne Schuld, war`s fremde,<br />
War`s Sturm und Stromes Wuth?<br />
Wer hat wohl sichre Kunde? -<br />
Die Dörfner fragen`s nicht;<br />
Sie denken nur zur Stunde<br />
Der frommen Liebespflicht.</p>
<p>Des Friedhofs Ruhestätte<br />
Nimmt alle Todten auf,<br />
Die aus dem kalten Bette<br />
Verstieß der Fluthen Lauf.<br />
Sie richten nicht, sie schweigen;<br />
Dem ist`s anheimgestellt,<br />
Dem alle Todten eigen,<br />
Dem Richter aller Welt. </p>
<p>Es steht ein Kreuz erhoben,<br />
Hoch auf dem Felsengrund,<br />
Es deutet ernst nach Oben,<br />
Thut Gottes Gnade kund;<br />
Es sieht die Wellen fliehen<br />
Im raschen Strom der Zeit,<br />
Und, Die vorüberziehen,<br />
Mahnt`s an die Ewigkeit.</p>
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