Leuchttürme des Rheins: das Rheinknie leuchtet

Von weitem findet der unerschrockene Binnenschiffer den Fluss aber auch das angrenzende Umland außergewöhnlich beleuchtet, so er sich der Metropole Basel nähert.
Manche empfinden das Licht als „taghell“, andere relativieren eine derartige Aussage.
Manch Kapitän soll des Nachts hinter seinem Steuerruder die Gazetten studieren, bevor er zur Nachtruhe in den mächtigen Rheinhafen zu Basel einläuft und so die Glühbirnen seines Fahrzeuges schonen.
Die wirkmächtige Beleuchtung verdankt sich dem ungeheuren Leuchtturm zu Basel am Rhein.
Gut fünfhundert Meter erhebt er sich in die chemiedurchwölkten Lüfte. Genau hat noch niemand seine Höhe zu messen vermocht – zu gewaltig aufragend das Bauwerk.
Man sagt, ein Gutteil, der in den beiden Basler Teilkantonen erzeugten Elektrizität werde für den gewaltigen Strahler des Leuchtturmes benötigt. Was wiederum kein Problem darstellt, erfreuen sich doch die angrenzenden Stadtquartiere einer geradezu märchenhaften Illumination.
Er steht auf dem westlichen Ufer, da wo das Gewässer seinen gewaltigen Bogen ausführt.
Niemand weiß, wann das enorme Bauwerk errichtet wurde. Klar ist, es stand lange, bevor sich Menschen am Strom niederließen.
Die Stalaktiten und Stalagmiten unter den mächtigen umlaufenden Galerien und Balkonen legen ein unmissverständliches Zeugnis größter Zeiträume ab.
Auch finden sich in den verbauten Steinen allerorten fossile Lebensformen – als Abdrücke – die von einer Fauna und Flora lange vor der uns bekannten zeugen.
Der imposante Turm muss also deutlich älter als die Gattung des Menschen sein.
Ist er ein Rätsel, so gibt er doch Licht.

(Ein Gastbeitrag und neunter Teil der Exklusivserie “Leuchttürme des Rheins” von Bdolf. rheinsein dankt!)


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