<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>rheinsein &#187; Aare</title>
	<atom:link href="http://rheinsein.de/tag/aare/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://rheinsein.de</link>
	<description>stan lafleur schlafwandelt durch die rheinische sferiferie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 13:29:03 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>ein galoppirendes, oft dämonisches Leben</title>
		<link>http://rheinsein.de/2012/02/06/ein-galoppirendes-oft-damonisches-leben/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2012/02/06/ein-galoppirendes-oft-damonisches-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 06:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Aarlenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Crispaltenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich von Tschudi]]></category>
		<category><![CDATA[Handeckfall]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Inn]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinwaldgletscher]]></category>
		<category><![CDATA[Rhône]]></category>
		<category><![CDATA[Scursee]]></category>
		<category><![CDATA[Tomasee]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrhein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=5442</guid>
		<description><![CDATA[Wer im Frühling die Alpen besucht und sieht, wie von allen Schneefeldern, über alle Felsen, aus jeder Bergfurche kleinere oder größere Bächlein niederströmen, wird sich einen Begriff von der unendlichen Wassermasse bilden, die aus dem ganzen, gewaltigen Alpengebiete in das Tiefland geht und dort so vielfach zur Bedingung der Fruchtbarkeit und des Verkehres wird. Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer im Frühling die Alpen besucht und sieht, wie von allen Schneefeldern, über alle Felsen, aus jeder Bergfurche kleinere oder größere Bächlein niederströmen, wird sich einen Begriff von der unendlichen Wassermasse bilden, die aus dem ganzen, gewaltigen Alpengebiete in das Tiefland geht und dort so vielfach zur Bedingung der Fruchtbarkeit und des Verkehres wird. Am mächtigsten ist aber der Wasserabgang zu Zeit der heißen Fönwinde und warmen Regenniederschläge. Ueberall entstehen dann neue Wasseradern; kleine Kieselbäche werden zu trüben, tobenden Strömen; die Abtropfbretter der Gletscher sind von hundert sprudelnden Rinnsalen durchzogen. Der heiße Wind des Südens, der die Thier- und Menschenwelt lähmt, erweckt in der Pflanzen- und Wasserwelt ein galoppirendes, oft dämonisches Leben. Wie viel Millionen Eimer Wassers das Rheinbett jede Minute aus den Hochgebirgen entführt, mag man ahnen, wenn man sich erinnert, daß zur Zeit der Schneeschmelze das dreiunddreißig Quadratstunden haltende Bodenseebecken 8-10 Fuß steigt, im Jahr 1770 aber um 20-24 Fuß sich gehoben hat. Bei manchen Strömen ist es schwer, die eigentliche Quelle anzugeben; ja diese eigentliche Quelle ist da blos illusorisch, wo mehrere Bäche von ungefähr gleicher Stärke zusammentreffen und nicht Eine Bachader als Stamm des Flusses sich heraushebt. So entsteht z. B. der Vorderrhein aus mehrern Bächen, von denen jeder „Rhein“ mit einer Localbezeichnung heißt. Die Quellen dieses berühmten 190 Meilen langen Stromes, der auf seinem Laufe 12,283 Flüsse und Bäche aufnimmt, liegen alle in der Alpenregion, die des Vorderrheins im Tomasee (7240&#8242; ü. M.) und Krispalt (6710&#8242; ü. M.), des Mittelrheines im Scursee (6670&#8242; ü. M.), des Hinterrheines am Rheinwaldgletscher (5760&#8242; ü. M.). Dabei gilt der Grundsatz, daß den eigentlichen Quellbächen stets vor den bloßen Gletscherabflüssen der Vorzug gegeben wird. Die drei Quellenbäche der Rhone empfangen vom Rhonegletscher zwei Eisabflüsse, die wol mit zwanzigmal reichern Massen aus den Eishöhlen hervorsprudeln, und doch haben nicht diese den Namen der Rhonequellen und verdienen auch nicht, da sie nicht eigentliche Quellwasser sind. Damit stimmt ganz die Verachtung zusammen, welche so häufig die Alpenbewohner gegen die „wilden“ Gletscherwasser bezeugen, und ihre Verehrung vor den „lebendigen“ Quellen. Und doch haben manche Ströme nur solche gering angesehene Gletscherquellen; so wird gerade die Aare durch die starken Bäche des Oberaar-, Finsteraar- und Lauteraargletschers gebildet, die bei ihrer Vereinigung 6270&#8242; ü. M. liegen. Der einzige Bach, der lange durch die Alpenzone strömt und in ihr zum Flusse wird, ist der Inn; doch auch die Aare gewinnt rasch eine bedeutende Stärke durch die Zuflüsse aus allen den finstern Eisthälern, die sie in wildem, tobenden Gange durchströmt; dann geht sie ruhig durch das trostlos öde Aarbodenthal unter dem Grimselhospize weg, einer engen Schlucht zu, durch die sie von Stufe zu Stufe fällt und dem Röterisboden (4880&#8242; ü. M.) entgegeneilt, bis sie oberhalb der Handecksennhütte einen hübschen Fall, unterhalb derselben aber (4260&#8242; ü. M.) mit dem Aarlenbach zwischen den Granitfelsen in einen hundert Fuß tiefen Abgrund stürzend, den berühmten Handeckfall bildet, den einzigen großen Wasserfall der Alpenregion. </p>
<p>„Da ragen zwei mächtige Felsenkolosse<br />
So dicht aneinander aus gähnendem Schlund;<br />
Die Häupter bekränzet der Tannen Gesprosse,<br />
Die Füße verbirgt der umnachtete Grund.</p>
<p>Und vor mir, hinab in die schaurige Hölle,<br />
Ergießt sich der breite, gewaltige Fluß!<br />
Wie zischen die Schäume, wie fliegt das Gerölle,<br />
Wie stürmen die Wogen mit donnerndem Schuß!</p>
<p>Und siehe von grünender Höhe zur Linken,<br />
Da rauschet der Arle zerstäubender Bach,<br />
In schäumenden Güssen, mit silbernem Blinken,<br />
Hinab in die Schlucht, in die klaffende, jach.“</p>
<p>Kurz nach diesem köstlichen Salto mortale tritt sie aus der Alpenregion hinaus. Die übrigen Wasserfälle der letzern sind nicht besonders wasserreich, da sie den Quellen zu nahe liegen, dafür aber sehr zahlreich und oft außerordentlich kühn. In allen höhern Revieren sieht man diese schwankenden Schaumfäden an den Felsen hängen, oder hört die jungen Bäche über die großen Felsenstufen ihrer Schluchten hinunterkommen; die Zahl der kleinern Wasserfälle unsers Alpengürtels übersteigt wol tausend.</p>
<p>(aus: Friedrich von Tschudi &#8211; Das Thierleben der Alpenwelt, Leipzig 1853)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2012/02/06/ein-galoppirendes-oft-damonisches-leben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Rhein für die gebildeten Stände (3)</title>
		<link>http://rheinsein.de/2010/12/22/der-rhein-fur-die-gebildeten-stande-3/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2010/12/22/der-rhein-fur-die-gebildeten-stande-3/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 23:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Bacharach]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
		<category><![CDATA[Bas-Rhin]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bingen]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Breisach]]></category>
		<category><![CDATA[Chur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Emmerich]]></category>
		<category><![CDATA[Erft]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Arnold Brockhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Graubünden]]></category>
		<category><![CDATA[Hatto I.]]></category>
		<category><![CDATA[Haut-Rhin]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Ill]]></category>
		<category><![CDATA[Karl der Große]]></category>
		<category><![CDATA[Kinzig]]></category>
		<category><![CDATA[Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Lahn]]></category>
		<category><![CDATA[Lippe]]></category>
		<category><![CDATA[Main]]></category>
		<category><![CDATA[Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Mannheim]]></category>
		<category><![CDATA[Mosel]]></category>
		<category><![CDATA[Murg]]></category>
		<category><![CDATA[Nahe]]></category>
		<category><![CDATA[Nassau]]></category>
		<category><![CDATA[Neckar]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwied]]></category>
		<category><![CDATA[Niederlande]]></category>
		<category><![CDATA[Preußen]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhr]]></category>
		<category><![CDATA[Schaffhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Speyer]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gallen]]></category>
		<category><![CDATA[St. Goar]]></category>
		<category><![CDATA[Straßburg]]></category>
		<category><![CDATA[Unkel]]></category>
		<category><![CDATA[Vorarlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Wesel]]></category>
		<category><![CDATA[Worms]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=3237</guid>
		<description><![CDATA[Der Rhein durchfließt zuerst Graubündten, macht die Grenze zwischen dem vorarlbergischen Kreise und dem schweizer. Cantone St.-Gallen, scheidet dann, nachdem er den Bodensee verlassen hat, das Großherzogthum Baden und die Schweiz, von Basel an, wo er sich nördl. wendet, dasselbe Großherzogthum und die franz. Departements des Ober- und Niederrheins, sowie den Rheinkreis des Königreichs Baiern; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rhein durchfließt zuerst Graubündten, macht die Grenze zwischen dem vorarlbergischen Kreise und dem schweizer. Cantone St.-Gallen, scheidet dann, nachdem er den Bodensee verlassen hat, das Großherzogthum Baden und die Schweiz, von Basel an, wo er sich nördl. wendet, dasselbe Großherzogthum und die franz. Departements des Ober- und Niederrheins, sowie den Rheinkreis des Königreichs Baiern; durchströmt nun das Großherzogthum Hessen, das Herzogthum Nassau, die preuß. Provinz Rheinland und zuletzt die Niederlande. Die vornehmsten in denselben sich ergießenden Flüsse sind: die Aar, die Jll, die Kinzig, Murg, der Neckar, der Main, die Nahe, Lahn, Mosel, Erft, Ruhr und Lippe. Viele beträchtliche Städte liegen an seinen Ufern, so in der Schweiz und Deutschland: Konstanz, Schaffhausen, Basel, Alt-Breisach, Speier, Manheim, Worms, Mainz, Bingen, Koblenz, Neuwied, Bonn, Köln, Düsseldorf, Wesel und Emmerich. An Fischen ist der Rhein sehr reich. Man fängt darin Salmen, welche im Frühlinge im Hinaufsteigen aus der See Lachse, hernach aber, wenn sie sich gegen den Herbst wieder nach dem Meere zu wenden, Salmen genannt werden, Rheinstöre, Neunaugen, Hechte, Karpfen, oft zu 20 Pfund schwer u.s.w. An Federwildpret hält sich auf den unzähligen Rheininseln und dessen Ufern eine Menge verschiedener, oft seltener Gattungen auf. Auch führt der Rhein etwas Gold unter seinem Sande, welches theils aus dem Gebirge Helvetiens, theils aus dem des Schwarzwaldes kommt. Eine vorzügliche Wichtigkeit, besonders für das westl. Deutschland, hat der Rhein durch die Schiffahrt. (S. Rheinschiffahrt und Rheinhandel.) Er wird von Chur in Graubündten an befahren; unter Schaffhausen fängt die bequemere Schiffbarkeit des Stromes an; allein die größere Rheinschiffahrt mit schwer beladenen Schiffen beginnt erst bei Speier. Von Strasburg bis Mainz gehen Schiffe, die 2000—2500 Ctr. laden, von Mainz bis Köln Schiffe von 2500—4000 Ctr., und von Köln bis Holland Schiffe, welche 6000 —9000 Ctr. tragen. (S. Flöße.) Außer den Rheinfällen hält man für die Schiffahrt gefährlich: 1) Das Bingerloch, bei Bingen, sechs Stunden unterhalb Mainz. Hier nähern sich die Berge, welche den Rhein einschließen, von beiden Seiten so, daß man bis an das Flußbett hinein den ehemaligen Zusammenhang der gegenseitigen Felsen gewahr werden kann. Diese Felsenwand, die sich von einem Ufer zum andern erstreckte, wurde wahrscheinlich im Laufe von Jahrhunderten durch die Gewalt des Wassers oder durch eine Erdrevolution zum Theil zertrümmert und ließ nun dem Strom eine zwar freie, aber enge Bahn. Karl der Große ließ diese Öffnung erweitern, doch blieb sie noch immer so enge, daß nur ganz kleine Fahrzeuge die Fahrt machen konnten. Erst unter dem Kurfürsten Sigismund von Mainz wurde der Weg für größere Schiffe fahrbar und minder gefährlich. Die einzige Durchfahrt, welche man das Bingerloch nennt, war bis zum J. 1834, wo die preuß. Regierung durch Sprengen dieselbe erweitern ließ, nur 50 F. breit, und auch jetzt ist dieselbe bei niedrigem Wasser nicht ohne Gefahr zu passiren. Daselbst steht auch mitten im Wasser auf einem Felsen Hatto&#8217;s Thurm oder der Mäusethurm. (S. Hatto.) 2) Das wilde Gefährt bei Bacharach, wo der Strom im Thalwege mit fürchterlichem Gefälle des Wassers  zwischen Felsen und Banken eine Art Trichter bildet. Dasselbe ist nur für die den Strom hinabfahrenden Schiffe gefährlich. 3) Die sogenannte Bank von St.-Goar, wo des Flusses Wellen an eine Gruppe theils sichtbarer, theils verborgener Klippen anprallen und einen Strudel bilden. 4) Der kleine und große Unkelstein bei dem Städtchen Unkel, eine Gruppe Basaltsäulen, die theils unter dem Wasser verborgen sind, theils hervorragen. Die größere Gruppe, der große Unkelstein genannt, ist unter der franz. Herrschaft hinweggeräumt worden, und auch die kleinen Gruppen können bei hohem Wasser von leeren Schiffen überfahren werden.</p>
<p>(aus: Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon, Band 9, F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1836)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2010/12/22/der-rhein-fur-die-gebildeten-stande-3/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einfalte Delineation (4)</title>
		<link>http://rheinsein.de/2010/10/22/einfalte-delineation-4/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2010/10/22/einfalte-delineation-4/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 10:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Badus]]></category>
		<category><![CDATA[Cimunt]]></category>
		<category><![CDATA[Crispaltenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Cumanils]]></category>
		<category><![CDATA[Furkapaß]]></category>
		<category><![CDATA[Fürstenau]]></category>
		<category><![CDATA[Grimselpaß]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Moësa]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolin Sererhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nolla]]></category>
		<category><![CDATA[Reuß]]></category>
		<category><![CDATA[Rhône]]></category>
		<category><![CDATA[Rongellen]]></category>
		<category><![CDATA[Schams]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Selva]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gotthard]]></category>
		<category><![CDATA[St. Jakob]]></category>
		<category><![CDATA[St. Vigili]]></category>
		<category><![CDATA[Tavetsch]]></category>
		<category><![CDATA[Tesinfluß]]></category>
		<category><![CDATA[Thusis]]></category>
		<category><![CDATA[Tomasee]]></category>
		<category><![CDATA[Tschappina]]></category>
		<category><![CDATA[Tujetsch]]></category>
		<category><![CDATA[Via Mala]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Wallis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=2843</guid>
		<description><![CDATA[Rheinursprung
„Der andere Hof ist das Tawetscher Thal, eine Wildnus. Die ältesten Einwohner allhier hießen Aetuatii. Hier findet man die rudera des Schlosses Pultmenga, item die Nachbarschaften: 1. St. Jakob, 2. Selva, 3. St. Vigili, 4. Cumanils, 5. Cimunt, quasi cima del munt in Rhaetischer Sprach. Das ist der höchste Gipfel des Bergs, trifft auch schier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rheinursprung<br />
„Der andere Hof ist das Tawetscher Thal, eine Wildnus. Die ältesten Einwohner allhier hießen Aetuatii. Hier findet man die rudera des Schlosses Pultmenga, item die Nachbarschaften: 1. St. Jakob, 2. Selva, 3. St. Vigili, 4. Cumanils, 5. Cimunt, quasi cima del munt in Rhaetischer Sprach. Das ist der höchste Gipfel des Bergs, trifft auch schier ein, dann hier besteigt man den allerhöchsten Berg, der so zu sagen in der Welt zu finden, und komt man zum Ursprung des vordern Rheins aus dem Berg Crispalta, an welchem auf der einten Seiten Ursulen und der Gotthard, auf der andern Seiten der Berg Bicornus oder die Furken anstosen. Dieser überaus hoche Berg, aus deme der Rhein entspringet, wird sonsten auch genennet Badus. Auf dem Gipfel dieses Bergs ist ein See. Einige beschreiben diesen See groß, so gar dz etwelche in die Welt schreiben dörfen, er sey zwei Meilen lang und eine breit, &#8211; als wie Castelberg, Pfarrer in Tavetsch, deme es Escharbotj, französischer Dollmetsch, nachgeschrieben. Andere aber, denen mehr zu glauben und mit dergleichen einem ich auch selbst geredt, beschreiben diesen See klein, allso daß er kaum 1/4 Stund lang und breit in der Circumferenz.<br />
Under diesem See entspringt der Rhein aus einem harten Felsen, formirt sogleich einen schönen Wasserfall und senkt sich mit praßlen und Geräusch eine gewaltige Tiefe hinunder, von welchem Fall in dieser Gegne auch im warmen Sommer ein so kalter rauchender Dampf erreget wird, dz die sich herzunachende selbigen keineswegs vertragen können. Bey bemeltem Berg Crispalta passirt man Sommerszeit über hoche Alpen auf Ursulen.<br />
Auf der andern Seiten dieses Bergs, aus der Furka entspringt der Rhodanus, so Wallis durchströhmet, aus dem Grimsel, so ein Ast der Furka ist, entspringt die Aar, welche durch die Schweiz hinfließt. Allso, daß die Distanz der Quellen dieser drei Hauptflüssen nach geometrischer Ausrechnung nicht über 20 000 Schritt ausragt.<br />
Zwischen der Aar und dem Rhein entspringet aus dem Gotthard auch die Reuß, und gegenüber auf der italiänischen Seiten entspringt der Thesin, item der Aracer, die Madian etc. und nicht weit davon die Muesa. Ist allso dieses fünfspizige Kreuzwerk in der Höche dieses Gebirgs gleichsam ein hydrophilacium, oder Wasserkammer, aus welcher sich viel Haubtflüsse in ganz weit von einander zertheilte Ende der Welt ergießen.“</p>
<p>Nolla<br />
„Der Bach Nolla hat diese Eigenschaft, dz er über Jahr immer trüb komt, mehrentheils Zeit ist er recht schwarz, gleichsam wie Dinten. Das rührt daher, weil oberhalb under Tschoppina ein faul Gebirg ist, von welchem immerhin etwas von blauem Leim und Erden in den Bach reißet. Deßwegen dieses Bachwasser auch von sonderbarer Schwere ist &#8211; also dz wann ein starker Mann in diesen Bach fiele, auch wann er klein gehet, und seine Kleider damit benezte, so wäre es ihm ohnmöglich, sich allein ohne Jemands Hilf heraus zu wikeln, weil seine Kleider an ihm nicht anderst sind als wie ein bleyerner Mantel, allso dz er seine Glieder kaum regen kan. Die Proben sind schon mehrmalen gemacht. Dieser Bach wütet zu Zeiten erschreklich und verursachet bisweilen ziemlich Schaden. Von diesem Bach ist auch dieses curieuses zu annottiren, dz er das gemeinlich jederzeit ganz klare oder helle Wasser des hindern Rheins von seiner Vereinigung an bis hinab under der Fürstenauer Zoll Bruk bis an seine Hälfte tingirt, allso dz der hindere Rhein einen guten Strich under Thusis hinab halb weiß und halb schwarz anzusehen, weil sich das schwere, schwarze Nollawasser nicht sogleich durchaus mit dem Rheinwasser vermischet.“</p>
<p>Via Mala<br />
„Vor Zeiten gienge die Landstraß neben Ronggellen den gächen und hohen Berg hinauf bis auf die Höche desselben, und von danen wieder einen weiten Weg hinab bis in die Ebene von Schammß. Vor Jahren aber hat man durch Anwendung vieler Unkosten und Sprengung vieler Felsen die Landstraß durch Viamala, oder das sehr enge rauche gräßliche Felsen Thal hinein gemacht bis in Schamß. Dieses enge Thal hat auf beiden ganz gäche Wolken hoche Felsen neben sich, under sich fließt der Hinderrhein durch eine ungeheure tiefe Kluft hinunter gegen Thusis, da die Felsen an theils Orten zusammen ragen, und beynache an einandern stoßen, dz man nichts vom Rhein sehen mag, an theils Orten machen sie auch eine Oeffnung, dz man in einen entsezlichen abyssum hinunder sehen kan, wie der Rhein mit seinem Anputschen an die enge Felsen einen weisen Schaum zeiget, und einen Wasserstaub von sich wirft. Man kan nicht wohl ohne Grausen und Schwindel durch diese Felsenklüfte hinunder sehen.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2010/10/22/einfalte-delineation-4/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von den fliessenden wässern Teütsches lands.</title>
		<link>http://rheinsein.de/2010/06/20/von-den-fliessenden-wassern-teutsches-lands/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2010/06/20/von-den-fliessenden-wassern-teutsches-lands/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 22:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Abnoba]]></category>
		<category><![CDATA[Adula]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Kreuznach]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Wimpfen]]></category>
		<category><![CDATA[Bamberg]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen]]></category>
		<category><![CDATA[Braunschweig]]></category>
		<category><![CDATA[Bregenz]]></category>
		<category><![CDATA[Chur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Donau]]></category>
		<category><![CDATA[Donaueschingen]]></category>
		<category><![CDATA[Eger]]></category>
		<category><![CDATA[Elbe]]></category>
		<category><![CDATA[Ellwangen]]></category>
		<category><![CDATA[Ems]]></category>
		<category><![CDATA[Enns]]></category>
		<category><![CDATA[Enz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fichtelgebirge]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Friesland]]></category>
		<category><![CDATA[Germanien]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Ill]]></category>
		<category><![CDATA[Inn]]></category>
		<category><![CDATA[Innsbruck]]></category>
		<category><![CDATA[Isar]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Jagst]]></category>
		<category><![CDATA[Kinzig]]></category>
		<category><![CDATA[Kocher]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Landshut]]></category>
		<category><![CDATA[Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Limmat]]></category>
		<category><![CDATA[Main]]></category>
		<category><![CDATA[Markgräflerland]]></category>
		<category><![CDATA[Meißen]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Murg]]></category>
		<category><![CDATA[Naab]]></category>
		<category><![CDATA[Nahe]]></category>
		<category><![CDATA[Neckar]]></category>
		<category><![CDATA[Odenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Oder]]></category>
		<category><![CDATA[Offenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Passau]]></category>
		<category><![CDATA[Pegnitz]]></category>
		<category><![CDATA[Pforzheim]]></category>
		<category><![CDATA[Reuß]]></category>
		<category><![CDATA[Rhône]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Saale]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwaben]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Münster]]></category>
		<category><![CDATA[Spree]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gotthard]]></category>
		<category><![CDATA[Strabon]]></category>
		<category><![CDATA[Straßburg]]></category>
		<category><![CDATA[Tessin]]></category>
		<category><![CDATA[Tiberius Iulius Caesar Augustus]]></category>
		<category><![CDATA[Uri]]></category>
		<category><![CDATA[Vindelizien]]></category>
		<category><![CDATA[Vogtland]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Weichsel]]></category>
		<category><![CDATA[Weser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=2217</guid>
		<description><![CDATA[ES ist kein land in dem gantzen Europa / darin man so vil vnd so gros wässer findt als in Germania oder Teütschland. Under denen ist das erst vn das gröst die Tonaw / die im Schwabeland oder im Schwartzwald im dorff Doneschingen entspringt / vnnd laufft gegen Orient in das Pontisch möre / vnd [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ES ist kein land in dem gantzen Europa / darin man so vil vnd so gros wässer findt als in Germania oder Teütschland. Under denen ist das erst vn das gröst die Tonaw / die im Schwabeland oder im Schwartzwald im dorff Doneschingen entspringt / vnnd laufft gegen Orient in das Pontisch möre / vnd schöpfft in sich sechtzig andere große vn schiffreiche wässer / ehe sie in das mör lanfft. Die alten nennen den berg darauß sie entspringt Abnobam / wie wol mer dan auff ein halbe meyl kein berg bey jrem vrsprug ist / sunder sie quelt mit einem grossen fluß auß einem bühel / der über zwo oder drey closster hoch nit ist / wie jch das eigentliche vnd wol besehen hab / vnd ein besunder tafel darüber gemacht. Es ist bey den alten gelerten männern ein gros begird gewesen den vrsprung dises wassers zu sehen / darumb auch ettlich von Rom härauß zogen / domit sie gesehen möchten seinen vrsprüngliche brunnen. Wir lesen auch von Tiberio / do er ein mal komme was zu dem Bodensee / nam er für sich ein tagreiß zu besichtigen den anfang der Tonaw.<br />
Das ander groß wasser ist der Rhein / vnnd der entspringt hinder Chur im höchsten Schweytzer gebirg / Strabo nent den selbigen berg Adulam / vnd hat der Rhein daselbst zwen vrsprüng / vnd werden auch beide der Rhein genant / lauffen zusammen ein Teütsch meil ob Chur. Einer heißt der vorder vn der ander der hinder Rhein. Von vrsprung des vordern Rheins ist es ongeferlich drei stund fußgangs biß an vrsprung des Rhodans rechter distantz vnd nit weiter / wo es vor den obersten bergspitzen der richte nach zu wandlen möglich were. Do entzwischen in gerader lini ligt der berg Gotthart / vor zeite Sume Alpes / das ist das höchst Alp gebirg genant / darin entspringt Ticinus / laufft gegen mittag in Italiam. An der gegen seite die Rüß / laufft durch Vry in Lucerner see / vnd darauß gegen mitternacht in Rhein. Aber der obgenant Rhodan laufft anfangs gegen vndergag / vnd der vorder Rhein von seinem vrsprug biß ghen Chur gegen auffgang. Vnd also geben dies flüß alle vier bey jrem vrsprung auß fliessende / ein creütz / deß halb nit onbillich die höhe des gebirgs doselbst / Summe alpes genant werden. Der Rhein laufft anfangs biß ghen Chur / demnach wendt er sich gegen mitnacht / vn macht zwen grosse seen / der erst heißt der Brigantzer oder Costentzer oder Bodensee. Etlich meinen das er vorzeite Lemannus hab geheissen / aber mögen das nit gnügsam probieren. Diser see geüßt wider auß jm bey der statt Costentz den Rhein / vn nit fern von der statt theilt sich der Rhein in ein andern see / den die alten haben genent lacum Venetum / aber ietzundt nent man jn den Undersee oder den Cellersee / vnd do krümpt sich der Rhein gegen vndergang / vnd behalt auch den lauff biß ghen Basel / do kert er sich gegen mitnacht / etc. Das dritt wasser ist der Necker vn des vrsprung ist nit über drey oder vier stund fußgangs von dem anfang der Tonaw. Er wirt auch zimlich gros / ehe er in den Rhein kompt / durch andere vil wässer / die allenthalben von dem Schwartzwald daryn rinen / vnder wölchen die fürnempste seind die Entzg / die von Pfortzen härab kompt / der Cochar vnd die Jagt / die von Elbangen durch Schwaben vnd durch den Otenwald fliessen / vnd bey Wimpffen in Necker fallen. Das vierd schiffreich wasser ist der Mayn / der hinder Bamberg in Voitland entspringt / vnd darnach mit grossen krümmen durch das Francken land dem Rhein zu laufft. Das fünfft ist Amasus die Emß / die druch Frießland laufft / die Weser / die aus Hessen läd durch Brunschweigerland dem mör zu laufft. Das siebend ist Albis die Elb / von die kompt auß Behmer land und laufft durch Meyßen und Sachsen dem mör zu. Das acht Suenus / die Spre. Das neündt Viadus / die Oder. Das zehend Vistula  die Wixel. Vnd über dem Rhein Obrinca / das ist die Mosel. On dise schiffreiche wässer / seind sunst onzelich andere wässer im Teütsch land / die jre beywonern nit zu kleinem nutz dienen / als die Nahe bey Creütznach / die Brüsch vnd Jll zu Sraßburg / die Murg in der Marggraueschafft / die Kintzig zu Offenburg / die Ar / die Limmat / vnd Rüsch im Schweytzerland / der Lech bey Augspurg / der vor zeiten die Baiern hat gescheiden von den Alemannern / die Vindelici hiessen. Die Jser bey München vnd Landshut / der Jn von Jnspruck gegen Passaw / item Anisus der Ens / der vor zeiten die Hunen hat gescheide von den Baiern. Gang jch über die Thonaw in das Mortgöw zu dem Fichtelberg / so find ich ein gantzen hauffen wasser die daraus fliessen vn do sein vrsprung nemen / als nemlich die Nab / die Sal / der Eger / vnd die Pegnitz.</p>
<p>(Soweit Sebastian Münster in seiner Cosmographia, hier zitiert nach der Ausgabe von 1550. Die Cosmographia liegt nun digitalisiert vor, in zwei deutschen (davon der hier zitierten, recht lesefreundlichen, der Uni Köln) und einer lateinischen Version.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2010/06/20/von-den-fliessenden-wassern-teutsches-lands/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kurze Gedanken über den Rheinverlauf bei Sargans</title>
		<link>http://rheinsein.de/2010/05/04/kurze-gedanken-uber-den-rheinverlauf-bei-sargans/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2010/05/04/kurze-gedanken-uber-den-rheinverlauf-bei-sargans/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 11:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Ragaz]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gonzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gorrh]]></category>
		<category><![CDATA[Heidiland]]></category>
		<category><![CDATA[Kasimir Blaumilch]]></category>
		<category><![CDATA[Liechtenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Limmat]]></category>
		<category><![CDATA[Linth]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Donhauser]]></category>
		<category><![CDATA[Quarten]]></category>
		<category><![CDATA[Quinten]]></category>
		<category><![CDATA[Sargans]]></category>
		<category><![CDATA[Sarganserland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[St. Galler Rheintal]]></category>
		<category><![CDATA[Thun]]></category>
		<category><![CDATA[Walensee]]></category>
		<category><![CDATA[Zürichsee]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=2004</guid>
		<description><![CDATA[Sind nur wenige Meter Bodenerhebung, heißts, die den Rheinlauf Richtung Bodensee bestimmen, bei Sargans (im von Donhauser so fein besungenen Sarganserland), wenn er da von Bad Ragaz herkommt als kräftiger Schuß alpenkaltes Rauschewasser, könnte nämlich genausogut Richtung Walensee abfließen (der davon etwas überlaufen dürfte, (das zu Quarten gehörige) Quinten wär in Gefahr, während der Bodensee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind nur wenige Meter Bodenerhebung, heißts, die den Rheinlauf Richtung Bodensee bestimmen, bei Sargans (im von Donhauser so fein besungenen Sarganserland), wenn er da von Bad Ragaz herkommt als kräftiger Schuß alpenkaltes Rauschewasser, könnte nämlich genausogut Richtung Walensee abfließen (der davon etwas überlaufen dürfte, (das zu Quarten gehörige) Quinten wär in Gefahr, während der Bodensee etwas absaufen dürfte, wodurch seine Strände Raum gewönnen), die Linth überlinthen, Richtung Zürichsee, Limmat und Aare (selbige namenstechnisch eliminierend) und schließlich in sich selbst, den Rhein, der aber nicht dort wär, wo er jetzt herkommt, sondern als deutscher Rhein erst begönne, während man in Liechtenstein (das dann eine andere Nationalhymne bräuchte) und im St. Galler Rheintal (das dann anders hieße) nur unbedeutende Rinnsale vorfände. Oder aber der Rhein ginge auf in der Aare und es wär nichts mehr mit „deutschem Rhein“. Dafür bräuchten bloß die Schweizer einen Anfall kriegen und einen Durchstich probieren, bei den Tunneln sind sie ja auch nicht zimperlich und mit Volksentscheiden, über die notfalls, je nach Interessenlage, eh hinwegentschieden wird, bzw: die solang wiederholt werden, bis sie passen. Und so schau ich mir die Szenerie an, solang sie noch auf altehrwürdige Art vorhanden ist, von der Anhöhe Schloß Sargans mit seiner weiteren Aussicht aufn Gonzen (mit seinen einst erzfördernden, nun zu Hightech-Ingenieuren ausgebildeten Zwergen) und aufs Heidiland (mit seinen mangaäugigen Bewohnern beim Zvieri an der Gourmet-Autobahnraststätte): ganz und gar vorstellbar so ein Durchstich und bestimmt existieren bereits Geheimpläne, auch darüber, wie man einen solchen Durchstich schnell mal ganz perfide nachts vollführt außerhalb jeder öffentlichen Debatte, die dann gern danach stattfinden darf. Oder tagsüber im Stile Kasimir Blaumilchs. Jedenfalls ist es auch ein Ausblick auf eine Naturlaune. Hinweg über eine 7,5 cm Gebirgskanone mit Halbautomatik, hergestellt von der eidgenössischen Konstruktions-Werkstätte Thun, mit Ausrüstung fast eine Tonne schwer, mit konstantem Rechtsdrall, Schußauslösung mechanisch von Hand, die Geschosse wiegen 5,7 bis 6,4 Kilogramm, die Anfangsgeschwindigkeit liegt 180 bis 404 Meter pro Sekunde, die Schußdistanz beträgt maximal 8,5 bis 10 Kilometer (was locker ausreichen würde), mit hydraulischer Rohrrücklaufbremse, die letzte Dienstleistung datiert auf 1981, dh, das Gerät dürfte erneut in Schuß zu bekommen sein. Gorrh, übernehmen Sie!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2010/05/04/kurze-gedanken-uber-den-rheinverlauf-bei-sargans/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Urrhein</title>
		<link>http://rheinsein.de/2009/10/12/urrhein/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2009/10/12/urrhein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 14:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Donau]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Probst]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserstuhl]]></category>
		<category><![CDATA[Maas]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Messel]]></category>
		<category><![CDATA[Mosel]]></category>
		<category><![CDATA[Oberrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Themse]]></category>
		<category><![CDATA[Thetys]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=1101</guid>
		<description><![CDATA[Sehr zurückhaltend beging Rheinsein vor rund drei Wochen den zehnmillionsten Geburtstag des Rheins &#8211; nicht zuletzt, weil die Quellenlage (so z.B. Ernst Probst in „Rekorde der Urzeit“) u.a. auch von mindestens zwölf Millionen Jahren Rhein spricht. Damit wäre der Rhein nicht der älteste deutsche Fluß, wilde erste Ströme ohne Namen schossen, soweit bekannt bis behauptet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr zurückhaltend beging Rheinsein vor rund drei Wochen den zehnmillionsten Geburtstag des Rheins &#8211; nicht zuletzt, weil die Quellenlage (so z.B. Ernst Probst in „Rekorde der Urzeit“) u.a. auch von mindestens zwölf Millionen Jahren Rhein spricht. Damit wäre der Rhein nicht der älteste deutsche Fluß, wilde erste Ströme ohne Namen schossen, soweit bekannt bis behauptet, bereits im Kambrium (vor ungefähr 570 bis 510 Millionen Jahren) durch Süddeutschland und Mecklenburg. Ein Großteil des heutigen Deutschland lag damals noch unter Wasser. Im Gebiet des heutigen Oberrheins verlief das Gefälle im Eozän (vor ungefähr 45 Millionen Jahren) von Norden nach Süden. Ein Vor-Urrhein floß dort hinab, wo wir heute zu sagen hätten: hinauf. (Landschaften sind schon unzuverlässige Gebilde/Gebolde/Täuschkörper.) Die Grube Messel mit ihren fossilen Funden wie Prachtkäfern, Ibissen, Schwanzprimaten, der Messelralle oder dem Propalaeotherium (einem Zwergpferdchen) gehört zu den Seen seines Systems. Wie die meisten großen der gegenwärtig verfügbaren Flüße der Alten Welt bildete sich der Rhein im Miozän. An seinen Ufern tranken, grasten und rissen Bärenhunde, krallenfüßige Huftiere, Prägorrhoiden, Riesenrüßler, Säbelzahntiger, großäugige Insekten, Panzergnarle und die vorgeblich letzten Menschenaffen Deutschlands, das freilich noch nicht so hieß. Als Urrhein soll er am Kaiserstuhl entsprungen sein, dieweil die Alpen wie eh und je fleißig mit Falten beschäftigt ihre Wasser bevorzugt gen Thetys sandten. Die Urmosel mochte, so schwer vorstellbar das auch klingt, bis vor gut zwei Millionen Jahren sogar mächtiger als der Rhein gewesen sein. In den Warmzeiten des frühen Eiszeitalters beherbergte der Rhein Flußpferde &#8211; wo sind sie gebliehieben? Die Donau wurde als des Rheins jüngere Schwester übrigens erst fünf Millionen Jahre später kreationistisch designt. Ebenfalls natürlich mit ganz anderen Quellen und Verläufen als den heutigen. So wurde die Donau zwischen Miozän und Pliozän von der Aare gespeist, die gerne da und dort als der „eigentliche“ Rhein angepriesen wird, weil sie diesen so kräftig bezuschußt, was die Donau deutlich dezenter und unterirdisch erledigt. Ein brüllender Inzest unter Flußgottheiten ist es dennoch. Und wohin mit dem ganzen Wasser? Ernst Probst: „Das größte Flußdelta der letzten Eiszeit vor etwa 115.000 bis 10.000 Jahren lag östlich von Südengland. In dieser Gegend mündeten damals der Rhein, die Maas und die Themse ins Meer.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2009/10/12/urrhein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Rheinbassin</title>
		<link>http://rheinsein.de/2009/10/11/das-rheinbassin/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2009/10/11/das-rheinbassin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 15:49:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpenrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Appenzell]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Chur]]></category>
		<category><![CDATA[Elsaß]]></category>
		<category><![CDATA[Graubünden]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Ill]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Georg Kohl]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Hermann Dielhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Landquart]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Limmat]]></category>
		<category><![CDATA[Maienfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Oberrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Placidus Spescha]]></category>
		<category><![CDATA[Plessur]]></category>
		<category><![CDATA[Radolfzell]]></category>
		<category><![CDATA[Räthien]]></category>
		<category><![CDATA[Reichenau]]></category>
		<category><![CDATA[Reuss]]></category>
		<category><![CDATA[Rhätikon]]></category>
		<category><![CDATA[Sargans]]></category>
		<category><![CDATA[Schaffhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gotthard]]></category>
		<category><![CDATA[Tirol]]></category>
		<category><![CDATA[Vorarlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Wallis]]></category>
		<category><![CDATA[Zurzach]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=1093</guid>
		<description><![CDATA[Rheinsein nähert sich in absehbarer Zeit (wo nicht ständig partiell aus der Ferne) erneut (sagen wir: fysisch) dem Alpenrhein und zieht zu Dielhelm und Spescha nun regelmäßig auch den Kohl hinzu, das zu betretende Gebiet aus vergangenen, doch bis ins Heute hinüberscheinenden Dimensionen zu erfassen: &#8220;Das Schweizerbecken enthält die entlegensten Zuflüsse des ganzen Stromgebietes. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rheinsein nähert sich in absehbarer Zeit (wo nicht ständig partiell aus der Ferne) erneut (sagen wir: fysisch) dem Alpenrhein und zieht zu Dielhelm und Spescha nun regelmäßig auch den Kohl hinzu, das zu betretende Gebiet aus vergangenen, doch bis ins Heute hinüberscheinenden Dimensionen zu erfassen: &#8220;Das Schweizerbecken enthält die entlegensten Zuflüsse des ganzen Stromgebietes. Wir können es daher auch das Quellengebiet des Rheins nennen, in welchem dieser Strom wie in seiner Wiege geboren und großgezogen wird. Die Alpenmassen, welche im Süden dieses Becken ummauern und es zum Theil mit ihren Ausläufern erfüllen, haben hier ihren Hauptknoten- und Centralpunkt im St. Gotthard, einer kolossalen Erdwarze, von welcher nach allen Richtungen hin Erdspalten, Risse, Thäler und Flüsse ausgehen, und von der auch die bedeutendsten der äußersten Rheinzuflüsse, die Aar, die Reuß, die Limmat, der Vorderrhein, herabkommen. Sowie das schweizerische Rheinbecken seinen höchsten Massenpunkt im St. Gotthard hat, so hat es seinen tiefsten Punkt in der Gegend des Durchbruchs seiner Gewässer durch den Jura und Schwarzwald; zu diesem Punkte hin strömen, zum Theil mit großen Bogen und auf Umwegen, alle Gewässer fächerförmig zusammen: der Rhein aus Osten, die Limmat aus Südosten, die Reuß aus Süden, die Aar aus Westen. Der Hauptsache nach kann man also diesen Kessel von hier aus als in allen den besagten Richtungen aufsteigend betrachten. Zwei Haupt-Unterabtheilungen und Nebenabdachungen dieses Beckens werden aber durch die Art und Weise bestimmt, in welcher sich seine gesammten Gewässer, bevor sie sich beim Durchbruch verbinden, in zwei Hauptbranchen, in einer westlichen und einer östlichen Ader, vereinigen. Beide Adern sammeln von einem beinahe gleich großen Oberflächenstücke die Gewässer und führen eine beinahe gleich große Quantität Wasser mit sich, beziehen auch aus fast gleicher Entfernung ihre Quellen. Man hat der östlichen Ader den Hauptnamen Rhein gegeben, der westlichen den der Aar. Der Rhein rinnt aus den Gletscher- und Quellenwässern, die aus einer Menge verschieden gerichteter Thäler des St. Gotthard und der rhätischen Alpen hervorstürzen, zusammen. Das Hauptthal ist das des Vorderrheins, das vom St. Gotthard in sehr gerader Richtung von Osten nach Westen bis Chur durchsetzt. Vom Norden nimmt dieses Thal und seine Wasserader eine Menge kleiner Thäler und Gewässer auf, vom Süden mehre größere und ein mit ihm fast gleich großes, das Thal und den Fluß des Hinterrheins, der aus mehren Bergströmen der rhätischen Alpen sich bildet, direct aus Süden nach Norden fließt und unweit Chur bei Reichenau sich mit dem Vorderrhein verbindet. Aus Osten aber nimmt der Rhein etwas weiter abwärts die Thäler und Flüsse der Plessur und der Landquart auf und wendet sich dabei zugleich aus seiner bisherigen östlichen Richtung zu einer nördlichen um, die er bis zum Bodensee beibehält. Dieses von allen Seiten her stattfindende concentrische Zulaufen der Thäler und Wässer in dem hier vorliegenden Rheinstücke, und die nach allen Seiten hin stattfindende Ummauerung dieses obersten Rheinquellenstücks mit hohen Schneegebirgen, berechtigt uns, hier einen großen Kessel zu erblicken, den wir den „rhätischen, graubündner&#8221; oder den obersten Quellenkessel des Rheins nennen können. Nach unten zu, bei Maienfeld oder Sargans, wird dieser Kessel durch das Rhäticongebirge und die sich ihm anschließenden Glarner und Walliser Hochalpen abgeschlossen. Diesen Abschluß oder Riegel durchbricht der Rhein nicht weit unterhalb Chur in einer Verengung seines Thales, das sowol oberhalb dieses Punktes weiter war, als auch unterhalb desselben wieder in ein bequemeres Thal hinaustritt. Fast alle Flüsse dieses obersten rhätischen Quellenbeckens des Rheins sind nur wilde Berggewässer, die zum Theil in tiefen Schluchten brausen, zum Theil in stürmischen Wasserfällen die Thalabsätze herabfallen, und die zu weiter nichts als nur zum Transporte der aus den Wäldern geförderten Holzblöcke benutzt werden können. Erst nachdem sie sich bei Reichenau zu einem größern Faden vereinigt haben, können diese Gewässer auch größere zusammengesetzte Holzmassen tragen. Der Rhein wird hier floßbar. Und von dem Punkte bei Chur an, wo er, nach Norden umsetzend, einen Winkel macht, und wo zugleich auch die Plessur neues Gewässer hinzufügt, wird der Fluß für Schiffe benutzbar. Bei Chur erreicht der Rhein den ersten Grad seiner Schiffbarkeit, vermöge deren er kleine Schiffe von 200 &#8211; 300 Centnern Ladungsfähigkeit trägt. Und diesen Schiffbarkeitsgrad behält er 10 Meilen weit bis zum Bodensee unverändert bei. Nachdem der Rhein die Enge zwischen dem Rhäticon und den Walliser Alpen passirt hat, fließt er auf einem ebenen Boden in einem breiten Thale abwärts bis zum Bodensee. Dieses Thal liegt zwischen den Appenzeller und Vorarlberger Gebirgen und hat ein weit geringeres Gefälle, eine viel allmäligere Abdachung als alle die obern Rheinthäler. Vermuthlich hat es einmal der Bodensee ganz aufwärts bis zu dem eben bezeichneten Gebirgsriegel bei Sargans bedeckt. Der Bodensee ist noch jetzt in einem fortwährenden Rückzuge seiner Gewässer begriffen. Der bedeutendste Nebenfluß, den der Rhein auf dieser Strecke aufnimmt, ist die Ill, die in einem sehr gerade, direct nordwestlich gerichteten Thale aus den Bergen Tirols hervorkommt. Auf der Linie des 30. Breitengrades fällt der Rhein in jene bedeutende Austiefung der Erdoberfläche, die zum Theil über 1000 Fuß unter das allgemeine Niveau der sämmtlichen umherliegenden Ländergebiete herabgesunken ist. Er füllt sie mit seinen Gewässern aus, und es entsteht so der Bodensee, der einen höchst merkwürdigen Theil des Rheinsystems bildet und ein Wasserbecken von circa sechs Meilen Länge und circa drei Stunden durchschnittlicher Breite darbietet. Der Bodensee ist ringsumher von Hügellanden umschlossen, nur nach zwei Seiten hin, nach oben, wo der Rhein einfällt, und nach unten, wo dieser hinausgeht, offen. Er nimmt außer dem Rheine gar keine irgend bedeutenden Flüsse mehr auf. Bei Konstanz verengt sich der See zu einem schmalen Stromarme, um sich gleich darauf noch einmal zu dem kleinen Nebenbecken des Radolphszellersees auszubreiten. Dieser See verlängert sich zu einem langen Arme, der sich bei Stein dann wieder ganz in einen Fluß verwandelt. Doch behält er noch drei Meilen weiter bis Schaffhausen gewissermaßen die Natur eines Seearmes bei, ich meine eine große Tiefe, eine ziemlich ruhige Bewegung, eine nicht unbedeutende Breite und dabei denselben Grad der Schiffbarkeit, der auf dem See stattfand. (Die 2000 Centner tragenden Bodenseeschiffe können auf dem Rheine bis Schaffhausen fahren.) Unweit Schaffhausen erreicht diese Beschaffenheit des Rheins mit den Wasserfällen von Laufen und Zurzach ihr Ende. Ruhige Bewegung, gleichmäßige Tiefe und mit ihnen auch die bis Schaffhausen mögliche Großartigkeit der Schiffahrt hören auf, und der Fluß nimmt, von Felsenterrassen zu wiederholten malen abwärtsstürzend, über Felsenbänke in Stromschnellen herabwirbelnd, die Natur eines großen wilden Berggewässers an, die er mit verschiedenen Unterbrechungen in reißendem Laufe 12 Meilen weit beibehält, bis er in der Nähe von Basel den Durchbruch durch den Schwarzwald-Jurariegel zu Stande gebracht hat und in das badisch-elsässische oder oberrheinische Becken eintritt.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2009/10/11/das-rheinbassin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rheinquellen</title>
		<link>http://rheinsein.de/2009/10/11/rheinquellen/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2009/10/11/rheinquellen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 15:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Albula]]></category>
		<category><![CDATA[Ava da Ravaisch]]></category>
		<category><![CDATA[Dischmabach]]></category>
		<category><![CDATA[Flüelabach]]></category>
		<category><![CDATA[Froda]]></category>
		<category><![CDATA[Graubünden]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Julia]]></category>
		<category><![CDATA[Landwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Madrischer Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Milez]]></category>
		<category><![CDATA[Oberalppaß]]></category>
		<category><![CDATA[Placidus Spescha]]></category>
		<category><![CDATA[Puozas]]></category>
		<category><![CDATA[Rein da Curnera]]></category>
		<category><![CDATA[Rein da Maighels]]></category>
		<category><![CDATA[Rein da Medel]]></category>
		<category><![CDATA[Rein da Nalps]]></category>
		<category><![CDATA[Rein da Tuma]]></category>
		<category><![CDATA[Tessin]]></category>
		<category><![CDATA[Tomasee]]></category>
		<category><![CDATA[Totalpbach]]></category>
		<category><![CDATA[Val Val]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrhein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=1096</guid>
		<description><![CDATA[Erquickend zu sehen, wie der Rhein bei Wikipedia verläuft. Die Informationen zum Thema wachsen und werden zunehmend differenzierter dargestellt. Bei Rheinseins letztem Wikipedia-Besuch sah die Informationslage zur Rheinquelle lediglich den Tomasee vor. Mittlerweile steht dort eine Beschreibung des Wassersystems aus zahlreichen Quellflüssen, wie sie klarer formuliert (und dazu noch kostenlos!) andernorts kaum zu haben sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erquickend zu sehen, wie der Rhein bei Wikipedia verläuft. Die Informationen zum Thema wachsen und werden zunehmend differenzierter dargestellt. Bei Rheinseins letztem Wikipedia-Besuch sah die Informationslage zur Rheinquelle lediglich den Tomasee vor. Mittlerweile steht dort eine Beschreibung des Wassersystems aus zahlreichen Quellflüssen, wie sie klarer formuliert (und dazu noch kostenlos!) andernorts kaum zu haben sein dürfte. Zu erfahren ist nun also, daß die Entfernung der oberhalb des Tomasees liegenden Quelle des den Tomasee durchfließenden Rein da Tuma (der nach einem Keltenfürst benannt sein soll) bis zum Zusammenfluß von Vorder- und Hinterrhein etwa 71 Kilometer betragen soll. Sowohl im Vorder- als auch im Hinterrheingebiet existieren jedoch einige mündungsfernere Quellen: Rein da Medel, im Mittellauf auch Froda, in seinem Tessiner Oberlaufgebiet Reno di Medel genannt (etwa 76 Kilometer); Rein da Maighels (etwa 75 Kilometer); Rein da Curnera (etwa 74 Kilometer); Rein da Nalps (etwa 71 Kilometer); die beiden von den Gebieten Puozas und Milez (in der Nähe des Oberalppasses) herunterkommenden Quellbäche (etwa 70 Kilometer); der aus dem Val Val herunterkommende Quellarm (etwa 70 Kilometer). Ganz hervorragend die vagen Kilometerangaben, tragen sie doch der Beweglichkeit ihrer Objekte/Subjekte Rechnung. Im Gebiet des Hinterrheins, vereint mit dem Albula-Landwasser-System, kommen hinzu: Dischmabach (etwa 72 Kilometer); Flüelabach (etwa 70 Kilometer); desweiteren die in der Regel etwas kürzeren Totalpbach, Julia, Madrischer Rhein und der Albula-Quellarm Ava da Ravaisch. Auch die Aare, die bei ihrem späten Zusammenfluß mit dem Rhein die deutlich größere Abflußmenge aufbringt, wird nun im Artikel „Rheinquelle“ bedacht. „Die Rheinquellen“ lautet ein weiterer, der sich jedoch einer gleichnamigen Bündner Zeitung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts widmet. Nach den Literaten (s. Spescha, s. Rheinsein) kommen nun also auch die Wikipedianer zum Schluß, daß bei der Rheinherkunft von deutlich mehr als zwei Quellen gesprochen werden kann, darf, muß. Die weiteren Aussagen des Artikels beziehen sich eher trocken auf Abflußmengen, Einzugsgebietsgrößen und Subsysteme.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2009/10/11/rheinquellen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rheinverläufe</title>
		<link>http://rheinsein.de/2009/07/31/rheinverlaufe/</link>
		<comments>http://rheinsein.de/2009/07/31/rheinverlaufe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 08:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stan Lafleur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Aare]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpenrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Canal du Rhône au Rhin]]></category>
		<category><![CDATA[Domleschg]]></category>
		<category><![CDATA[Holland]]></category>
		<category><![CDATA[Liechtenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[Oberrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland]]></category>
		<category><![CDATA[Rhône]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gotthard]]></category>
		<category><![CDATA[Walensee]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rheinsein.de/?p=747</guid>
		<description><![CDATA[Es kursieren, in der Zweiten stärker als in der Ersten Welt, durchaus ernstzunehmende Gerüchte, der Rhein sei nicht schon immer dort lang geflossen, wo er eben schulkundlich und augenscheinlich heut gewohntermaßen lang fließt &#8211; und beziehen sich weniger auf die weithin im Volksglauben akzeptierten, menschengemachten Rektifizierungen (Domleschg, Alpenrhein, Oberrhein), die ja lediglich Korrekturen am gewohnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kursieren, in der Zweiten stärker als in der Ersten Welt, durchaus ernstzunehmende Gerüchte, der Rhein sei nicht schon immer dort lang geflossen, wo er eben schulkundlich und augenscheinlich heut gewohntermaßen lang fließt &#8211; und beziehen sich weniger auf die weithin im Volksglauben akzeptierten, menschengemachten Rektifizierungen (Domleschg, Alpenrhein, Oberrhein), die ja lediglich Korrekturen am gewohnten Bett darstellen, als vielmehr auf gewaltige Ausbrüche aus dem so normal erscheinenden Verlauf, welche größere Regionen trockenzulegen imstande gewesen sein mußten, und Kulturgeschichte umgeschrieben hätten, hätte denn damals schon Kultur bestanden. Die ganze Wirksamkeit solcher Behauptungen zeigt sich in der Verunsicherung selbst von Natur aus standhafter Bergvölker, wie z.B. dem Liechtensteiner Oberländer beim Panoramablick auf sein eingedeichtes Tal: „Stell dir das mal vor, es heißt, der Rhein wär einstens beinah Richtung Walensee abgeflossen, dann hätten die Walenstädter ihn gehabt und wir nicht, das wär ja furchtbar, das will man sich ja garnicht vorstellen.“ Auch das Tal auf den Walensee zu ist im Gesamtblick enthalten, ganz ohne Rhein scheint es dennoch zu funktionieren. Um den Oberländer zu beruhigen, entgegne ich: „Das war sowieso mal alles Wasser hier.“ Denn de facto behaupten Geologen, auch wenn diese Stimmen im breiten Volk nicht immer ankommen, der Rhein sei bereits einstens Richtung Walensee abgeflossen, um sich dann auf Höhe der Aaremündung wieder zu treffen. Auch sei Liechtenstein einst nichts weiter als Bodenseeboden gewesen, in vorvorvorfürstlicher Zeit. Ein weiteres Geologengerücht geht von Rhein und Rhône, die beide (der Rhein mit seinem Vorderteil zumindest) dem Gotthardmassiv entspringen. Kurz hinter Basel sei der Rhein einst einfach nordseeunlustig umgebogen, um sich der Rhône, somit dem Mittelmeer zu mengen. Wahrscheinlich gab es damals Holland noch nicht, und keine Menschen, Theorien, Webcams dergleichen. Eine Zeit also, über die sich recht viel behaupten läßt. Heute gibt es allerdings den Canal du Rhône au Rhin, anhand dessen eine solche Katastrofe für alle Rheinländer modellhaft vorstellbar zu machen wäre; letztendlich wollen die Rheinländer sich ohne Rhein jedoch rein garnichts vorstellen. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rheinsein.de/2009/07/31/rheinverlaufe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

