Leuchttürme des Rheins: Abschnitt Bodensee – Lindau

Die Wahre Schifffahrt ist die Schifffahrt der Herzen.
So geht es vom Jungen Rhein in den Bodensee, in Constantium weiter in des Stromes Bett.
Zuvörderst will aber der Bodensee (immerhin 41 m Höhendifferenz O-W infolge Erdkrümmung) gequeret sein.
Dem Schiffer erscheint ein Licht, so der Sturm aufkommt, auf Hoher See – der rettende See zu Lindau, selbiges im Bayerischen gelegen.
Das Hafenbecken errettete manchen wackeren Fahrensmann – oder –frau vor der Sturmnot, dem Seebeben und dem Tsunami.
Auf der westwärtigen Mole findet sich ein artiger Leuchtturm, nicht übermäßig in der Höhe, den Maßgaben des – verglichen mit der Hohen See – durchaus mäßigen Bodensees.
Er weiset mit seinem Licht den Weg ins sichere Becken, Rettung vor dem Zorn des Sturmgottes und dem allfälligen Treiben der Seeteufelschaft.
Gegenüber wollte der glorreiche König Ludwig – weiser Herrscher über die Bayernlande – seinem Geliebten, Oberst Freiherr von Maßgiebel, ein Denkmal seiner Anmut setzen. Zu diesem Behuf sollte der gnädige Herr Freiherr als ein Löwe dargestellt werden, der das zierlich-sanfte Antlitz des großbayerischen Wehrmannes statt des Löwengesichtes tragen sollte.
Dies hinwiederum wurde in den seinerzeitigen Zeiten als ein groß Skandalum angesehen, weswegen der glorreiche König Ludwig einen gewöhnlichen, aber großen, Löwen auf die ostwärtige Mole setzen ließ.
Im Herzen aber trug der weise König Ludwig das Abbild seines Geliebten.

(Ein Gastbeitrag von Bdolf und fünfter Teil seiner Serie über die Leuchttürme des Rheins. rheinsein dankt!)


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