Köln-Logo

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“Köln hat ein neues Markenzeichen: ein stilisierter Dom, davor der Rhein, der sich wellenartig nach oben schlängelt. Wirtschaftsdezernentin Ute Berg hat (…) das neue Erkennungszeichen gemeinsam mit den Partnern der Stadt vorgestellt. Dynamik soll diese Welle ausdrücken, sagt Berg. Und sie erinnere an die Darstellung der Herzschlagfrequenz, ergänzt Stadt-Sprecher Gregor Timmer.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

“Das neue Logo (…) soll künftig unter Anderem auf Briefpapier, Webseiten und Werbegeschenken für den Standort Köln werben. Nutzen dürfen das Logo dann Kölner Unternehmen, die gleich auf den ersten Blick ihren kölschen Ursprung zeigen wollen. Außerdem kann das Logo auf Plakaten und in Flyern zum Einsatz kommen, die für Köln werben. Das Logo wird allerdings nicht das bisherige Stadt-Logo (Dom-Silhouette auf rotem Grund) ersetzen – dieses wird uns weiter auf den Briefköpfen der Stadt Köln begegnen.” (Express)

Kann, soll und darf: wenn Köln, eine facettenreiche Großstadt, dieser Tage als logo-vereinheitlichte Marke auftritt, so ehrlicherweise als eine, der das Wasser bis zum Hals steht. Dabei bleibt unklar, ob der Rhein symbolisch eher bedrohlich (als Überschwemmender bzw. Strangulierender), heilend (als Äskulapnatter) oder, Drohung und Heilsversprechen auf sich vereinend, göttlich (als zum Himmel Strebender) auftritt. Dem Patienten M scheint das egal. Hinsichtlich des Wuppertaler Gewinnerentwurfs aus offenbar lediglich fünf zugelassenen Agenturen kursiert bereits das böse Wort vom Landes-SPD-Klüngel. Ästhetisch besehen mag die kinderhafte Ursprünglichkeit des Logos die Betrachter spalten, eindeutig zeigt es Köln von seiner wilden Seite: Glaube, Hoffnung, Fatalismus, Karneval.

Kaum war die Meldung vom neuen Logo gestern heraus, ließen Volk und Autorenkollegen sich von der präsentierten Kreativität inspirieren:

“Mein Vorschlag für das neue Köln-Logo: ~^^” (Thorsten Krämer)

“Man könnte in dem Logo mit einiger Verdichtungsleistung die Aufforderung an Luxemburger sehen, nicht betrunken zu fahren.” (Martin Knepper, der als erster das neue Köln-Logo als Plagiat einer Darstellung des Ebola-Virus unter dem Mikroskop aufdeckte.)

“Hatte nicht mal Madonna auch so einen BH?” (Anonymisierter Leserkommentar beim Stadt-Anzeiger)

 


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