Monatsarchiv für März 2015

 
 

Presserückschau (März 2015)

1
Tod durch Bahnlärm: “30.000 Todesfälle und 75.000 zusätzliche Erkrankungen jährlich – so viele Opfer soll die Lärmbelastung durch den Schienengüterverkehr entlang des Rheins kosten. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Bremer Epidemiologen Eberhard Greiser (…). Besonders belastend für die betroffenen Anwohner sei es, dass der Schienengüterverkehr vor allem nachts abgewickelt werde (…). Auf der Rheinstrecke verkehrten Züge oft im Intervall von drei bis acht Minuten. Teilweise liege der von Güterzügen verursachte Lärmpegel um das Zehnfache über dem vom Flugverkehr verursachten Krach. (…) Dabei wurden Effekte wie die von den Zügen verursachten Erschütterungen noch nicht einmal bei den Berechnungen berücksichtigt. (…) Die Dauerbelastung durch Bahnlärm rund um die Uhr führt laut Studie bei Anwohnern zu einem drastischen Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenproblemen, Depressionen und Psychosen.” (Kölnische Rundschau)

2
Calciumchlorid: “Die Behörden des Rhein-Maas-Beckens planen derzeit die Einleitung von Calciumchlorid-Rückständen aus der Salzindustrie Lothringens über eine Pipeline in den Rhein. Mittels dieser Pipeline sollen jährlich 990.000 Tonnen des Salzes eingeleitet werden. Hauptverantwortliche Unternehmen, die diese Rückstände verursachen werden vom trinationalen Parlament der Oberrheinregion aufgefordert, diese Rückstände an der Quelle zu beseitigen. Derzeit werden drei Varianten geprüft, wie mit dem Calciumchlorid umgegangen werden soll. Hierbei werden Einleitungen in die Mosel, Einleitung in den Rhein unterhalb von Straßburg und Aufbereitung der Salzeinleitungen geprüft.” (Metropolregion Rhein-Neckar News)

3
3Land: Ein trinationaler Stadtteil namens 3Land ist im Dreiländereck von Frankreich, Deutschland und der Schweiz in Planung. Dort sollen ungefähr 10.000 Arbeitsplätze für noch einmal soviele Einwohner entstehen: “Den Anstoß für die Vision 3Land hat die Hafenentwicklung Basel gegeben, in deren Zug sich Basel dann an die Nachbarn gewandt hat. 2011 folgte der städtebauliche Entwurf „Entwicklungsvision 3Land“, den Kritiker auch mit „Rheinhatten“ bezeichneten (…). Auf dem Rhein wurde im Herbst 2012 dann eine trinationale Planungsvereinbarung über die grenzüberschreitend abgestimmte Entwicklung des Gebiets rund um das Dreiländereck unterzeichnet, welche mit einem Zeithorizont von bis zu 30 Jahren ausgerichtet ist.” (Weiler Zeitung)

4
Wasserqualität: Eine gemeinsame Untersuchungsstation, die den Rhein rundum überwacht, betreiben die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz, wie die Frankfurter Rundschau berichtet: “Aufgabe der Untersuchungsstation in Mainz ist es, Tag für Tag die Wasserqualität zu dokumentieren und die Konzentration von Schadstoffen zu beobachten. Für den Main übernimmt das vor der Mündung eine Station in Bischofsheim. Rund 300 Substanzen haben die Experten dort pro Monat im Blick.” Demnach gehe es dem Rhein in chemischer Hinsicht gut, die mikrobiologische Belastung sei aber insbesondere nach Regenfällen (und entsprechend überlasteter Kanalisation) so hoch, daß das Rheinwasser weder zum Trinken noch zum Baden geeignet sei.

5
Rheinangeln in NRW: “Mehr als 30.000 Hobbyangler pro Jahr geben 34 Euro für einen Angelschein aus und dürfen dafür ihre Rute in den Rhein auswerfen. Studien hätten gezeigt, dass diese Nutzung für den Fischbestand unbedenklich sei (…). Bis auf den Aal könnten alle knapp 50 Fischarten bedenkenlos verzehrt werden, Probleme mit Schadstoffen gebe es nur punktuell. Derzeit seien zwar noch rund 15 Genehmigungen für Berufsfischerei mit Netz und Reusen erteilt, jedoch würden die höchstens im Nebenerwerb genutzt. „Nur noch zwei oder drei Fischer legen Netze im Rhein aus. Das ist auch sehr gefährlich”. (…) Die Fischereirechte für den Rhein teilen sich in NRW etwa 25 Inhaber – darunter Privatleute, die Kirche, Industrieunternehmen aber auch Städte, Land und Bund.” (Aachener Zeitung)

Les orpailleurs du Rhin

“L’idée d’un chercheur d’or évoque volontiers à l’imagination un aventurier, risquant tout pour s’enrichir du jour au lendemain et dépensant facilement les sommes que le hasard lui a livrées. Ah! qu’on est loin de ce type légendaire quand on regarder travailer les ”orpailleurs” du Rhin!
Là, ce sont les pauvres diables qui se livrent à cette recherche, au milieu des bancs de gravier, à Niffern, à Nambsheim, ou entre Rhinau et Kiehl, et ils n’acceptent ce travail que lorsqu’ils n’ont pas d’autres occupations. Songez que leur bénéfice, quand tout va pour le mieux, atteint à peine deux francs par jour! C’est que là, il n’y a pas à espérer la rencontre de grosses pépites ni même de petits grains, mais seulement de menues paillettes, qui atteignent au plus… un millimètre! Rarement la richesse des dépôts dépasse 6 grammes pour 10,000 kilogrammes de gravier aurifère! Et quelles peines pour arriver à recueillir les précieuses parcelles! Il est vrai que les orpailleurs du Rhin n’ont à leur disposition que des moyens très primitifs. L’orpailleur enlève le sable à la pelle, et il y a bien des pelletées inutiles. A côté du gisement d’exploitation, l’orpailleur installe une table inclinée longue de deux mètres recouverte d’un drap de laine. C’est quatre à cinq cent fois par jour que le travailleur charge la table de lavage. Quand il a recueilli le sable qui est présumé contenir de l’or, ce sont encore bien des opérations successives de filtrage avant qu’il le triture avec un peu de mercure et qu’il ne le soumette à la distillation. En ces dernières années, les orpailleurs du Rhin n’ont pas réussi à trouver pour plus de quarante mille francs d’or. Et ils étaient nombreux, ceux que la misère contraignait à cette besogne au salaire dérisoire. On voit que chacun d’eux n’a guère réussià gagner sa vie. Ces chercheurs d’or là ne ressemblent guère aux mineurs californiens : ils n’ont pas besoin de défendre leur gain à coups de révolver!”

(Jean Frollo : La diminution de l’or, Le petit parisen n°5776, 20 août 1892)

Leuchttürme des Rheins: der Westwall

Nur unterbrochen vom stolzen Münsterberg zu Breisach, der sich wie ein Wellenbrecher in den mächtigen Strom schiebt, zieht der Alte König Rhein sich pfeilgerade durch sein weitläufiges Delta, das sich wenige Dutzend Kilometer nördlich des Rheinknies zu Basel, auffächert.

Zum Bedauern und Nachteil aller geradlinigen und anständigen Zeitgenossen, tummeln sich allerlei Nachtschattengewächse auf dem altehrwürdigen Gewässer. Namentlich die Flusspiraten stellen ein großes Ärgernis und argen wirtschaftlichen Schaden dar.
Zudem sitzt auf dem abendlichen (das ist das westliche -) Ufer der WELSCHE, welcher ein Volksstamm fremder Zunge und Lebensart, mit dem seit urvordenklichen Zeiten in unschöner Regelmäßigkeit allerlei Fehde und Raufhändel vor sich geht.

Aus diesem Grund sah sich die weltliche Obrigkeit genötigt, den betreffenden Stromabschnitt aufs Sorgfältigste zu befestigen und zu sichern.

Auf der ganzen Länge bis weit nördlich der Festung Straßburg, schlussendlich bis auf Höhe des Badischen Jerusalems, der Erzresidenz seiner Markgräflichen Magnifizenz, des Markgrafen höchstselbst, der Planstadt Karlsruhe, zieht sich eine Perlenschnur trutziger Wehrtürme.

Denn dort sind nicht nur Leucht-Vorrichtungen installiert, sondern jeder Turm ist vom Fundament bis zum dachseitigen Wetterhahn mit fortschrittlichsten Waffen-Installationen versehen. Weil im Inneren jeweils ein elektroid-mechanischer ewiger Paternoster seine Bahn zieht, nennt man sie auch die Westwall-Maschinentürme.

Manch einem Flusspirat, der sich plötzlich im Lichtkegel eines Westwall-Turmes wiederfand, pfiffen im gleichen Moment Projektile um seine ungesetzlichen Ohren… und mancher Welsche, mit einschlägigen Absichten „gesegnet“, musste angesichts der herabhagelnden Granaten von seinem Schandwerk ablassen und sich in seinen heimischen Graben oder Bunker verziehen –

Dank unseres hochwohllöblichen Markgrafen, seiner erlauchten Magnifizenz Ludwig, steht der Wall, Turm an Turm, ein jeder in kunstgerechter Entfernung zwecks Benutzung optischer Telegraphen, und die pflichteifrigen Besatzungen halten den Strom von Befleckung durch Schandbuben rein und schützen unsere Ufer vor den Tückebolden aus dem Welschenland –

(Ein Gastbeitrag und zwölfter Teil der Exklusivserie “Leuchttürme des Rheins” von Bdolf. rheinsein dankt!)

Rhein-Meditation: Rezension (2)

Unter dem Titel Alles fließt ist heute auf dem Literaturportal fixpoetry eine weitere, ausführliche Besprechung der Rhein-Meditation erschienen: Ursula Teicher-Maier stellt Vergleiche mit Eva Demskis Flußbetrachtung Mama Donau an und geht insbesondere auf strukturelle Aspekte der Textkomposition ein, die ihr “wie ein Zwitter zwischen Erzählung und Langgedicht” erscheint. Die Rezensentin unterscheidet zwischen inhaltlichen und assoziativen Textebenen und assoziiert selber über dem Text, wenn sie die Figur der Mara mit einigen ihrer zahlreichen, im Buch nicht explizit erwähnten Namensbedeutungen in Verbindung bringt, etwa sinnigerweise mit dem “Verführer, der Gautama Buddha der Legende nach von der Erleuchtung beim Meditieren abhalten wollte”. Auch die komischen Aspekte der Meditation kommen zur Sprache, ihren besonderen Fokus legt Teicher-Maier auf die Tempo- und Perspektivwechsel: so schnell rausche an manchen Stellen der Text, daß sie beim Lesen immer wieder abdrifte und sich “wie beim Meditieren, dauernd zurückrufen muss, zurück zum Text, der mich in Gedankenstrudel zieht und wieder daraus entlässt”. Der Erzähler wiederum sei “ein Kind seiner Zeit, dem Wikipedia genau so vertraut ist wie YouTube oder japanische Anime-Filme (…); die Meditation am Fluss führt ihn immer wieder vom Alltäglichen der Wahrnehmung dessen, was ihm begegnet, zu Gedanken, die die Ebenen des Mystischen, des “Erhabenen” streifen. Alles wird in größere Zusammenhänge gestellt, und dies geschieht vor allem durch die Langlebigkeit, die Größe des Rheins, der “vom All betrachtet (…) eine unwesentliche Narbe unter vielen dieses Planeten” ist.”

Der volle Wortlaut der Besprechung ist hier nachzulesen.

Das Wasser von Benfeld

„Je me trouvais à Benfeld, petite ville du Bas-Rhin, le 21 Mai 1826, quand j’appris, pour la première fois, de M. le docteur Dürwel, l’un des plus anciens médecins de cette ville, et de divers particuliers, qu’il existait, auprès du moulin de Rhinau, une fontaine sulfureuse froide, de laquelle on m’avait apporté, pour me les faire voir, des feuillages qui, par leur séjour dans cette eau, s’étaient imprégnés d’une couche blanche qui donnait l’odeur distincte du soufre dans la combustion, et de laquelle on espérait quelque médication dans les maladies de peau ; on ajoutait que des enfans, ayant bu de l’eau de cette fontaine par curiosité, avaient éprouvé des coliques, et en avaient été gravement incommodés. Je me décidai sur le champ à aller visiter cette fontaine, éloignée de Benfeld d’environ quatre lieues. Arrivé au moulin, dont le propriétaire, M. Wachenheim, s’est prêté à toutes mes recherches avec la plus grande honnêteté, je reçus de lui la confirmation de tout ce que j’avais appris à Benfeld ; j’appris de l’un de ces fils qu’il y avait environ sept ans qu’il connaissait la fontaine, et l’on me présenta une fiole de cette eau, puisée depuis un mois, qui n’avait plus ni goût ni odeur. Manquant de réactifs, je m’avisai d’en préparer d’extemporanés ; je râpai dans de l’eau la pelure rouge du radis qui lui donne une couleur violette, qui se change en rouge avec les acides, et en vert avec les alcalis, et que je sais par expérience être un bon réactifs ; je fis préparer une forte lessive de cendres filtrées, et je me munis d’un vinaigre très-fort ; après quoi nous nous dirigeâmes vers la fontaine.

Elle est située à douze ou quinze pas du moulin, entre un petit bras du Rhin et un canal tiré de ce fleuve pour mouvoir le moulin. Cet espace est formé d’anciens fascinages exécutés, il y a environ quarante ans, pour se mettre à l’abri des innondations. La surface de cette espèce d’île est recouverte d’une couche épaisse de chenevottes provenant du moulin, qui est en même temps moulin à farine, à chanvre et à huile. L’eau dite minérale sort du pied de ce fascinage et coule dans le fleuve ; elle a son origine du côté de l’est, par conséquent d’où vient le canal. Ce lieu est situé dans une vaste plaine sablonneuse, produt des alluvions du fleuve, éloignée de toute montagne et de toute roche. En approchant de la source, on sent une odeur hépatique désagréable, et l’on voit l’eau couler sur un fond noirâtre, garni de débris de petits morceaux de
bois charbonnés, de feuilles, et de roseaux enduits d’une couche blanche à la surface. Odeur d’hydrogène sulfuré ; saveur idem, mais moins prononcée que l’odeur ; couleur naturelle et diaphane. Une pièce d’argent, jeté au fond de la fontaine, a d’abord jauni, puis noirci ; la teinture violette n’en a éprouvé aucune altération ; la lessive de cendres n’a produit aucun précipité ; l’acide acétique, mêlé et agité avec cette eau, a donné une très-légère pellicule, en produisant de l’onctuosité sur les doigts qui y étaient trempés, et l’odeur du gaz a été neutralisé. J’ai répété les mêmes expériences avec l’eau du canal dérivé du Rhin : il n’y pas eu de différence avec la teinture violette et la lessive de cendres : mais l’acide acétique n’y a produit aucune altération.

L’on m’avait dit au moulin que les poissons qu’on jetait dans la source y étaient asphyxiés, et je priai M. Wachenheim de répéter l’expérience; il y en eut effectivement plusieurs, gros et petits, qui, y ayant été jetés en ma présence, étant très-vivaces, commencèrent d’abord à souffrir, et avoir des mouvemens convulsifs, puis ils cessaient de se mouvoir, et se renversaient, reprenant insensiblement la vie dès qu’on les retirait de cette eau pour les plonger dans celle du Rhin, et la perdant derechef quand on les rejetait dans l’eau sulfureuse, ce qui fut répété un grand nombre de fois. Après avoir achevé ces expériences, je rempli dans la source une bouteille propre, qui fut bien bouchée, pour la transporter à Strasbourg, et l’examiner ultérieurement. (…) Nous sommes en droit de conclure (…), que cette eau, dite minérale, n’est autre chose que l’eau filtrée du canal voisin, imprégnée, à sa surface, d’un haz hydrogène sulfuré et darboné, qu’elle abandonne aussitôt qu’elle est exposée à l’air libre, et qu’elle doit ce gaz à la décomposition lente des substance végétales à travers lesquelles elle a passé dans un trajet oblique de dix à douze mètres seulement. (…)

Il se présente une difficulté, celle de savoir pourquoi il y a des eaux qui perdent leur gaz aussitôt qu’elles sont exposées à l’air, et pourquoi d’autres les conservent long-temps. Ne peuton croire que (…) celles du moulin de Rhinau, n’en ayant été chargées que pendant un trèscourt trajet, n’ont pas eu le temps de s’en impreigner complètement, et qu’il y est resté
superficiellement, au lieu que, dans un très-long trajet, le mélange est beaucoup plus complet? Cette analyse, de quelque peu de conséquence qu’elle soit, m’a prouvé, par les comparaisons que j’ai dû faire, que l’eau du Rhin, lorsqu’elle n’est pas trouble, est très-pure, et n’a pas la propriété qu’on lui attribue, de donner naissance au goître ; tumeur dont la cause occasionnelle réside plutôt dans les brouillards, si fréquens sur les rives du fleuve, et auxquels sont presque continuellement exposés les habitans de ces lieux. Quant à la propriété médicatrice des maladies de peau, qu’on s’était imaginé de pouvoir donner à cette eau gazeuse, je la crois entièrement nulle, puisque les gaz s’évapore aussiôt, et que les matières qu’il dépose sont en trop petites quantité ; aussi ai-je dissuadé le maître du moulin d’y faire aucune établissement, comme je crois qu’on le lui avait insinué.“

(François-Emmanuel Foderé : Notice. Sur une fontaine contenant du gaz hydrogène sulfuré et carboné, qui est située sur les bords du Rhin, au moulin de Rhinau, avec quelques réflexions sur la gazification des eaux. Dans : Journal de la société des sciences, agriculture et arts, du département du Bas-Rhin, Strasbourg 1826)

Rheinbedingte Ortsverschiebungen

“Damals war der Rhein ziemlich gross, und frass zu Rheinau die Stadt sehr hinweg, und kam so weit dass es den Herren von Honau (denen vor etlichen Jahren ihr Stift zu Honau der Rhein hatte hinweggefressen) damals der Rhein wiederum hinwegfrass, also dass die Häuser und Kirche, alles in den Rhein fiel. Deshalben seien sie gezwungen worden zu weichen. Sie kamen in die Stadt Strassburg, setzten sich zum Alten S. Peter mit Bewilligung des Bischofs, und machten ein Stift daraus; brachten S. Amandus Heiligthum mit ihnen her. S. Michel war ihr Patron, deshalben nannten sie das Stift zu S. Michen und S. Peter, wie es noch heisst. Ist jetzund noch ein Stift; sie essen noch alle im Refectorium. Aber jedermann sagte, es wäre eine Strafe Gottes, dass sie der Rhein also plagte, denn sie nicht also fromm waren, wie ihren alten Vorfahren.”

(Les collectanées de Daniel Specklin, chronique strasbourgeoise du seizième siècle / fragments recueillis par Rodolphe Reuss, Strasbourg 1890)

***

“On connaît la constante variabilité du cours du Rhin, et on peut se faire une idée de changement qu’il a dû subir dans nos parages depuis le quatrième siècle. Il paraît bien avéré que son cours, dans les temps passés, était bien plus rapproché de nos murs. Des restes de vieux lits et d’anciens trous de gravier du Rhin en sont une preuve irréfragable, et l’un de nos quartiers, en face de l’hôpital civil, est encore aujourd’hui désigné par le nom de coin du Rhin (Rhineck), ce qui ne laisse nul doute sur l’ancienne proximité du fleuve. (…) L’inconstance du Rhin est attestée par des évènements très remarquables. Le vieux Brisach était autrefois incontestablement sur la rive gauche du fleuve ; ce fut en 1296 qu’étant extraordinairement gonflé, il se forma un nouveau lit, et Brisach se trouvasur la rive droite. En 1292, des prêtres écossais construisirent un monastère assez considérable près de Rhinau, qu’ils abandonnèrent en 1390, parce que le Rhin, qui, de ces côtés surtout, changeait fréquemment de lit, menaçait d’engloutir leur établissement, ce qui arriva en effet la même année. Depuis cet évènement et long-temps après, lorsque les eaux étaient très-basses, on apercevait des restes du bâtiment. M. Hochstætter, arpenteur à Colmar, en découvrit encore au milieu du Rhin en 1752 ; il en leva même le dessin, qui est rapporté dans un manuscrit de Silbermann. Ce dernier se rendit lui-même sur les lieux en 1766 ; il reconnut qu’alors ces ruines n’étaient plus au milieu du fleuve, mais dans un très-grand rapprochement de la rive droite.“

(Antoine-François-Xavier de Kentzinger, Strasbourg et l’Alsace, ou Choses mémorables des vieux temps, Strasbourg 1824)

Von der Wasserqualität am Oberrhein

“L’opinion à Strasbourg et dans quelques localités est contraire à l’usage de l’eau du Rhin ; on l’accuse d’être indigeste, de produire le goître et le crétinisme, la fièvre intermittente et d’occasionner des diarrhées. Mais cette opinion populaire s’applique moins à l’eau prise dans le fleuve même, dont l’usage est trop exeptionnel pour avoir une influence étendue, qu’à l’eau des puits alimentés par le Rhin.”

(In unserer Übersetzung: “In Straßburg und einigen Ortschaften ist man gegen den Gebrauch von Rheinwasser; es wird für unbekömmlich gehalten und soll Kröpfe, Kretininsmus, Wechselfieber und Durchfallerkrankungen verursachen. Aber diese verbreitete Meinung bezieht sich weniger auf das direkt dem Fluß entnommene Wasser, das viel zu selten verwendet wird um größeren Einfluß auszuüben, als vielmehr auf Brunnenwasser, das aus dem Rhein gespeist wird.”)

(Victor Stoeber, Gabriel Tourdes: Hydrographie médicale de Strasbourg et du département du Bas-Rhin, Strasbourg 1862)