Presserückschau (Juni 2014)

Die Pfingsthitze brachte schwere Unwetter mit sich, die das Rheinland verwüsteten und in Köln, Düsseldorf, Krefeld und Essen sechs Menschenleben forderten. Neben der Hitze und hitzebedingten Unwettern beschäftigte über die Pfingsttage zudem ein 50 Kilometer langer Ölfilm Medien, Behörden und Krisenkräfte – Nachrichten, die sich in unregelmäßigen Abständen wiederholen. Aus der Reihe üblicher Katastrofenmeldungen fiel im Juni lediglich die Debatte über ein drohendes Gänsedebakel:

Weil die niederländische Provinz Gelderland diesen Sommer 30.000 Wildgänse zum Abschuß freigibt, befürchten Jäger des Kreises Kleve eine Massenflucht der Tiere über die Grenze. Gänse seien hochintelligent, nach dem ersten Schuß würden sie Reißaus nehmen, 30.000 Vögel abzuschießen sei somit unrealistisch, verlauten die Klever Jäger und befürchten, ihre Kollegen jenseits der Grenze wollten die Gänse einfangen und vergasen, wenn sie in der Mauser flugunfähig seien: ein Vorgehen, daß die Niederlande erlauben, Deutschland jedoch nicht. Auch die niederrheinischen Bauern und Badeseegäste betrachten die Sommergänse mit Sorge: “Sie richten auf den landwirtschaftlichen Flächen große Schäden an: Sie sorgen für Ernteausfälle und verdrecken die Felder. (…) Auf den Liegewiesen (der Badeseen) liegt alle zehn Zentimeter Kot, und die Tiere halten sich auch am See auf, wenn Gäste da sind.” (Rheinische Post)

 


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