Karlsruher Stadtgeburtstag

Lichtspiele

Fassasdenprojektion

Bunte Schlossfassade

Die Bilder vom illuminierten Karlsruher Schloß stammen von Kirsten Bohlig. Als Fotografin dokumentiert sie Gesichter, Orte und Veranstaltungen der badischen Metropole, zuletzt u.a. die innerstädtischen Baustellen und Aktivitäten zum Stadtgeburtstag. Hier geht es zu ihrer Website.

Vor 300 Jahren infolge eines fürstlichen Traums gegründet zählt Karlsruhe zu den jüngeren Städten am Rhein. In den 47 Jahren seit wir dort zur Welt kamen, ist Karlsruhe stets gewachsen, von damals rund 250.000 auf heute rund 300.000 Einwohner, womit Mannheim als einwohnerstärkste Stadt Badens abgelöst wurde. Wo das Wachstum enden soll, mögen wir uns lieber nicht vorstellen. Denn mit ihrem urbanen Adoleszieren schien die alte Heimat von Besuch zu Besuch häßlicher zu werden. Neue Viertel stärkten den Betonanteil, Malls nach amerikanischem Vorbild erhöhten die Klotzigkeit des von zahlreichen Blumenarealen und Wasserspielen gelockerten Stadtbilds, seit Jahren prägen Großbaustellen das Gesicht der Innenstadt. Dem entgegen steht die Günther-Klotz-Anlage aus den 80ern – eben nicht für Klotzigkeit, sondern für innerstädtisches Grün entlang der Alb, eines aus dem Schwarzwald hinab sich schlängelnden, Karlsruhe verschönernden und schließlich den Rhein speisenden Flüßchens. Dem entgegen stehen weiterhin einige Vororte, deren Geschichte deutlich älter ist als die Stadt, in der sie aufgingen und die teilweise noch dörfliche Strukturen aufweisen.

Zum 300-jährigen Gründungsjubiläum nun hat Karlsruhe einen langen Kultursommer auf die Beine gestellt. Neue Kunstwerke bevölkern die Innenstadt, überregional durch die Medien ging die Geschichte einer falsch parkenden Skulptur in Marktplatznähe. Das Karlsruher Schloß wird noch bis Ende September allabendlich von diversen Lichtkünstlern illuminiert. Bei unserem Besuch vor sieben Wochen wurden unter anderem moderierte Livechats auf die Fassade projiziert, später zersplitterte das Gebäude in Lichtfetzen. Das sehenswerte Spektakel läßt sich bei freiem Eintritt auf den Wiesen vor dem Gebäude beobachten.


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