Stör aus dem Rhein

Während die Abrafaxe und Johanna mit einem Lastkahn nach Coellen reisen, sorgt Califax unterwegs mit einer Angel für frischen Fisch. Brabax kann den Fisch schon nicht mehr sehen und als ihr Reiseziel am Horizont auftaucht, fordert er den Angler auf, die Schnur einzuholen. Doch da biegt sich die Rute durch und Califax bemerkt, dass ein Stör an seiner Angel hängt. Er versucht den kapitalen Burschen aus dem Wasser zu ziehen, aber Brabax rät ihm, die Angel lieber loszulassen. Schließlich reißt die Schnur und der Fisch flüchtet. Califax springt ins Wasser und Johanna stürzt sich hinterher, um ihn zu retten. Nun springen auch Abrax und Brabax von dem Kahn, um ihre Gefährten zu retten. Während Abrax sich um die fast ertrunkene Johanna kümmert, entdeckt Brabax am Ufer Califax mit dem Stör.

Als Califax erfährt, dass Johanna wegen ihm beinahe ertrunken wäre, bekommt er ein schlechtes Gewissen. Er schenkt der soeben Geretteten seinen kapitalen Fisch. Johanna ist ganz begeistert, denn so ein schönes Geschenk hat sie noch nie bekommen. Überglücklich trägt sie ihr Geschenk auf der Schulter in die Stadt Coellen. Doch kaum sind sie durch das Severinstor gelaufen, stellen sich ihnen drei freche Jungen in den Weg. Sie wollen die Neuankömmlinge aus der Stadt vertreiben und greifen mit Knüppeln an. Nachdem Abrax bemerkt, dass er sein Schwert auf dem Kahn vergessen hat, springt Johanna ein. Mit dem Stör teilt sie einige empfindliche Schläge an die Angreifer aus, so dass diese entsetzt flüchten. Califax ist ganz erstaunt, denn so hat er Johanna noch nie erlebt.

Als Califax und Johanna mit dem Stör vor dem Kloster zum Heiligen Kreuz um Einlass bitten, nimmt der Mönch an der Klostertür an, dass sie Fisch-Lieferanten sind. Sie werden abgewiesen, doch ein Fremder bittet Johanna, ihm den Stör zu überlassen. Califax gibt sich als Experte für leckere Gerichte zu erkennen und schon hat er eine Einladung ins Kloster, um dort den Stör zuzubereiten. Doch Johanna will ihr Geschenk nur rausrücken, wenn sie ins Kloster mitkommen darf. Also schmuggelt der Fremde sie mit den Abrafaxen in sein Labor. Während er den Fisch fachmännisch ausnimmt, kümmert sich Califax um die Zutaten. Er schneidet Petersilienwurzeln und füllt damit den Stör. Dann braucht er noch etwas Butter, Fenchel und roten Wein, so steht bald ein duftendes Festmahl auf dem Tisch. Außerdem will Califax auf seinen Anteil am Mittagessen verzichten, wenn der fremde Gastgeber Albertus Magnus ist. Nachdem sich herausstellt, dass sie wirklich bei Albertus zu Gast sind, fordert Brabax, dass er seine selbstgewählte Strafe einhalten muss. Doch der große Meister möchte nicht ungerecht sein. Deshalb schlägt er vor, das Mittagessen ausfallen zu lassen und den Fisch als Vesper zu verspeisen. Nun können sich alle das köstliche Mahl schmecken lassen und es bleibt nach einer angeregten Diskussion nichts übrig.

(aus: Mosapedia)