Presserückschau (Januar 2014)

Die erste Meldung des neuen Jahres stammt aus dem alten. Doch nicht nur an Silvester, auch zu Neujahr finden im Rhein organisierte Schwimmveranstaltungen statt. Ein Schiffsunfall fordert bei den Bergungsarbeiten zwei Todesopfer und eine Brücke zwischen Baden und dem Elsaß wird der lokalen Schwanenwelt zum Verhängnis. Die Rhein-Nachrichten des Januars:

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“Mit dickem Neoprenanzug, Flossen und einer Thermoskanne mit heißem Kaffee: So haben sich rund 150 unerschrockene Schwimmer beim Silvester-”Abschwimmen” der Mainzer Feuerwehr in den Rhein gestürzt”, schreibt das Hamburger Abendblatt unter der Überschriften-Einordnung “Verrückte Mainzer”. Das Schwimmen fand bereits zum 43. Mal statt: “Mit dabei auf der rund zwei Kilometer langen Strecke vom Fischtor zum Feldbergtor waren neben der Tauchergruppe der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Polizei auch viele Bürger.”

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“Trotz sieben Grad Wassertemperatur sind (…) gut 300 Menschen beim Düsseldorfer Neujahrsschwimmen in den Rhein gestiegen” schreibt die Rheinische Post. Das Neujahrsschwimmen fand zehn Tage nach dem Neujahrstag statt und trug bereits karnevalistische Züge: “Für die teilnehmenden Taucher und Rettungsschwimmer ging es von der (…) Rheinkniebrücke 5,5 Kilometer stromabwärts. Viele von ihnen waren in bunten Kostümen angetreten. Durchschnittlich 45 Minuten brauchten die Schwimmer für die Strecke, teilte die DLRG mit.”

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Gleich zwei Todesopfer forderte die Bergung eines Frachters, der bei Lorchhausen auf Grund gelaufen war und zwei Tage lang die Rheinschifffahrt blockierte. Nachdem zunächst ein Helfer in einer Arbeitspause eine Herzattacke erlitten hatte, starb kurz darauf ein zweiter Helfer, wie der Spiegel berichtet: “Ein armdickes Stahltau hatte den 50-Jährigen am Kopf verletzt, als es bei der Bergung riss und zurückschlug. (…) Der unter niederländischer Flagge fahrende Kohlefrachter war am Montag – wohl wegen eines Fahrfehlers – aus der Fahrrinne geraten und hängengeblieben. (…) Für die Bergung waren die rund 5300 Tonnen Kohle an Bord entladen worden.”

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Auf umgekehrtem Wege wäre das wohl kaum passiert: “Einen Geldschmuggel in ungewohnter Höhe haben deutsche Zollbeamte am Autobahn-Grenzübergang Basel/Weil am Rhein vereitelt: Sie erwischten einen 79 Jahre alten Mann, der Euro im Wert von rund einer Million Schweizer Franken ohne Anmeldung nach Deutschland einführen wollte. Gegen den Rentner wurde ein Bussgeldverfahren eingeleitet (…). Weil der Mann nicht in Deutschland wohnt, nahmen ihm die Beamten als Sicherheit 220 000 Euro ab. Bei der Einreise in die Europäische Union muss Bargeld ab 10 000 Euro schriftlich angemeldet werden. Der 79-Jährige war (…) als Beifahrer aus der Schweiz nach Deutschland unterwegs. Die Geldbündel befanden sich in einer Tasche im Fussraum. Bei der Kontrolle seien beide Fahrzeuginsassen “sehr nervös” gewesen (…)”, berichtet die NZZ.

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Von einem heftigen Schwanenunfall berichtet die Weiler Zeitung: “Passanten hatten gesehen, wie das ausgewachsene Tier vom Hüninger Maissilo auf der französischen Seite über den Rhein geflogen kam, gegen die Seile der Brücke rauschte und auf die Brücke stürzte. Die Fußgänger riefen daraufhin den Weiler Tierschutzverein an, der mit den Frauen des Schwanenschutz-Komitees Kontakt aufnahm.”


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