Alb (2)

Ettlingen stellt sich als Portal und “Pforte zum Lebensraum Albgau” dar. Die Alb ist deutlich präsenter als im benachbarten Karlsruhe, sie berührt und prägt das historische Zentrum, Hochwassermarkierungen an Gebäuden sprechen von Überflutungen vom 16. Jahrhundert bis heute, und der Albtäler, ein Wind, der auf den Seufzer eines Riesen zurückgeführt wird, weht hartnäckig das Flüßchen entlang durch die Stadt. Als Schutzpatron der Rathausbrücke, der wohl am häufigsten frequentierten unter den Ettlinger Albbrücken, wirkt, wie an zahlreichen Stellen des Rheins und seiner Nebenflüsse, der heilige Nepomuk.

Am “alten romantischen Albwehr” mit dem der Fluß einst für den Kanal der Zwingelmühle gestaut wurde, steht, hinter der rückwärtigen Fassade eines Großkaufhauses versteckt und splitternackt, “Der Fischerjunge” auf einer Art Surfbrett und hält seinen Fang, einen nicht näher definierten Fisch, in die Höhe.

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Die Anzahl der Paare, die ihre Liebe mit einem Schloß an einer Albbrücke besiegeln, auf daß die Beziehung so lange halten möge wie der Flußgrund den von der Brücke geworfenen Schlüssel bei sich behält, ist marginal – aber es gibt sie. Ein Vorfall wie auf der Pariser Seinebrücke Pont des Arts, deren Geländer vergangenes Jahr unter der Last unzähliger Metallschlösser einbrach, steht in Ettlingen vorerst nicht zu befürchten.


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