Presserückschau (September 2015)

Von einem Spätsommerloch ließe sich dieses Jahr bezüglich rheinrelevanter Pressemeldungen reden. Nur magere zwei Beiträge schafften es in unsere aktuelle Monatsrückschau:

1
Die FAZ portraitiert Over-the-Rhine, ein ehemals deutsches Viertel in Cincinnati, das seinen Niedergang bereits hinter sich hat und nun mittels “deutscher Traditionen” neue Zuwanderer lockt. Aus dem Geschichtsunterricht: “Unablässig kamen Einwanderer aus deutschen Landen. Sie ließen sich nördlich eines Kanals nieder, der quer durch Ohio zum Erie-See führte. Bald hieß ihr quirliges Viertel „Over-the-Rhine“: Den Kanal zu überqueren erschien vielen Bürgern wie eine Reise an den Rhein. Hier wurde deutsches Bier gebraut, deutscher Sangeskunst gefrönt und stellenweise gar mit deutscher Gründlichkeit allmorgendlich der Bürgersteig gekehrt. Der Verfall begann vor hundert Jahren: Weltkrieg, Prohibition, Depression, Weltkrieg. Und so ging es weiter: Stadtflucht, Verarmung, Kriminalität, Rassenaufruhr. Noch 2009 wurde Cincinnatis „Rheinland“ als Amerikas gefährlichstes Stadtviertel bezeichnet.”

2
Der Rhein scheint eher zufällig und als Sackgasse zu den Routen des Narcotráfico zu gehören. Im pfälzischen Wörth entdeckten Mitarbeiter eines Logistikunternehmens beim Entladen in einem Schiffscontainer 300 Kilogramm Kokain. Die Droge wurde über den Antwerpener Hafen nach Europa eingeführt und war zwischen einer Ladung Motoren in Sporttaschen versteckt. “Kokain werde meist auf dem Seeweg von Südamerika nach Europa geschmuggelt (…). Die Täter hätten Kontaktleute in den Häfen, die bereits verplombte Container wieder öffneten, damit die Drogen dort versteckt werden könnten. In Europa – meist in Rotterdam und Antwerpen – nehme ein Mittelsmann diese dann unbemerkt heraus. Manchmal klappe das nicht. Die Täter in Südamerika rechneten aber damit – die tatsächlich geschmuggelte Menge sei deshalb vermutlich wesentlich größer”, berichtet web.de.


Stichworte:
 
 
 

Kommentar abgeben: