Rheinschleim

“Im Rheinthale findet sich zum Theil ein ziemlich schweres lehmigtes Erdreich, zum Theil aber auch, und namentlich auf den ehemaligen Riedflächen, eine schwarze leichte Torferde, die in der Nähe des Rheins mit einem leichten mergelartigen sehr fruchtbaren Schleim vermischt ist. – Auf diese Art kann der Rhein öfters, wenn er stark anschwillt oder austritt, eher nützlich als schädlich werden, indem der von ihm zurückgelassene Schleim anstatt des Düngers dient; auch legt er in Zeit von ein paar Monaten Boden an, wo vorher keiner war, nimmt aber auch wieder anderen weg, der vorhin da war, wenn man nicht sorgfältig dammt.”

(Johann Rudolf Steinmüller: Beschreibung der schweizerischen Alpen- und Landwirthschaft. Steinerische Buchhandlung Winterthur, 1804)


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