Leuchttürme des Rheins: Gotthard

„… lighthouse might house the key ….” (Van der Graaf Generator)

Auch die Binnenschifffahrt bedarf der Leuchttürme.
Um einen geregelten nautischen Betrieb auf dem Rhein zu gewährleisten, unterhalten die Anrainerstaaten zahlreiche Leuchttürme.
Manche halten es für übertrieben, schon in der Nähe der Quelle einen solchen positioniert zu haben.
Doch handelt es sich um einen der wenigen Leuchttürme der Schweiz und nicht wenige Eidgenossen sind stolz auf diese maritime Errungenschaft.
Auch wenn es auf dem „sehr jungen“ Rhein wenig schifffahrtliche Aktivität zu erhellen gibt –
So werden doch regelmäßig Flöße zu Wasser gelassen und auch das eine oder andere Wasserfahrzeug will sicher geleitet werden, offiziell ist der Rhein bekanntermaßen zwar nur bis Rheinfelden schiffbar, jedoch erfordern zahlreiche geheime navale Militärprojekte der Schweiz eine Befahrung bis weit in die Quellgebiete.
Vor unvordenklicher Zeit stand neben dem Gotthard ein ebensolcher Bergriese, quasi spiegelbildlich. Bekrönt war der Berg – der Teufelsweich – durch die Feste der Hübener, deswegen Hüburg genannt. Auf dem Gotthard stand die Feste der Drübener, entsprechend die Drüburg benamt.
Als der schreckliche Krieg zwischen Hübenern und Drübenern mit der Niederlage der Hübener endete, waren diese gezwungen worden, die Hüburg zu schleifen und das Teufelsweich-Massiv abzutragen. Bis auf den Talgrund.
Die Drüburg ließ man mangels weiterer kriegerischer Verwicklungen verkommen.
Als letztes stand ihr mächtiger Bergfried. Als die Rheinschifffahrt Auftrieb nahm, trug man den Bergfried ab und baute ihn nahe des mächtigen Stroms wieder auf.
Der Einbau einer mächtigen Beleuchtungsanlage verwandelte ihn in einen Leuchtturm.
Als solcher warnt er die Schiffer vor den Untiefen und Klippen von Sankt Sack und weist ihnen den sicheren Weg in die Marina von Bad Wurschel.

(Bdolf, der dunkelste Denker, mit einem Gastbeitrag über maritime Errungenschaften im Ursprungsgebiet des Rheinstroms. rheinsein dankt und verweist zusätzlich auf diesen Eintrag.)


Stichworte:
 
 
 

Ein Kommentar zu “Leuchttürme des Rheins: Gotthard”

  1. poesiefan angelika
    26. Juli 2014 um 20:23

    „Fährt man von der Quelle zu den Leuchttürmen, fährt man nicht von den Leuchttürmen zur Quelle.“ (Björn Kuhligk)

Kommentar abgeben: